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2. N-Gabe Winterweizen 2014

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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61 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon steel. » So Jun 05, 2011 13:32

Da muss ich in einigen Punkten Einspruch einlegen.
Erstmal rechtzeitig düngen ist völlig richtig. Das heißt nach Wetterbericht düngen, wenn es in den nächsten Tagen regnet und danach trocken bleibt, laut Wetterbericht...dann düngen, sonst abwarten. Halt immer am Wetter orientieren...

Eben nicht nach Wetterbericht sondern im Vorfeld. Wenns Trocken ist nützt weder die lapidare Blattdüngung noch der Dünger der auf dem Boden dahingammelt. Zudem hast dadurch schon einen Vorsprung der Wurzelmasse.
Aber gerade bei trockenen Bedingungen benötige ich lange Halme, da die Halme immer noch zuletzt stehen bleiben und noch assimlieren, wenn die Blätter anfangen zu vertrocknen.

Nein genau das Gegenteil. Bei Trockenheit brauch ich kurze Halme.
Für den letztendlichen Ertrag ist zu 50% das Fahnenblatt zuständig. Zu je 20 -25 jeweils die Ähre und das F1, das F2 noch zu 10%. Der Halm trägt sicher nichts zu bei. Ist nicht mehr als eine Wasser und Nährstoffleitung.

Zudem ist meines Erachtens die Verdunstung durch die Halme geringer (hab da aber keine Quelle für, ist jetzt nur eine Vermutung von mir). Als weiterer Punkt kommt hinzu, dass du mit solch hohen Mengen CCC die Alterung des Getreides stark herauszögerst. Sprich: der Bestand kommt später zum Ährenschieben, Blüte und in die Kornfüllung. Je später, desto trockener und heißer ist es jedoch im Normalfall!

Bei langen Halmen ist der nutzlose Wasserverbauch eindeutig und wesentlich höher. Schneide einen Halm ab und leg ihn an die Sonne. Somit kannst du erkennen wie hoch der Wasserverbrauch eines nutzlosen zu langen Halmes ist. Der einzige Vorteil eines langen Halmes ist der geringere Krankheitsdruck der dadurch höheren Ähre.
Das es zu einem späteren Zeitpunkt generell trockener wird würde ich nicht sagen. Die letzten Jahre war es im Frühjahr am trockensten. Ist dies der Fall hat der Getreidebestand durch die spätere Kornfüllung mehr Wasser. So war es zumindest bei uns die letzten Jahre. Aber das läßt sich im Vorfeld nicht vorhersagen. Und wenn schon. Wieviel später ist die verzögerte Alterung in diesem Stadium ? Das sind vielleicht 2 Tage, höchstens 3. Was sind schon 2 oder 3 Tage ? Verzögerte Alterung bedeuted eine längere Kornfüllungsphase, imho wieder ein Vorteil.
Zur Austrocknung: Was sind bei dir dünne Bestände? Also ich glaube kaum, dass ein Bestand von 350 Halmen oder von 700 Halmen da ein großen Unterschied ergibt, wie stark der Boden durch Wind austrocknet. Falls eh schon die obersten 5 bis 10 cm ausgetrocknet sind, kann da eh nich mehr viel passieren.

Das wichtigste bei Trockenheit und dichten Bestände ist im Vorfeld eine eine sehr hohe N Versorgung.
Durch dünne Bestände brennt die Sonne direkt auf den Boden. das ist schonmal ein gewaltiger Temperaturunterschied während des Tages auf dem Boden und noch schlimmer die Rissbildung auf dem Boden. Allein schon der Temperaturunterschied am Boden sind Welten bei der Verdunstung. Selbst der trockene Wind trocknet obwohl die obersten Zentimeter des Bodens trocken sind, dünnere Bestände durch die schnellere Kapillarwirkung stärker aus. Der zieht regelrecht das Wasser aus dem Boden. Mit diesem eingespartem Wasser kannst einiges mehr an den dadurch ( CCC ) kürzeren Halme + Beschattung + Windschutz des Bodens versorgen. Zudem nehmen dichte Bestände die Wasserverdunstung teilweise wieder über die Blätter auf. Der einzige Vorteil einer geringeren Bestandesdichte ist wenns bei der Kornfüllung immer noch trocken sein sollte das höhere TKG. Aber darauf würde ich im Vorfeld nicht spekulieren.

