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Antisemitismus im 3. Reichen

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
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42 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Beitragvon Fendt 626 » Sa Jan 03, 2009 15:27

Naja in jedem größeren Konzern sitzen Juden im Vorstand, die dort ihr Kapital anlegen, aber halt auch Christen und Muslime.

Die Juden an sich sind einfach schon immer Feindbild gewesen, schaut doch allein wie oft sie schon verfolgt wurden.

Ich denke dieses selbstherrliche Auftreten eines Friedmann, Spiegels (geht ja nicht mehr) oder auch einer Frau Knoblauch helfen nicht gerade den versteckten Antisemitismus auszumerzen.
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Beitragvon Rumpsteak » Sa Jan 03, 2009 16:08

Ich denke es lag unter anderem an der damaligen Wirtschaftskrise. Die Menschen, bzw viele von ihnen hatten Angst um ihre Existenz. Und da kam ihnen der "Herr *Zensur*" gerade Recht.

Wenn man heute an die Zeit zurück denkt, bringt man *Zensur* eher mit einem Geistes kranken in Verbindung. Selbst wenn es einer war, er hatte auf jedenfall das "Talent" die Menschen auf seine Seite zu ziehen. Und wie es nun mal so ist, muss es ja für jede Krise auch einen "Sündenbock" geben.

Da die Juden aber trotz Wirtschaftskrise Geld hatten, hat man ihnen eben die Schuld an dem ganzen gegeben. Heute weiss man bzw sollte man wissen, dass dies totaler Blödsinn ist, aber damals konnte man die Leute anscheinend leichter beeinflussen. Wobei dies auch heute noch geht, wenn auch in anderen Dingen als damals.
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Beitragvon Panic » Sa Jan 03, 2009 16:41

Cairon hat geschrieben:
Panic hat geschrieben:Schönes Buch zu dem Thema : The twisted road to Auschwitz. Den Autor weiß ich nicht mehr!


Gibt es auch eine deutsche Übersetzung? Ich kann zwar Englisch, aber ich glaube nicht dass meine Kenntnisse ausreichen um solchen Stoff komplett zu verstehen.

Keine Ahnung, ich hab´s im Englischen gelesen und auch verstanden!
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Beitragvon bulldogfan » Sa Jan 03, 2009 17:35

die juden waren doch schon immer unbeliebt, meiner meinung nach weil sie eine minderheit waren die es sehr gut verstanden haben sich gegenseitig zu helfen und dadurch häufig sehr reich geworden sind. kommt dann noch dazu dass sie im mittelalter von vielen berufen ausgeschlossen waren, aber berufe ausübten die christen verboten waren , wie der geldverleih z.b. so was schafft natürlich neider. ein ganz wichtiger punkt ist auch das sie ein weit aus besseres bildungssytem hatten als die christen.

um 3. reich speziefisch fällt mir ein dass das establishment den antisemitsmus immer sehr abstrakt gehalten hat, verhüllt in reden die keinen sinn machen, aber ihren zweck erfüllten , nämlich dass man die juden 'hasst' oder wie man es auch nennen will. die konkreten aktionen gegen die juden hat man doch versucht zu vertuschen weil man sich wohl im klaren war das der antisemitismus der deutschen nicht ausreichte um solche taten gutzuheissen. die massive verfolgung der juden fing auch erst während des krieges an, wo die meisten deutschen andere sorgen hatten als sich über die judenvefolgung aufzuregen. ich bin auch der meinung dass es den alliierten ziemlich wurst war was mit den juden passierte, also ist das ganze keineswegs ein rein deutsches problem.
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Beitragvon Steppenwölfin » Sa Jan 03, 2009 22:20

Die Frage war doch, ob man den Antisemitismus im 1000jährigen Reich, das glücklicherweise "nur" 12 Jahre dauerte, verstehen kann. Klare Antwort: Nein. Weil da viele irrationale Ängste, Neid, jahrtausendealte Vorurteile und die Überzeugungen eines geistig nicht zurechnungsfähigen Menschen dahinterstecken.

Dennoch haben hier viele versucht, Begründungen und Argumente die diese Strömung verstärkten oder erleichterten zu finden.

