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Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon maltebenger » Do Sep 10, 2009 13:05

Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem den Auftrag erhalten sechs pflügende Landwirte aus Deutschland zu befragen.
Folgendes:
Zur Agritechnika erscheint eine neue Zeitschrift, welche als Artikel gerne einige Landwirte interviewed hätte, welche bewusst nicht auf den Pflugeinsatz verzichten möchten.
Gefragt ist pro Landwirt ein kurzes Betriebsportrait, ein Bild von ihm/seiner Familie und ein Statement zum Pflugeinsatz auf Ihrem Betrieb.
Nun benötige ich eure Hilfe und hoffe, dass doch der ein oder andere seine Meinung zum Thema Pflügen mit mir teilen möchte und für den es auch kein Problem ist im November abgedruckt zu sein.
Folgende Fragestellungen sollen möglichst behandelt werden:

Wird kontinuierlich gepflügt, oder nur nach bestimmten Kulturen?
Fruchtfolge?
Welche Gründe stehen für Sie im Vordergrund, dass ein Pflugverzicht nicht denkbar ist?
-Ist der Verzicht eventuell doch denkbar?
Haben Sie Erfahrungen mit Mulch- und oder Direktsaat gemacht?
Mit welchen Ackerbaulichen Problemen haben Sie in Ihrer Betriebslage besonders zu kämpfen?

Ich würde mich sehr freuen einige von euch begeistern zu können, um diesen Artikel rechtzeitig abzuliefern.

Beste Grüße,
Malte
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon hans g » Do Sep 10, 2009 14:49

kennst du manfred benger---den mulchsaatpionier?
hans g
 
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon maltebenger » Do Sep 10, 2009 15:27

Hi, ja das ist mein Vater, haben uns gerade leicht erschrocken :-D
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon Mattie » Do Sep 10, 2009 18:27

Wenn die Zeitschrift "Wider Mulchsaat" heißt, dann bedeutet das ja, "gegen Mulchsaat". Könnte man denken, ihr seit von der Mineralölbranche.
http://www.youtube.com/watch?v=An7PTGk2W0E
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon maltebenger » Do Sep 10, 2009 21:36

Hi, nein die Zeitschrift heißt natürlich nicht "Wider Mulchsaat"... Ich habe den Namen bewusst nicht mit rein geschriben zwecks unerlaubter Werbung, etc.
Die Zeitschrift befasst sich mit dem Ackerbau im allgemeinen und dieser eine Artikel soll sich halt darauf ausrichten, aus welchen Gründen manche Landwirte nur teilweise Pflügen bzw immer pflügen.
Gruß, Malte
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon Mattie » Fr Sep 11, 2009 5:30

Achso, habsch mich wohl verlesen.
http://www.youtube.com/watch?v=An7PTGk2W0E
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon Wini » Fr Sep 11, 2009 13:38

Hi,
also wir pflügen hier auf der fränkischen Trockplatte alles außer Rapsvorfrucht.

Der Pflug ist meiner Ansicht nach das wichtigste Arbeitsgerät auf unserem Bauernhof und wird penibel in Stand gehalten.

Der Pflug schafft einen sauberen Tisch und verhilft zu besserem Feldaufgang.
Das sehe ich heuer wieder beim Raps. Meiner ist aufgelaufen, während viele
Grupperkollegen noch darauf warten und möglicherweise umbrechen müssen.
Durch Pflügen hat man einen geringeren Unkrautbesatz bzw. kaum Getreidedurchwuchs.
Durch Pflügen wird also auch der Einsatz von Spritzmitteln reduziert.

Mittlerweile sehe ich bei uns sogar Bio-Bauern wieder pflügen, weil sie
sonst dem Unkraut- und vor Allem Ungrasdruck nicht beikommen.

Die Menschheit pflügt seit tausenden von Jahren.
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon Meini » Fr Sep 11, 2009 17:31

Wini hat geschrieben:Hi,
also wir pflügen hier auf der fränkischen Trockplatte alles außer Rapsvorfrucht.

Der Pflug ist meiner Ansicht nach das wichtigste Arbeitsgerät auf unserem Bauernhof und wird penibel in Stand gehalten.

