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Winterweizen schon behandeln?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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36 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Mär 15, 2014 0:06

Crazy Horse hat geschrieben:Hui, da ist ja massiv Gelbrost drin!
Den solltest Du allerdings bekämpfen.

Was ist denn das für eine Sorte?



JB Asano ist ne gelbrostanfällige Sau und die Einstufung (mit glaube 4?) ist ne reine Frechheit.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon Crazy Horse » Sa Mär 15, 2014 2:07

NobbyNobbs hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:Hui, da ist ja massiv Gelbrost drin!
Den solltest Du allerdings bekämpfen.

Was ist denn das für eine Sorte?



JB Asano ist ne gelbrostanfällige Sau und die Einstufung (mit glaube 4?) ist ne reine Frechheit.


Nee, ist mit ner 5 eingestuft, aber diese Einstufung ist immer noch zu niedrig, zumal Gelbrost ein sehr aggressiver Pilz ist, der sich schnell ausbreitet.

Gelbrost ist bei uns recht wenig verbreitet. Die wichtigsten Krankheiten hier bei uns sind immer noch Blattseptoria und Braunrost. Vor allem Braunrost kann zu massiven Ertragseinbußen führen, wenn keine Fungizidbehandlung durchgeführt wird oder der fungizide Schutz nicht lange genug anhält. Da sind dann schnell mal 30% Ertrag weg, und scheinbar so blattgesunde Sorten wie Opal oder Matrix versagen in der unbehandelten Variante kläglich. Blattseptoria kann man bei späteren Infektionen schon eher mal tolerieren, wenn man nicht gerade eine hochanfällige Sorte wie Akteur oder JB Asano anbaut. Bei Braunrost ist bei mir mit der Note 4 schon Schluss.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon Crazy Horse » Sa Mär 15, 2014 2:16

NobbyNobbs hat geschrieben:Ich fahre dieses Jahr Ralon Super + Netzmittel. Wo Trespe ist kommt Attribut bei. Eventuell gebe ich da etwas CCC dazu. Dieser nachgesagte Bestockungseffekt ist doch eh Mist. Da zählst du am Ende keine 1 Ähre/m² mehr. Habe ich x-mal ausprobiert. Die apikale Dominanz will ich aber schon brechen und den Weizen etwas glatt ziehen. In den Griff habe ich die mastigen Bestände scheinbar vorerst bekommen.
Dann nehme ich um 31 zum Medax Top + CCC noch etwas Basagran DP dazu um die Leitverunkrautung Klette, Knöterich und Kamille zu schaffen. Das muss dieses Jahr schicken.

Interessant wird das auch mit den Krankheiten. Ich rechnete eigentlich mit hohem Druck. Das sah auch lange so aus. Der trockene Februar/März hat den Druck allerdings deutlich gebremst- toll! Im Stoppelweizen rechne ich trotzdem fest damit, vorne raus ne Behandlung gegen Halmbruch, Septoria und Co. zu machen. Da habe ich mir bereits Capalo geordert. Was ich mit dem Rapstobak mache weiß ich noch gar nicht. Der ist derart blattgesund wie ich jetzt zwei Jahre in Folge feststellen konnte... da komme ich vielleicht wieder mit einer Behandlung in die Ähre aus.
Deutlich anfälliger im Blattbereich scheint mir der Elixer zu sein.


Ich hab vor zwei Wochen schon 80g Attribut + 35g Dirigent + 50ml Primus gespritzt, aber erst jetzt sieht man den Bekämpfungserfolg. Der Weizen hebt sich mittlerweile farblich ab, bedingt durch die N-Aufnahme. Nur dürfte es dringend mal regnen. Das würde auch den Absterbeprozess beschleunigen.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon Wini » So Mär 23, 2014 17:10

in den nächsten Tage ist ja wieder eher kühleres Wetter zu erwarten.
Sollte man da mit der Behandlung von Winterweizen mit Broadway und einem Wachstumsregler nicht noch eher warten ?
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon NobbyNobbs » So Mär 23, 2014 17:50

Wini hat geschrieben:in den nächsten Tage ist ja wieder eher kühleres Wetter zu erwarten.
Sollte man da mit der Behandlung von Winterweizen mit Broadway und einem Wachstumsregler nicht noch eher warten ?