Falls es dann nachher doch noch rechtzeitig viel Regen gibt, hast du bei deiner Strategie das Problem, dass du die Lagergefahr auch durch erhöhten Wachtumsreglereinsatz nicht mehr in den Griff bekommen wirst.

Wenns dann rechtzeitig regnet hab ich mit meiner Strategie und dichten Beständen schonmal mindestens 30 % Mehrertrag. Bleibts wirklich durchgehend trocken dann ists in beiden Strategien Kacke.
Bei Gerste könnte es mit Lager Probleme geben wenn du, eventuell zusätzlich auch noch zur Spätdüngung kopflos N streust und das noch ohne oder mit reduziertem Wachstumsregler. Bei meiner Strategie ist beides nicht zutreffend. Zudem hab ich geschrieben das dann die Gabe zu BBCH 37 sich bei mir reduziert oder ausfällt. Dazu braucht man Feingefühl oder einen N-Tester was beides nicht jeder hat. Gibt zudem noch Wachstumsregler als Feuerwehrmaßnahme in späteren Stadien die ich bei hervorragender Entwicklung und Beständen gerne einsetze.

Aber kannst deine Strategie ja gerne mal durchziehen...;)

Da ich immer das Maximun rausholen will und werde, kannst dir da sicher sein. Das macht ein Bekannter schon seit Jahren so und ich kenn dessen Erträge. Und weil ich dessen Bestände jedes Jahr ( auch dieses Jahr ) live im Vergleich zu den anderen ( dünnen Bestände mit deiner Strategie ) sehe, werde ich dessen Strategie übernehmen. Hauptsächlich eben aufgrund der immer häufigeren Frühjahrstrockenheiten.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon Franzis1 » So Jun 05, 2011 13:56

simon1980 hat geschrieben:
IHC 844 A hat geschrieben: Gedüngt hab ich ca. 65 kg/N, 30 kg/N, 40 kg/N, 35 kg/N und nochmal 40kg/N => 210 kg N/ha! Z


So viel N Gaben??? :shock:


Simon warum dürft ihr nur 120 N geben
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon simon1980 » So Jun 05, 2011 18:29

Franzis1 hat geschrieben:Simon warum dürft ihr nur 120 N geben


Weil führende in unserem Land päpstlicher als der Papst sind....
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon Wini » So Jun 05, 2011 19:35

Hallo Steel,

deine Meinung bzgl. CCC-Einsatz und kurzen Halmen, die bei Trockenheit von Vorteil seien, kann ich nicht teilen.

Ich habe heuer meinen Weizen mit Gaben von 1L, 0,8L, 0,5 L bzw. kein CCC behandelt.
3mal darfst Du raten wo der Weizen nach 3 Monaten Trockenheit nun am Besten dasteht:
Die Flächen ohne CCC stehen am Besten da.
Die langen Halme tragen übrigens mit zur Verschattung des Bodens bei.
Und die Temperaturdifferenz zwischen Ähre und Boden ist bei langen Halmen eine höhere
als bei kurzen Halmen. Der Boden ist kühler und der Wind kann weniger angreifen.

Der CCC-Einsatz kürzt doch auch die Wurzeln, daher hält der Weizen mit geringerem CCC-Einsatz auch länger aus.

Meine Wintergerste habe ich überhaupt nicht eingekürzt.
Diese steht momentan noch grün im Saft.
Beim Nachbar mit CCC-Einsatz ist sie schon am Absterben und gelb.

Statt den CCC-Einsatz zu erhöhen, solltest Du lieber die Saatstärke erhöhen.
Ich liege bei allen Feldfrüchten weit über den Lehrbuchempfehlungen.
Auch beim Raps war ich damit heuer mit 6kg/ha auf jeden Fall richtig gelegen.
Den Weizen habe ich mit 500 Körner/m² gedrillt und habe derzeit auf guten Flächen einen schönen Weizen.
Gruß Wini
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon automatix » So Jun 05, 2011 20:08

ich war immer der Meinung, CCC geht in WG gar nicht....
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon NobbyNobbs » So Jun 05, 2011 21:07