Der Pflug schafft einen sauberen Tisch und verhilft zu besserem Feldaufgang.
Das sehe ich heuer wieder beim Raps. Meiner ist aufgelaufen, während viele
Grupperkollegen noch darauf warten und möglicherweise umbrechen müssen.
Durch Pflügen hat man einen geringeren Unkrautbesatz bzw. kaum Getreidedurchwuchs.
Durch Pflügen wird also auch der Einsatz von Spritzmitteln reduziert.

Mittlerweile sehe ich bei uns sogar Bio-Bauern wieder pflügen, weil sie
sonst dem Unkraut- und vor Allem Ungrasdruck nicht beikommen.

Die Menschheit pflügt seit tausenden von Jahren.
FALSCH den Blödsinn mit dem Wenden hat sich vor knapp 230 Jahren ein Ire einfallen lassen,grund Kartoffel nach Kartoffel nach Kartoffel........
oder die Züchtung der Kraut und Knollenfäule. Wie heute einige Weizen -Weizen..... oder Mais-Mais...
zu deutsch wendent gearbeitet wird dort wo Fruchtfolge ein Fremdwort ist.
Und Ein Hakenpflug ist ein primitiver Grubber und den gibt es seit 5000 jahren :wink:

Ich pflüge einig Flächen seit 10 Jahren nicht mehr. Seit dem saufen mir die staunassen Flächen nicht mehr ab und ich Ernte da endlich was. Der Acker geht mir nach der Rapssaat nicht beim nächsten Gewitter ab (Erosion). Übrigens mein Raps steht auch drauf,viele pflügene Betriebe haben ihren Raps im Sack gelassen und wollen BG-Mais liefern da das Plügen vielerorts nicht mehr ging der Boden schob einfach zu Seite weg, drehen war nicht mehr.
Und was heißt sogar die Biobauern,sind die Einzigsten die es müssen.

Unkrautbesatz kann ich nur sagen: Absoluter Quatsch, durchwuchs Getreide bekämpft man durch eine sehr flache erste Bearbeitung (max 5cm so das das Getreide auflaufen kann) das Problem besteht ja nur bei Gerste nach Weizen und ist händelbar (mein Nachbar hatte nach Pflug mehr drin) :lol: . ist auch mittlerweile die einzigste Stelle wo ich noch Round Up einsetze.
Mehr Fungi setze ich auch nicht ein.

Nur die Vorteile wie besseres Wasserhaltevermögen, Sprit Ersparnis, Erosionsschutz, sind für dich offensichtlich uninteressant, wobei du ja von Trockenplatte schreibst heißt doch Wassermangel oder.
Meine Bestände haben im Frühjahr mindestens eine Woche länger durchgehalten und somit die Erste Trockenperiode weitgehend unbeschadet überstanden.

Pfluglos verzeiht keine Fehler ,aber Pflügen ist schon der erste Fehler. :wink:

Gruß meini
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon maexchen » Fr Sep 11, 2009 18:03

Meini hat geschrieben:Pfluglos verzeiht keine Fehler ,aber Pflügen ist schon der erste Fehler. :wink:

Gruß meini

Ich sehs schon kommen, wie sich hier die Kontrahenten den Krieg erklären ... uiuiui :mrgreen:
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon superuser » Fr Sep 11, 2009 18:03

Hallo,

ich mache hin und wieder Mulchsaat. Im Raps geht's gut. Auflauf ist halt relativ heterogen. Mulchsaatraps hat auch 0,4 dt mehr Ertrag gebracht. Mußte aber mit Agil-S nachbehandeln, da Ausfallweizen trotz mehrmaligem Grubbern nicht weg ging. Das heißt Mehrertrag hat nicht viel gebracht. Darauf muss man sich einstellen. Bei SG als Vorfrucht - kein Problem.
Im Weizen geh ich jetzt langsam von der Mulchsaat wieder weg. Uneinheitlicher Feldaufgang und Ausfallweizen im Bestand. Auf RoundUp versuche ich aus Kostengründen weitgehend zu verzichten.

