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Agravis-Technik auf dem Rückzug

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Cairon » Sa Dez 26, 2009 13:30

Im aktuellen Fendt-Fokus kann man ein Interview mit Herrn Johannes Schulte-Althoff lesen. Herr Schulze-Althoff ist Mitglied des Vorstandes der AGRAVIS Raiffeisen AG und dort unter anderen zuständig für das Landtechnik-Geschäft.

Das Interviewe endet, Zitat:

Wir stärken damit einerseits unsere dezentrale Struktur, pflegen aber andererseits auch kurze Wege und schnelle Abstimmungen. Davon werden werden weiterhin Kunden und Hersteller profitieren, denn Service ist ja bekanntlich unsere Feld.

Die Realität sieht anders aus. Hier im Norden sollen 3 Standorte der Agravis-Technik geschlossen werden, darunter auch unser Standort hier in Midlum. Der Standort hier in Midlum schreibt schwarze Zahlen und profitiert von einer hohen Kundentreue, die jetzt mit Füßen getreten werden soll. Vor einigen Jahren hat die Agravis eine Werkstatt im südlichen Landkreis Cuxhaven (Sellstedet) übernommen, die seitdem rapide den Bach runter geht. Jetzt sollen die Standorte Midlum und Sellstedt zusammen gelegt werden um dadurch den Standort Sellstedt zu stärken. Für uns hier heißt dass, das unsere Werkstatt zukünftig 35,9 km weiter südlich liegen wird. Das stellt für viele unserer Betriebe ein deutliches Problem da. Bedenken der Kunden werden mit der Aussage abgeschmettert: "Wir schicken ihnen dann einen Werkstattwagen." Viele Landwirte und Lohnunternehmen (auch ich) haben in den letzten Jahren große Teile ihrer Landtechnik hier in Midlum gekauft um den Standort zu stärken und bei Verkaufsverhandlungen ist auch immer die Karte mit der Werkstatt-Nähe gezogen worden. Im Frühjahr hieß es noch, es sollte ein neuer Standort hier in der Nähe gesucht werden, da der Standort in Midlum räumlich begrenzt ist. Der Nachbarort Nordholz war im Gespräche. Jetzt will die Agravis den nördliche Landkreis Cuxhaven defakto aufgeben und tritt ihre treuste Kundschaft vors Schienenbein. Hier laufen seit geraumer Zeit Unterschriftenaktionen usw. um den Standort zu retten, aber die Chancen stehen wohl recht schlecht. Die Agravis stellt hier in Midlum die letzte größere Landtechnik-Werkstatt im Umkreis von ca. 30 km und auch für Midlum selbst geht ein wichtige Stück Infrastruktur verloren. Ich glaube auch nicht, dass das Konzept aufgeht. 75% der Kunden werden sich umorientieren und alleine schon aus Enttäuschung die AGRAVIS meiden und 2017 wird dann, nach Pachtablauf auch der Standort Sellstedt, geschlossen. Wenn man eine gesund Kuh schlachtet, um einen kranke zu stützen, ist dabei doch noch immer etwas lahmes heraus gekommen.
Und so wie es in der Kundschaft kommuniziert worden ist, denke ich kann man von einem Fiasko sprechen, denn wenn es nicht durchgesickert wäre hätten wir es besten Falls Mitte Januar Erfahren, dass am 28.2.2010 hier Schluss sein soll.

Wie sieht es bei euch aus, gehen die Landtechnik-Firmen (besonders Agravis) auch so mit euch um? Wie weit habt ihr es zur Werkstatt oder klappt es bei euch mit Werkstattwagen? Wie ist die Teileversorgung bei euch?
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Hans Söllner » Sa Dez 26, 2009 14:19

Was die Händlernähe anbelangt, so müssen wir 40km weit fahren. Das klappt seit über 30-Jahren! Die kleine ,,Schmiede`` im Nachbarort (also B-Händler) besorgt die Ersatzteile und repariert Kleinigkeiten. Vor allem aber die alten Maschinen, ohne viel Elektronik. An den Agrotron traut sich keiner ran. Trotzdem ist das überhaupt kein Problem für uns.

