Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 10:44
ropa_eurotiger hat geschrieben:Ich hab die Qualidüngung zum Ährenschieben gegeben.
Habe 325 kg/ha KAS = 88 N gestreut, der Weizen hat jetzt in der Summe 193 kg N (60+45+88), das sollte reichen.
Ich rechne mit einer durchschnittlichen, normalen Ernte, ca 80 -85 dz/ha. Der Weizen steht gut da, der Regen kam noch rechtzeitig, denk ich.
Falk hat geschrieben:60 Liter... die hälfte ätte doch auch gereicht...oder??? warum bekommt ihr 60 und wir nur 5??
ARGH!!!!!!
steel. hat geschrieben:Wenn der N jetzt erst zum mitte oder ende Ährenschieben im Boden wirksam wird ist das rausgeschmissenes Geld. Selbst beim schnellwirkenden KAS. Ab jetzt ( BBCH ca. 55, 59 ) wird der N aus der Pflanze ins Korn umgesetzt, nur noch ein geringer Teil aus dem Boden. Bei derzeit immer noch trockenem Boden ist die Aufnahme derzeit eh begrenzt.
Als Faustzahl kann man sagen das der WW unter günstigen Bedingungen, ab mitte ende Ährenschieben höchstens 15% der Gesamt N Menge noch aus dem Boden aufgenommen und wirksam umgesetzt wird.
Wir ein hoher Rohproteingehalt angestrebt kann man das noch nachvollziehen. Aber selbst da werden jetzt nie und nimmer 50, 60, 70 oder gar 80 kg N aufgenommen und wirksam umgesetzt. Der N landet ohne Folgefrucht in diesem Fall, im Grundwasser.
Deshalb wird bei hohen N Spätgaben die Hälfte spätestens BBCH 37/39 und der Rest spätestens zu BBCH 49 ausgebracht. Bei trockenen Bedingungen wird die gesamte Spätgabe zu spätestens BBCH 37 ausgebracht.
Wini hat geschrieben:Hallo Steel,
wenn Deine Theorie richtig ist, dann müßte man ja jetzt mit einem Blattdünger nachhelfen.
Da hab ich aber auch schon anderes gelesen:
Um Qualität und Rohproteingehalt des Bestandes abzusichern ist eine Spätdüngung unerläßlich. Als Faustformel gilt hier: je dt Ertragserwartung 1 kg/ha Spät-N. Über 50 kg/ha N Gesamtmenge ist eine Aufteilung der Gaben vor undnach der Blüte sinnvoll.
IHC 844 A hat geschrieben: Gedüngt hab ich ca. 65 kg/N, 30 kg/N, 40 kg/N, 35 kg/N und nochmal 40kg/N => 210 kg N/ha! Z
Joehännes hat geschrieben:@ steel.
Also das CCC nicht schadet so früh ist ein absoluter Truckschluß! Die Wurzeln der Pflanzen werden bei dem frühen Termin extrem eingekürzt, daher kann die Pflanze dann viel weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen und dringt auch nicht in tiefere Bodenschichten ein! Weiteres Problem deiner dichten dann total überzogenen Bestände ist die Kornausbildung in Trockenjahren! Durch deine starken N Gaben und CCC Gabe als Bestockungshilfe produzierst du dir viel zu viele unnötigen Triebe,die auch wenig Ertrag bringen!
Ich halte nicht viel von deiner Strategie!
steel. hat geschrieben:Ich persönlich werde die nächsten Jahren bei ähnlich trockenen Verhältnisse das CCC auf das max. ( 2 Liter ) hochfahren besonders die erste Durchfahrt bei BBCH 25 ( Bestockung ). Und die ersten beiden N Gaben bis BBCH 31 drastisch erhöhen + eine Güllegabe im Februar oder März, die ERTRAGSspätgabe wird beim WW je nach Wetter evtl. gekürzt, die Qualitätsgabe nicht. Dann bin ich auf der sicheren Seite. Die dadurch angeregte Bestockung sorgt zudem für eine bessere Beschattung des Bodens und als Windschutz vor der Austrocknung. Deshalb stehen viele dichtere Bestände jetzt besser da als dünne. Ich ging früher vom Gegenteil aus hab damals aber sowohl die Sonne die somit auf den blanken Boden brennt sowie den ständigen Wind als " Bodenföhn " unterschätzt. Das CCC im zeitigen Frühjahr bei Trockenheit schadet ist ein Märchen es ist möglich bei Nährstoffmangel insb. N oder in Kombi mit Herbizid. Bei der Hauptanwendung in BBCH 25 sollte ohnehin noch genug Winterfeuchte vorhanden sein.
Im Frühsommer bei Moddus und Medax siehts anders aus.
Vllt stell ich mein Getreide auch noch auf Hybrid um. Wegen der 30% längeren Wurzeln wenns denn stimmen sollte.
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