Wenn man aber bedenkt, wieviel Literatur es zum Holocaust im Dritten Reich gibt, wird klar, dass wir in diesem Forum das Thema nicht befriedigend erörtern können. Aber dennoch find ich es gut, dann es Menschen gibt, die darüber nachdenken und nicht wie viele in meiner Umgebung sagen, dass es ZEit wird, mit diesem Thema abzuschließen. Denn, da bin ich mir sicher und damit widerspreche ich einem Vorschreiber, kann so eine Beeinflussung jederzeit wieder möglich sein. Wir sind nicht gegen Propaganda immun! Jedenfalls nicht, wenn wir nicht selbst denken und beurteilen. Glücklicherweise gibt es gerade in diesem Forum viele, die selber ihre eigene Meinung haben und vertreten.

Und deshalb immr wieder die Frage: Welche Voraussetzungen ermöglichen solch einen Wahnsinn? Und da sind viele richtige ARgumente gekommen, beispielsweise von Shierling: Ein Feind nach außen stärkt die Gruppe nach innen. Und solch ein Feindbild zu schaffen, ist nicht schwer! da müssen wir auch heute schwer aufpassen!

Habe in Brüssel ein böses Beispiel von Rassismus erlebt, diese Woche, noch keine drei Tage her. Eine Frau mit Kinderwagen wollte die Treppe hoch. Eine farbige junge Frau wollte ihr helfen (ich selber trug zwei Rucksäcke und war nicht in der Lage zu helfen). Die Mutter wehrte die Hilfe der Frau heftig ab und schimpfte wie ein Rohrspatz. Mein Französisch ist sehr schlecht, aber Dinge wie Krankheit und Schmutz hab ich verstanden. Dann kam ein blonder junger Mann, der durfte ihr helfen den Kinderwagen hochzutragen. Bei ihm hat sie sich dann auch bedankt. Das hat mir schwer zu denken gegeben...

Weil es sicher auch bei uns heute genauso möglich wäre. Schade, oder?
Trotzdem, auf die sehr gute Frage von Caipron gibt es keine einfache Antwort, die sich auf einen Satz beschränkt... das sollten wir einfach akzeptieren.
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Beitragvon Steppenwölfin » Sa Jan 03, 2009 22:25

Achso, ein Satz meines Beitrags ist vielleicht missverständlich, ich bin der Meinung, dass die 12 Jahre, die das dritte Reich gedauert hat, 12 Jahre zuviel waren. dieses [glücklicherweise "nur"] ist ironsich gemeint und ein Zitat von Erich Kästner, es stammt aus seinem Buch "Notabene 45", welches äußerst lesenswert ist, auch wenn es wenig mit dem Holocaust zu tun hat. Jedenfalls wenn man außer acht lässt, dass Erich Kästner mit hoher Wahrscheinlichkeit der Sohn vom Hausarzt seiner Mutter war. Dieser Arzt war Jude und Erich Kästner wäre, sollte diese Vermutung wahr sein, damit Halbjude...
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Beitragvon Cairon » So Jan 04, 2009 1:41

Danke für die vielen Beiträge, mir ist klar, dass es zu dieser Frage keine einfache Antwort gibt und sie sich wohl nie wirklich erschöpfend beantworten lassen wird. Schließlich leben die Teilnehmer der Wannseekonferenz nicht mehr und können ihre Motive nicht offen legen. Wahrscheinlich werden viele Faktoren da zusammen gekommen sein, die den Holocaust ermöglicht haben. *Zensur* war ein großer Redner und konnte die Massen begeistern, wenn man sich mal sich mal eine Hitler-Rede anschaut und dann die verzückten Massen sieht wird es einem schon klar. Vor allem da es damals ja noch kein Fernsehen geschweige denn Internet gab, war solche Versammlungen natürlich ein großes Ereignis. *Zensur* war in meinen Augen eine Art "Popstar" seiner Zeit und Göbbels stand ihm in dieser Hinsicht in nichts nach. Ich werde mich mal an der englischen Version des Buches beschäftigen das Panic erwähnt hat. Ich habe die Welle zwar nicht gelesen, aber den Film habe ich gesehen.
Ich habe festgestellt, das es in Bremerhaven eine jüdische Gemeinde und eine Synagoge gibt. De Gemeinde ist noch recht jung und auch nicht zu groß, ich denke ich werde mal versuchen in Kontakt mit diesen Menschen zu kommen und mal schauen wie die ihren Glauben leben. Ich weiß eigentlich relativ wenig über Juden, das sie im 3. Reich verfolgt wurden und die allgemeinen Dinge die man aus der Schule und aus der Presse weiß, ich werde mal schauen ob man die Synagoge mal besuchen und sich mit ihrem Rabbi unterhalten kann. Mich interessiert es einfach was es bedeutet Jude zu sein. Mal sehen ob ein Dialog zu Stande kommt.