Der Einsatz von CCC ist in Gerste nicht zugelassen, d.h. lagst du richtig. Scheinbar scheint es immer noch einige Experten zu geben, die sich daran nicht halten und es auch weiterhin spritzen. Noch verbreiteter ist allerdings der Einsatz von CCC in Raps. Ob sich die 10 Euro rechnen, wenn man mal in eine Kontrolle kommt ( und Cycocel ist zweifelsfrei nachweisbar ), ist die andere Frage. Grade weil es auch einfach Besseres gibt. Eine vernünftige und angepasste Menge Carax schmeckt dem Raps sicherlich besser.
Entgegen Wini's Meinung behaupte ich, dass die Kurzstrohsorten mit Trockenheit besser zurecht kommen. Es ist kein Zufall, dass quasi alle Sorten, die als besonders trockenstresstolerant gelten, kurzstrohig sind. Eigentlich ist das auch nur logisch. Bei dir ( Wini ) wird das andere Gründe haben. Durch deinen intensiven Pflugeinsatz und dem damit verbundenem "reinen Tisch" liegen die Verdunstungsraten deutlich höher. Da macht sich natürlich jedes bisschen Schilf, das mehr Boden bedeckt, deutlich bemerkbar. In gut geführten (Mulchsaat-)Betrieben ist das auf Grund des hohen Gehalts an org. Masse im A-Horizont und der Bodenoberfläche allerdings eher vernachlässigbar...
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon Crazy Horse » So Jun 05, 2011 21:53

Sag mal Wini, wann säst Du eigentlich Deinen Weizen, weil Du gleich auf 500Kö/qm hochgehst?
Das sind ja bei normalem TKG 250-260kg/ha. Selbst wenn Du dazu eigenen Nachbau hernimmst, musst Du für die 100kg, die Du mehr säst als andere, ja auch Nachbau-, Putz- und Beizgebühren und den entgangenen Gewinn für den Nichtverkauf dieses Weizens miteinrechnen. Das sind dann schnell mal 40-45 EUR, die Du da zum Fenster rauswirfst. Dazu kommt die geringe Schlagkraft, weil der Saatkasten schneller leer ist.

Ich würd lieber schauen, dass ich rechtzeitig säe, damit sich schöne, kräftige Einzelpflanzen entwickeln, die noch vor Winter 2 - 3 Bestockungstriebe ausbilden. Mein bester Weizen heuer sind zwei mittelspäte Kurzstrohsorten, die ich bereits Mitte September mit gerade mal 250 (Tabasco) bzw. 280 (Kredo) Kö/qm gedrillt hab. Das hat nach einer guten Vorfrucht wie Raps vollkommen ausgereicht. Der Weizen ist auch im Frühjahr viel besser losgewachsen, weil er die Winterfeuchte besser ausnutzen konnte und hat auch gar nicht so unter der Trockenheit gelitten.
Schlimmer erging es dem JB Asano, den ich als frühe, etwas septoriaanfällige längere Sorte nicht vor Anfang Oktober säen wollte. Der ist dann allerdings aufgrund des Kälteeinbruchs Ende Oktober / Anfang November erst recht spät um den 10. Nov. rum aufgelaufen und hat sich auch nicht mehr groß weiterentwickelt. Erschwerend kam hinzu, dass er im Frühjahr den Sulfonylharnstoff ewig nicht abgebaut hat, weil's einfach zu trocken war. Ich hätte zwar auch ein Axial oder ein Traxos nehmen können, aber die haben nun mal keine Wirkung gegen Trespen, die hier überall reinwachsen, wenn man nichts dagegen unternimmt. Natürlich war das für den Weizen eine Rosskur, aber bei der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz, Klettenlabkraut und Trespen darf ich keine Kompromisse eingehen.

Ich hab zwar zum Bestockungsende hin nach einem kleinen Regenschauer nochmal 0,5l CCC und etwas Epso Combitop gespritzt, um die Bestände glattzuziehen und die wenigen Nebentriebe etwas zu fördern, hab aber auf den schlechteren Böden die gewünschte Bestandesdichte trotzdem nicht erreicht, weil es im April und Mai so gut wie nichts geregnet hat.
Mittlerweile hat sich die Lage aber etwas entspannt.

Was den Wachstumsregler anbelangt, teile ich Deine Auffassung. Da war dieses Jahr weniger mehr. Dass Deine Wintergerste noch grün und die Deines Nachbarn bereits gelb ist, liegt aber nicht am CCC-Einsatz, der in der Wintergerste zudem verboten ist.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon Wini » So Jun 05, 2011 21:55

Hallo NobbyNobbs,
Kurzstrohigkeit und Trockenstresstoleranz ist Wissen von gestern.

Angesagt sind sog. «XXL-Sorten» gegen Trockenheit.

