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Abitur... Was jetzt?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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38 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon 4:4 » So Nov 25, 2012 9:56

Mit Abitur ist Studium Pflicht! Eine Ausbildung kann man optional mit dazu kombinieren.
Aber es wäre jammerschade, wenn Du mit deinem Abitur nur eine stinknormale Landwirtschaftslehre und danach den Meister machst.

Falls Du einmal den Hof an den Nagel hängen willst und die Flinte ins Korn werfen, hast du als Diplom Agraringenieur sehr gute Job- und Einkommenmöglichkeiten. Angefangen von der Landmaschinenindustrie, über Landwirtschaftsämter, Verbände bis hin zu Futter- und Düngemittelherstellern sowie Saatzuchtunternehmen, alle suchen bzw stellen Dipl. Agrar Ingenieure ein!

Dies sollte man auch mal der lieben Frau Blume an Herz legen.
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Fassi » So Nov 25, 2012 10:41

Falls Du einmal den Hof an den Nagel hängen willst und die Flinte ins Korn werfen, hast du als Diplom Agraringenieur sehr gute Job- und Einkommenmöglichkeiten. Angefangen von der Landmaschinenindustrie, über Landwirtschaftsämter, Verbände bis hin zu Futter- und Düngemittelherstellern sowie Saatzuchtunternehmen, alle suchen bzw stellen Dipl. Agrar Ingenieure ein!


Ist die klassische Lüge der Unis, um ihre Studiengänge zu erhalten. Für die Hofführung wird ein Studium nicht zwingend gebraucht, Betriebe nehmen lieber Meister und für die Wirtschaft werden auch eigentlich nur die Agrarbetriebswirtschafter gesucht. Alles andere ist zwar nett, aber eigentlich Zeitverschwendung, wenn man nicht in die Forschung will.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon 4:4 » So Nov 25, 2012 11:17

Fassi hat geschrieben:
Falls Du einmal den Hof an den Nagel hängen willst und die Flinte ins Korn werfen, hast du als Diplom Agraringenieur sehr gute Job- und Einkommenmöglichkeiten. Angefangen von der Landmaschinenindustrie, über Landwirtschaftsämter, Verbände bis hin zu Futter- und Düngemittelherstellern sowie Saatzuchtunternehmen, alle suchen bzw stellen Dipl. Agrar Ingenieure ein!


Ist die klassische Lüge der Unis, um ihre Studiengänge zu erhalten. Für die Hofführung wird ein Studium nicht zwingend gebraucht, Betriebe nehmen lieber Meister und für die Wirtschaft werden auch eigentlich nur die Agrarbetriebswirtschafter gesucht. Alles andere ist zwar nett, aber eigentlich Zeitverschwendung, wenn man nicht in die Forschung will.

Gruß

Jo, ist mir klar, ein Studium wird nicht für die landwirtschaftlichen Betriebsleiter verlangt.
Aber, hab mal gelesen, das die Gewinne auf den Höfen mit zunehmendem Bildungsgrad ansteigen!

Sag doch mal Fassi, hast Du ein solches Studium absolviert?

Ich frage weil Du dich schon mal negativ über die Berufs- und Einkommensmöglichkeiten von Dipl. Agrar Ing. gäußert hast. Du weisst warscheinlich auch wo. Nämlich da, als ich die gute Brigitta so scharf kritisiert habe.
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Fassi » So Nov 25, 2012 12:00

Woher meinst Du wohl, weiß ich das? Studium im Bereich Nutztierhaltung mit gut (2,1) abgeschlossen, über 400 Bewerbungen geschrieben, dabei rausgekommen ist eine Stelle als Elternzeitvertretung. Der ganze Rest der Jobs war ausserlandwirtschaftlich (sieht man mal von gelegentlichen Treckerfahrjobs ab), und hat in der Vielzahl der Fälle nicht mal einen Berufsabschluss erfordert. Dafür erschwert einem aber ein Masterdipolm die Suche nach einer Lehrstelle, wenn man sich umorientieren will und der regelmässige Leerlauf im Lebenslauf (auch nicht so selten für Absolventen der Agrarwissenschaften heute) wirkt auch nicht gerade positiv.

