In Äthiopien geht das Ramtillkraut schon im Kuhmist auf, aber mit der Cyanidwirkung vom eingerürten Kalkstickstoff (der nur die Hälfte vom N Nitrifikationshemmer hat) muß ein Verlust der Saat von 10 bis 15% kalkuliert werden, weshalb ich die Saatmenge auf mindestens 10kg statt ab 8kg angegeben habe.
Grubberst Du gernem, kannst auch nach dem Güllisieren zweimal drüberrutschen und erst beim zweitenmal den Schneckenkornstreuer aufsatteln, dann fällt ja eh fast gar keine Saat mehr in die verbesserte Gülle sondern in mineralischen Boden, wo sie auch mit der Cambridge nicht rausgerüttelt sondern eingedrückt wird. Mir gefällt das mit viermal Sandgrubbern und nicht einmal Pflügen für die Sommer-Z-Frucht.
Im Frühjahr zu pflügen, ist schon das gescheiteste, weil dann braucht das Ramtillkraut keinesfalls geschlägelt werden sondern friert einfach z´samm´. Eingeackert stört kein Ramtillmatsch mehr den Durchfluß deiner Rüttelegge in der Saatkombi, wenn nicht nur geschält sondern richtig gepflügt wurde.
Wenn im Herbst auch gepflügt wird, holt man ja auch bei unterschiedlichen Arbeitstiefen immer wieder ein Strohpolster mit der Frühjahrsfurche herauf, was die Rüttelegge und die Sämaschine behindern würde.
Aber mit dem vielen Grubbern im Spätsommer macht der Pflug im Frühjahr einen humusreicheren Wurzelraum für Sommergetreide als wie das in den Jahren vorher war.
Jetzt muß nur noch eine Fruchtfolge für die Zukunft mit weniger Mais ausgearbeitet werden.
Gehen wir das auch gleich an?

