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Agrardiesel: Die Steuer muss runter!

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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40 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Agrardiesel: Die Steuer muss runter!

Beitragvon Hibbie » Mi Mai 06, 2009 15:10

...unter diesem Titel steht dieser Artikel :arrow: http://www.agrartechnik-jobs.de/de/dienstleistungen/presse/presse_detail.asp?NewsID=362

... und es ist ja auch vieles Richtig was die rheinischen Landwirte da fordern, aber bedenklich bis amüsant finde ich die Weise in der sie ihren Unmut kund tun...nämlich indem sie POSTKARTEN verschicken!!! Manchmal frage ich mich auf was für komische Ideen die Leute so kommen.

Aber die Grundforderung bleibt natürlich richtig!

Gruß,
Hibbie
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Beitragvon cat » Fr Mai 08, 2009 7:28

hi,
ich weiß auch nicht ob die postkartenaktion erfolgreich sein wird.
Die karten werden sicher direkt am eingang abgefangen und wandern in den großen blauen container (altpapier) der im hof steht.
Aber es ist auch wirklich ein trauerspiel wenn man bedenkt, daß die dt. landwirte 40 cent bezahlen und die kollegen in frankreich 0,9 cent.
Und man sollte auch den hinweis nicht außer acht lassen, daß es mittlerweile 800 mio. sind die die dt. landwirte zahlen (vervierfacht seit 1998).....
Aber besser mal irgendwann anfangen ein kleines zeichen zu setzen als gar nichts zu tun.
Ich würde gern mal wissen was die franzosen machen würden, wenn sie auf 5 oder 10 oder besser 20 cent angehoben würden.
Die würden sicher das ganze land auf den kopf stellen. :shock:
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Beitragvon Hibbie » Di Mai 12, 2009 13:03

ja, da würde paris wahrscheinlich wieder in flammen stehen, so wie vor ein oder 2 jahren schon mal.
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Beitragvon bulldogfan » Di Mai 12, 2009 15:27

ich finde dass man sowas nicht so einfach vergleichen kann. die franzosen und andere zahlen vielleicht weniger steuren auf diesel, aber mehr woanders. wenn man absolute gleichheit will muss das ganze aus brüssel allen länderen aufoktroyiert werden, sonst wird das nichts. aber beim wort brüssel sehen die meisten ja schon wieder rot.....
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Beitragvon Keschicher » Mi Mai 13, 2009 10:52

bulldogfan hat geschrieben:ich finde dass man sowas nicht so einfach vergleichen kann. die franzosen und andere zahlen vielleicht weniger steuren auf diesel, aber mehr woanders. wenn man absolute gleichheit will muss das ganze aus brüssel allen länderen aufoktroyiert werden, sonst wird das nichts. aber beim wort brüssel sehen die meisten ja schon wieder rot.....


Mal ganz ohne verbohrtes Vorurteil von mir... aber wo haben die Franzosen diese Nachteile ? Wo zahlen die Steuern ... ich wills ganz ehrlich einfach nur wissen :lol:

Okay... Mesurolverbot im Mais... da die auch mal was extrem Grünes gewählt hatten in ihr Landwirtschaftsamt aber sonst ... fällt mir echt nix ein.

Klärt mich auf
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Beitragvon Ackerlöwe » Mo Mai 25, 2009 14:06

Diese Meldung schlägt ja mal wieder dem Fass den Boden aus:
http://www.topagrar.com/index.php?optio ... Itemid=519


Die Berichterstattung ist so gestaltet, dass es so rüberkommt, als hätten bisher alle Landwirte einen höheren Steuersatz zahlen müssen. Tatsächlich traf das aber nur die, die über die 10000l-Marke kamen. Da werden sich wieder Politiker und Bauernverbandvertreter als Retter in der Not feiern lassen angesichts solcher Meldungen, die ohne Zweifel Volksverdummung darstellen. Ich beziehe mich jetzt nicht speziell auf die TopAgrar-Meldung (obwohl ausgerechnet diese es besser wissen müssten!), die Meldungen lauten überall so, auch im Radio kam es so rüber.


