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Wohin entwickelt sich die Landwirtschaft?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Wohin entwickelt sich die Landwirtschaft?

Beitragvon Kuddel » Do Jun 14, 2007 21:13

Hallo, Forumsbeteiligte,

Die Nahrungsmittelproduktion hat sich in den letzten 100 Jahren gewaltig
verändert.
Der Landwirt von damals ist heute ein High-tech-Nahrungsmittel-
produzent.
Neue Erkenntnisse und die Forschung haben die Arbeit ständig weiter
verdichtet.
Einen Landwirt ohne Computer gibt es nicht mehr!
Die zunehmende Automation unterstützt die Rationalisierung.

Wie seht Ihr die weitere Entwicklung in der Landwirtschaft?

Viele Grüße
Arno
Kuddel
 
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Beitragvon Gast » Fr Jun 15, 2007 9:06

Servus,

Also bei uns in der Oberpfalz(Ostbayern) gibts (noch) genug Bauern ohne Computer... :lol:
Sind meistens auch die mit Abstand sympatischsten.
Gast
 
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Beitragvon Kuddel » Fr Jun 15, 2007 13:14

Hallo, schimmel,

mir geht es um die Zukunft der Landwirtschaft.
Die Technik ist nur ein Hilfsmittel!

Viele Grüße
Arno
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Beitragvon Kuddel » Fr Jun 15, 2007 18:27

Hallo, Schimmel,

ich habe das Thema: "Agrarpolitik - welche Landwirtschaft ist
wünschenswert?" übersehen, aber inzwischen die Beiträge gelesen.
Was wünschenswert ist und wohin sich die Landwirtschaft entwickelt,
sind verschiedene Dinge.
Ich glaube, daß die Entwicklung der Landwirtschaft einen anderen Weg
einschlagen wird. Die Anzahl der Menschen auf der Erde steigt weiter,
wobei die Versorgungssicherheit der Bevölkerung erhalten bleiben soll
und muß. Die Ressourcen werden weltweit weiter abnehmen, wodurch die
Nutzung der Abfälle immer interessanter wird. Die Zucht wurde durch die
Gentechnik abgelöst, so daß andere mikrobiologische Verfahren für die
Ernährung der Menschen genutzt werden können. Warum soll unser Steak
nicht aus dem Bioreaktor kommen? -
Nur so als Beispiel: Fleisch ernten, anstatt Tiere zu schlachten.

Mehr dazu:

http://www.evana.org/index.php?id=5601&lang=de

http://www.dw-world.de/dw/article/0,214 ... 09,00.html

Viele Grüße

Arno
Kuddel
 
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Beitragvon Komatsu » Fr Jun 15, 2007 18:30

Mal ne Größenordnung :

Die Fläche von Hessen brauchen wir mittlerweile für Katzennahrung
Die Fläche von BW für Hundenahrung
Die Fläche von Sachsen für die Klopphengste

Quelle : BayerCropScienes

und mind. die Fläche vom Saarland für das stetig steigende Heer der Ratten

Quelle : ego
Komatsu
 
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Beitragvon euro » Fr Jun 15, 2007 18:36

Ach daher weht der Wind :roll:

Ein anderer, jedoch nützlicher, Link
http://www.antivegan.de/wiki/index.php?title=Hauptseite
euro
 
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Beitragvon Brombeerfoerster » Fr Jun 15, 2007 18:47

Kuddel hat geschrieben:...Die Ressourcen werden weltweit weiter abnehmen, wodurch die
Nutzung der Abfälle immer interessanter wird. Die Zucht wurde durch die
Gentechnik abgelöst, so daß andere mikrobiologische Verfahren für die
Ernährung der Menschen genutzt werden können. Warum soll unser Steak
nicht aus dem Bioreaktor kommen?....


Wird doch schon kräftigst praktiziert !
Es gibt Mc D, Würgerkönig, Kentucky schreit Ficken, griechische Pommesbuden und jeeede Menge Dönerbuden :wink:
Brombeerfoerster
 
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Beitragvon Kuddel » Fr Jun 15, 2007 20:29

Hallo, Schimmel,

mir geht es nicht um die Reduzierung des Fleischkonsums, sondern um
die sich verändernde Produktion von Lebensmittel, welche bedingt ist
durch den technischen Fortschritt, was wiederum zu verbilligten
Nahrungsmitteln führt.
Der Kostendruck wird in der Landwirtschaft auch künftig stärker
steigen als in anderen Produktionsbranchen.
Nicht umsonst investieren Landwirte heute schon in die Energieerzeugung,
Tourismus, usw.., um den Kostendruck abzufangen.
Ich habe heute im agrapolitischen Bericht 2007 gelesen, daß in 2006 die
Beschäftigtenanzahl gegenüber 2005 um 2,6 Prozent und die Zahl der
landwirtschaftlichen Betriebe um 3,5 Prozent auf 353300 Betriebe
abgenommen hat. Ebenso ist der Gewinn eines Betriebes - bezogen auf
das Vorjahr - um 1,4 Prozent gesunken!

Die Rationalisierung schreitet weiter fort.

Viele Grüße
Arno
Kuddel
 
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Beitragvon schnorreswackler » Sa Jun 16, 2007 13:40

Hallo,

gleichzeitig stellt sich (leider) auch die Frage, wo wird in Zukunft noch produziert. In Deutschland?? Wann ja, wo kann hier noch kostengünstig produziert werden?? Meiner Meinung nach wird sich die Produktion in Zukunft mehr in den Osten verlagern. Der Süden und Südwesten wird immer mehr vom Vertragsnaturschutz in Beschlag genommen werden.

