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Wieder selbst wirtschaften?

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32 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Gollum » So Sep 04, 2016 9:00

Hallo zusammen,

Ich hoffe mal, dass ihr mich nicht gleich in der Luft zerfetzt wenn ich diese absolut bescheuerte Frage stelle die ich eigentlich selbst beantworten sollte :roll:

Ende September wird unser Hof auf mich überschrieben, es geht um 60 HA Acker, 20 Ha Grünland und 20 Ha Wald.
Bislang war (abgesehen vom Wald) alles an einen Pächter übergeben. Dieser Pächter ist nun verstorben und wird dementsprechend nicht weiter Pachten können.
Der Maschinenbestand ist zwar "veraltet" aber durchaus funktionell (durchschnittlich 15 Jahre alt).
Der Hof wurde die letzten 10 Jahre nicht gearbeitet.
Nun ist die Frage ob ich Ihn nicht wieder langsam selbst bewirtschaften soll oder nicht.
Beruflich bin ich vermutlich etwas eigen. Ich lebe von einem Nieschenprodukt der Imkerei.
Klassische landwirtschaftliche Ausbildung habe ich nicht, abgesehen von dem, was man die ersten 20 Lebensjahre so mitbekommt.
Standort wäre Bayern/Oberpfalz.
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon ratzmoeller » So Sep 04, 2016 11:08

Hallo,
um deine Frage
Gollum hat geschrieben:Nun ist die Frage ob ich Ihn nicht wieder langsam selbst bewirtschaften soll oder nicht.
zu beantworten sind noch mehr Informationen notwendig,z.B.:
-das örtliche Pachtniveau für Acker- und Grünland
-wurde vor der Hofverpachtung noch Geld verdient und wenn ja,mit welcher Betriebsstruktur
-ist Eigenkapital vorhanden oder im negativen Sinne Schulden,etc.
-örtliche Lage und baulicher Zustand der Hofstelle und Gebäude
-ist neben deiner derzeitigen Tätigkeit noch genügend Arbeitszeit für andere Arbeiten vorhanden
-sind z.B. für Außenarbeiten bei knapper eigener Arbeitszeit geeignete Lohnunternehmer vorhanden
-wo liegen deine eigenen Vorlieben bei den landwirtschaftlichen Tätigkeiten
-welche Arbeitskräfte würden zur Verfügung stehen
-etc.,etc.(So nach und nach fallen dann noch mehr Fragen ein.)
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Gollum » So Sep 04, 2016 11:30

Pachtniveau liegt bei 200/Ha Grünland und 5-600 Euro/Ha Acker.
Vor der Verpachtung wurde vor allem in der Ochsenmast geld verdient. Stallung für 80 Tiere wäre noch vorhanden, Stallung hat auch einen zugang zur Weide.
Eigenkapital ist im unteren 6 Stelligen Bereich vorhanden.
Die Lage ist ca 20 km von der Tschechischen Grenze entfernt, zwischen Regensburg und Schwandorf.
Ich arbeite im Moment ca 2 Tage die Woche. Die restliche Zeit wird der Hof renoviert.
LU befindet sich auf der anderen Straßenseite, also direkter Nachbar.
Grundsätzlich würde ich zuerst wieder mit dem Ackerbau anfangen. Wobei in mir meiner "Jugendzeit" v.a die Arbeit an den Masttieren lag. Diese Richtung würde ich auch gerne wieder einschlagen. Vorher würde ich mir selbstverständlich die nötige Sachkunde aneignen.
Arbeitskräfte wären derzeit 3 am Hof. Ich (31) mein Vater (58) sowie mein Großvater (81), zu Arbeitsspitzen besteht die Möglichkeit das ein Freund mithilft.
Büroarbeiten werden bereits von meiner Frau übernommen, die würde auch die erweiterten Büroarbeiten übernehmen.
Evtl. ist es sinnvoll mit dem Bila Kurs zu beginnen.
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon *da-done* » So Sep 04, 2016 11:42

servus gollum

neuanfang ist immer schwer, meine vorraussetzungen waren bisl anders.

hab den hof gekauft und beginne nun langsam mit allem wieder. neben meiner sonstigen tätigkeit (service in tankstellenbereich) läuft die sache langsam an. man muss wissen wo man hin möchte. und sollte sich gewisse ziele stecken.

ob es sich in der mom finanzlage renitiert ist immer eine ausrichtungssache.

bist du mit herzblut dabei ??

grüsse aus den landkreis Neustadt a.d Wn
Moin, bin gerade dabei einen Brennholzverleih auf die Beine zu stellen.
Hat jemand Interesse an einer Juniorpartnerschaft ? :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Ferengi » So Sep 04, 2016 12:14

Gollum hat geschrieben:Hallo zusammen,
Ich lebe von einem Nieschenprodukt der Imkerei.



Wenn du Berufsimker bist, wirst du das schaffen, denke ich mal.
Vielleicht kannst du den Hof dann auch gezielt für deine Imkerei nutzen.
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon ratzmoeller » So Sep 04, 2016 12:16

Gollum hat geschrieben:Pachtniveau liegt bei 200/Ha Grünland und 5-600 Euro/Ha Acker.

