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Zweite Nutzung Winterbegrünung

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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15 Beiträge • Seite 1 von 1
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Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon MF 6150 » Sa Okt 24, 2015 10:39

Hallo,

mir ist da gestern so ein Gedanke gekommen. Rechnet es sich wenn ich meine Winterbegrünung nicht wie bisher mit Abfrierenden Früchten wie Senf mache sondern zb Futterroggen anbaue und den dann im Frühjahr ernte und dann Mais drauf zu säen. Ich hätte zwar genug Grünland aber das könnte man ja extensiv bewirtschaften und das Heu dann verkaufen das man nicht selber braucht. Vorteil wäre meiner meinung nach das die Ernte doch schneller gehen würde als beim Grünland (Felder sind gößer als das Grünland) und das die Erträge weitaus höher sind. Da rechne ich die Prämien für Grünlandextensivierung mal nicht mit. Hat da jemand Erfahrung?
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon Ferengi » Sa Okt 24, 2015 11:58

Hast du genug Wasser?

Wenn ja sind Grünroggen, Wickroggen und Co. eine interessant Sache.
Beim Grünroggen holst du bei einem Schnitt in etwa den Ertrag runter, den du beim Grünland in einem ganzen Jahr hast.
Und dann kannst ja noch dem Grünroggen noch was Anderes anbauen.

Vorteil des Grünroggen, gegenüber Grünland, ist der erheblich geringere Zeitaufwand und die deutlich geringeren Naschinenkosten.
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon tommi » Sa Okt 24, 2015 12:28

wenn du den futterroggen aber anfang mai nicht entsprechend angewelkt bekommst ist es kein so tolles futter.
Das anwelken ist deshalb so schwierig weil sehr viel futter daliegt und die bedingungen im frühjahr oft schwierig sind(feuchter boden
hohe Luftfeuchtigkeit).
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon Ferengi » Sa Okt 24, 2015 17:22

Wenns Wetter halbwegs mitspielt kann man Grünroggen direkt aus dem Stand häckseln.
Am Besten mit Direktschneid-Vorsätzen wie z.B. Claas Direct Disc.

Selbst wenn man Anwelken lassen muss, ist es auf jeden Fall einfacher als z.B. bei Ackergras.
Denn Roggen enthält mehr TS.
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon peppo » So Okt 25, 2015 12:30

Direkt kannst du ihn aber nicht Anfang Mai häckseln, sondern erst in der Milchreife der Körner, das ist frühestens Ende Mai und dann wird es schwierig mit Mais...

sg
Es ist nicht meine Schuld das die Welt so ist wie sie ist. Es ist nur meine Schuld wenn sie so bleibt.
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon Ferengi » So Okt 25, 2015 13:06

Das kann man so pauschal Überhaupt nicht sagen!

In den Bergen sieht das ganz anders aus als im Flachland.

Vor mitte Mai legt bei uns in der Gegend eh kaum einer Mais.
Von daher paßt der Grünroggen gut in den Ablauf.
Zumal hier Wasser im Überfluss vorhanden ist.

Davon abgesehen hat man das Anwelk Problem bei JEDER Mais-Vorfrucht.
Im Gegensatz zu z.B. einjährigem Weidelgras ist es aber bei Grünroggen bei Weitem nicht so groß.
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon glaaheidnbaua » So Okt 25, 2015 14:43

Wird wohl auch drauf ankommen was du damit füttern willst? Biogas oder Mutterkühe.. oder doch eher Bullen oder Milchvieh?
Grünland gibt doch trotzdem ganz andere Silagen für Intensive Rinderhaltung als der Grünroggen.. vorallem wenn er nicht bis zur idealen Reife verbleiben kann (sonst verschenkst ja beim Mais wieder die perfekte Energie/Aufwuchs
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon ackerer » So Okt 25, 2015 14:49

Ich möchte in diesem Frühjahr meine Greening Fläche nutzen um Grassilage zum Rinderfüttern machen. Es steht eine Gras kleemischung von der dsv drauf. Ich denke, man muss hier ja nicht den max. Ertrag abwarten. Gesät werde musste es im Herbst so wieso. beim Grünroggen würde mir es zu lange dauern, bis die Milchreife eintritt um ein entsprechendes Futter zu bekommen. Ich denke, dass Ende April genug Wetzter seien kann, damit in 3-4 Tagen vernünftiges Futter entsteht.
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon MF 6150 » So Okt 25, 2015 17:02