Von daher kann ich dieses Ködern von Studenten in Zeitschriften und von Unis mit den ach so positiven Jobaussichten nach dem Studium nicht mehr hören. Die Realität sieht ganz anders aus, das trifft nämlich wie gesagt nur auf die BWLer oder diejenigen mit eigenen Hof zu. Die meisten Absolventen der anderen Studienrichtungen schaffen sich wie Shirling selber Stellen, weil man sonst mit dem Studium entweder irgendwo an der Kasse sitzt oder Päckchen ausfährt, völlig egal, wie gut der Abschluss ist.

Gruß
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon 4:4 » So Nov 25, 2012 12:28

Danke für Deine ehrliche Offenheit.
Mit 2,1 Notendurchschnitt sollte man oder einer wie ich, mit einer einfachen Handwerkerlehre, meinen, da steht einem die Tür zur halben Welt auf !?

Normal solltest Du doch mit der Fachrichtung Nutztierhaltung einen Job in der hiesigen Stallbaubranche, Futtermittelindustrie oder in einem amtlichen Beratungsdienst finden. Die fallen mir jetzt so salopp ein.
Oder, war nicht vor kurzem die sogenannte Euro-Tier Messe. Bei den zahlreich, dort vertretenen Austellern und deren Umfeld müsste doch was für Dich drin sein?
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon JohnDeere3040 » So Nov 25, 2012 12:50

http://jobs.lely.com/de/jobs/gebietsverkaufsleiter-innenwirtschaft-mw?tagId=,,,,151
http://jobs.lely.com/de/jobs/produktspezialist-futtererntemaschinen-mw?tagId=,,,,151
http://www.bigdutchman.de/gefluegel/karriere/stellenangebote/jobs-detailansicht/job/mitarbeiter-im-produktmanagement-mw.html
http://www.bigdutchman.de/gefluegel/karriere/stellenangebote/jobs-detailansicht/job/praxisberater-tier-technologie-mw.html
http://www.bigdutchman.de/gefluegel/karriere/stellenangebote/jobs-detailansicht/job/trainees-mw-im-verkauf-von-gefluegelstalleinrichtungen.html
http://www.bigdutchman.de/gefluegel/karriere/stellenangebote/jobs-detailansicht/job/agraringenieur-in-aus-dem-bereich-schweinehaltung-fuer-die-technische-betreuung-unserer-kunden.html'
http://www.delaval.de/About-DeLaval/Working-at-DeLaval/Offene-Stellen/Systemspezialist-Futterung-wm/

Exakt so siehts aus, war auch auf der Eurotier, so schlecht können die Aussichten nicht sein, auch nicht mit Schwerpunkt Tierhaltung :klug:
Weitere Möglichkeiten sind Betriebsleiterstellen, dort werden Agraringenieure auch immer gesucht, nur muss man hier etwas flexibel in der Standortwahl sein, oder Glück haben in der Nähe eine Stelle zu bekommen.
Allerdings kann es auch attraktiv sein, selbstständig etwas auf die Beine zu stellen, wofür man ja auch als Agraringenieur ideal ausgebildet ist.
ǝɹǝǝp ɐ ǝʞıl sunɹ ƃuıɥʇou
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Fassi » So Nov 25, 2012 23:22

Fragt diese Berater doch mal, welche Fachrichtung sie studiert haben (agrringenieur ist nur ein Überbegriff, ich glaub mittlerweile sind das min. 7 bis 8 Fachrichtungen). Da werden die wenigsten "Tierproduzenten" sein, wenn sie überhaupt studiert haben. Wie gesagt, die 400 Bewerbungen hab ich ja an diverse Unternehmen und staatliche Stellen (die übrigens abgesehen von Bayern immer weniger werden; und dafür muss man auch die richtigen Unis besucht haben) geschickt. Mag sein, dass meine Schwerpunktlegung auf Repro und kleine Wiederkäuer auch nicht wirklich sinnvoll war. Spielt aber eh keine Rolle, meine Entscheidung ist diesbezüglich gefallen.

Aber zurück zum Thema. Ich würde auch die Lehre empfehlen, und wenn wirklich die Zeit und das Geld für ein Studium übrig ist, würde ich mit dem Hintergrund auch Veterinärmedizin vorschlagen. Da ist für den Betrieb mehr mit erreicht als mit dem Agrarstudium.