Hier in Franken erwarte ich von langstrohigen Sorten eine besonders gute Anpassung an trockene Bedingungen.
Die längeren Halme widerstehen Trockenheit nicht dank erhöhter Wasseraufnahme,sondern indem sie im Bestand ein
besonderes Mikroklima ermöglichen.
Die Halme biegen sich doch und legen sich im Wind schützend über den Boden und bremsen so die
Luftströme in Bodennähe. Dies hält denWind in den kritischen Perioden davon ab, den Boden
vollständig auszutrocknen.

Geh doch mal raus und schau dir die kurzgespritzen Weizen an. Furztrocken wenn der Wind 2 Tage weht.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon rettel » So Jun 05, 2011 21:56

Da muss ich in einigen Punkten Einspruch einlegen.

Ich in allen Punkten...
Eben nicht nach Wetterbericht sondern im Vorfeld. Wenns Trocken ist nützt weder die lapidare Blattdüngung noch der Dünger der auf dem Boden dahingammelt. Zudem hast dadurch schon einen Vorsprung der Wurzelmasse.

Natürlich nach Wetterbericht...und zwar dann so, dass es zu gewissen Terminen der Dünger auf jeden Fall wirkt...z.B. bis spätestens Ende März die zweite Gabe wirksam ist...wenn halt Wetterbericht Trockenheit verspricht, düng ich halt schon Mitte März...

Für den letztendlichen Ertrag ist zu 50% das Fahnenblatt zuständig. Zu je 20 -25 jeweils die Ähre und das F1, das F2 noch zu 10%. Der Halm trägt sicher nichts zu bei. Ist nicht mehr als eine Wasser und Nährstoffleitung.

Alles was grün ist an der Pflanze leistet Photosynthese...auch der Halm. Roggen ist übrigens recht trockentolerant im Vergleich zum Weizen...das liegt auch an der Pflanzenarchitektur. Lange Halme und kurze Blätter, sprich geringere Verdunstung und höhere Effektivität. Bei Trockenheit und Hitze ist weniger Blattmasse mehr! Bei der hohen Sonneneinstrahlung kann die Pflanze auch mit wenig Blattmasse oder auch dem Halm schon hinreichend Photosynthese betreiben.


Bei langen Halmen ist der nutzlose Wasserverbauch eindeutig und wesentlich höher. Schneide einen Halm ab und leg ihn an die Sonne. Somit kannst du erkennen wie hoch der Wasserverbrauch eines nutzlosen zu langen Halmes ist.

Bei langen großen Blättern ist der nutzlose Wasserverbrauch eindeutig und wesentlich höher. Löse ein Blatt vom Halm und leg es in die Sonne. Somit kannst du erkennen wie hoch de Wasserverbrauch eines nutzlosen zu langen Blattes ist. Vorsicht Ironie...
Das es zu einem späteren Zeitpunkt generell trockener wird würde ich nicht sagen. Die letzten Jahre war es im Frühjahr am trockensten. Ist dies der Fall hat der Getreidebestand durch die spätere Kornfüllung mehr Wasser. So war es zumindest bei uns die letzten Jahre. Aber das läßt sich im Vorfeld nicht vorhersagen. Und wenn schon. Wieviel später ist die verzögerte Alterung in diesem Stadium ? Das sind vielleicht 2 Tage, höchstens 3. Was sind schon 2 oder 3 Tage ? Verzögerte Alterung bedeuted eine längere Kornfüllungsphase, imho wieder ein Vorteil.

Schon mal realisiert, dass der Juli und August in Deutschland die wärmsten Monate sind? Jeder Sommertag über 25°C bedeutet Stress pur für die Pflanzen und vermindert die Kornfüllung und vor allem verringert die Zeit der Kornfüllung. Letztendlich in der Reife mögen es vllt. nur 2 oder 3 Tage sein...entscheidend ist der Eintritt in die Blüte und da ist der Unterschied deutlich größer. Soll heißen, dass die Kornfüllungsphase bei späterer Blüte aufgrund der höheren Temperaturen im Hochsommer fast immer kürzer ist.
Das wichtigste bei Trockenheit und dichten Bestände ist im Vorfeld eine eine sehr hohe N Versorgung.

Ja genau...damit die Pflanzen überhaupt keinen Anreiz haben tiefere Wurzeln zu bilden und nachher wenn es wirklich knapp wird mit dem Wasser vertrocknen, weil sie aufgrund des N-Überangebots keine vernünftigen Wurzeln ausgebildet haben.
Durch dünne Bestände brennt die Sonne direkt auf den Boden. das ist schonmal ein gewaltiger Temperaturunterschied während des Tages auf dem Boden und noch schlimmer die Rissbildung auf dem Boden. Allein schon der Temperaturunterschied am Boden sind Welten bei der Verdunstung.