Bei der Mulchsaat wird direkt nach dem Drescher ein flacher Grubberstrich durchgeführt. Mitte September kommt ein tiefer Grubbergang auf 20 cm. Zwei Tage vor der Saat kommt die Saatbettbereitung ebenfalls wieder flach und anschließend wird mit der Rapid gedrillt.

Am Pflug gefällt mir der reine Tisch. Weniger Unkraut. Geringeres Pilz-Inokulum. Das fängt beim Halmbruch an und hört bei Septoria auf. Mehrerträge von 15 dt beim Weizen sind drin (2009 - Sorte Esket - gleiche Fläche).

Um Ausfallraps Herr zu werden gehe ich bei Flächen auf denen zwei Jahre vorher Raps stand auf die Mulchsaat ein.

Beste Grüße
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon Holgi1982 » Fr Sep 11, 2009 21:10

Also ich Pflüge auch ziemlich alles, allerdings aus dem Grund da ich nicht die Maschinen besitze die wirklich gut mit Pfluglos funktionieren würden, da wäre zb ein alter 13 Zinken Grubber von Stoll mit doppelherzscharen der Kein ebenes Gelände hinterlässt und meine Drille besitzt Schleppschare womit ich bei Mulchsaat nur schwer eine genaue Tiefenablage erreichen könnte! (vom Stoppelreste zusammenziehen red ich mal garnicht)
Dies Jahr versuche ich es mal auf einem Feld wo das Stroh abgefahren wurde und keinerlei Unkraut im Getreide stand, dort konnte ich mit dem Grubber ein einigermassen sauberen Tisch hinkriegen, aber sonnst, denke ich, keine Chance derzeit
Vegetarisch ist Indianisch
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon Meini » Fr Sep 11, 2009 21:59

maexchen hat geschrieben:
Meini hat geschrieben:Pfluglos verzeiht keine Fehler ,aber Pflügen ist schon der erste Fehler. :wink:

Gruß meini

Ich sehs schon kommen, wie sich hier die Kontrahenten den Krieg erklären ... uiuiui :mrgreen:


Nö jeder soll das machen was er für richtig hält. Aber auch nicht immer das nachplappern was irgendwelche Kammerberater quarken :wink:
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon maltebenger » Mi Sep 16, 2009 6:27

Guten Morgen!

erstmal vielen Dank für die Antworten.
Leider war hier die letzte Zeit viel los (Erntefest, Mais silieren), daher komme ich erst jetzt wieder zum Schreiben.
Also ich denke auch nicht, dass es ein "Richtig" oder ein "Falsch" gibt. Das soll ja auch die Kernaussage dieses Artikels werden. Jeder Betrieb hat andere Voraussetzungen, welche es ihm quasi vorgeben wie er zu wirtschaften hat.
Beispielsweise nach Zuckerrüben würde auch bei unserem Betrieb (Wenn wir nicht die Quote verkauft hätten) nur der Pflug in Frage kommen, um die Verdichtungen nach dem Roden tiefgründig für die Folgefrucht zu lockern.
Wenn es euch nichts ausmacht, werde ich einfach einmal eine PN schreiben, um tiefere Fragen zu klären.

Beste Grüße,
Malte
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon hans g » Mi Sep 16, 2009 7:33

maltebenger hat geschrieben:Beispielsweise nach Zuckerrüben würde auch bei unserem Betrieb nur der Pflug in Frage kommen, um die Verdichtungen nach dem Roden tiefgründig für die Folgefrucht zu lockern.

gerade nach z-rüben pflüge ich NIE,weil der roder im trockenen arbeitet und breitreifen bzw.nen raupenfahrwerk hat.
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Re: Zeitschriftenartikel "Wider Mulchsaat" - Bitte um Hilfe

Beitragvon maltebenger » Mi Sep 16, 2009 13:05

Naja also da du ja viele Erfahrungen auf dem Gebiet zu haben scheinst, wäre ich sehr erfreut, wenn ich auch dich in einem kurzen Beitrag mit aufnhemen könnte. Wie du ja festgestellt hast, komme ich von einem Betrieb, der seitdem ich denken kann nur mehr einmal gepflügt hat und das war nachdem Planierraupen das Land verunstaltet haben ;-)
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