Gruß
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Schoki80 » Mo Nov 26, 2012 7:32

Ich würde auch erstmal zur Lehre raten, trotz Abitur. Wenn man genau weiß, warum man etwas studieren will denn los...aber ansonsten Lehre. Nach relativ kurzer Zeit hat man eine abgeschlossene Ausbildung, könnte also schon mal Geld verdienen. Das Allerwichtigste ist aber die persönliche Entwicklung, die man während der Lehrzeit erfährt. Nach jeder Lehre gibt es die Möglichkeit sich soweit zu qualifizieren, dass man gegen Hochschulabsolventen gegen an stinken kann. Außerdem kann man anschließend immer noch studieren. Ich hab Abitur - zwei abgeschlossene Ausbildungen und einen Meister. Bin nicht traurig, dass ich nicht studiert habe. Im Freundeskreis war es vor allem das Studentenleben, das gereizt hat. Mein Vorgänger hat studiert (vorher andere Ausbildung) ist hier auf die Nase gefallen und in jedem Betrieb, in dem er anschließend (in führender Position) angestellt war. Weil er keine Ahnung von der Praxis hatte, von Mitarbeiterführung mal ganz zu schweigen.
Nachdem was ich hier in der Gegend so mitbekommen habe, ist es für einen Hochschulabsolventen fast schwieriger einen Job zubekommen als für einen gut ausgebildeten Handwerker. Es ist immer eine individuelle Entscheidung. Aber im Zweifel würde ich zur Ausbildung raten, da ist nichts verloren...Wenn ich vorher gewußt hätte was ich jetzt weiß, hätte ich die Lehre gemacht, dann Faschschule und dann Meister. Finde ich viel abwechslungsreicher als Uni...
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Nov 26, 2012 8:50

Ich würde an Deiner Stelle keine landwirtschaftliche Ausbildung machen. Das sind doch zwei verschenkte Jahre. Selbst ein Studium im landwirtschaftlichen Bereich würde ich mir genau überlegen. Was bringt Dir das? In den elterlichen Betrieb einsteigen kannst Du auch so, und außerlandwirtschaftliches Einkommen lässt sich mit einem anderen Studium evtl. leichter.
Aus meiner Sicht ist das Aufwachsen und Mitarbeiten auf dem elterlichen Hof wesentlich mehr wert, als die landwirtschaftliche Ausbildung. Zumindest bei uns in Bayern gibt es die Möglichkeit, über das Bildungsprogramm Landwirt den Berufsabschluß Landwirt nebenbei zu machen. Und aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass für diese Prüfungsanforderungen zwei Jahre Vollzeit-Lehre für einen Abiturienten schon harter Tobak gewesen wären. Ich selbst habe zwei Abendkurse beim Bila besucht, dann hab ich festgestellt, dass das Niveau circa dem der 6-7 Klasse Gymnasium entspricht. Einfache Dreisätze ausrechnen, geometrisch Flächengrößen bestimmen. Am zweiten Tag hat dann der Dozent schlichtweg falsche Aussagen bzgl. gesetzlicher Regelungen getroffen, und beharrte sogar darauf, nachdem ich ihm das einschlägige Gesetz zitierte. Danach ging ich nicht mehr hin, und schrieb einfach die Prüfung mit. Ergebnis war, dass ich bei einer Durchfallquote von knapp 20% ich ohne Lernaufwand zu den Besten gehörte. Soviel zur landwirtschaftlichen Lehre.
Ich selbst hab nach dem Studium Maschinenbau mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt studiert, und muss sagen, dass man das dort vermittelte Wissen auch gut in der Landwirtschaft einsetzen kann. Und die Berufsaussichten sind auch nicht schlecht derzeit.
Wenn Du Interesse and er Landwirtschaft hast, dann liest Du doch bestimmt diverse Fachzeitschriften, und bist somit eh immer am Stand der Dinge. Ich bin mir sicher, dass ein außerlandwirtschaftliches Studium Dich und auch den Hof weiter bringt, als eine Lehre, in der Dir wesentlich weniger abverlangt wird, als Du eh schon weißt...
Nochmal kurz zusammengefasst: Ich würde an Deiner Stelle schnell mal auf 6 Jahre Bachelor machen in irgendwas- von mir aus auch Landwirtschaft, wenn Du unbedingt willst. Dann Job suchen und nebenbei einen Aufbau-Master in einer anderen Fachrichtung. Ich habe selbst mittlerweile drei Studienabschlüsse, und muss sagen, dass ich stets von den neuen Sichtweisen anderer Fachrichtungen profitiert habe. Auf keinen Fall sollte eine betriebswirtschaftliche Komponente in der Fachrichtung fehlen, denn die bringt Dir in der Landwirtschaft später wesentlich mehr als nochmal das zu lernen, was Du eh schon seit Jahren machst...
Kreuzschiene
 
