Der Wolf ist scheu, reißt auch keine Rinder - NaBu 2015
Brandenburg: Wolf reißt Kalb im Stall
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Aktuelle Zeit: Mo Mär 02, 2026 1:36
Nach einer Schätzung des Deutschen Bauernverbandes gibt es Anfang 2018 über 1.000 freilebende Wölfe in Deutschland. Die Zahlen basieren auf der Grundlage der offiziellen Wolfsstatistik des DBBW/BfN für das Jahr 2016 und einer Hochrechnung für das Jahr 2017 auf Basis von Angaben über die Anzahl von Wölfen pro Rudel des NABU. Entsprechend dieser rasanten Zunahme an Wölfen ist auch die Zahl der gerissenen Tiere in der Landwirtschaft dramatisch gestiegen.
Emmerzhausen. Es ist offiziell: Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf gibt es einen Wolf. Revierleiter Christof Hast hatte das Tier am vergangenen Sonntagmorgen zufällig entdeckt. Dass es sich dabei wirklich um einen Wolf handelt, bestätigte jetzt das Umweltministerium Rheinland-Pfalz in einer Pressemitteilung.
„Ich war an diesem Morgen mit meinem Sohn unterwegs, um eine Kontrollfahrt zu machen“, erzählt Christof Hast, der auch Wolfsbeauftragter für den Bundesforst ist. Der Truppenübungsplatz Daaden liegt im Zuständigkeitsbereich von Bundesforsten, die auf ihren Flächen das Wolfsmanagement übernehmen. Der Wolf sei ihnen mehr oder weniger zufällig über den Weg gelaufen – nur etwa 50 Meter entfernt – und sei dann wieder in den Wald verschwunden.
Notwehr: Bauernbund plant Musterprozess - Wer Wölfe in Notwehr tötet, geht straffrei aus
Wölfe, die ein Weidetier von besonderem materiellen oder ideellen Wert angreifen, dürfen als letzte Möglichkeit in Notwehr getötet werden. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das die Kanzlei Kubicki & Schöler für den Bauernbund Brandenburg angefertigt hat. "Wer zum Beispiel ein wertvolles Zuchttier verteidigt, geht nach unserer Rechtsauffassung straffrei aus", sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung auf einer Pressekonferenz am 18. Mai 2018 in Leibsch im Spreewald und kündigte an, dass der Bauernbund den ersten Landwirt oder Jäger, der deswegen angeklagt werden sollte, die Prozesskosten bezahlen wird. Die Verteidigung in diesem Fall würde der renommierte Strafrechtler und Bundestagsabgeordnete Wolfgang Kubicki übernehmen, der in Leibsch für eine sorgfältige Abwägung plädierte: "Der Schutz für den Wolf hat einen sehr hohen Stellenwert und rechtfertigt keine Notwehr bei Tieren, die leicht zu ersetzen sind. Anderes gilt jedoch für Tiere von besonderem Wert."
In der Praxis dürfte sich dieser Wert vor allem auf Einzeltiere von Landwirten beziehen, die ihre Nachzucht nach begründeten betriebsspezifischen Kriterien auswählen und selbst aufziehen. "Wird ein solches Tier angegriffen, reagiert der Wolf nicht auf Schüsse in die Luft und kann die Notwehr von einer weiteren Person bezeugt werden, muss der Tierhalter nicht mehr tatenlos zusehen, wie sein Eigentum vom Wolf gerissen wird", argumentiert Frank Michelchen, Biobauer aus Leibsch und Wolfsbeauftragter des Bauernbundes, der bereits drei Kälber verloren und deshalb inzwischen seinen Jagdschein gemacht hat: "Diese rechtliche Klarheit hätten wir uns eigentlich von der Wolfsverordnung der Landesregierung gewünscht. Aber wir sind auch bereit, sie in einem Musterprozess zu erstreiten."
Auch wenn man (noch) keinen genetischen Nachweis führen konnte, stand es für den Vorsitzendes Naturschutzbundes (Nabu) im Regionalverein Köthen fest: Isegrim hatte die Tiere aus der Konik-Herde der Nabu-eigenen Primigenius gGmbH in der Oranienbaumer Heide gerissen. Zwei Tiere waren verletzt worden, sind aber wieder wohlauf, zwei weitere Fohlen sind schlichtweg verschollen - und man darf davon ausgehen, dass auch sie den mittlerweile zwei Wölfen in der Oranienbaumer Heide zum Opfer gefallen sind. – Quelle: https://www.mz-web.de/23906066 ©2018
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