@Schimmel
Hier ist kein Wort über Geld oder andere Wiedergutmachung gefallen, es geht hier nur darum wie und warum der Holocaust statt finden konnte. Ich kann nichts verwerfliches daran finden sich mit diesem Thema zu beschäftigen. In meinen Augen sollte man sich mit solchen Themen beschäftigen, denn wenn man sie verdrängt oder gar vergisst erhöht man doch die Wahrscheinlichkeit dass so etwas wieder passieren kann. Und eines noch, auch wenn ich nicht jedes geschichtsträchtige Datum parat habe, so ist mir doch ein gewisser Teil der Geschichte geläufig.
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Beitragvon GerhardJ » So Jan 04, 2009 8:25

Meiner Meinung nach wird sich heutzutage sowieso viel zu wenig mit Geschichte auseinander gesetzt, nicht nur mit dem "dunklen kapitel" der deutschen Geschichte. Viele Zusammenhänge der unterschiedlichen Kulturen und Religionen und auch viele Missstände der heutigen Zeit lassen sich vor geschichtlichem Hintergrund vielleicht nicht moralisch verstehen, aber doch besser erklären. Egal ob es die Balkankriege sind, die Bürgerkriege der afrikanischen Länder, die Position der Chinesen in der Weltpolitik oder eben auch im Moment die Situation im Gazastreifen. Viele Konflikte bestehen im Ursprung aus "Altlasten", die Motive sind heute noch die gleichen wie zu allen Zeiten: Macht, Besitz und Hass. Auch waren die grossen "Feldherren" nichts anderes als die "Geschichtsverbrecher". Sie hatten nur andere Erfolge zu verbuchen. Wobei die Einstufung der "Ergebnisse" ihres Handelns in gut oder schlecht abhängig davon war, wie ihre Beschreiber selber davon profitierten, bzw. ihre Weltanschauung war. Wobei man da eh philosophisch immer wieder zu der Frage kommt: wer ist der "Gute" wer der "Böse"? In einem Konflikt werden immer beide Parteien das jeweilige für sich "das Gute" in Anspruch nehmen und den anderen als den "Bösen" titulieren. Jeder Krieg ist irgendwie ein Verbrechen. Es kommt nur darauf an, wer verurteilt und schon wird es anders bewertet, wer legal und wer illegal handelte. Sich vernünftig mit Geschichte auseinander zu setzen hilft der eigenen Bewertung von Moral und Ethik. Die Machtausübenden regeln nach Gutdünken die Bewertung in Recht und Unrecht, nicht die Betroffenen. Und wenn man keine Argumente hat zieht man den Joker der Geschichte: "Gott will es!".

Die Geschichte ist geprägt von Leid. Aber auch ( und vielleicht gerade dadurch) von Entwicklung. Immer wenn einer Vorteile erlangte, musste dafür jemand anders Nachteile erleben. Meist trifft es leider Minderheiten zuerst.
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Beitragvon Cairon » So Jan 04, 2009 15:30

