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Ackerpreise / Pachpreise

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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53 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon burgunder » Do Okt 13, 2011 18:56

Darauf soll IGNISCUM Candy angebaut werden. Dem Farmer zahlen wir einen garantierten Preis von 80 Euro je Tonne.
Der Hersteller Conpower erwartet ab dem 3. Jahr einen Ertrag von 40 T/ha. Somit kann der Farmer mit einem Umsatz von etwa 3000 Euro/ha. über einen Zeitraum von 20 Jahren rechnen.


Was ist IGNISCUM Candy? Mehrjährige Kultur? Bitte erklären.
burgunder
 
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon steel. » Do Okt 13, 2011 19:46

Crazy Horse hat geschrieben:Wenn den Grundstücksspekulanten 1% Rendite zu wenig ist, dann sollen sie meinetwegen Goldbarren (kostet Stand heute 39.200€/kg mit Gebühren) kaufen und die in den Boden stecken. Vielleicht wächst da noch was hin oder die bekommen Junge :lol:

Dieses ganze Rendite-Gequatsche ist ziemlich dämlich. Wenn Nicht-Landwirte zu überteuerten Preisen Land kaufen, dann doch in erster Linie deswegen, weil sie einen hohen Wertverlust ihres Geldes befürchten. Die Rendite aus dem Grundstück ist dabei nicht das entscheidende Anlagekriterium. Entscheidend ist die Wertsicherung ihres Vermögens.

Ein Landwirt, der seine Felder bewirtschaftet und vom Ertrag seine Familie und seinen Betrieb unterhalten und auch finanziell vorsorgen muss, denkt da in ganz anderen Kategorien. Wenn nach Abzug aller Kosten (Bodenbearbeitung, Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Ein- und Auslagerung, Arbeitszeit etc.) 2/3 des Gewinns beim Verpächter bleiben, läuft was falsch.

Dann sind die aktuellen Bodenpreise von 1 - 6 Euro deiner Meinung nach völig überzogen ?
Ich glaube du bist schlau genug um zu wissen das du Mist geschrieben hast. Ich hab keine Lust meinen letzten Beitrag nochmal zu wiederholen. Klar muss das einer sagen der von Pachtflächen abhängig ist auch wenns fern jeder Realität ist.
Immerhin kostet ein Teppichboden der rollenweise verkauft und hergestellt wird oder ein Parkettboden der beliebig hergestellt werden kann und nach 15 Jahren auf dem Schrott landet derzeit mehr als Boden, der in Deutschland täglich um 100 ha abnimmt. Warum das so läuft hab ich bereits geschrieben.

Aber kurz nochwas zu den 2/3 des Gewinns der abgegeben werden muss. Den heimsen andere ein.
Hier nur ein aktuelles Beispiel aus 2011
http://www.agrarheute.com/monsanto-gewinnsteigerung

In 3 Monaten 680 Millionen Dollar Gewinn. Wäre es nicht Zeit dort den Rotstift anzulegen, anstatt auf die bösen Verpächter zu schimpfen ? Warum nicht die Herbizidkosten um 80 % kürzen, bleiben für den Konzern immer noch viele Milionen Gewinn übrig. Oder hältst du denn voraussichttlichen Gewinn von um die 2,72 Milliarden in 2011 für gerechtfertigt ? Da deiner Meinung nach aber ein paar Zentner Saatgut oder ein Kanister Herbizid wichtiger sind als Boden mit dem auch noch die ZA aktiviert werden, ist es doch klüger beim Verpächter anzusetzen und die 300 Euro/ha vllt noch weiter zu kürzen. Imho ist das fern jeglicher vernünftigen Realität :roll:
Wir reden hier von Pachtpreisen von einigen Hundert Euro/ha. Es werden in Vechta bereits bis zu 1500 Euro/ha bezahlt. Das sind natürlich andere Kategorien.
steel.
 
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Jet 3 » Do Okt 13, 2011 20:09

bent81 hat geschrieben:Das mag schon sein, aber trotzdem musst du Dich als Landwirt heute diesem Thema stellen.
Es ist doch das Gleiche an der Börse; alles wird mittlerweile hoch spekulativ.

