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Ackerpreise / Pachpreise

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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53 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Crazy Horse » Mi Okt 12, 2011 17:51

Keschicher hat geschrieben:
Naja uns gehen die Argumente aus, wir brauchen die 300 Euro, hauen aber ein vielfaches für die Pachten raus, weil wir uns gegenseitig überbieten und ausstechen ... Die 300 Euro, mit Auflagen und allem was dazu gehört müssen wir rechtfertigen. In den Verhandlungen für nach 2013 und täglich auf der Strasse wie ein Politiker sagen würde 8)


Deswegen sind für mich die 300€ auch immer die oberste Grenze, wenn ich einen Acker pachte. Es soll schließlich auch noch was dabei rumkommen.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Joehännes » Mi Okt 12, 2011 18:36

naja rechnen muss jeder Betrieb selbst! Auf meinem Betrieb ist auf jeden Fall bei 280€ ohne Prämie Schluss, sonst setzte ich mich lieber auf Sofa! arbeit hab ich so schon genug da muss ich mir nicht noch etliche ha Acker als Hobby ( weil Hobbys dürfen ja Geld kosten) halten
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Norsk » Mi Okt 12, 2011 19:58

Hier im Emsland sind die Böden halt nicht so besonders und desshalb haben die Landwirte nach anderen Einkommensmöglichkeiten gesucht, halt eben in der intensiven Viehhaltung.
Und weil du für deine Rinder oder BGA Fläche brauchst oder für deine Schweine oder Gockels Güllenachweißfläche, ist Land hier Heiß begehrt.
Hier liegen wir nun im Schnitt bei Pachtpreisen von 850€, kann mir bislang egal sein da ich noch genug Eigenland ab...

Das liegt auch mit daran weil das Emsland damals das Armenhaus Deutschlands war und es den Landwirten hier nicht so gut ging wie den damals großen Betrieben z.B. im Osnabrücker Land. Not macht bekanntermaßen erfinderisch und die Landwirte hier stiegen bereits teilweise vor 50 Jahren in die Hähnchenmast ein und haben sich damals dumm und dähmlich verdient...
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Franzis1 » Mi Okt 12, 2011 20:04

Norsk hat geschrieben:Hier im Emsland sind die Böden halt nicht so besonders und desshalb haben die Landwirte nach anderen Einkommensmöglichkeiten gesucht, halt eben in der intensiven Viehhaltung.
Und weil du für deine Rinder oder BGA Fläche brauchst oder für deine Schweine oder Gockels Güllenachweißfläche, ist Land hier Heiß begehrt.
Hier liegen wir nun im Schnitt bei Pachtpreisen von 850€, kann mir bislang egal sein da ich noch genug Eigenland ab...

Das liegt auch mit daran weil das Emsland damals das Armenhaus Deutschlands war und es den Landwirten hier nicht so gut ging wie den damals großen Betrieben z.B. im Osnabrücker Land. Not macht bekanntermaßen erfinderisch und die Landwirte hier stiegen bereits teilweise vor 50 Jahren in die Hähnchenmast ein und haben sich damals dumm und dähmlich verdient...


Die Verdienen immernoch sehr gutes Geld weshalb der Stallbau bummt,wir haben hier gute Böden zahlen selten über 300 € Pacht aber im Stallbau läuft nur vereinzelt was
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Norsk » Mi Okt 12, 2011 21:00

Hier werden zur Zeit fast keine Ställe mehr gebaut, Bröring sei dank :x ...
Man kann auch in anderen teilen Deutschlands in die intensive Viehaltung einsteigen, wenn die Ställe dort nicht abgefackelt werden :roll:
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Franzis1 » Mi Okt 12, 2011 21:14

Norsk hat geschrieben:Hier werden zur Zeit fast keine Ställe mehr gebaut, Bröring sei dank :x ...
Man kann auch in anderen teilen Deutschlands in die intensive Viehaltung einsteigen, wenn die Ställe dort nicht abgefackelt werden :roll:


Bröring ?
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Zement » Do Okt 13, 2011 7:41

http://www.hbd.de/ := :|
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Norsk » Do Okt 13, 2011 8:35