Bei mir wäre es Futter für meine Färsenmast. ich hab auch schon dran gedacht statt Mais kompeltt auf GPS zu setzen, sprich einfach Gerste oder Weizen zu Ernten da der Maisanbau doch relativ teuer ist aber halt auch sehr viel Masse und Energie bringt. Leider hat bei uns in der Gegend keiner erfahrung mit solchen Dingen und die Rinderhalter werden von Jahr zu Jahr weniger. Und ich bin einfach sehr experimentierfreudig....
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon MF4355 » So Okt 25, 2015 19:01

Problem ist einfach die Energiedichte. Unser Nachbar hatte dieses Jahr 5,9 MJ Nel im Wickroggen. Mais so 6,8. Tm Ertrag fast gleich bei kaltem Frühjahr mit Regen. Nächstes Jahr kann alles wieder anders sein.
Dann lieber ein richtig guter Mais. Wo ist Mais denn teurer als GPS? Rechne bitte mal vor.
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon MF 6150 » Mi Okt 28, 2015 8:42

Die Rechnung ist ganz einfach. Allein das Saatgut ist bei Mais weitaus teurer als wie wenn ich zb Weizen säen würde. Bei zb Weizen GPS kann ich auf Fungizidbehandlung verzichten und kann mir auch die 3. Düngergabe sparen. Hinzu kommt noch das ich Mais nicht selber säen kann und für Mais auch kein normaler KAS reicht, sondern da auch entweder NPK oder Diammonphosphat oder NP Dünger der ja bekanntlich teurer ist als KAS. Natürlich hat man bei Mais weniger Arbeitsgänge aber Trotzdem ist Mais ein Teures Futter...... Und da hab ich die Gefahr von Wildschweinen noch gar nicht mal bedacht....
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon Ferengi » Mi Okt 28, 2015 11:49

MF4355 hat geschrieben:Problem ist einfach die Energiedichte. Unser Nachbar hatte dieses Jahr 5,9 MJ Nel im Wickroggen. Mais so 6,8. Tm Ertrag fast gleich bei kaltem Frühjahr mit Regen. .


Du willst bei Wickroggen den selben TM Ertrag haben wie bei Silomais??? :shock: :shock:
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon anderson » Mi Okt 28, 2015 12:42

Hallo,
wichtig für das gelingen einer solchen Nutzung ist ein früher Saattermin für den Grünroggen, eine ausreichende Wasserversorgung im Frühjahr/ Frühsommer und ein langer warmer Herbst. Ich hab den Grünroggen nach sehr frühem Mais (15. September) oder Frühkartoffeln (letzte Augustwoche). Allerdings ernte ich den Mais von diesen Flächen erst jetzt (um den 20.Oktober). Leide muss ich aber sagen, dass nur in sehr guten Jahren so viel mehr an Ertrag (Grünroggen und Mais) im Vergleich zu einem Silomais mit hoher Reifezahl (hier geht 300) rausschaut, dass sich der Mehraufwand rechnet. Bei mir wird daher oft nur Futterroggen gesät damit ich Gülle loswerde und den Boden bedecke. Der wird dann im Frühjahr entweder überweidet oder einfach eingepflügt.
mfg
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon MF4355 » Mi Okt 28, 2015 16:45

@ Ferengi
In diesem Jahr. Silomaiserträge betragen im Durchschnit S-H irgendwo bei 12-13t TM/ha. Dieses Jahr wars kalt. Gerade auf kalten schwereren Böden hat der Mais dieses Jahr gelitten. Ich selbst hatte 42t Frischmasse bei 32% sind ca 13t (LG 30211, S210, Aussaat 25.04, Ernte am 11.10).
Die letzten Jahre 90dt Roggen gedroschen, hatte 65 Rundballen Stroh, 1,6 m, geschnitten auf 3 ha, das dürften so 6t Stroh/ha gewesen sein, grob gerechnet also 13t TM/ha. Wickroggen wurde nicht gewogen.