CCC wirkt ab 8 Grad. Das würde ich aber nicht einsetzen wenn dir das Wasser fehlt. Ansonsten wären bei kühlerem, wenig strahlungsreichem Wetter sogar HÖHERE Aufwandmengen angeraten.
Ich habe (bzw. muss zum Teil noch) mit Ralon Super + Netzmittel auch 0,6 l CCC/ha ausgebracht. Aber das nur zum "Glattziehen" der Bestände. Harte wachstumsregulierende Maßnahmen passen hier zur Zeit nicht hin. Mir ist das nachts mittlerweile auch einfach wieder zu frisch und Wasser in Hülle und Fülle haben wir auch nicht mehr.
Broadyway würde ich eher zur nächsten Hochdruckperiode einsetzen. Am besten nach nem ergiebigen Landregen. Da passt dann auch der Wachstumsregler besser hin.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon bindes » So Mär 23, 2014 18:14

Wenn man CCC nicht zur Anregung der Bestockung ausbringt, was spricht gegen eine Einmalbehandlung in Kombi mit Moddus oder ähnlichen Produkten? Beim frühen Solo CCC Einsatz kürze ich ja auch unter der Erde ein, was bei Wassermangel später böse auf den Ertag geht. Minder ich dieses Risiko nicht ein, wenn ich je nach Sort 0,5-1,0l CCC & 0,10-0,15 Moddus verabreiche?
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon NobbyNobbs » So Mär 23, 2014 18:51

bindes hat geschrieben:Wenn man CCC nicht zur Anregung der Bestockung ausbringt, was spricht gegen eine Einmalbehandlung in Kombi mit Moddus oder ähnlichen Produkten? Beim frühen Solo CCC Einsatz kürze ich ja auch unter der Erde ein, was bei Wassermangel später böse auf den Ertag geht. Minder ich dieses Risiko nicht ein, wenn ich je nach Sort 0,5-1,0l CCC & 0,10-0,15 Moddus verabreiche?



Ja klar. Wenn du es schaffst, schonend mit einer Maßnahme alles "in trockenen Tüchern" reinzubringen, geht das. Das mit der Bestockung haut eh nicht hin. Habe hier 10 Versuche liegen. In keinem wirkte sich die frühe CCC-Gabe bestockungsfördernd aus. Denn das könnte man ganz einfach über die Ährendichte ermitteln. Was gelingt und auch Sinn macht, ist das Glattziehen der Bestände. Dafür muss man allerdings keine überzogenen Aufwandmengen einsetzen.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon Mad » So Mär 23, 2014 18:59

NobbyNobbs hat geschrieben:
bindes hat geschrieben:Wenn man CCC nicht zur Anregung der Bestockung ausbringt, was spricht gegen eine Einmalbehandlung in Kombi mit Moddus oder ähnlichen Produkten? Beim frühen Solo CCC Einsatz kürze ich ja auch unter der Erde ein, was bei Wassermangel später böse auf den Ertag geht. Minder ich dieses Risiko nicht ein, wenn ich je nach Sort 0,5-1,0l CCC & 0,10-0,15 Moddus verabreiche?



Ja klar. Wenn du es schaffst, schonend mit einer Maßnahme alles "in trockenen Tüchern" reinzubringen, geht das. Das mit der Bestockung haut eh nicht hin. Habe hier 10 Versuche liegen. In keinem wirkte sich die frühe CCC-Gabe bestockungsfördernd aus. Denn das könnte man ganz einfach über die Ährendichte ermitteln. Was gelingt und auch Sinn macht, ist das Glattziehen der Bestände. Dafür muss man allerdings keine überzogenen Aufwandmengen einsetzen.


Ich fahre dieses Jahr wieder in 30-31 mit CCC-Moddus und nichts davor. Letztes Jahr waren 0,4 CCC mit 0,15 Moddus ziemlich knapp. Je nach Witterung wird auf 0,6+0,2 erhöht, was letztes Jahr gut hingehauen hat.