Zement hat geschrieben:http://www.hbd.de/ := :|

? nein!
Ich mein unseren ehem. Landrat Bröring
Der Arbeitet seit Jahren erfolgreich gegen die Landwirtschaft :x obwohl gerade Die hier der Wirtschaftsschwerpunkt überhaupt ist...
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon steel. » Do Okt 13, 2011 10:05

Crazy Horse hat geschrieben:
Deswegen sind für mich die 300€ auch immer die oberste Grenze, wenn ich einen Acker pachte. Es soll schließlich auch noch was dabei rumkommen.


Das funktioniert vielleicht ( noch ) in Gebieten in denen es wenig Biogasanlagen gibt. In einigen Gebieten wärst du mit dieser Einstellung in Kürze arbeitslos, da die Fläche vom Verpächter gekündigt wird und einem überlassen wird der das Doppelte bezahlt.
Im übrigen sind Pachtpreise von 400 oder 600 Euro/ha bei den derzeitigen Kaufpreisen nicht zu teuer sondern die Erzeugerpreise zu günstig. Was wiederum der Landwirt durch seine Überproduktion selbst zu verantworten hat !!!
Zerlegen wir dochmal kurz die Anschaffungskosten und Pachtpreise. Nehmen wir einen derzeitigen Kaufpreis für Ackerland von 3, 5 Euro für einen 60er Boden und eine Pacht von 400 Euro/ha. Dann wären das eine Rendite von 1,33 %. Das ist nichtmal die Inflation und weniger als ein Tagesgeldkonto abwirft. Bei 700 Euro Pacht sinds 2% /Jahr. Das ist immer noch wenig und unter der Inflation aber damit könnte man leben. Somit kann von teuren Pachtflächen im Vergleich zu den Anschaffungskosten keine Rede sein. Zudem ist Grund und Boden das wichtigste noch vor den Maschinen, Dünger, Pflanzenschutz. Ohne Boden geht überhaupt nichts. Somit ist dein Pachtpreis von 300 Euro im Vergleich zu den anderen Kosten viel zu günstig. Da bringt doch die Fläche allein durch die dadurch berechtigten Subventionen den Pachtpreis locker wieder rein und ist somit umsonst gepachtet.
Ein Grund warum alle Wachtumswilligen pachten und keiner was kauft ist das eben pachten langfristig viel günstiger ist als die Flächen zu kaufen. Ist dann die Pacht zu teuer ? Nein, viel zu günstig im Vergleich zu den anderen genannten Kosten.
Bauplatzbauern mal ausgenommen. Die machen sich zwar wichtig aber mit geschenktem Geld ist das keine große Kunst.
steel.
 
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon bent81 » Do Okt 13, 2011 11:19

Wobei man vielleicht nochmal den Kaufpreis von 3,5 € /m² anpassen muss.
Momentan kostet bei uns 1 m² ca. 5,0 €. Tendenz meiner Meinung nach steigend.
Viele Industrielle und Geldmenschen investieren derzeit stark in Sachwerte, auch im Hinblick auf "weg vom Landwirt auf zum Energiewirt".

Gut aber andersrum bei uns ja wie gesagt hohe Pachtzahlungen, sprich
1 ha kostet 50.000 € +/-. Man bekommt ca. 1.000 € Pacht, bleiben also brutto 2 % Verzinsung.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Crazy Horse » Do Okt 13, 2011 11:29

Wenn den Grundstücksspekulanten 1% Rendite zu wenig ist, dann sollen sie meinetwegen Goldbarren (kostet Stand heute 39.200€/kg mit Gebühren) kaufen und die in den Boden stecken. Vielleicht wächst da noch was hin oder die bekommen Junge :lol:

Dieses ganze Rendite-Gequatsche ist ziemlich dämlich. Wenn Nicht-Landwirte zu überteuerten Preisen Land kaufen, dann doch in erster Linie deswegen, weil sie einen hohen Wertverlust ihres Geldes befürchten. Die Rendite aus dem Grundstück ist dabei nicht das entscheidende Anlagekriterium. Entscheidend ist die Wertsicherung ihres Vermögens.