@ 6150: Meine Rechnung
50t guterPferdemist mal Ausbringung 3,5€/t
2dt DAP
2,5dt KAS/ASS
Pflug+ Kreiselegge+ 1,5 mal Herbizid (im Schnitt)
Weizen geht bei mir meist nicht, zu leichtes Land. Also Hybridroggen. Kostet fast soviel wie Maissaatgut...
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Re: Zweite Nutzung Winterbegrünung

Beitragvon MF 5465 » Mi Nov 04, 2015 12:03

Hallo,
Wir füttern 40 Milchkühe mit Nachzucht über 10ha intensives DGL, 5ha Luzerne und Kleegras, sowie ca. 10ha Mais auf 450m bei 550mm NS.
Die letzten Jahre wurden bei uns immer trockener, seitdem bauen wir die 5ha Kleegras. Die Fütterung ist nun auch eher graslastig. Mit ziemlichem Erfolg.
Dieses Jahr gab es nur zwei Schnitte, die Zwischenfrüchte waren aufgrund der Witterung ein Misserfolg. Ich habe 4ha Grünroggen und 2ha Landsberger Gemenge Ende September angebaut, die ich vor Mais silieren möchte. Wie, weiß ich noch nicht. Dazu später mehr.
Vor ein paar Jahren war die Maisernte sehr schlecht und wir haben uns dazu entschlossen, einen Teil unseres intensiv geführten Weizens in der Teigreife mit dem Kemper zu silieren. Der Ertrag war gefühlt so hoch wie der bei Mais. Ich tippe aber realistisch auf 80%. Es ließ sich gut verdichten. Probleme gab es nur mit Nacherwärmung, da das Silo schon recht bald angepackt wurde.
Auf Dauer stellte sich in der Fütterung ein verringerter Eiweißbedarf und ein enorm hoher Energiebedarf ein.. Wir mussten Soja rauslassen, aber überproportional viel Gerstenschrot und Melasse zugeben. Nachdem wieder auf Mais umgestellt wurde, stieg die Leistung an.
Ich habe daraus geschlossen, dass es für die MV-Haltung eine schöne Ergänzung der Ration darstellen würde. Auf Mais, der im Verhältnis zum Aufwand einfach die höchsten Energie- und TM-Erträge liefert, sollte man aber auf keinen Fall verzichten.Die GPS-Silierung haben wir als gute Notlösung als Maisersatz abgestempelt.
Wie das bei der Färsenmast aussieht, weiß ich nicht. Aber ich denke, es verhält sich in etwa genauso. Du willst mit möglichst viel Grundfutter hohe Zunahmen erzielen. Da ist Mais am günstigsten.
Zur Silierung im Ährenschieben Ende April habe ich keine Erfahrung. Für mich ist es jedoch die größte Hürde.Beim Silieren mit dem Direktschneidwerk wird man keine TS über 20% realisieren können. Unabhängig vom Wetter.Das würde offensichtlich zu Buttersäuregärung und Nährstoffverlust führen.
Ich habe die Möglichkeit, es selbst ohne Aufbereiter zu mähen und wie beim gewohnten Siliervorgang zu zetten und zu schwaden. Ich denke dabei wäre der Rohascheanteil zu hoch und ich könnte auch keinen TS-Gehalt über 30% erreichen. Außerdem packts der Kreiselschwader nicht. Es wird also auf den Lohner hinauslaufen, der mir mit dem Butterfly aggressiv aufbereitet und wir dann nach dem Antrocknen Häckseln... In jedem Fall wird es aber zu nass oder zu schmutzig, was Fehlgärungen folgert und für mich keine Grundlage für meine MV-Fütterung darstellt. Außerdem hat man im Ährenschieben noch viel geringere Energieerträge als in der Teigreife (spielt für mich keine Rolle, da Grasersatz).

Bei unseren 550mm NS vermute ich außerdem einen enormen Ertragsabfall, bis zu 40-50% beim nachfolgenden Mais. Es hilft aber nichts, wir brauchen das Futter Im Frühjahr. Ich muss mal sehen, ob es sich noch lohnt, vermutlich haben wir aber nicht mehr lange MV im Stall und ich kann andere Sommerungen ins Auge fassen.

Du musst nun für deinen Betrieb entscheiden. Willst du noch eine ertragreiche Nachfrucht anbauen? Ertragseinbußen sind eigentlich zu den Kosten der Winterbegrünung zu zählen. Zählt zur Vorfruchtwirkung.
Du hast damit bei der Begrünung aber sicherlich nicht die TM- und Energieerträge wie mit Silomais, die in der Mast von Bedeutung sind.
Ich könnte mir, wenn es Vorschub und Arbeitsaufwand erlauben, eine Beimengung von 20-30% als sinnvoll vorstellen.

Eine Winterbegrünung macht aus pflanzenbaulicher Sicht auf jeden Fall Sinn. Problematisch wird es dann, wenn der Wasserverbrauch für das Wachstum höher wird als die Menge Wasser, die sie an der Verdunstung hindert. Also sollte man sie ca. Anfang April doch seicht umarbeiten.

:prost:
Sepp
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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