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Zwangsmischer Beton Abmischen

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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33 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Neo-LW » Mi Jun 19, 2019 0:30

Moin,

und dann habe ich vor einigen Jahren noch eine ganz neue Betonsorte kennen gelernt.

Wer die Zementchemie kennt, weiß das Gips die Erhärtungszeit vom Zement beeinflusst.

Ohne Gips ist es 'Löffelbinder'.

Nun gibt es Fertigbeton in Säcken (zu 40 kg), den man nicht mit Wasser mischen darf.
Man füllt den Beton in die Schalung / Erdloch.
Anschließend gibt man Wasser drauf.
Innerhalb von einer Stunde erhärtet der Beton dann.
Natürlich für bewehrte Betonbauteile völlig unbrauchbar.
Aber für Gartenzäune, und (dafür habe ich es verwendet) für Fundament für eine Duschwanne auf Preußischer Kappendecke jobbt das.


Olli
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Badener » Mi Jun 19, 2019 7:33

Hallo,

ich rechne je nach Anforderung mit 10 - 12 Sack pro m³ ( Wenns ein wenig arger zugeht nimm 13 Sack)
Wichtig ist auch das Wasser Zement Verhältnis. Ich empfehle als Daumenwert 180L/m³
Zuerst Wasser in den Mischer.
Danach den Betonkies.
Mischen lassen
Dann erst den Zement drauf.

Grüße
Zu fällen einen schönen Baum, braucht es eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen bis man ihn bewundert, braucht er - bedenke es - ein Jahrhundert.

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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Teddy Bär » Mi Jun 19, 2019 8:10

Um normalen Beton für den Hof herzustellen braucht man keine Wissenschaft draus machen. Mein 750 Liter Mischer am Traktor läuft einwandfrei. Mit dem Teleskoplader werfe ich den Sand rein nach Augenmaß. Dann 10 Sack Zement minimum. Je nach Anforderung eben. Wasser mache ich zum Schluss dazu. Einfach mit dem 3/4 Zoll Wasserschlauch. Das ist der einzige Moment wo man aufpassen muss. Lieber ein bisschen zu früh zudrehen.
Bisher habe ich immer diese Reihenfolge eingehalten. Scheint ja dann nicht so wichtig zu sein.
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Jumping Deer » Mi Jun 19, 2019 8:48

Ich hab mir bei meinem Mischer zwei Schrauben in die Wand gesetzt Markierung 600l und 800l. Sand wird eingefüllt bis der Füllstand dazwischen ist, also ca 700l. Kann Mann von innen dann ganz gut kontrollieren. Dann 8-10 Sack Zement dazu, je nach Anforderung. Dann mischen wir das ordentlich durch und geben dann noch das Wasser dazu. Hat sich so eigentlich gut bewährt, gibt dann immer Mischungen gleicher Zusammensetzung, auch wenn’s ein bisschen hektisch zugeht.
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Englberger » Mi Jun 19, 2019 11:42

Hallo Kollegen,
was mich interessieren würde,gibts bei euch besseren Zement als 32.5 für Normalbürger zu kaufen Z.B 42.5 oder 55er wie sie bei uns im Betonwerk verwenden. Weissen Zement gabs hier früher im Sack als 42.5.
Der Härtezuwachs bei besserem Zement ist schon beachtlich.
GRüsse aus Frankreich
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon agrarhero » Mi Jun 19, 2019 22:20

Ich hab im Vorfeld schon etwas recherchiert und habe im Netz öfters 18 Sack Zement auf 1m3 Beton gelesen. Da weichen die zuvor genannten Werte weit ab.
Weiß jemand den Zementanteil in kg bei einem c20/25 Beton?
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Sottenmolch » Mi Jun 19, 2019 22:46

Laut Schwenk und Heidelberger Zement sind bei C20/25 mindestens 260 kg/cbm bei zu mischen.
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Badener » Fr Jun 21, 2019 8:50

Wo wir wieder bei 10-12 Sack wären.
18 sind deutlich zu viel.

Grüße
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Jun 21, 2019 11:28

Wir betonieren seit Jahrzehnten mit dem Zwangsmischer. Dabei kommen in einen m³ Beton 700 kg Zement.
Lieber kauft man den Zement günstig beim Baumarkt ein (seinerzeit z.B. bei Praktiker mit 20% auf Alles einen ganzen Sattelzug frei Hof für unter 1,10€ das Sackerl :mrgreen: ), als da zu sparen. Lieber einmal etwas mehr ausgeben, als sich jahrelang zu ärgern...
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Badener » Fr Jun 21, 2019 11:47

Kreuzschiene hat geschrieben:Wir betonieren seit Jahrzehnten mit dem Zwangsmischer. Dabei kommen in einen m³ Beton 700 kg Zement.
Lieber kauft man den Zement günstig beim Baumarkt ein (seinerzeit z.B. bei Praktiker mit 20% auf Alles einen ganzen Sattelzug frei Hof für unter 1,10€ das Sackerl :mrgreen: ), als da zu sparen. Lieber einmal etwas mehr ausgeben, als sich jahrelang zu ärgern...


Bei wie viel Wasser?
Da brauchst ja mindestens 350L Wasser sonst wird das nichts....