Du lebst als Landwirt halt nicht isoliert und alles wird gut, du musst schon darauf achten was links und rechts um Dich herum geschieht.
Auch kaufen sicherlich viele den Grund als Wertsicherung; es wird aber dennoch wohl schon versucht damit Geld zu verdienen. Leute die viel Geld haben, wollen immer mehr haben. Man begnügt sich nicht mit Stillstand...
Sonst könne ja doch alle in Edelmetalle investieren, und ich mein nicht Gold; z. B. Platin etc.

Ob diese Leute jetzt umbedinkt immer mehr haben wollen ist eine andere Frage .Sie müssen das Geld irgendwie/irgendwoh investieren,
sonst kommt das Finanzamt und will kräfig . Wer bezahlt schon freiwillig gerne Steuern ?
Jet 3
 
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon steel. » Do Okt 13, 2011 20:14

Das Geld, mit dem Land gekauft wird, hat das Finanzamt schon durchlaufen. :wink:
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon HSchumann » Do Okt 13, 2011 20:19

Was ist IGNISCUM Candy? Mehrjährige Kultur? Bitte erklären.


Hallo,

bei IGNISCUM Candy handelt es sich um eine spezielle Zuchtform aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae), die von der Firma Conpower zum Sortenschutz angemeldet und zugelassen wurde. Eine vollkommen neuartige schnellwüchsige, mehrjährige, krautige Pflanze. Diese wurde hier in Deutschland gezüchtet und überlebt unsere Winter problemlos.
Das erstaunliche aber ist ihre hohe Massenleistung. Mit 20 - 40 Stielen pro Quadratmeter erreicht sie innerhalb weniger Wochen eine Höhe von 3 - 4 m. Das bedeutet in der Vegetationsperiode einen Höhenzuwachs von 5 - 7 cm pro Tag.
Die Pflanzung erfolgt mit ca. 7.500 Pflanzen pro ha mit den derzeit gängigen Gemüsepflanzmaschinen. IGNISCUM bleibt überjährig bis zu 20 Jahre ohne Ertragsverlust auf dem Feld. Ihre Ertragshöchstmasse erreicht sie nach ca. 3 Jahren, wobei der Ertrag in den Folgejahren gleich bleibt. Die Ernte erfolgt 2 - 3-mal pro Jahr mit handelsüblichen Maishäckslern.
Laut Angaben von Conpower liegen die Erträge bei 40 t / ha pro Jahr absolute Trockenmasse.
IGNISCUM ist anspruchslos und pflegeleicht und somit hervorragend dazu geeignet, in großem Stil angebaut zu werden.

Sehr ausführliche Informationen mit viel Bild-/Videomaterial gibt es auf der Seite des Herstellers:
http://www.conpower.de/produkte/igniscum-candy/
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Biohias » Do Okt 13, 2011 21:39

Bio-Landwirtschaft ist Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der man nichts zu essen hatte.

So siehts aus :wink:
drum muss ich auch jeden Tag hungern :lol:

Zu den Pachtpreisen kann man nur sagen das sich jeder Betriebsleiter selbst ausrechnen muss wieviel er bezahlen muss/kann.
Ein bekannter von meinem Dad hat aufgehört, 60 Kühe und Nachzucht.
Nur 18ha Eigenfläche und hat über 20ha auf einen schlag verloren, über 1000€ pro hektar wollte und konnte er nicht bezahlen :roll:
Und damit hat er auch recht, irgendwann sind grenzen erreicht, wer nur noch gearbeitet wird um größer zu werden
kann mans auch bleiben lassen :klug:
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon automatix » Fr Okt 14, 2011 5:07

aber überleg mal, wenn Bio sich durchsetzt und jeder Bio macht - wo wir dann sind und was noch an Erträgen bleibt.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Farmer79 » Fr Okt 14, 2011 6:35

ihc833 hat geschrieben:Bio-Landwirtschaft ist Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der man nichts zu essen hatte.