Gruß
schnorreswackler
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Beitragvon Weinbauer » Sa Jun 16, 2007 14:58

die LW wird zunehmend zur industrie oder die betriebe spezialisieren sich auf nischen. der landwirt mit ein bisschen von allem, wird als haupterwerb nicht mehr existieren können.
zudem kommen durch den klimawandel andere anbaugegebenheiten aus uns zu. einige pflanzen werden jetzt im norden besser wachsen als im süden und umgekehrt.
z.b. werden wir weinbauern gewisse sorten im norden anpflanzen müssen. der riesling wird wohl bald auch auf höhe berlin und nördlicher gut wachsen.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Beitragvon Komatsu » Sa Jun 16, 2007 15:23

Großkonzerne als Landwirt das war alles schonmal da. Früher musste man wegen der Personalkosten den Gütern raten die Kühe abzuschaffen. Heute muss man den Bauern raten Personal anzuschaffen, damit sie Kühe halten können.

Wenn ich mir die Bilanzen so mancher Agrar - eG/GbR/GmbH ins Gedächtnis rufe und die neben einen 80 Kuh Betrieb mit 500 Mastschweinen und 70 ha Ackerbau halte, so erzielt letzt genannter die besseren Werte auf gesamter Front. Dies wird sich jährlich um 5% durch den Produktivitätsfortschritt nach oben schieben
Komatsu
 
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Beitragvon schnorreswackler » Sa Jun 16, 2007 16:52

Natürlich muss sich auch die Landwirtschaft anpassen und somit weiter verändern. Der Strukturwandel ist in vollem Gange. Auch leben wir auch schon längst in der Vertragswirtschaft. Anbau- und Abnahmeverträge sind völlig normal. Ernten sind bereits verkauft, bevor überhaupt gesät/gepflanzt wurde. Konzernlandwirtschaft, die die Abhängigkeit des Landwirtes von der Industrie nach sich zieht, ist dadurch vorprogrammiert. Bestes Beispiel ist hier doch die Zuckerrübenwirtschaft. Konzernlandwirtschaft in Bezug auf Globalplayer, die selbst Betriebe unterhalten, gibt es ebenfalls zur Genüge. Sei es auch nur um eigene Produktforschungen zu betreiben und dann anzupreisen.
Fachfremde Unternehmer werden aber doch nur auf den Landwirtschaftszug aufspringen, wenn es sich für sie auch rechnet.
Ich hatte zum Beispiel letztes Jahr ein Gespräch mit einem Bekannten, der als Spediteur ca. 40 LKW laufen hat. Er wollte von mir wissen, was er machen müsse um an Flächen und ZA zu kommen. Hintergrund: Er wollte Biodiesel für seine Flotte erzeugen. :P Mit ein paar einfacheren Berechnungen, fachlichen Details und Bemerkungen zum bürokratischen Aufwand hat der die Idee fallen lassen. Heute bezieht er seinen Biodiesel von einem Großhändler und verkauft seine LKW nach ein paar 100000 km in den Osten.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Großkonzerne unsere Politiker steuern und nicht umgekehrt. Unsere Politiker sitzen doch allesamt in den Verwaltungs- und Aufsichtsgremien von Konzernen und verarschen uns mit der Aussage, dass kein Interessenkonflikt vorhanden ist.
Die bäuerliche Landwirtschaft wird von Politikern überall hochgelobt und muss erhalten werden. Warum richtet man dann die Politik nicht entsprechend aus???????? Stattdessen muss sich der Landwirt mit Auflagen herumschlagen, die für den Einzelnen teilweise nur schwer händelbar sind. Verwaltungsvereinfachungen werden angekündigt, aber sind dann nicht mehr als solche zu erkennen.
Der Landwirt ist eigentlich mehr ein Antragswirt. Für einen "normalen" Betrieb eigentlich kein Zustand. Wer kann sich schon eine halbtags Sekretärin leisten?? Größere Betriebe/Großbetriebe/Konzerne - vor allem im Sonderkulturenbereich - haben da einen gewissen Vorteil. Sie können es sich (meist) leisten.
Hoffnung für 2012/13?????? Seit 1993 hat die EU immer einen drauf gesetzt. Warum sollte es jetzt anders werden?????
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Beitragvon Kuddel » So Jun 17, 2007 9:02

Hallo, Schimmel,

ich kann die nur zustimmen. Holländische Industrielle und jetzt auch
deutsche Geldanleger produzieren in Südspanien und jetzt auch in Polen
Gemüse, die nur hier in der BRD verkauft werden.

[u]Die Landwirtschaft wird langfristig über die Großkonzerne
mittels Verträge enteignet und entmündigt werden.
[/u]


Viele Grüße
Arno
Kuddel
 
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Beitragvon Brombeerfoerster » So Jun 17, 2007 11:30

...so wie wir alle....
Brombeerfoerster
 
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Beitragvon tröntken » So Jun 17, 2007 12:29

Kuddel hat geschrieben:Hallo, Schimmel,

ich kann die nur zustimmen. Holländische Industrielle und jetzt auch
deutsche Geldanleger produzieren in Südspanien und jetzt auch in Polen
Gemüse, die nur hier in der BRD verkauft werden.

[u]Die Landwirtschaft wird langfristig über die Großkonzerne
mittels Verträge enteignet und entmündigt werden.
[/u]


Viele Grüße
Arno


Wieder LPG´s ?


Glaub ich nicht, das hat die DDR belegt.
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