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Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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38 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon StephanB » Sa Jan 16, 2016 0:31

Südbaden Bauer hat geschrieben:Auf Youtube gibt es nette Sachen, aber genauso viel Käse. In einer Universität, sollte ich mich verlassen können, dass die Informationen geprüft sind, bzw. immer wieder korrigiert werden. Soweit die Theorie.


"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" müsste sich eigentlich auch schon bis zur Landwirtschaft herumgesprochen haben, oder?
Also immer da wo es um viel Geld geht, gibt es auch immer wieder große Betrügereien, egal ob beim Fußball, bei Sportwetten, in der Leichtathletik, im Radsport, in der Medizin bzw. Pharmaindustrie und natürlich auch in der Agrarbranche.

Südbaden Bauer hat geschrieben: Aber für was hast du dich eigentlich hier angemeldet? Hast du selber mit LW. was zu tun?


Mit LW habe ich insoweit was zu tun, dass ich mich seit 11 Jahren für das Thema Landwirtschaft mehr oder weniger intensiv interessiere. Vor elfeinhalb Jahren wußte ich z.B. noch nicht, dass es auch in der Landwirtschaft den Begriff Impfen gibt. Und nein ich habe bisher weder einen Schlepper, Mähdrescher noch sonst irgendeine landwirtschaftliche Maschine gefahren. Dafür habe ich den Auto-, Lkw- und Motorrad-Führerschein.

Meine besten Fächer im Abitur waren Mathematik, Informatik und Chemie. Ich ziehe logische Erklärungen unlogischen vor. Die biologische Landwirtschaft ist nicht nur besser als die konventionelle, sie ist vor allem logisch im Gegensatz zur konventionellen. Und ich werde versuchen dies zu beweisen. Z.B. dadurch, dass nachgewiesen wird, dass die biologische Landwirtschaft mindestens 100% der Erträge der konventionellen Landwirtschaft erwirtschaftet, bei geringeren Kosten. Das erklärt z.B. auch Gabe Brown in seinem Vortrag vom November 2014.

21 11 2014 gabe Brown
https://www.youtube.com/watch?v=J_L5n4VnEXo
"You can fix all the world’s problems, in a garden." Geoff Lawton
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon StephanB » Sa Jan 16, 2016 0:57

@Holmer
apropos, wo ziehst du eigentlich Falschluft?? hat geschrieben:apropos, wo ziehst du eigentlich Falschluft??


Ich hatte mich u.a. auf die Antworten von Welfenprinz bezogen:

Welfenprinz hat geschrieben:Du verzeihst, wenn ich meine fachliche Weiterbildung nicht mit infotainmentfilmchen betreibe. :)
Die Frage um die es geht ist , ob die parasitierende Nematodenart am Standort vorkommt oder nicht. Sonst geht die Lockstoffausschüttung des Mais' ins Leere.

und da es in der Praxis so aussieht, dass spezielle Kulturen gezüchtet werden, die dann in den Maisbeständen appliziert werden, scheint es grösstenteils so zu sein, dass das natürliche Vorkommen dieser Diabrotica-Gegenspieler begrenzt ist.

Was nicht verwunderlich ist.......... dass eine Art , die in Mexiko heimisch ist, in Österreich keine Verbreitung hat. :)


Hier im Thread hatte ich u.a. den Vortrag von Dr. Walter Schmidt, von der KWS Saat AG, verlinkt, in dem er erklärt hat, dass in 20 oder 24 untersuchten Maissorten nur eine dabei war, die genügend Caryophyllen produziert, um damit die Nematoden anzulocken, um den MWB unschädlich zu machen. Diese eine Maissorte ist eine europäische(!) Sorte. Wird im Vortrag erklärt.
Welfenprinz hat dann aber geschrieben, dass es eine (Mais)Art, die in Mexiko heimisch ist, hier nicht angebaut würde.
Hallo? Wenn niemand Bescheid weiß und niemand Werbung dafür macht von all den tollen Bauernverbänden und allen möglichen Naturorganisationen bzw. diese nicht gehört oder ignoriert werden, wie sollen denn diese guten biologischen Lösungen Verbreitung finden?
Wie lange haben Organisationen aus dem Bio-Bereich schon vor den überzüchteten Pflanzen gewarnt?
Welfenprinz hatte sich also anscheinend weder den sehr interessanten Vortrag angeschaut noch meine Beiträge gelesen.
Diese Forum ist also nur dazu da irgendwie die Zeit totzuschlagen?
Wieso muss ich dabei das Gefühl haben, dass es kein Wunder ist, dass immer mehr Menschen zu Recht auf die Strasse gehen, weil sie die Agrarindustrie satt haben?
Wenn also wichtige Fachinformationen nur Infotainment sind, wundert mich auch nicht, dass immer mehr Landwirte aufgeben.

Und Südbaden Bauer fragt mich doch dann tatsächlich warum es Universitäten gibt. Was soll ich denn da noch antworten?


Südbaden Bauer hat geschrieben:Und es im Übrigen sich mehrfach herausgestellt hat, dass es nicht gut für das nat. Gleichgewicht ist fremde Arten egal welcher Lebewesen auch immer aus anderen Kontinenten zu importieren.