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Schoki80 » Mo Nov 26, 2012 11:19

Kreuzschiene, warum soll jemand Maschinenbau studieren, wenn er definitv einen landwirtschaftlichen Betrieb führen will? Wenn Du schon gemerkt hast dass während Deiner Ausbildung das Niveau schlecht war, versteh ich nicht warum Du nicht schlau genug warst Dir einen Anbieter mit mehr Niveau zu suchen?
Außerdem lassen deinen Aussagen einen Widerspruch erkennen. Einerseits lernt man als "Bauer" sowieso alles zu Hause aber andererseits lernt man wichtige Sichtweisen in berufsfremden Bildungsgängen? Wenn man diese Aussagen durcheinander mischt machen sie Sinn,-- was du da schreibst spiegelt eigentlich nur wieder was man tut, wenn man nicht weiß was man vor hat...
Ein zweites Standbein ist immer hilfreich. Aber da wo der Fokus liegt, sollte man eine fundierte Ausbildung haben. Wir reden hier nicht über ein paar Mukuhs die hinterm Haus laufen sollen :roll:
Schoki80
 
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Nov 26, 2012 13:26

Das Niveau gibt in Bayern der Staat vor, denn der stellt die staatliche Abschlußprüfung. Hier einen anderen Anbieter zu finden, ist schwierig.

Im Übrigen wollte ich lediglich den Denkanstoß geben, ob nicht eine betriebsfremde Lehre oder Studium mehr bringt in Sachen Kompetenzerweiterung und Unternehmensführung als etwas zu lernen, das man eh schon kann, weil man es seit Jahren macht.
Aber natürlich muss der Fragesteller selber wissen, was er will. Allerdings verstand ich, dass er durchaus verschiedene Meinungen hören mag. Er kann sich ja dann selber entscheiden, was er tun will...

Das Problem ist halt, dass niemand weiß, ob man in 15 Jahren in D noch Kühe halten kann. Erst heute habe ich im Radio gehört, dass Milchbauern zum Demonstrieren nach Brüssel gefahren sind mit ihren Traktoren. Und wenn man zumindest was anderes gelernt hat, ist man dahingehend unabhängiger.

Also ich persönlich möchte derzeit mit keinem Vollerwerbler tauschen. Ich wage mal zu behaupten, ich komme fast auf den gleichen landwirtschaftlichen Gewinn, und hab noch zusätzlich mein Ingenieursgehalt oben drauf... Da kann man schon eine Familie von ernähren...

Aber wie gesagt, muss jeder selber wissen...
Kreuzschiene
 
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon explicit » Mo Nov 26, 2012 15:36

Ich sehe das ähnlich wie Kreuzschiene, die Leute mit Lehre hören das vllt nicht so gerne aber ich habe bis heute 17 Lehrlinge ausgebildet und man muss schon sagen, dass das Niveau in der Berufsschule darauf ausgerichtet ist, dass es auch schwächere Hauptschüler schaffen können, die es mit dem lernen halt nicht so haben. Ein guter Abiturient ist da definitiv unterfordert, vor allem wenn er auf einem Vollerwerbsbetrieb aufgewachsen ist. Falls du definitiv den Betrieb übernehmen willst, würde ich zu einem FH-Studium mit BWL-Schwerpunkt raten, da hast du auch genug Praxis und als Student ist es oft leichter interessante Praktikumsbetriebe zu finden, ggfs auch im Ausland.
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Nov 26, 2012 19:39

Schoki80 hat geschrieben:Außerdem lassen deinen Aussagen einen Widerspruch erkennen. Einerseits lernt man als "Bauer" sowieso alles zu Hause aber andererseits lernt man wichtige Sichtweisen in berufsfremden Bildungsgängen? Wenn man diese Aussagen durcheinander mischt machen sie Sinn,-- was du da schreibst spiegelt eigentlich nur wieder was man tut, wenn man nicht weiß was man vor hat...