Ein Landwirt, der seine Felder bewirtschaftet und vom Ertrag seine Familie und seinen Betrieb unterhalten und auch finanziell vorsorgen muss, denkt da in ganz anderen Kategorien. Wenn nach Abzug aller Kosten (Bodenbearbeitung, Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Ein- und Auslagerung, Arbeitszeit etc.) 2/3 des Gewinns beim Verpächter bleiben, läuft was falsch.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon bent81 » Do Okt 13, 2011 11:36

Das mag schon sein, aber trotzdem musst du Dich als Landwirt heute diesem Thema stellen.
Es ist doch das Gleiche an der Börse; alles wird mittlerweile hoch spekulativ.

Du lebst als Landwirt halt nicht isoliert und alles wird gut, du musst schon darauf achten was links und rechts um Dich herum geschieht.
Auch kaufen sicherlich viele den Grund als Wertsicherung; es wird aber dennoch wohl schon versucht damit Geld zu verdienen. Leute die viel Geld haben, wollen immer mehr haben. Man begnügt sich nicht mit Stillstand...
Sonst könne ja doch alle in Edelmetalle investieren, und ich mein nicht Gold; z. B. Platin etc.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Meini » Do Okt 13, 2011 11:54

bent81 hat geschrieben:Das mag schon sein, aber trotzdem musst du Dich als Landwirt heute diesem Thema stellen.
Es ist doch das Gleiche an der Börse; alles wird mittlerweile hoch spekulativ.

Du lebst als Landwirt halt nicht isoliert und alles wird gut, du musst schon darauf achten was links und rechts um Dich herum geschieht.
Auch kaufen sicherlich viele den Grund als Wertsicherung; es wird aber dennoch wohl schon versucht damit Geld zu verdienen. Leute die viel Geld haben, wollen immer mehr haben. Man begnügt sich nicht mit Stillstand...
Sonst könne ja doch alle in Edelmetalle investieren, und ich mein nicht Gold; z. B. Platin etc.



Das Stichwort Börse trifft es sehr gut, bin mal gespannt was passiert wenn der Weizen wieder unter 10 € fällt.

wird bei mir kein Mitleid hervorrufen.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Planlos » Do Okt 13, 2011 11:55

steel. hat geschrieben:Zerlegen wir dochmal kurz die Anschaffungskosten und Pachtpreise. Nehmen wir einen derzeitigen Kaufpreis für Ackerland von 3, 5 Euro für einen 60er Boden und eine Pacht von 400 Euro/ha. Dann wären das eine Rendite von 1,33 %. Das ist nichtmal die Inflation und weniger als ein Tagesgeldkonto abwirft.


Diese beiden hier verglichenen Anlageformen haben aber einen ganz entscheidenden Unterschied, der den oben geführten Vergleich mit der Inflationsrate eigentlich verbietet: Die Einlage auf dem Tagesgeldkonto unterliegt ganz eindeutig der Inflation.....
..... die Investition in das Ackerland tut es langfristig nicht. Gerade das ist ja der Grund, warum das Ackerland in den vergangenen Jahren auch bei Nicht-Landwirten so beliebt geworden ist.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon HSchumann » Do Okt 13, 2011 18:07

Wir haben bei uns im Unternehmen heute entschieden, dass wir in Westpolen großräumig Flächen für 30 Euro Pacht je ha anmieten werden. Darauf soll IGNISCUM Candy angebaut werden. Dem Farmer zahlen wir einen garantierten Preis von 80 Euro je Tonne.
Der Hersteller Conpower erwartet ab dem 3. Jahr einen Ertrag von 40 T/ha. Somit kann der Farmer mit einem Umsatz von etwa 3000 Euro/ha. über einen Zeitraum von 20 Jahren rechnen.
Warum geht sowas nicht auch in Deutschland? Sind die angebotenen 80 Euro/T garantierter Abnahmepreis für 20 Jahre nicht ausreichen?

Heiko Schumann
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