Da hat Wini schon was zu gesagt...
Wenns dann rechtzeitig regnet hab ich mit meiner Strategie und dichten Beständen schonmal mindestens 30 % Mehrertrag.
[/quote][/quote]
Wenn du die Ernte in eine Biogasanlage stecken willst, hast du sicherlich Recht...Ansonsten ist mir das nich so erklärlich...
Beispiel:
Dichter Bestand: 550 Ähren/m², 48 Körner/Ähre, TKG bei 40 g = Ertrag: 105,6 dt/ha
Dünner Bestand: 400 Ähren/m², 55 Körner/Ähre, TKG bei 48 g = Ertrag: 105,6 dt/ha

Sprich TKG ist dann entscheidend und auch die Anzahl Körner pro Ähre...letztere geht nämlich durch überhöhten Wachstumsreglereinsatz (Moddus) stark zurück.
Zuletzt geändert von rettel am Mo Jun 06, 2011 5:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon Joehännes » So Jun 05, 2011 21:59

so ein Quark immer wieder mit der dummen Mulchssat Pflug Sache anzufangen! Gibt einfach Typen die nie damit aufhören können! Nun war Wini mal ruhig und hat sogar einen Guten Beitrag mit eigener Erfahrung gemacht nun muss Nobby hier wieder einen abdrücken! Ist doch Scheiße!
Humus hin Humus her
CCC hin oder her
wenns nicht regnet steht kein Getreide gut! Punkt Komma aus!!
Hier stehen Weizenschläge auf Pflug, auf Mulchsaat nach Raps , nach Mais und auf Direksaatflächen! Alle sehen kacke aus!
Einzig und allein ein Biogasler hat durch seinen saattermin im November im Frühjahr alles richtig gemacht! Alle N Gaben innerhalb von 2 Tagen drauf! Einmal Gärrest und dann KAS hinterher und der Weizen steht klasse! Das andere kannst alles vergessen!! Ohne Regen nix los!!
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon julius » Mo Jun 06, 2011 8:02

Ich pflüge eigentlich immer bei Hauptfrucht weil ich meine das sich das rechnet. Nur bei Zwischenfrucht wird gegrubbert.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon julius » Mo Jun 06, 2011 8:30

Wini hat geschrieben:Den Weizen habe ich mit 500 Körner/m² gedrillt und habe derzeit auf guten Flächen einen schönen Weizen.

Geh doch mal raus und schau dir die kurzgespritzen Weizen an. Furztrocken wenn der Wind 2 Tage weht.

Sind dir nicht die Saatgutkosten zu teuer ?
Ich mach das ähnlich wie Steel. Ich geh bei CCC720 an die zulässige Höchstgrenze mit insgesamt 2,1 Liter je ha aufgeteilt. Kostet fast nichts und ich hab günstig dichte und gleichgezogene Bestände bei der Erstanwendung in EC 25 mit 1,4 Liter und den Rest bei EC 31. Ein kurzer Halm ist kein Nachteil deshalb gehen die Züchtungen genau in diese Richtung. Ich dünge bei Vegetationsbeginn 50% mehr N als die Afl Empfehlung somit wird der Halm eh nicht viel kürzer aber stabiler. Hab jetzt eine Höhe von 85 cm trotz wenig Wasser. Da sind andere Weizenfelder der Kollegen mit weniger CCC720 nicht höher.
Ich hab dieses Jahr trotz Trockenheit und viel CCC720 große Ähren und dichte Weizenbestände die gut dastehen. Ich vermute das liegt an der Beschattung meines dichten Bestandes da keine Sonne auf den Boden durchkommt und weniger verdunstet. Das ist wie bei den Wiesen. Abgemähte brennen durch die Sonne aus und werden schneller braun. Dünne Bestände und lange Weizenhalme beschatten nicht da die Sonne bekanntlich von oben scheint. :wink:
Wenn der Weizen bei der Kornfüllung noch einen Regen erwischt und es nicht Hagelt dürfte er auf meinen guten Böden 9 - 10 Tonnen/ha abgeben.
Zuletzt geändert von julius am Mo Jun 06, 2011 9:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon simon1980 » Mo Jun 06, 2011 9:20