Mais ist eine Neophyt (https://de.wikipedia.org/wiki/Adventivpflanze), genauso wie die Kartoffel, aber niemand will auf beide Pflanzensorten verzichten. Seltsam, höchst seltsam!
Wenn schon das Herbringen von Pflanzen aus anderen Kontinenten schlecht sein soll, wie schlecht sind denn dann irgendwelche Genmanipulationen, z.B. der Einpflanzung eines Bakterium-Gens in eine Maispflanze?
Die Lösung liegt ganz einfach darin sich wieder der Natur zuzuwenden und die Natur nicht als Feind sondern als Partner anzusehen - Stichworte Unkrautbekämpfung oder Schädlingsbekämpfung, nebenher zerstört man nämlich viel mehr als man mit Kunstdünger und irgendwelcher Bodenbearbeitung wieder reparieren kann. Folgen sind dann z.B. Erosion, Nitratbelastung des Grundwassers etc.
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon Südbaden Bauer » Sa Jan 16, 2016 1:49

Das letzte Zitat war ganz bestimmt nicht vom Südbaden Bauer!!! Was machst du denn derzeit beruflich? Vielleicht solltest du mal in die Praxis gehen. Und man muss nicht umbedingt Traktor fahren können, um über LW. bescheid zu wissen, aber Praxis sollte man schon ein bisschen kennen.
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon yogibaer » Sa Jan 16, 2016 5:47

StephanB hat geschrieben:Mais ist eine Neophyt (https://de.wikipedia.org/wiki/Adventivpflanze), genauso wie die Kartoffel

Hier mal die Definition des Wortes Neophyt, Zitat aus Schubert/Wagner, Pflanzennamen und botanische Fachwörter: Neophyten (griech. néos = neu; phyton = Pflanze), Neubürger oder Einwanderer, die an natürlichen Standorten inmitten der einheimischen Pflanzenwelt sich anzusiedeln und einzubürgern vermögen; können die einheimische Pflanzenwelt auch verdrängen.
Die Kartoffel z.B. wird ja schon seit Jahrhunderten als Kulturpflanze angebaut, in Preußen sogar mal auf Grundlage eines königlichen Erlasses und hat es bis jetzt noch nicht geschafft, wie auch der Mais, sich in der Naturlandschaft zu etablieren.
Werden Kartoffeln wirklich gekocht um das Solanin abzubauen? Tomaten werden doch auch im rohen Zustand verzehrt.
Weil wir gerade bei der Bio-Landwirtschaft sind: Warum setzen dann Bio-Bauern keine Feldhecken mit Juniperus communis um ihre Maisfelder? Diese Hecken würden doch Unmengen von Caryophyllen bilden.
Gruß Yogi
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon Welfenprinz » Sa Jan 16, 2016 7:16

Ich hab den Vortrag nicht nur angeschaut sondern im Gegensatz zu dir auch verstanden.

Und das "Mexiko" bezog sich nicht auf Mais sondern auf den Punkt,dass die beschriebene Abwehrreaktion nur funktionieren kann,wenn die diabroticaparasitierende speciies am Standort vorkommt.
Mais in Österreich,Nematode in Mexiko: Mechanismus funktioniert nicht.

Deshalb ist es eine Methode solche Organismen in vitro zu erstellen und zu applizieren.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon Rohana » Sa Jan 16, 2016 8:59

StephanB hat geschrieben: Und ich werde versuchen dies zu beweisen. Z.B. dadurch, dass nachgewiesen wird, dass die biologische Landwirtschaft mindestens 100% der Erträge der konventionellen Landwirtschaft erwirtschaftet, bei geringeren Kosten. Das erklärt z.B. auch Gabe Brown in seinem Vortrag vom November 2014.

Bitte, geh hin, mach nen Betrieb auf und TU ES!

Mit Vorträgen kann man nichts beweisen. Theorie != Praxis.
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon Mad » Sa Jan 16, 2016 9:01

Rohana hat geschrieben:Bitte, geh hin, mach nen Betrieb auf und TU ES!

Mit Vorträgen kann man nichts beweisen. Theorie != Praxis.


Das hast du schön gesagt. :prost:
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Alte EU-Maissorte mit integrierter Diabrotica-Abwehr

Beitragvon Todde » Sa Jan 16, 2016 10:46

KWS macht Werbung für CRISPR Genome Editing, ist momentan in der EU ja keine Gentechnik :wink:
Warum Jahrzehnte lang neuzüchten mit ungewissen Ausgang, wenn das in kurzer Zeit möglich ist.

Und wenn Bio ertraglich gleichauf mit Konvi ist, dann nennt sich das Biotechnologie-Bio und da hat Stefan recht diese Form der Landwirtschaft wird vermutlich eines Tages die Form sein, die weltweit das Bild prägt.
Und es ist interessant, wie ein Laie sich einreden lässt, wenn man gewisse Abwehrmechanismen in den Pflanzen aktiviert, dann würde die Biolandwirtschaft ertraglich mit der Konventionellen gleichauf sein. Zum Leidwesen von Stefan,die Konvis dürfen diese Sorten auch anbauen ;)
Bei dem Großteil der angebauten Kulturen mussten die Abwehrstoffe weggezüchtet werden, damit diese für den Menschen überhaupt genießbar sind.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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