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Zettelmeyer 602 bedienung????

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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25 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon Stoapfälzer » Di Nov 20, 2018 22:33

5 Minuten :google: Suche mit Ölwegweiser und Baumschinen dann muss man noch wissen das Zettelmeyer jetzt wohl Volvo ist und schon wird man fast fündig (hab nur bis ZL502 gefunden warum auch immer?).
zB : https://www.motoroel-king.de/de/Oelwegweiser.html
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon Johnny01 » Mi Nov 21, 2018 6:31

Es müssten 10ltr 10w40 Motoröl auf den Motor kommen, 60ltr Hydrauliköl HLP46, 11ltr Getriebeöl 80w90 auf die Hinterachse und 10ltr Getriebeöl auf die Vorderachse.

Und ganz wichtig, beim Ölwechsel immer Filter wechseln. Als Tipp, der Lader hat eigentlich ab Werk keinen Kraftstoffvorfilter vor der Kraftstoffförderpumpe. Den würde ich nachrüsten (ein einfacher Leitungsfilter mit Kunststoffsieb reicht).

Wann hat der wohl den letzten Zahnriemen Wechsel bekommen? Sollte alle fünf Jahre bzw 3000h gemacht werden und auch die Vorgabe ist nur empfehlenswert.

Mfg Stephan
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon weissnich » Mi Nov 21, 2018 10:13

okay wenn man weiss das 10 jahr nix gemacht wurde kann man auch alles mal wechseln.. wobei ich beim hydrauiköl immer davon ausgehe das das nicht schlecht wird vom alter - höchstens von den betriebstunden.. also schau ich immer den filter an und rieche am öl.. aber das kann jeder sehen wie er will..

wenn der nen zahnriemen hat, ist den zu wechseln natürlich aber deutlich wichtiger... und öl auf den achsen und dem motor sollte auch prorität haben..
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon DST » Mi Nov 21, 2018 20:01

weissnich hat geschrieben: wobei ich beim hydrauiköl immer davon ausgehe das das nicht schlecht wird vom alter - höchstens von den betriebstunden.. also schau ich immer den filter an und rieche am öl.. aber das kann jeder sehen wie er will..



@ weissnich

Frage: wie riecht "noch" gutes Hydrauliköl und wie riecht "nicht mehr" gutes Hydrauliköl :?:

Und: Woran sehe ich an einem Hydraulikfilter ob dieser noch gut ist oder gewechselt werden sollte :?: :?:

Eine für den TE als Laien verständliche Erklärung hierzu wäre schön. n8
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon DST » Mi Nov 21, 2018 21:25

@ Bayern-Racing

Ich antworte mal hier.

So hundertprozentig fit bin ich nicht auf dem Typ Radlader, aber die Grundlegenden Wartungsdinge sind großteils identisch.

Achsöl:
Wenn der ZL602 schon im Ölbad laufende Bremsen hat dann brauchst du ein Achsöl mit "LS" Zusatz (Limited Slip) für Naßbremsen,
ob das nun SAE 80W90LS oder 85W90LS oder SAE 90LS heißt ist eigentlich wurscht.
Das Bezeichnet jeder Ölhersteller etwas anders, also sprich deinen Lieferanten auf das "LS" an, das ist absolut gängiges Öl und der weiß dann Bescheid.
Hat der Lader die Bremse noch außenliegend dann kannst du die genannten Öle ohne "LS" verwenden.


Der ZL 602 müsste Portalachsen haben, du mußt in der Mitte beim Differential ablassen und an beiden Radvorgelegen, auffüllen nur einmal pro Achse.
Der Fahrantriebsmotor ist nochmal mit einem kleinen Zwischengetriebe montiert, da mußt du auch extra ablassen und wieder auffüllen.

kommt überall das gleiche Achsöl rein.