Sind "glatte" Bestände so wichtig? Konnte letztes Jahr keine Nachteile ausmachen. Ist halt nur ein anderes Bild.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon NobbyNobbs » So Mär 23, 2014 19:05

Mad hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:
bindes hat geschrieben:Wenn man CCC nicht zur Anregung der Bestockung ausbringt, was spricht gegen eine Einmalbehandlung in Kombi mit Moddus oder ähnlichen Produkten? Beim frühen Solo CCC Einsatz kürze ich ja auch unter der Erde ein, was bei Wassermangel später böse auf den Ertag geht. Minder ich dieses Risiko nicht ein, wenn ich je nach Sort 0,5-1,0l CCC & 0,10-0,15 Moddus verabreiche?



Ja klar. Wenn du es schaffst, schonend mit einer Maßnahme alles "in trockenen Tüchern" reinzubringen, geht das. Das mit der Bestockung haut eh nicht hin. Habe hier 10 Versuche liegen. In keinem wirkte sich die frühe CCC-Gabe bestockungsfördernd aus. Denn das könnte man ganz einfach über die Ährendichte ermitteln. Was gelingt und auch Sinn macht, ist das Glattziehen der Bestände. Dafür muss man allerdings keine überzogenen Aufwandmengen einsetzen.


Ich fahre dieses Jahr wieder in 30-31 mit CCC-Moddus und nichts davor. Letztes Jahr waren 0,4 CCC mit 0,15 Moddus ziemlich knapp. Je nach Witterung wird auf 0,6+0,2 erhöht, was letztes Jahr gut hingehauen hat.

Sind "glatte" Bestände so wichtig? Konnte letztes Jahr keine Nachteile ausmachen. Ist halt nur ein anderes Bild.


Finde schon. Ich stärke damit ja meine Nebentriebe. Und die, die ich will, sollen möglichst stark sein um sich prächtig entwickeln zu können. Stichwort Ährenanlagen, Licht. Also beim Thema Nebentriebe gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: 1. ich will sie, dann fördere ich sie so gut es geht oder 2. es sind zu viele unnötige Schmarotzer der 2. und 3. Kategorie da, die Wasser, Licht und Nährstoffe (Energie) kosten; und die sollen weg.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon Wini » So Mär 23, 2014 21:43

Die aktuelle Verunkrautung im Winterweizen ist soweit fortgeschritten, daß blattaktive Wirkstoff gut wirken sollten:
Winterweizen Julius 23.4.2014 Bild 1.JPG
Winterweizen Julius 23.4.2014 Bild 1.JPG (135.69 KiB) 1171-mal betrachtet

Winterweizen Julius 23.4.2014 Bild 2.JPG
Winterweizen Julius 23.4.2014 Bild 2.JPG (140.42 KiB) 1171-mal betrachtet

Winterweizen Julius 23.4.2014 Bild 3.JPG
Winterweizen Julius 23.4.2014 Bild 3.JPG (137.95 KiB) 1171-mal betrachtet


Schön, daß es auch mal geregnet hat.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon bindes » So Mär 23, 2014 21:59

Mad hat geschrieben:Ich fahre dieses Jahr wieder in 30-31 mit CCC-Moddus und nichts davor. Letztes Jahr waren 0,4 CCC mit 0,15 Moddus ziemlich knapp. Je nach Witterung wird auf 0,6+0,2 erhöht, was letztes Jahr gut hingehauen hat.

Sind "glatte" Bestände so wichtig? Konnte letztes Jahr keine Nachteile ausmachen. Ist halt nur ein anderes Bild.


Ich dachte, dass Moddus und Co eher das "gleichziehen" bewirken als CCC?!
Ich hab die Einkürzungsmaßnahme noch nie gesplittet. Alle begründen das Vorwegfahren mit CCC im frühen Frühjahr mit der Bestockungsgeschichte, aber einige bekannte, die vom nur Ackerbau betreiben, sagen wie Nobby, dass man sich das schönredet und eher von zuviel CCC unten zuviel einkürzt bzw auch und darum eher Vorsicht geboten sei, außer man weiß, dass Wasser nicht mangeln wird bis zur Ernte.