Also schon ein erhebliches Pachtniveau,mit ca.34000 bis 40000 € Einnahmen bei Null Arbeit.
Gollum hat geschrieben:Vor der Verpachtung wurde vor allem in der Ochsenmast geld verdient.

War das regionale Vermarktung oder einfach nur vom Viehhändler abholen lassen?
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Gollum » So Sep 04, 2016 12:37

Für die Imkerei ist er schon umgebaut ;)
Aus dem alten Schlachthaus wurde ein Schleuderraum, und von da gehts dann in 200 L Fässern zum Großhandel.

Die Frage der Vermarktung ist noch offen, auch die Frage ob Bio oder Konventionell
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon bauer hans » So Sep 04, 2016 14:02

lass dich von einem fachmann des landwirtschaftsamtes beraten.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Ferengi » So Sep 04, 2016 14:56

Gollum hat geschrieben:Für die Imkerei ist er schon umgebaut ;)



Ich meine auch die Ackerflächen.
Also zum Beispiel ganz gezielter Anbau von Blühpflanzen wie Klee, Phacelia, Erbsen, etc.
Wenn du dann noch die Möglichkeit hast die Aufwüchse nach der Blühte gewinnbringend zu vermarkten... :wink:
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Südheidjer » So Sep 04, 2016 15:28

Du könntest ja auch erstmal nur einen Teil wieder selbstbewirtschaften, z.B. das Grünland für die Honigproduktion optimieren. Anlegen von Streuobstwiesen und bienenfreundlichen Blühmischungen, die möglichst aber noch einen Futterwert haben sollten.
Im nächsten Schritt könntest du dir überlegen, welche Viecher du zusätzlich auf die Wiesen stellen könntest, so daß du möglichst wenig Arbeit hast, aber unter dem Strich noch angemessen was überbleibt und die Freude mit den Tieren dabei ist.
Auf ein paar hofnahen Ackerflächen könntest du dann zusätzlich noch Futter produzieren.

Bzgl. der übrigen Ackerflächen solltest du dich mal umhorchen, WER für WIEVIEL Pacht Interesse hätte, WELCHE Fläche zu pachten. Nicht jeder Pächter ist ein guter Pächter. Entfernte Flächen zu einem guten Preis an einen guten Bewirtschafter zu verpachten kann besser sein, als sie selbst zu nutzen.

Vorteil wäre, daß die Investitionen im überschaubaren Rahmen bleiben. Die Obstbäume werden aber wohl vor den Viechern geschützt werden müssen.

Ich vermute, Ferengi denkt in eine ähnliche Richtung.

Kalkuliere deinen Großvater mit über 80 mal nicht fest ein. Wenn er noch mitarbeiten kann und will, dann ist es gut, wenn nicht, dann eben nicht. Dein Kumpel hat vielleicht auch nicht immer Zeit, wenn die Arbeit ansteht. Also am Besten immer nur mit der eigenen Arbeitskraft kalkulieren und den Vater/Großvater/Kumpel als Reserve einplanen.
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Gollum » So Sep 04, 2016 20:19

Danke, ihr habt mir auf jeden Fall schonmal bedeutend weiter geholfen, bzw. einige gute Ansätze gegeben auf die ich so nicht gekommen wäre!
Das mit der Saat wäre garnicht so doof. Mal schauen was da biogas geeignet wäre und mit den Förderungen zusammenpasst.
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Ferengi » Mo Sep 05, 2016 23:20

Beim Verpachten aber nicht zu sehr aufs Geld gucken.
Wer am Meisten zahlt, der muss auch am Meisten aus dem Boden rausholen. :wink:
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Gollum » Di Sep 06, 2016 10:20

Nochmal verpachten kommt nicht in Frage.
Wie die Pächter mit fremden Land umgehen ist unter aller Sau.
Lieber wird alles zu Grünland und 2 mal im Jahr gemulcht, aber ich glaube im moment nicht, dass es so weit kommt
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Lonar » Di Sep 06, 2016 12:21

Was ist denn noch an Maschinen da?
Wie ist es mit der Bodengüte?
Ich würde es wenn Verpachtung zu 600€ keine Option ist mal mit ner einfachen Winterweizen->Zf-> Mais -> Sommergerste-> Raps Fruchtfolge versuchen.
Dann bist du das ganze Jahr nebenbei immer ein bisschen am Ackern und vermeidest Arbeitsspitzen
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Re: Wieder selbst wirtschaften?

Beitragvon Gollum » So Apr 09, 2017 21:38

Kurzes Update:
Die Wiesen wurden mittlerweile komplett in Streuobstwiesen umgearbeitet, nebenbei wurden noch Hecken als Versteck für Wild mit angelegt (Jagdgenossenschaft war involviert und fand die Idee gut).
Die Felder sind bis auf 0,5 Ha verpachtet, das wurde zum erweiterten Hausgarten.
Aus einem Scheidungsschnellverkauf kamen nochmal 120 Ha Wald dazu, 40 wurden verkauft um Schuldenfrei zu bleiben.
Die Arbeit wurde etwas mehr, aber ansonsten war die Idee richtig.
Feststellung der letzten Tage - bei 20 Ha Streuobstwiesen wirds demnächst einen Unterstockmulcher geben, oder einen Mulcher mit angebautem Unterstockmulcher. Mit der Motorsense ist die Arbeit irrsinnig - also jeden Baum freischneiden.
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