Die Vorgehensweise von Agrarvis und wie diese ganzen großen (meist Fendt Händler) heißen, wäre nicht zum 1 mal völlig blödsinnig.
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

https://www.youtube.com/@KanalPaterPio
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon wäldervieh » Sa Dez 26, 2009 14:50

Ich denke die Landmaschinenbranche wird in Zukunft immer mehr mit anderen Branchen gleichziehen
z.b Baumaschinen oder Stapler .Ein Paar wenige Zentrale Niederlassungen .Übers Land verstreut mobile
Servicetechniker mit Kd -Wagen die die E-Teile morgens nach Hause oder zum Kunden geliefert bekommen .Bei Baumaschinen oder Stapler wars schon immer so .Seit 10 Jahren bin ich Servicetechniker für Gabelstapler.
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon wäldervieh » Sa Dez 26, 2009 16:04

frankenvieh hat geschrieben:Problem ist nur, es werden immer weniger Land- und Baumaschinenmechaniker ausgebildet

Darum geht mir die Arbeit auch nie aus . So ein dreckiger Job ist auch nicht jedermanns Sache :roll:
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Oberpfälzer » Sa Dez 26, 2009 16:13

Fähige Handwerker werden zusehends selten. Der Verdienst in den Handwerksbetrieben ist einfach zu schlecht.
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Oberpfälzer » Sa Dez 26, 2009 16:58

Seh ich anders. Wenn ich mich an meine Lehrzeit zurückerinnere, bzw. an meine Berufsschulklasse (Zimmerer), haben eigentlich gerade die guten Leute mittlerweile umgeschwenkt und machen was anderes.
Mehr als 1200 bis maximal 1400 Euro ist bei uns als Handwerker nicht drin, da bleiben die Leute, die Alternativen haben nicht dauerhaft bei der Stange.
Gerade als Lama-Mechaniker hast Du doch bei Willen zur Weiterbildung gute Alternativen in der Industrie.
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon agrarflächendesigner » Sa Dez 26, 2009 17:03

ist doch nichts neues.
Bei uns hat die Baywa schon vor 15 jahren jeden zweiten standort dichtgemacht.
Komisch ist nur, dass es seitdem immer mehr konkurenz für die gibt.
und zwar nicht nur kleine (und die haben oft den besten service) sondern dadurch sind schon einige kleine ganz groß geworden.

jede lücke schliest sich.
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Shortcut » Sa Dez 26, 2009 17:20

Hallo,

das Problem mit den Handwerkern ist...es gibt kaum noch fähige und die wenigen fähigen die es noch gibt sind voll ausgelastet.
Ich gebe Euch aber recht...die Bezahlung ist unter aller Sau. 1400.- € für einen guten Zimmermann, ist eigentlich ein Witz. Da braucht man sich wirklich nicht wundern wenn gute Handwerker in Schweiz, Österreich oder skandinavische Länder gehen. Dort werden sie mit Handkuss genommen und anständig bezahlt.

Bezüglich der Händler...naja...eine gute Werkstatt, egal ob Auto, Schlepper oder sonst was, zu finden ist mittlerweile echt schwierig. Meiner Erfahrung nach sind aber gerade die kleinen Werkstätten oft die bessere Wahl. Bei den großen habe ich persönlich schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Gruß
Carsten
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon wäldervieh » Sa Dez 26, 2009 17:25

Gerade als Lama-Mechaniker hast Du doch bei Willen zur Weiterbildung gute Alternativen in der Industrie.[/quote]
oder bei Baumaschienen und Staplerfirmen :D
Die Technik ist in den drei Branche (Baumaschinen ,Landmaschinen,Stapler)heutzutage überall auf hohem Niveau und anspruchsvoll.Wenn ich auf meine Berufschulzeit zurückblicke würde ich sagen das die Schüler
so mit mitlern schulischen Leistungen heute tatsächlich die Maschinen drausen reparieren .Die damals besten Schüler haben weiter gemacht die machen sich heut nicht mehr dreckig und die schlechteren .....
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Cairon » Sa Dez 26, 2009 17:59