Einige reden über so eine trockenheit, dann andere über 10t/ha, niemand stellt aber keine Bilder... :?:
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon julius » Mo Jun 06, 2011 9:23

dann andere über 10t/ha,

Warum soll ich schreiben ich erwarte nur 6 Tonnen wenns 9 - 10 Tonnen sind ? Soviel Erfahrung hab das ich das abschätzen kann. Die dafür nötigen Ähren und Bestandesdichte hab ich doch schon. Dazu brauch ich bei der Kornfüllung nur noch etwas Wasser wegen dem TKG und regnen solls die nächsten Tage.
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Re: 2. N-Gabe Winterweizen 2011

Beitragvon Crazy Horse » Mo Jun 06, 2011 9:58

Joehännes hat geschrieben:so ein Quark immer wieder mit der dummen Mulchssat Pflug Sache anzufangen! Gibt einfach Typen die nie damit aufhören können! Nun war Wini mal ruhig und hat sogar einen Guten Beitrag mit eigener Erfahrung gemacht nun muss Nobby hier wieder einen abdrücken! Ist doch Scheiße!
Humus hin Humus her
CCC hin oder her
wenns nicht regnet steht kein Getreide gut! Punkt Komma aus!!
Hier stehen Weizenschläge auf Pflug, auf Mulchsaat nach Raps , nach Mais und auf Direksaatflächen! Alle sehen kacke aus!



Das, was Du hier bringst, ist dumm und unqualifiziert!
Wenn's überhaupt nicht regnet, kann ich den Ackerbau einstellen. Über so eine Banalität muss ich hier aber nicht reden.

Wir leben aber nicht in der Wüste, sondern in den Gemäßigten Breiten, die sich durch regelmäßige Niederschläge auszeichnen und für den Ackerbau bestens eignen. Und es gibt durchaus Stellschrauben, an denen man drehen kann, um das Getreide halbwegs sicher über eine Trockenperiode zu bringen.

Was Nobby Nobbs bezüglich Mulchsaat vs. Pflugsaat in Trockengebieten schreibt, kann ich vollauf bestätigen. Gerade auf den flachgründigen Böden verbietet sich eigentlich der Pflugeinsatz, weil man damit nur unnötig die Bodenstruktur zerstört und wertvolle organisch gebundene Nährstoffe vergräbt. Und ich will auch keine Nachmittage damit verbringen, anhängerweise Steine zu lesen, wie das bei meinen Eltern und Großeltern noch üblich war.

In Trockenjahren lautet die Erfolgsformel:
- frühe (Mulch-)Saat mit reduzierter Saatstärke, um gute Vorwinterentwicklung sicherzustellen. Das kommt auch der Wurzelentwicklung zugute und die Winterfeuchtigkeit wird besser ausgenutzt
- Kurzstrohsorte mit guter Blattgesundheit. Die Sorte muss zwar nicht ausgesprochen frühreif sein (Frühreife kostet zumeist Ertrag), sollte aber nach Möglichkeit die Ähren nicht allzu spät schieben und sicher einkörnen.
- Andüngung unter Berücksichtigung des Entwicklungsstand und der Nmin-Werte,
- keine überzogenen Bestände
- frühzeitige, erhöhte Schossergabe (ca. 80N)
Die Gefahr des Überwachsens ist bei diesem Sortentyp deutlich geringer, aber die Pflanze muss ausreichend Nährstoffe aufnehmen, damit während der Trockenheit, die ja immer nur temporär ist, keine Triebe reduziert werden. Das verzögert auch die generative Entwicklung und damit den Alterungsprozess. Die Pflanzen sollen schließlich während der Trockenperiode nicht notreif werden.
- Fungizidschutz während der Kornfüllungs- und Abreifephase

Es kommt aber auch immer darauf an, WANN die Trockenheit einsetzt. Was ich bezüglich Kurzstrohsorten gesagt hab, gilt vor allem für die Frühjahrstrockenheit (2011). Bei einer Vorsommertrockenheit, wie wir sie 2003 hatten, mit hoher Lichtintensität und Temperaturen um oder über 30°C, brauche ich stark bereifte Sorten wie Cubus oder JB Asano oder diese frühreifen begrannten Sorten aus Frankreich (Premio, Mercato, Nirvana und wie sie alle heißen). Die sind in ihrer Entwicklung dann so weit fortgeschritten, dass sie die Trockenheit nicht mehr groß berührt ("Escape"-Effekt).
Wie die Erfahrung der letzten Jahre gezigt hat, müssen wir wohl zukünftig verstärkt mit einer anhaltenden Frühjahrstrockenheit rechnen.
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