Mir scheint es ganz so, als wolle jemand die bäuerliche Landwirschaft gezielt und mit Absicht an die Wand fahren. Denn von der Steuersenkung profitieren in erster Linie Großbetriebe, die mehr als 10000l verbrauchen. Ganz deutlich ist zu sehen, dass lieber große Summen an wenige Großbetriebe gezahlt werden, anstatt die bäuerliche Landwirtschaft zu unterstützen, indem kleinere Summen an viele Betriebe gezahlt werden.
Es wäre viel fairer, die Steuer unter 10000l ganz auszusetzen, dann würden alle davon profitieren und nicht nur einige wenige große.
Diese Entwicklung ist blanker Hohn und ein Schlag ins Gesicht für die ganzen Familienbetriebe in Deutschland.

Natürlich wird sich jetzt der Sonnleitner als großer Wohltäter hinstellen und darauf hinweisen, dass dies alles der Verdienst des Bauernverbandes ist. Gleichzeitig ist aber zu erkennen, wen der Verband vertritt, und das sind ganz gewiss nicht die kleinen Familienbetriebe. Ist mir komplett unverständlich, wie man an so einen Sauhaufen auch noch Mitgliedsbeitrag blechen kann. Interessensvertretung sieht anders aus.


Und die Öffentlichkeit wird nicht verstehen, warum die Bauern nach dieser "Steuersenkung" immer noch nicht zufrieden sind. Ebenfalls ein Verdienst des Bauernverbandes.


Der Wegfall des Selbstbehalts von 350 ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumal der hier in Bayern sowieso weggefallen wäre.


Ich kann nicht soviel essen wie ich kotzen möchte.



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Beitragvon Brock » Mo Mai 25, 2009 14:33

na der Wegfall der 350 Euro Selbstgehalt ist vielleicht nur ein tropfen auf den heißen Stein, aber ein großer meiner Meinung nach. Ich zumindest Freue mich ganz persöhnlich darüber, habe ich doch die letzten Jahre kaum über 2500 Liter gehabt, und somit auch nur Peanuts in der Rückerstattung bekommen. Plus die 350 Euro die es ab heuer geben soll, ließt sich die Rückerstattung aufm Kontoauszug doch etwas fairer, wie ich finde.
Schaut man die ganzen Kleinbetriebe in Bayern an, die unter 2000 Liter im Jahr verbrauchen, bekommen die doch eben jetzt auch diesen tropfen auf den heißten Stein... und ein tropfen ist besser, als gar nichts, und Gar nichts ist in diesem Land nunmal wahrscheinlicher als ein Tropfen.
Niemand hat mich gefragt ob ich Leben will, jetzt braucht mir auch keiner vorschreiben wie ich es tun soll!
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Beitragvon Ackerlöwe » Mo Mai 25, 2009 14:52

Natürlich sind die 350 Euro schon mal ein Schritt.

Laut Berichterstattung will die Koalition aber den existenzgefährdeten Betrieben helfen, und das sind halt mal die ganz kleinen. Mal abgesehen vom Selbstbehalt kassieren die Großbetriebe durch die Steuersenkung am meisten ab. Aber kein Betrieb, der über 10000l im Jahr braucht, ist existenzgefährdet. Das ist hier der Fehler.....


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Beitragvon Brock » Mo Mai 25, 2009 15:07

ja stimmt mit den Großbetrieben... da liegt wirklich ein fehler, mit der Seite hab ich mich noch gar nicht befasst, mit den 10.000 Liter. War mehr in der Freude über den Selbstbehalt der wegfliegt.
Wer über 10.000 Liter im Jahr braucht ist wohl wirklich kein bisschen Existenszgefährdend, das stimmt wohl. Da sind es wieder dann die paar "großen" die eben zusammen das größte Stück vom Kuchen bekommen bzw. den ganzen, und die, die wirklich Existenzgefährdend sind und sich über 350 Euro freuen, sind die, die die Krümel zusammenkehren!
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Beitragvon Nordlicht73 » Mo Mai 25, 2009 17:14

Ich bin jedenfalls sehr froh über den wegfall des Selbstbehalts! Dieser war einfach äußerst ärgerlich, weil es natürlich jeden Betrieb, vorallem aber die kleinen betraf! Die kleinen Betriebe werden ohnehin schon von der LKK abgezockt, da war dieses noch einen draufgesetzt.
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Beitragvon Vinyard » Mo Mai 25, 2009 20:29