Bei der Einfachbehandlung mit WR ist es halt immer spannend. Zwischen 0,1 - 0,2l liegen Welten. Wenn man sich da mal ein wenig verkalkuliert beim befüllen... :o :shock: :D

Zu Winis Fotos:
Ich tendiere immer zu frühen Behandlungen. Ich will damit nicht sagen, dass es zu spät ist - bitte nicht falsch auffassen. Wenn es klappt ist ja alles in Butter. Aber man hat doch schon einen nennenswerten Spritzschatten, wo sich dies und das durchmogeln kann. Der Vorteil ist ganz klar, dass man allem viel Zeit zum Auflaufen gibt. Da kann man drüber streiten, ob man einem Bodenherbizid diese Aufgabe zutraut (und überhaupt möchte) oder lange wartet. Kollegen hier, fahren die Herbizidmaßnahme beim Kurzspritzen um EC30 "erst" mit.

Beim Mais gefallen mir späte Maßnahmen nicht, weil die Pflanzen wegen mehr Blattmasse auch mehr Mittel verdauen müssen (und der Spritzschatten ist noch gewaltiger). Beim Weizen weiß ich nicht wie stark es da die Hauptfrucht belastet. Hat da jemand mal ein Spritzfenster angelegt und kann drüber berichten? Würde mich sehr interessieren.

Mein WW mag mich im Moment nicht. Erst Atlantis, dann AHL und was gegen dern Rost unternommen. Erster Bildausschnitt ist vom 14., die andern vom 19. Optisch hat er sich halbiert :regen:
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon NobbyNobbs » Di Mär 25, 2014 19:47

bindes hat geschrieben:Ich dachte, dass Moddus und Co eher das "gleichziehen" bewirken als CCC?!


Nein, ganz im Gegenteil. Moddus sorgt eher für "unruhige" Bestände. CCC bricht die apikale Dominanz des Haupttriebes (und das sorgt für das „Gleichziehen“ der Bestände). Das ist beim Moddus nicht so.

Wenn man "vorne" CCC einsetzt, sorgt das dafür, dass Gibbereline und Auxine gehemmt und Cytokinine gefördert werden. Der Haupttrieb wird sozusagen gebremst und die Nebentriebe gefördert. Dadurch kann es möglich sein, eine bessere Ährchendifferenzierung zu erreichen und Blüten zu fördern.

Was ich so überhaupt nicht aus eigenen Versuchen oder Erfahrungen untermauern kann, ist- wie gesagt, die Behauptung, dass CCC bestockungsfördernd wirkt. Es trägt zur besseren Entwicklung der vorhanden Nebentriebe bei, ja. Aber es ist nicht so, dass sich die Ährendichte durch den den Einsatz von CCC vergrößert. Jedenfalls sind diese Effekte zu vernachlässigen.

Dieser Effekt auf die Nebentriebe ist aber aus meiner Sicht nicht zu vernachlässigen. Ich habe auch aus diesen Gründen bisher im Weizen IMMER auf ein "Glattziehen" gesetzt.
Die Strategie lautet also: Erst über Aussaatzeitpunkt und -menge eine Ziel-Trieb-Dichte/m² zu erreichen. Über die N-Düngung (Zeitpunkt, Höhe und vor allem N-Form) kann man dann feinsteuern. Wenn ich dann irgendwann zufrieden bin mit dem was da steht (dieses Jahr müssen Triebe absterben bzw. dürfen keine neuen mehr gebildet werden, sonst ist es die letzten Jahre meistens anders rum gewesen), werden die Nebentriebe so gut gefördert wie es irgendwie geht, da sie mir möglichst hohe Einzelährenerträge erzielen sollen. "Schmarotzer" lass' ich rigoros "abhungern". Da ist es mir auch wurscht, ob die Bestände kurz scheiße aussehen und aufhellen, gar gelb werden. Das ist dieses Jahr der Fall. Wer hier die mastigen Bestände ganz pauschal "weil das immer so gemacht wurde" Ende Februar mit 400 kg/ha KAS angedüngt hat, der wird noch Spass bekommen. Die haben am Ende nur Schmarotzer-Ähren, die keinen Ertrag bringen, aber Energie, Nährstoffe und Wasser ohne Ende kosten. Zudem neigen diese Wiesen, wie jeder weiß, zum Lager. Über das Mikroklima- genauer gesagt das Bestandsklima- braucht man auch nicht sprechen. Fuß- und Blattkrankheiten werden grüßen lassen.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon Forchhammer » Di Mär 25, 2014 20:03