Sicherlich wäre eine Reise nach Israel hoch interessant und das nicht nur in Hinsicht auf das 3. Reich. Allerdings verstehe ich nicht, warum dieses Forum für einen solchen Meinungsaustausch ungeeignet sein soll. Es ist doch gerade die Vielfalt der Meinungen die ein Forum ausmacht. Ich habe schon einige Bücher gelesen, reichlich Filme gesehen, als Soldat war ich in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, in der Schule ist das 3. Reich aus ausgiebig behandelt worden. Es ist wirklich nicht so dass ich diese Frage einfach so gestellt habe, ich frage mich nur ob das was man in der Schule erzählt bekommen hat oder was in Filmen je nach Bekenntnis der Regie und der Produktion in verschiedenen Versionen erzählt bekommt (gleiches gilt für Bücher) wirklich alles ist. Ich habe mir auch viele Dokumentationen angeschaut, aber wirklich begriffen wie die Shoa geschehen konnte habe ich nicht. Ich bestreite ja das es die Shoa gab, aber mir will einfach nicht in den Kopf wie man sich mal so eben entschließen kann eine Glaubensgruppe auszulöschen. natürlich kann man sagen, dass es in Jugoslawien auch Völkermord gab und die Herkunft der Begriffe Ustascha und Tschetnik und auch deren Herkunft sagen mir durchaus etwas.
Ich finde das die Beiträge zu diesem Thema doch recht interessant waren und wüsste keinen Grund warum man hier im Forum nicht auch solch kritische Themen diskutieren sollte. Schließlich habe ich sie im Off-Topic eingestellt und nicht zwischen die "roten und gelben Felgen". Sehen die anderen die hier geschrieben haben es auch so, das solche Themen ins stille Kämmerlein gehören und nicht ins Forum? Sollte das der Fall sein teilt es mit bitte mit, dann werde ich zukünftig auf solche Themen verzichten. Aber wer kann dann schon sagen welches Thema hier hinein darf und welches nicht.
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Beitragvon maexchen » So Jan 04, 2009 19:20

Hallo Cairon,
Du hast schon ein ziemlich sensibles, aber auch komplexes Thema angepackt, aber ich wüßte auch nicht warum man hier nicht darüber reden sollte. Überhaupt auch im Kontext mit einigen anderen Threads, finde ich das absolut spannend.
Du sprichst von einem Kontakt mit einer jüdischen Gemeinde, dem spricht nichts entgegen. Aber wenn Du verstehen willst, warum Nationalsozialismus und Holocaust in Deutschland möglich war, solltest Du auch mit verwandten und bekannten Zeitzeugen sprechen. Gab es Einrichtungen in Eurer Nähe - Psychatrien/Heime für Behinderte,usw der Holocaust war viel näher als Auschwitz oder Bergen-Belsen oder....

Ich finde Du hast ziemlich mutig ein Thema angesprochen, wäre schade wenn es keine Chance hätte sich auch hier zu entwickeln.
maexchen
 
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Beitragvon Steppenwölfin » So Jan 04, 2009 22:32

Danke Mäxchen. Auch ich finde, dass man oft schief angeschaut wird, wenn man sich ernsthaft mit der Geschichte der Deutschen, insbesondere mit dem dunkelsten Kapitel, beschäftigt. Das ist eine Gefahr, weil ein solches eben immer wieder möglich ist! Wir dürfen das nicht vergessen.

Ja, und für Cairon gilt: Schau dich um. Welche Holocouststätten hast du in deiner Nähe? Die gabs überall! Das muss nicht das große Vernichtungslager sein. Beklemmend ist sogar Dachau, das Vorzeigelager. Wisst ihr eigentlich, dass das Verbrennen der jüdischen Ermordeten eine der stärksten Demütigungen war? Die Juden, die an eine Auferstehung glauben, sehen diese gebunden an die Unversehrtheit des Körpers eines Verstorbenen. Wird die Leiche verbrannt, ist für den Toten eine Auferstehung unmöglich. Die besondere Grausamkeit: Man vernichtet nicht nur das irdische sondern auch das ewige Leben. Wissen viele nicht.

Was Gaza anbelangt, so schnürt es mir den Hals zu. Ich verstehe nicht, dass man Menschen dazu bringen kann, ihr Leben auf diese verrückte Art aufs Spiel zu setzen. Genausowenig verstehe ich, dass man das von Menschen verlangen kann. Krieg ist sowas unmenschlich destruktiv grausames... Nein.... unglaublich. So etwas mittelalterlich grausames.

Naja, die Bewertung von Krieg hat sich verschoben, weil heute dem Leben eines Individuums mehr Wert beigemessen wird als früher. Und weil sich die Bewertung vom gesellschaftlichen Rang abgekoppelt hat. Gerechterweise!