Was soll der scheiss Spruch?
Die Landwirte sind so doof! Immer Gegeneinander!

Bio - Konvi
Pflug - Grubber
usw.

Warum?
Farmer...ehemals >Deutz-Fan<
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon bent81 » Fr Okt 14, 2011 8:10

Laut Angaben von Conpower liegen die Erträge bei 40 t / ha pro Jahr absolute Trockenmasse.
IGNISCUM ist anspruchslos und pflegeleicht und somit hervorragend dazu geeignet, in großem Stil angebaut zu werden.

Sind Sie sich sicher, dass diese Ertragsziele erreicht werden?
Lt. einem Bericht von den Stadtwerken Duisburg wird dort mit einem Ertrag an Trockenmasse von max. 32 to / ha gerechnet.

Aber wie muss ich mir diese Pflanze im Laufe der Jahre vorstellen?
Vernetzt es sich im Boden zu einer Art Quecke, und bleibt nach 20 Jahren als zu "bekämpfendes Unkraut" im Boden vorhanden und man wirds nicht mehr los?

Was ist außerdem, wenn man die Pflanze bereits nach ca. 10 - 15 Jahren loswerden möchte?
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon bent81 » Fr Okt 14, 2011 8:11

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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Biohias » Fr Okt 14, 2011 9:10

Die Tatsache das keiner wegen Biolandbau verhungern muss.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon TomDeeh » Fr Okt 14, 2011 9:24

Biohias hat geschrieben:Die Tatsache das keiner wegen Biolandbau verhungern muss.


In Deutschland stimmt das sicher , aber weltweit würde ich das nicht garantieren wollen.
Gruß Tom
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon Mineralwasser » Fr Okt 14, 2011 9:31

Warum die Äcker da noch bewirtschaften bei solchen Pachtpreisen. Wir haben hier Pachtpreise um die 250 Euro.
Rechnet doch mal eine Vollkostenrechnung, ab 500 Euro Pachtpreis und dem Weizenanbau geht das ganze Null zu Null auf. Da leg ich mich doch lieber auf die Coach anstatt die Äcker nachts abzuleuchten.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon steel. » Fr Okt 14, 2011 9:48

ihc833 hat geschrieben:@HSchumann : Ich kenne den Haken, an deiner Geschichte .... lassen wir deine gedanken mal so stehen
@steel. : Ja so ist es mit dem Finanzamt. Nur musst Du deine denke zu Ende denken. Hubertchen denkt da gar nicht so schlecht. Ich kenne dessen Kauf - und Pachtmarkt. Das passt bei ihm.


Meine Aussage bezog sich nur auf die Steuerlast. Ich habe bereits mehrmals gekauft. Aber nicht für 5 oder 6 Euro und deshalb nicht vor der Haustür.
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Re: Ackerpreise / Pachpreise

Beitragvon steel. » Fr Okt 14, 2011 9:55

Biohias hat geschrieben:Ein bekannter von meinem Dad hat aufgehört, 60 Kühe und Nachzucht.
Nur 18ha Eigenfläche und hat über 20ha auf einen schlag verloren, über 1000€ pro hektar wollte und konnte er nicht bezahlen :roll:
Und damit hat er auch recht, irgendwann sind grenzen erreicht, wer nur noch gearbeitet wird um größer zu werden
kann mans auch bleiben lassen :klug:


Zum Teil selbst Schuld weil man auf die Beratung gehört hat ( wachsen auf Pachtbasis ), zum anderen Teil liegts an den zu niedrigen Erzeugerpreisen da diese nichtmal gerechtfertigte Pachtpreise von sagen wir mal um die 700 Euro/ha einbringen. Womit der Landwirt durch seine nicht angepaßte Produktion schon wieder verantwortlich ist.

Man sollte bei solchen Wachstumsschritten immer den eigenen Kopf einschalten. Dasselbe habe ich eben einem wachstumswilligen im Rinderforum erzählt. Ich hoffe mal das er noch aufwacht bevor es zu spät ist.
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