Ackerlöwe; deinen Texten ist nichts hinzuzufügen. Volksverdummung höchsten Grades.......... :evil:
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Beitragvon xyxy » Mo Mai 25, 2009 20:46

Vinyard hat geschrieben:Ackerlöwe; deinen Texten ist nichts hinzuzufügen. Volksverdummung höchsten Grades.......... :evil:

Biogaser profitieren insbesonders weil sie eigentlich immer über 10000 ltr
kommen und durch eine evtl. Vorziehung der Flächenzahlungen.
Da wird so manch ein industrieller Grossgaser sich heute Abend wohl ein
edles Tröpfchen kredenzen! Zum Wohl :mrgreen:
Da geht dann auch noch was mit den Pachten!
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Beitragvon JueLue » Di Mai 26, 2009 8:45

Was sind denn bei euch Großbetriebe?
Also, wer über 100ha Acker hat und die Lohnunternehmer-Dieselrechnungen mit einreicht, kommt doch wohl schon auf die 10000l oder?

Sind das schon Großagrarier? 1/2 Arbeitskraft?

Einig sind wir uns natürlich, dass das System insgesamt ungerecht ist... richtig wäre es bei solchen Steuern, die unmittelbar die Arbeitskosten beeinflussen, in der EU eine einheitliche Regelung zu fahren. Es geht einfach nicht, dass französische Lohnunternehmer im Grenzbereich zu Deutschland ganz offiziell zu Hause tanken können und mit dem billigen Sprit deutschen Lohnern Konkurrenz machen. Da hilft es auch wenig, dass die vielleicht an anderer Stelle höhere Steuer zahlen müssen.

MFG

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Beitragvon Ackerlöwe » Di Mai 26, 2009 22:28

Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf, wirklich sehr lesenswert: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,626748,00.html


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Beitragvon Cairon » Mi Mai 27, 2009 12:09

Ich finde die ganze Sache schon fast peinlich. Natürlich ist es schön, wenn der Staat einem 2 mal 350 € lässt, aber welchen Betrieb will man mit 700 € retten? Die Aussetzung der 10.000 l Grenze ist ja auch ganz ok. Wir verbrauchen ca. 20.000 l im Jahr, davon gehen aber noch ca. 5000 l für das Lohnunternhemen ab, die sicherlich nicht berücksichtigt werden. Bisher musste ich ja nur für die Betriebe Bescheinigungen schreiben, die unter der 10.000 l Marke geblieben sind. Können den jetzt auch die anderen Betriebe den Diesel des Lohnunternehmers gelten machen und ich muss damit bei jedem den Diesel extra ausweisen? Für mich blieben dann also etwa 5000 l mehr für die ich die Steuer zurück bekäme. Das klingt ja schon nicht schlecht, aber die ganze Sache ist auf 2 Jahre befristet und danach werden die deutschen Bauern wieder genau so bluten wie vorher, da der Staat dann alles zusammen kratzen muss um irgendwie für die Bürgschaften, Abwrackprämie usw. gerade zu stehen. Es geht hier nicht darum den Bauern wirklich zu helfen oder das die Politik das Problem erkannt hätte, es ist schlicht und einfach ein Wahlgeschenken mit dem die Bauern bis nach dem Wahltag ruhig gestellt werden sollen. Und wenn wir mal ehrlich sind, retten kann man mit dem Geld keinen Betrieb, im besten Fall kann man Höfe mit dem zu erwartenden Betrag 1-2 Monate vor dem endgültigen Zusammenbruch retten. Hätten die Politiker eine längerfristige Änderung beschlossen hätte ich es begrüßt, aber diese Geschichte ist in meinen Augen nichts als Wahlwerbung und ein Brocken den man Herrn Sonnleiter hin geschmissen hat, damit er mal wieder etwas vorweisen kann. Glaubt ihr denn wirklich, dass es in 2 Jahren anders aussehen wird wie heute? Möglicherweise werden die Preise ein paar Cent bessern sein wie heute, aber die Grundprobleme werden so nicht gelöst. Die Ungleichbehandlung in Europa bleibt bestehen und es sind ja nicht nur die Franzosen, in anderen Ländern fahren die Bauern mineralölsteuerfreies Heizöl in ihren Schleppern.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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