Motoröl passt ein ganz normales 15W40 Spezifikation API "CD". Schlechteres Öl als "CD" kannst in D nicht mehr kaufen.
Mit diesen Betriebsstunden würde ich auch kein besseres Öl einfüllen, auch kein Leichtlauf und die ganzen neueren Öle für die hochbelasteten Motoren, Partikelfilter usw. würde ich nicht nehmen da diese Super-Öle eine stark reinigende Wirkung besitzen und den ganzen Ölschlamm und Ruß der sich bei 13000Bstd angesammelt hat lösen und somit mehr Schaden anrichten können als wie Nutzen.
Also meine Meinung: einfaches Standard Motoröl 15W40 reicht.

Hydrauliköl:
Das Standard HLP 46 wurde selten für Hydrostatische Antriebe freigegeben, da doch deutlich höhere Drücke gefahren werden als in der normalen Baggerhydraulik,
darum ist man auf Motoröle ausgewichen, SAE20W20, SAE10W20, SAE10W30 wurde da in der Regel eingefüllt.
Motoröle kosten aber mehr als Hydrauliköle.
Mittlerweile sind die Hydrauliköle aber deutlich weiterentwickelt worden, es sind u.a. HVLP 46 und HVLP-D46 Öle auf dem Markt welche für die Anforderungen des Hydrostatischen Antriebs ausgelegt sind.
z.B. schreibt Liebherr für seine Radlader ein HVLP-D 46 Öl vor.

Beim Hydrauliköl würde ich ein 10W30 oder ein HVLP 46 verwenden.

Beim Hydrauliköl wird nur der Tankinhalt gewechselt, also ablassen, wieder auffüllen, nach dem Starten mal 1-2 Minuten im Leerlauf laufen lassen, kurze Probefahrt und bei Bedarf nochmal was nachfüllen.

Filter würd ich konsequent alle wechseln, egal wie diese von außen aussehen :lol:

Wenn die Kraftstoffförderpumpe schon mal erneuert wurde dann hat diese vermutlich ein auswaschbares Sieb mit verbaut, (war original nicht der Fall)
also hast du hier schon einen Vorfilter für grobe Schmutzpartikel.

Der Zettelmeyer müsste auch am Hydrauliktank einen Be- und Entlüftungsfilter haben, diesen unbedingt mit wechseln.
Durch diesen Filter wird das Hydrauliköl mit leichtem Luftdruck beaufschlagt, also "vorgespannt". Dadurch kann die Pumpe leichter ansaugen und ein aufschäumen des Öles wird reduziert.
Wenn du Hydrauliköl nachfüllst oder z.b. eine Schlauchleitung öffnen willst mußt du immer diesen Filter vorher lösen und den Luftüberdruck ablassen, sonst drückt es dir die Brühe entgegen :klug:
Danach zum Druckaufbau die Schaufel 2-3 Male ganz hochheben und einkippen und wieder flach auf den Boden legen, dadurch wird der Vorspanndruck wieder aufgebaut.

Auch von mir nochmal der Hinweis: Laß unbedingt den Zahnriemen vom Deutzmotor wechseln :klug:

Ansonsten schau das die Motorleerlaufdrehzahl hoch genug ist damit es den Motor bei Leerlauf nicht rumschüttelt, diese Vibrationen sind nicht gut für die ganzen Anbauteile.

Der Gaszug längt sich häufig, da muß dann die Anschlagschraube vom Gaspedal reingedreht werden bis der Gashebel hinten am Motor wieder bis (FAST) auf Anschlag geht.
FAST auf Anschlag heißt: ein Blatt Papier sollte noch zwischen Hebel und Anschlagschraube (am Motor) passen damit die Gaswelle nicht verspannt wird. sonst gibts Undichtheiten.

Das Bremspedal muß leichtgängig sein und von alleine wieder auf Anschlag zurückgehen, sonst kommt der Fahrantrieb nicht auf die volle Geschwindigkeit.

So,
mehr fällt mir auf die schnelle jetzt nicht ein.

Evtl. komme ich die Tage an passende Unterlagen dann würde ich meine Antworten noch etwas verfeinern.

Bei den Ölsachen kann ich dir nur empfehlen das ganze mit dem Öllieferanten zu besprechen, bzw. haben viele Anbieter im Internet diese "Ölwegweiser" wie schon in anderen Beiträgen geschrieben wurde.