Ich denke, meinen Aussagen sind nicht widersprüchlich. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass man sich das fachliche Wissen, um Felder zu bestellen und Tiere zu halten, auch daheim durch Mithelfen im elterlichen Betrieb von Kindesbeinen an aneigenen kann. Da ich jedoch sowohl die landwirtschaftliche Ausbildung bzw. Abschlußprüfung absolviert habe, als auch "landwirtschaftsferne" Studiengänge gemeistert habe, kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass man aus den betriebsfremden Lehrinhalten durchaus auch noch das eine oder andere "Extra" für den eigenen Betrieb rausholen kann. Und wenn ich hier im Forum zum Teil lese, wie andere Betriebe derzeit wirtschaften, denke ich, ich habe nicht alles falsch gemacht. Zumindest mir wurde in der landwirtschaftlichen Ausbildung NICHTS Neues beigebracht. Im Gegenteil: wie bereits geschrieben wurden zum Teil falsche Tatsachen wiedergegeben und auch antiquierte Ansichten vermittelt. Aus meiner Sicht nix für Zukunftsbetriebe...
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Maulwurf_13 » Mo Nov 26, 2012 20:07

Meine vorgehensweise falls ich erneut in der gleichen Situation wie du wäre

Nach dem Abi ein Auslandspraktikum (1 Jahr) zu bekommen, am besten auf Betriebe in Ländern mit intensiver Landwirtschaft (z.B. Japan, Südkorea, Israel, Holland, Dänemark oder auch USA -> vorallem CA). Für Japan findet man hier Praktikumsstellen http://www.bauernverband.de/internation ... naustausch

Danach Studium an einer UNI und zwar ein Grundlagenfach wie Chemie (aber sehr anspruchsvoll) und mit dem Bachelor abschließen.
Vorteil --> Dauer 3 Jahre, die wichtigsten Grundlagen für das Verständnis der Bodenchemie, der Pflanzen, des Pflanzenschutzes, der Fütterung, der Tiermedizin lernt man vernünftig.

Im Anschluss wieder Praktikum (1 Jahr) --> hier würde ich versuchen z.B. über http://www.giz.de/entwicklungsdienst/de ein Kurzzeitpraktikum zu bekommen. Da sieht man genau das Gegenteil von dem ersten Praktikum, hat aber schon mehr Erfahrung um manche Dinge sinnvoller einordnen zu können.

Mit diesem Lebenslauf sollte es auch möglich sein sich bei einer agrarwissenschaftlichen Fakultät für einen Masterplatz angenommen zu werden. Falls es in DE nicht möglich ist, in GB oder Holland ist dies möglich.
Hier kann man sich dann auf einen bestimmen Bereich wie z.B. Tierhaltung, Ökonomie etc. spezialisieren.

Alternativ kann man auch den Meister machen (muss halt angenommen werden, vielleicht muss man ein paar Prüfungen nachholen aber dies sollte kein Problem sein). Vorteil hier --> hat wieder Bezug zu seinem möglich eigenen Betrieb und man kann in Absprache mit den Eltern versuchen bestimmte Betriebsentwicklungen (z.B. Erweiterung des Stalles aber auch ein neues Betriebsfeld anfangen) zu starten.

Falls danach noch die Lust und die Möglichkeit besteht würde ich versuchen auf einen Versuchsbetrieb von BASF, Bayer, Syngenta etc. für ein zwei Jahre zu arbeiten.
Grund: häufig arbeiten dort sehr gute Mitarbeiter und man lernt nochmals eine andere Art der Bestandsführung kennen.

Mit spätestens Ende 20, Anfang 30 sollte man so fern man den elterlichen Betrieb übernehmen will aber den Betrieb übernehmen.
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Re: Abitur... Was jetzt?

Beitragvon Terrano » Di Nov 27, 2012 9:14

MrT hat geschrieben:Hallo!

Ich bin 17 Jahre alt, in der 12. Klasse und auf dem besten Weg, 2014 mein Abitur zu machen. Mein Vater bewirtschaftet alleine (mit Unterstützung meiner Großeltern, meiner Mutter und natürlich mir) einen Betrieb mit gut 100 ha Land und etwa 90 Milchkühen (und ca. 50 Tieren Bullenmast und entsprechend viel Nachzucht).

Wenn du jung bist und die Möglichkeit, dann soviel lernern wie es geht.

Mit 90 Kühen ink Nachzucht und 50 Bullen und 100 Ha würde ich zur Betriebsgewinnmaximierung und zur Arbeitszeitoptimierung auf leistungsfähige und schlagkräftige Lohnunternehmer zurückgreifen.
Die halten dir Rücken und Betriebskonto frei.
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