Gaza macht mich sprachlos. Die Suche nach dem, der angefangen hat, nach dem, der schuld hat, hab ich aufgegeben.
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Beitragvon Hauke schidt » So Jan 04, 2009 23:37

Moin,

ich denke, die Verfolgung der Juden fing schon weit im tiefen Mittelalter an. Jüdisch Gläubige wurden schon früh von den christlichen Kirchen verfolgt, ins Getto gesperrt und anderes.

Dazu kam das Verbot, ein "ehrbares Handwerk" auszuüben und und und.

Später setzte dann (auch vor dem dritten Reich) der Rassenwahn an.

Und so wurde schnell ein Schuldiger gefunden, auf dem angeblich die Dolchstosslegende nach dem ersten Weltkrieg passte.

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Beitragvon Brock » Mo Jan 05, 2009 1:25

Ich weiß nicht ob es hier reinpasst, aber mir fällt grad was ein was unser alter Hauptschullehrer immer gesagt hat; die deutschen haben Verbechen an der Menschheit begangen, ganz klar... ABER, jede andere Nation hatte schon vergleichbare wenn nicht schlimmere Verbrechen begangen, und um nur Russland zu nehmen, sagte mein Lehrer immer, gegen Stalin war *Zensur* ein Weißenknabe. Ich habe jetzt keine Zahl im Kopf, kann aber nachschauen wenn bedarf besteht, aber so viel ich noch weiß hatte Russland mit weitem mehr unschuldige Menschen auf dem Gewissen als Deutschland. Aber es waren die Sieger, und von den Siegern werden die Geschichtsbücher geschrieben, oder habt ihr schon mal einen Kriegfilm gesehen in denen der einfache deutsche Soldat als MEnsch hingestellt wurde?
ICh könnte auch Geschichten vom meinem Opa erzählen der sich damals freiwillig zur SS gemeldet hatte, war Haupscharführer aufm Russlandfeldzug und überlebte als einer von den wenigen weil ihm ein Russe den Fuß weggeschossen hatte und er in einer der wenigen Flugzeuge kam.... Aber auf was ich hinaus will, früher hatte er mir dass oft aus seiner Sicht erzählt, Wie sich das ergeben hatte, wie sie alle sowas von keine Ahnung hatte das sie gerade Verbrechen begehen. Er war Stolzer Deutsche und wollte in die "Elite" Einheit wie man es damals nannte, um Sein Land zu verteidigen, so wurde es ihne erzählt, und *Zensur* war für alle ein Held, da es auf einen Schlag mit dem Land aufwärts ging. Von KZ´s etc. in denen unschuldige Juden umgebracht wussten sie nichts, sie wussten das es Lager gegeben hatte, aber ihnen erzählte man da kommen die Verbecher rein! Das mehr oder weniger schlimme, mein Opa glaubt bis heute dass da nur Verbrecher drin waren und man kann ich auch nicht mehr bekehren mit fast 90 Jahre! ...
Niemand hat mich gefragt ob ich Leben will, jetzt braucht mir auch keiner vorschreiben wie ich es tun soll!
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Beitragvon hans g » Mo Jan 05, 2009 7:21

Steppenwölfin hat geschrieben:Die Frage war doch, ob man den Antisemitismus im 1000jährigen Reich, das glücklicherweise "nur" 12 Jahre dauerte, verstehen kann. Klare Antwort: Nein.

doch--ich kann das verstehen--da spielte vorallem neid und missgunst eine grosse rolle und natürlich auch die gleichschaltung und totale kontrolle des einzelnen (du erwähntest das buch"die welle")
mein hof z.bs. wäre nicht mehr existent,wenn die *Zensur* damals nicht die parole ausgegeben hätten"rettet die erbhöfe",weil ja die autarkie(unabhängige selbstversorgung)das ziel war.
mein opa hatte aus geltungssucht für seinen bruder gesamtschuldnerisch gebürgt und wurde durch die *Zensur* entschuldet.
Zuletzt geändert von hans g am Mi Jan 07, 2009 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon hans g » Mo Jan 05, 2009 9:43

schimmel hat geschrieben:
.... deshalb , genau deshalb bin ich der Meinung, dass man das Thema nicht in einem Forum diskutieren kann/sollte.

man kann alles im forum diskutieren---sollte aber nicht erwarten,dass konsenz herrscht.
man liest meinungen und gibt seine eigene dazu,auch mit dem hintergedanken,dass man gelobt oder beschimpft wird.
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