Gruß Daniel
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon togra » Mi Nov 21, 2018 22:34

DST hat geschrieben:Frage: wie riecht "noch" gutes Hydrauliköl und wie riecht "nicht mehr" gutes Hydrauliköl

"Schlechtes" riecht meilenweit gegen den Wind mit einem beißenden, stechenden Geruch (fast wie Essig).
Meist eine Folge von Überhitzung; i.d.R. verursacht durch den Klassiker "verschmutzter Ölkühler".
Während der Eine gar nicht reinigt, wäscht der Andere den Ölkühler mit Wasser (oder noch besser Kärcher :roll: ) aus, und fährt unmittelbar danach in einer staubigen Ecke/blühenden Wiese spazieren.
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon DST » Mi Nov 21, 2018 23:36

togra hat geschrieben:
DST hat geschrieben:Frage: wie riecht "noch" gutes Hydrauliköl und wie riecht "nicht mehr" gutes Hydrauliköl

"Schlechtes" riecht meilenweit gegen den Wind mit einem beißenden, stechenden Geruch (fast wie Essig).
Meist eine Folge von Überhitzung; i.d.R. verursacht durch den Klassiker "verschmutzter Ölkühler".
Während der Eine gar nicht reinigt, wäscht der Andere den Ölkühler mit Wasser (oder noch besser Kärcher :roll: ) aus, und fährt unmittelbar danach in einer staubigen Ecke/blühenden Wiese spazieren.


Die Frage war ironisch gemeint, aber ok.

Für alle diejenigen die Hydrauliköle nach Ihrem subjektiven Geruchsempfinden wechseln, hier noch ein paar Fragen:

Wie riecht frisches und altes Bioöl?
Wie riecht Metallabrieb im Öl?
Wie riecht Staub im Öl?
Wie riecht Wasser im Öl?
Wie riecht die richtige Viskosität?
Wie riechen Additive?
Wie riecht eine 4%tige Kontamination mit Bioöl wenn der Grenzwert bei 3% liegt?

Wer hat schon mal 2000Std altes Hydr. Öl gerochen?
Und das gleiche Öl nach weiteren 2000-4000 oder vollen 10.000Einsatzstunden?

Das Öl stinkt zum Himmel!
Aber bei derart langen Einsätzen werden regelmäßig Ölproben gezogen und untersucht, aber ich hab auf so einem Bericht noch nie ein Feld mit "Geruch" gelesen.
Komisch - anscheinend wissen die Öllabore nicht das man den Wechselintervall anhand des Geruchs festlegen kann. (ja, ist jetzt wieder Ironie)

Habe selbst vor kurzem eine Probe Panolin - Bioöl eingeschickt aus ner Maschine mit 11500Bstd, letzter Wechsel unbekannt, die Brühe hatte Farbe und Konsistenz von Schweinebratensoße und stank zum Himmel.
Das Ergebnis lautete: Die Brühe taugt für weitere 500 Einsatzstunden, dann nächste Probe ziehen.

Also, an alle jenen die meinen den Zustand eines Hydrauliköles am Geruch zu erkennen:
VERGESST ES.

Der TE ist absoluter Laie auf dem Gebiet und Gottweiß wieviele Stille Mitleser hier auf so einen Schmarren abfahren könnten. !

Und die alle sollen am Geruch ein Urteil über den Zustand des Öls Fällen??


Fakt ist hier: der Vorbesitzer hat in den letzten 10Jahren kein Öl gewechselt.
Ich würde die Brühe definitiv rausschmeißen, völlig unabhängig davon ob das nach Essig, WC-Stein oder Blumenwiese riecht!!

Wer zu geizig für 60l Hydr.Öl ist der sollte keine Maschine kaufen.

Meine Meinung.

Gruß Daniel
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon togra » Do Nov 22, 2018 0:17

Also ich kann Dir nur sagen, dass in unseren Baggern kein Öl zum Himmel stinkt. Und wir reden hier nicht von einzelnen 40l in einem Minibagger, sondern insgesamt etwa 2.000.
Selbst nach 3.000h härtesten Einsatzes riecht es fast wie am ersten Tag.

Gewechselt wird nach Herstellervorschrift.
Bio-Öl verwenden wir nicht.