Ab wann kann man denn heuer(bzw. allgemein) rechnen, das die meiste relevante Klette frisch aufgelaufen und bekämpfungswürdig ist?
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon ackerbauer80 » Di Mär 25, 2014 20:29

@ forchhammer
Die Schadschwelle für Kletten liegt bei 0,1 Pflanzen/m² (oder lag da als ich zur Berufschule gegangen bin). Für mich als Mähdrescherfahrer gilt, wenn man Kletten im Bestand sieht, sollte man handeln.
Wenn ich Kletten im Bestand habe nehme ich in der Schossphase einen Schluck (0,4-0,5 l ha) Starane mit, z. B. beim zweiten Wachstumsregler oder der ersten Fungizidmaßnahme.

@ bindes
Ich vermute Dein Weizen denkt :"Mein Bauer mag mich nicht". Will heißen irgendwas ist hier schief gelaufen.
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Re: Winterweizen schon behandeln?

Beitragvon bindes » Di Mär 25, 2014 22:06

OK NobbyNobbs, dann zieht das CCC gleich;) Bei deinem Beitrag musste ich an meine Zwischenprüfung denken. Sollte WW Bestellung planen und Maschine abdrehen, worauf man ja vorbereitet sein kann und ich auch schnell mit durch war. Aber wie das dann so ist, haben dir Prüfer Zeit für andere blöden Fragen und haben sich diese ausgedacht: Du hast jetzt zweimal Scheisse gebaut: Einen Schlag hast du mit unter 200 Körner gesät und einen anderen mit 500 je m². Welches Übel würdest Du als das geringere betrachten und warum. Habe mich für den dünneren Bestand entschieden, da man den ja noch etwas anregen könnte mit CCC und der Pilzdruck weniger stark ausfallen würde und mir keine Maßnahme einfällt, wie man einen dichten bestand wieder dünner bekommen würde. Die Prüfer stimmten zu und ich durfte gehen;)

Da bei uns die Saattermine mit Vorfrucht KM immer etwas spät ausfallen und man froh ist, den WW unter guten Bedingungen in die Erde zu bekommen, bleibt eine Herbizidanwendung im Herbst für uns weiter Wunschdenken. Dadurch ist unser Weizen immer der, der am dünnsten darsteht im Frühjahr, was auch durch eine Saatstärke mit max 310 Körner nicht anders zu erwarten ist. Jetzt hat er die volle Aufwandmenge Atlantis auf den Deckel bekommen und einige Tage später 300 Liter AHL. Man riet mir schon, einige Tage nach der Atlantis Behandlung abzuwarten, bevor ich mit AHL anrücke. Vielleicht hätte ich ihm ein bisschen mehr Zeit lassen sollen, aber zu spät nu. Er wird es wohl überleben. Was positiv ist: AFU und Co sehen noch schlechter aus, als der Weizen ;) Ich tröste mich mit dem Spruch: Wirksamkeit geht vor Verträglichkeit 8) Und je nachdem wie das Licht grad fällt, siehts schon besser aus.

Die zwei anderen Fotos sollen auf den AFU (meine ich darin zu sehen) zielen und die Frage, ob man da nach ca. zwei Wochen seit Behandlung von einem Erfolg sprechen kann? Ich finde den noch ziemlich gut aussehend, wenn man es aus Sicht des Grases betrachtet. Und nein, der ist nicht vom dem "Atlantis hat alles untergehen lassen" Schlag.
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