Grüße
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Jun 21, 2019 12:26

Wasser wird nicht pauschal zugegeben, da ja auch der Kies unterschiedlich nass sein kann. Wir mischen "nach Augenmaß". Suppe ist großer Mist. Lieber etwas strenger und dafür länger mischen, dann passt die Qualität.
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Badener » Fr Jun 21, 2019 13:24

Ich frag nur, weil bei zu viel Zement kann die Festigkeit flöten gehen, und bei zu niedrigem W/Z kann er nachträglich aufquellen....
Beides nicht so geil....

Grüße
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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Neo-LW » Fr Jun 21, 2019 14:49

moin,

Badener hat geschrieben:
Ich frag nur, weil bei zu viel Zement kann die Festigkeit flöten gehen, und bei zu niedrigem W/Z kann er nachträglich aufquellen....
Beides nicht so geil....



Aufquellen tut Beton, wenn man Hefe zugibt.

NEIN

Es gibt keinen 'Quellbeton'.
Wird immer wieder gerne gewünscht, noch hat ihn keiner erfunden.

Beton schwindet und schrumpft.
Es gibt schwindarme Betone.
Wenn man es mit möglichst wenig Schwinden haben will, betoniert man mit Aufsatz ca. 30 cm höher,
und stemmt am Folgetag die oberen 30 cm wieder ab.

Optimaler Beton hat einen W/Z-Wert von 0,4.
In der Stoffraumrechnung kann man bis 0,5 gehen, weil man ihn sonst nicht verarbeiten kann.
Nimmt man mehr Wasser, gibt es grobe Poren.

Für eine 'hemdsärmelige' Betonmischung stellt man W/Z in 0,5 her.
Dann so viel Kies reinschaufeln, so daß man das Zeugs noch verarbeiten kann.
Aus der Kiesrestfeuchte wird es dann irgendwas bei 0,53.

Alles über W/Z = 0,6 ergibt 'Gummibeton'.

Je gröber der Kies, desto höher die Festigkeit.
Wenn möglich, nimmt man 0/32.

Die Länder südlich von Kassel sind etwas benachteiligt,
weil die letzte Eiszeit den schönen runden Kies in Norddeutschland abgelagert hat.
In Bayern gibt es nur Brechsand.
Da hat der Beton einen höheren Wasseranspruch, den man tunlichst mit Fließmittel kompensiert.

Tresorwände betoniert man mit 32,5er Hochofen-Zement mit W/Z = 0,4 mit gaaaaaanz viiiiiiiel Fließmittel.
Beim Betoneinbau verwendet man energiereiche Rüttler.
Nach 90 Tagen erreicht man so Festigkeiten von über 40 N/mm².

Und nochwas zum Zement.
Nimmt man einen üblichen Portlandzement, ist der Rohstoff nach dem Brennen immer gleich.
Egal, ob 32,5er oder 52,5er Zement am Ende rauskommt.
Lediglich die Malfeinheit entscheidet über die Endfestigkeit.
Mit anderen Worten:
Der 32,5er Zement ist das grobe Zementpulver.
Der 52,5er Zement ist das feine Zementpulver.
Es gibt aber noch feinere Zemente.
Weil man die nicht mehr sieben kann, gewinnt man die durch Windsichtung.
Mit 70er Zementen, und 80er Zementen kann ich Betonfestigkeiten von über 100 N/mm² herstellen.


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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon Badener » Fr Jun 21, 2019 16:17

Neo-LW hat geschrieben:moin,

Badener hat geschrieben:
Ich frag nur, weil bei zu viel Zement kann die Festigkeit flöten gehen, und bei zu niedrigem W/Z kann er nachträglich aufquellen....
Beides nicht so geil....



Aufquellen tut Beton, wenn man Hefe zugibt.

NEIN

Es gibt keinen 'Quellbeton'.
Wird immer wieder gerne gewünscht, noch hat ihn keiner erfunden.
[...]
Olli


OK, du hast mich falsch verstanden.
Wenn zu viel Zement und Wenig Wasser hat also W/Z sehr klein, dann kumpt der Zement.
Wenn er dann getrocknet ist und dann die Platte wieder nass wird, dann gehen diese eingeschlossenen Zementklumpen auf.
So hat man mir das zumindest mal erklärt.

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Re: Zwangsmischer Beton Abmischen

Beitragvon togra » Fr Jun 21, 2019 22:52

Neo-LW hat geschrieben:Je gröber der Kies, desto höher die Festigkeit.Wenn möglich, nimmt man 0/32.

Einspruch!
Es lässt sich mit (fast) jedem Korn eine gewünschte Festigkeit erreichen.
Bei kleinerem Korn brauche ich nur mehr Zementleim (also mehr Zement).

Ein C30/37 0/8 ist genau so fest wie ein C30/37 0/32; bezogen auf die Druckfestigkeit.
Dass sich der gröbere Beton schlechter wegstemmen lässt, liegt nur daran, dass die Zuschlagsstoffe selbst wesentlich härter als der Zementleim sind.
Somit scheitert ein (dynamisch wirkender) Meißel schneller an den großen Zuschlagstoffen, als wenn er auf kleine Körner und gleichzeitig viel "weichen" Zementleim trifft.

Für die statische (also ruhende) Belastung spielt die Körnung dagegen keine Rolle.
Da die meisten Gebäude und DIY-Beton sowieso keine dynamischen Belastungen entwickeln, kann hier auch die Korngröße vernachlässigt werden.

Bei einer Autobahnbrücke oder einem Fundament für einen Industrieroboter sieht das natürlich anders aus.
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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