Hallo zusammen,
mich würde interessieren, wie ihr ältere Familienmitglieder beziehungsweise Altenteiler weiterhin sinnvoll in den landwirtschaftlichen Betrieb einbindet, wenn manche Arbeiten zunehmend schwerer fallen.
Handwerkliche Tätigkeiten gehen körperlich nicht mehr so leicht wie früher. Auch das Auf- und Absteigen auf den Traktor klappt nach Hüftprothesen verständlicherweise nicht mehr so problemlos.
Dazu kommt, dass die heutigen Traktoren größer und unübersichtlicher geworden sind. Wenn der alte Traktor zum Beispiel 1,80 Meter breit war und der neue 2,20 Meter, passt er eben nicht mehr überall dort durch, wo es früher noch funktioniert hat. Dadurch kann schneller einmal etwas beschädigt werden, und Reparaturen an Traktoren, Geräten oder Gebäuden werden immer teurer.
Auch die Bedienung der neuen Technik ist deutlich komplexer geworden. Das fängt teilweise schon beim Starten des Traktors an. Wenn die Fahrtrichtung nicht auf Neutral steht, noch ein Gang eingelegt oder die Zapfwelle eingeschaltet ist, startet der Traktor nicht. Für jemanden, der jahrzehntelang mit einfacherer Technik gefahren ist, ist oft nicht sofort ersichtlich, woran es liegt.
Dazu kommen Lenksysteme, Displays, digitale Schlagkarteien und viele verschiedene Einstellungen. Das ist nicht für jeden leicht zu überblicken, besonders wenn man diese Technik nicht über Jahre mitentwickelt hat.
Man möchte die Altenteiler natürlich weiterhin einbinden und ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, passende Aufgaben zu finden, die körperlich noch gut machbar sind und bei denen die neue Technik nicht zusätzlich überfordert.
Wie habt ihr das bei euch gelöst? Welche Aufgaben haben sich für ältere Familienmitglieder bewährt, und wie sprecht ihr solche Veränderungen innerhalb der Familie an?
Ich freue mich über eure Erfahrungen

