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Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 16:21

Wohin entwickelt sich die Landwirtschaft?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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22 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Beitragvon schnorreswackler » Sa Jun 16, 2007 13:40

Hallo,

gleichzeitig stellt sich (leider) auch die Frage, wo wird in Zukunft noch produziert. In Deutschland?? Wann ja, wo kann hier noch kostengünstig produziert werden?? Meiner Meinung nach wird sich die Produktion in Zukunft mehr in den Osten verlagern. Der Süden und Südwesten wird immer mehr vom Vertragsnaturschutz in Beschlag genommen werden.

Gruß
schnorreswackler
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Beitragvon Weinbauer » Sa Jun 16, 2007 14:58

die LW wird zunehmend zur industrie oder die betriebe spezialisieren sich auf nischen. der landwirt mit ein bisschen von allem, wird als haupterwerb nicht mehr existieren können.
zudem kommen durch den klimawandel andere anbaugegebenheiten aus uns zu. einige pflanzen werden jetzt im norden besser wachsen als im süden und umgekehrt.
z.b. werden wir weinbauern gewisse sorten im norden anpflanzen müssen. der riesling wird wohl bald auch auf höhe berlin und nördlicher gut wachsen.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Beitragvon Komatsu » Sa Jun 16, 2007 15:23

Großkonzerne als Landwirt das war alles schonmal da. Früher musste man wegen der Personalkosten den Gütern raten die Kühe abzuschaffen. Heute muss man den Bauern raten Personal anzuschaffen, damit sie Kühe halten können.

Wenn ich mir die Bilanzen so mancher Agrar - eG/GbR/GmbH ins Gedächtnis rufe und die neben einen 80 Kuh Betrieb mit 500 Mastschweinen und 70 ha Ackerbau halte, so erzielt letzt genannter die besseren Werte auf gesamter Front. Dies wird sich jährlich um 5% durch den Produktivitätsfortschritt nach oben schieben
Komatsu
 
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Beitragvon schnorreswackler » Sa Jun 16, 2007 16:52

Natürlich muss sich auch die Landwirtschaft anpassen und somit weiter verändern. Der Strukturwandel ist in vollem Gange. Auch leben wir auch schon längst in der Vertragswirtschaft. Anbau- und Abnahmeverträge sind völlig normal. Ernten sind bereits verkauft, bevor überhaupt gesät/gepflanzt wurde. Konzernlandwirtschaft, die die Abhängigkeit des Landwirtes von der Industrie nach sich zieht, ist dadurch vorprogrammiert. Bestes Beispiel ist hier doch die Zuckerrübenwirtschaft. Konzernlandwirtschaft in Bezug auf Globalplayer, die selbst Betriebe unterhalten, gibt es ebenfalls zur Genüge. Sei es auch nur um eigene Produktforschungen zu betreiben und dann anzupreisen.
Fachfremde Unternehmer werden aber doch nur auf den Landwirtschaftszug aufspringen, wenn es sich für sie auch rechnet.
Ich hatte zum Beispiel letztes Jahr ein Gespräch mit einem Bekannten, der als Spediteur ca. 40 LKW laufen hat. Er wollte von mir wissen, was er machen müsse um an Flächen und ZA zu kommen. Hintergrund: Er wollte Biodiesel für seine Flotte erzeugen. :P Mit ein paar einfacheren Berechnungen, fachlichen Details und Bemerkungen zum bürokratischen Aufwand hat der die Idee fallen lassen. Heute bezieht er seinen Biodiesel von einem Großhändler und verkauft seine LKW nach ein paar 100000 km in den Osten.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Großkonzerne unsere Politiker steuern und nicht umgekehrt. Unsere Politiker sitzen doch allesamt in den Verwaltungs- und Aufsichtsgremien von Konzernen und verarschen uns mit der Aussage, dass kein Interessenkonflikt vorhanden ist.
Die bäuerliche Landwirtschaft wird von Politikern überall hochgelobt und muss erhalten werden. Warum richtet man dann die Politik nicht entsprechend aus???????? Stattdessen muss sich der Landwirt mit Auflagen herumschlagen, die für den Einzelnen teilweise nur schwer händelbar sind. Verwaltungsvereinfachungen werden angekündigt, aber sind dann nicht mehr als solche zu erkennen.
Der Landwirt ist eigentlich mehr ein Antragswirt. Für einen "normalen" Betrieb eigentlich kein Zustand. Wer kann sich schon eine halbtags Sekretärin leisten?? Größere Betriebe/Großbetriebe/Konzerne - vor allem im Sonderkulturenbereich - haben da einen gewissen Vorteil. Sie können es sich (meist) leisten.
Hoffnung für 2012/13?????? Seit 1993 hat die EU immer einen drauf gesetzt. Warum sollte es jetzt anders werden?????
schnorreswackler
 
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Beitragvon Kuddel » So Jun 17, 2007 9:02

Hallo, Schimmel,

ich kann die nur zustimmen. Holländische Industrielle und jetzt auch
deutsche Geldanleger produzieren in Südspanien und jetzt auch in Polen
Gemüse, die nur hier in der BRD verkauft werden.

[u]Die Landwirtschaft wird langfristig über die Großkonzerne
mittels Verträge enteignet und entmündigt werden.
[/u]


Viele Grüße
Arno
Kuddel
 
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Beitragvon Brombeerfoerster » So Jun 17, 2007 11:30

...so wie wir alle....
Brombeerfoerster
 
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Beitragvon tröntken » So Jun 17, 2007 12:29

Kuddel hat geschrieben:Hallo, Schimmel,

ich kann die nur zustimmen. Holländische Industrielle und jetzt auch
deutsche Geldanleger produzieren in Südspanien und jetzt auch in Polen
Gemüse, die nur hier in der BRD verkauft werden.

[u]Die Landwirtschaft wird langfristig über die Großkonzerne
mittels Verträge enteignet und entmündigt werden.
[/u]


Viele Grüße
Arno


Wieder LPG´s ?


Glaub ich nicht, das hat die DDR belegt.
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