Ich habe auch niemals behauptet, die Güte eines Hydrauliköls nur allein am Geruch zu erkennen.
Wollte nur deutlich machen: Wenn man nicht weiß wann das letzte mal gewechselt wurde und einem gleichzeitig beim Öffnen des Tanks schlagartig übel wird, gehört das getauscht.
Aber das siehst du ja genau so.

Und von dem Panolin-Laden sind wir auch geheilt: Sackteuer das Öl und wenn man die ganze notwendige Peripherie noch mit in Anspruch nimmt (Feinfilter, Öl-Analysen etc...) unbezahlbar.
Da könnte ich alle 500h konventionelles Öl inkl. Filter auswechseln und komme weit günstiger bei weg.

Lohnt sich evtl. bei Maschinen mit 500l Hydrauliköl und mehr.
Für Einsätze, wo Bio-Öl gefordert (aber natürlich nicht extra bezahlt wird :roll: ) mieten wir zu.
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon weissnich » Do Nov 22, 2018 11:24

ooops.. da hab ich was losgetreten.. angefangen hat es ja mit der aussage "ich wechsel mal alles vorsorglich.." und sorry aber da bin ich zu sehr umweltfreund für.. man sollte erst überlegen was wirklich gewechselt werden muss... die 10jahre kamen erst danach ins spiel.. also klar kann man das dann auch einfach wechseln.. solange man nur den tankinhalt wechselt ist es auch okay.. nur wenn er anfängt pumpen zu entleeren, dann wirds halt gefährlich..

also chapeux - ich geb zu die aussage ist schwer nachzumachen - auch wenn ich immer so handeln würde - eventuell nicht für den nichtschrauber zu empfehlen..
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Re: Zettelmeyer 602 bedienung????

Beitragvon DST » Fr Nov 23, 2018 21:53

togra hat geschrieben:Also ich kann Dir nur sagen, dass in unseren Baggern kein Öl zum Himmel stinkt.
.....
Selbst nach 3.000h härtesten Einsatzes riecht es fast wie am ersten Tag.




Für dich riecht es wie am ersten Tag,
für z.b. meine Frau stinkt das Öl schon ab dem ersten Tag zum Himmel.

Das meine ich mit subjektiv ;-)

Keiner weiß ob aktuell Motoröl oder Hydrauliköl in der Anlage ist.

Hydrauliköl sollte 85 Grad nicht übersteigen, Motoröl darf 150 Grad haben.

Wie will man jetzt dem TE als Laien übers Internet erklären wie welches Öl riechen darf damit es noch als gut gilt.?

@Togra
Wollte keinen persönlich angreifen und ich bezweifle nicht im geringsten das Du frisches und überaltertes, überhitztes Hydrauliköl vom Geruch her einwandfrei unterscheiden kannst, aber ein Urteil über den Ölzustand im allgemeinen kann man damit halt nicht treffen.

Bei schlechtem Öl verreckt in den allermeisten Fällen beim Radlader als erstes die Fahrpumpe, für den ZL602 schätze ich bei den Volvo-preisen so zw. 5-10.000€.
Instandsetzung auf dem freien Markt 2-3000€?

60l Öl x 2,50€/l (teuer eingekauft)
macht 150,-€

Geiz kann Geil sein, aber auch teuer werden.


@Bayern-racing

Kleiner Nachtrag:
Portalachsen - 3 Ablaßstopfen, 1 Füllstopfen.
Wenn der Radlader ne Scheibenbremse auf der Kardanwelle hat dann reicht Achsöl ohne LS Zusatz.

Hydrauliköl soll laut Vorgabe alle 1000Std gewechselt werden.

Der Lader hat zwei Hydraulikfilter, einen Filtereinsatz im Tank für die Arbeitshydraulik und eine Schraubpatrone als Saugfilter für die Fahrhydraulik.
Die Schraubpatrone muß vor der Montage mit sauberem Öl gefüllt werden damit die Pumpe nicht trockenläuft.

Deutz Typ 1011 Ventilspiel 30/50, sollte nach über 10 Jahren auch mal wieder gemacht werden.
Gruß Daniel
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