Gute Landmaschinenmechaniken sind allgemein knapp. Hier versuchen die Werkstätten doch schon sich ihr Topleute gegenseitig abzuwerben. Leute die Landtechnik gelernt haben und trotzdem nichts taugen kann man bekommen, aber nicht brauchen. Die Konkurrenz durch die Hafenwirtschaft ist noch ein großes Problem, die haben hier viel gute Leute abgeworben.
Was mich an der Schließung stört ist eben, dass der Standort hier mehr als ausgelastet ist und wir mir von Agravis mehrfach bestätigt wurde, schwarze Zahlen schreibt. Es ist immer behauptet worden, dass der Standort mindestens bis 2012 (Pachtende) gehalten werden soll. Mit dem Argument ist verkauft worden und ist kann sich keiner mehr erinnern. Wir werden noch alles versuchen die Schließung abzuwenden, falls es dann aber doch so kommt, werde ich mit der Argravis nur noch das nicht vermeidbare (Deutz-Fahr) machen. Im Laufe der Zeit werde ich dann halt meine Flotte umstellen. Natürlich kann man auch anders Arbeiten, aber die Lagerhaltung hier im Ort ist recht gut, zumindest hatten die hier immer die gängigen Verschleißteile vorrätig und teile die öfter nachgefragt wurden, haben die sich hier auch ins Lager gelegt, die konnten Hydraulikschläuche pressen usw. Es werden sich andere Wege finden lassen, aber die Werkstattnähe ware hier doch immer ein sehr großer Vorteil, der auch viele Lohnunternehmer zum kauf von Deutz-Fahr und Krone bewegt hat. Außerdem denke ich nicht, dass sich der Chefmechaniker des Standortes das lange anschauen wird. Der ist nämlich einer der Leute um den die anderen Firmen werben, der wird hier bald in den sack hauen und die Agravis wird dann zusätzlich einen ihrer besten Monteure hier vor Ort verlieren und jeder Werkstattwagen ist nur so gut wie der Schrauber der ihn fährt. Auch wenn es anderen Orts genau so gelaufen ist wie hier, kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen und ich denke im nachhinein wird die Agravis die Entscheidung bereuen, den Werkstattwagen bieten auch Tiemann und Fricke.
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon agrarflächendesigner » Sa Dez 26, 2009 19:48

Bei uns in der gegend haben sich vor ca. 10 jahren 4 werkstattmeister der baywa miteinander selbstständig gemacht.
zitat : die kommen wieder!!

Heute: John Deere vertretung mit kundenkreis in 35 bis 40 km radius, insgesamt 4 filialen und machen der baywa konkurenz.
das kuriose: 3 der Standorte sind ehemalige baywa werkstätten, die dichtgemacht wurden....
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon automatix » Sa Dez 26, 2009 21:45

Ist bei uns nicht anders - die Baywa hat zwei Standorte dicht gemacht (u.a. in der Kreisstadt,die einen guten Kundenstamm mit Mitsubishi Klein LKW hatte) und zwischendrin 15 km weg von den jeweiligen Standorten neugebaut - und der Neubau krankt halt immer noch dadran, daß kaum Kundenstamm da ist und die Altkunden sich vor Ort neu orientiert haben - allerdings hat außer der Baywa eigentlich die letzten 20 Jahre keine Werkstatt mit Markenvertretung zugemacht.
Wobei es im Landhandel bereich wesentlich heftiger ist, auch bei der Baywa, als bei der Technik.
Badaboom
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon wäldervieh » Sa Dez 26, 2009 22:44

Hab in den 90ern auch mal bei den Genossen kurz gearbeitet ,aber auch bei servicetechnisch schlagkräftigen privaten Landmaschinenhändlern.Der Service bei den Privaten war um einiges besser als bei den Genossen .Viele Erntemaschinenkunden kehrten in den 90ern den Genossen den Rücken hin zu den Privaten .Laut Fachzeitschriften (Agrartechnik)sollen die Genossen servicemässig wieder aufgeholt haben
......... :?:
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon Weinbauer » Sa Dez 26, 2009 23:54

also grosse werkstätten/händler habe ich jeweils in 6 bzw. 7 km, südlich und nördlich. dazu im ort der lama der alles macht in seiner werkstatt, aber bei elektronikarbeiten im grösseren stil zur fachwerkstatt rät. ander ET bestellt er über internet und die kommen dann auch bis am nächsten werktag, wenn er die bestellung vor 11 uhr rausgibt.
service macht der im notfall auch. in der traubenernte ist ein servicewagen für den vollernter relativ schnell vor ort. halt nicht immer sofort, da meist grosse nachfrage.
aber eben, ich habe keine 36 km zur nächsten werkstatt. wäre mir dann auch zuviel.
bin wohl privilegiert, was die versorgung angeht.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Re: Agravis-Technik auf dem Rückzug

Beitragvon wäldervieh » So Dez 27, 2009 0:04

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