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Antisemitismus im 3. Reichen

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
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42 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Beitragvon Hauke schidt » So Jan 04, 2009 23:37

Moin,

ich denke, die Verfolgung der Juden fing schon weit im tiefen Mittelalter an. Jüdisch Gläubige wurden schon früh von den christlichen Kirchen verfolgt, ins Getto gesperrt und anderes.

Dazu kam das Verbot, ein "ehrbares Handwerk" auszuüben und und und.

Später setzte dann (auch vor dem dritten Reich) der Rassenwahn an.

Und so wurde schnell ein Schuldiger gefunden, auf dem angeblich die Dolchstosslegende nach dem ersten Weltkrieg passte.

Hauke
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Beitragvon Brock » Mo Jan 05, 2009 1:25

Ich weiß nicht ob es hier reinpasst, aber mir fällt grad was ein was unser alter Hauptschullehrer immer gesagt hat; die deutschen haben Verbechen an der Menschheit begangen, ganz klar... ABER, jede andere Nation hatte schon vergleichbare wenn nicht schlimmere Verbrechen begangen, und um nur Russland zu nehmen, sagte mein Lehrer immer, gegen Stalin war *Zensur* ein Weißenknabe. Ich habe jetzt keine Zahl im Kopf, kann aber nachschauen wenn bedarf besteht, aber so viel ich noch weiß hatte Russland mit weitem mehr unschuldige Menschen auf dem Gewissen als Deutschland. Aber es waren die Sieger, und von den Siegern werden die Geschichtsbücher geschrieben, oder habt ihr schon mal einen Kriegfilm gesehen in denen der einfache deutsche Soldat als MEnsch hingestellt wurde?
ICh könnte auch Geschichten vom meinem Opa erzählen der sich damals freiwillig zur SS gemeldet hatte, war Haupscharführer aufm Russlandfeldzug und überlebte als einer von den wenigen weil ihm ein Russe den Fuß weggeschossen hatte und er in einer der wenigen Flugzeuge kam.... Aber auf was ich hinaus will, früher hatte er mir dass oft aus seiner Sicht erzählt, Wie sich das ergeben hatte, wie sie alle sowas von keine Ahnung hatte das sie gerade Verbrechen begehen. Er war Stolzer Deutsche und wollte in die "Elite" Einheit wie man es damals nannte, um Sein Land zu verteidigen, so wurde es ihne erzählt, und *Zensur* war für alle ein Held, da es auf einen Schlag mit dem Land aufwärts ging. Von KZ´s etc. in denen unschuldige Juden umgebracht wussten sie nichts, sie wussten das es Lager gegeben hatte, aber ihnen erzählte man da kommen die Verbecher rein! Das mehr oder weniger schlimme, mein Opa glaubt bis heute dass da nur Verbrecher drin waren und man kann ich auch nicht mehr bekehren mit fast 90 Jahre! ...
Niemand hat mich gefragt ob ich Leben will, jetzt braucht mir auch keiner vorschreiben wie ich es tun soll!
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Beitragvon hans g » Mo Jan 05, 2009 7:21

Steppenwölfin hat geschrieben:Die Frage war doch, ob man den Antisemitismus im 1000jährigen Reich, das glücklicherweise "nur" 12 Jahre dauerte, verstehen kann. Klare Antwort: Nein.

doch--ich kann das verstehen--da spielte vorallem neid und missgunst eine grosse rolle und natürlich auch die gleichschaltung und totale kontrolle des einzelnen (du erwähntest das buch"die welle")
mein hof z.bs. wäre nicht mehr existent,wenn die *Zensur* damals nicht die parole ausgegeben hätten"rettet die erbhöfe",weil ja die autarkie(unabhängige selbstversorgung)das ziel war.
mein opa hatte aus geltungssucht für seinen bruder gesamtschuldnerisch gebürgt und wurde durch die *Zensur* entschuldet.
Zuletzt geändert von hans g am Mi Jan 07, 2009 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
hans g
 
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Beitragvon hans g » Mo Jan 05, 2009 9:43

schimmel hat geschrieben:
.... deshalb , genau deshalb bin ich der Meinung, dass man das Thema nicht in einem Forum diskutieren kann/sollte.

man kann alles im forum diskutieren---sollte aber nicht erwarten,dass konsenz herrscht.
man liest meinungen und gibt seine eigene dazu,auch mit dem hintergedanken,dass man gelobt oder beschimpft wird.
hans g
 
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Beitragvon maexchen » Mo Jan 05, 2009 9:48

reini, und haargenau DESWEGEN muß man darüber reden.

UNRECHT RECHTFERTIGT KEIN NEUES UNRECHT !

Den Fehler hat man doch mit der Staatsgründung Israels auch schon begangen. Ein Volk wurde enteignet, um ein anderes dort anzusiedeln. Das wiederum 'rechtfertigt' auch keinen Terrorismus. Genausowenig wie der Terrorismus einen Feldzug rechtfertigt !!!!!!! Aber die Lösung für DIESES Problem liegt in Palästina selbst, wir haben 'nur' die Verantwortung das sich die Parteien an einen Tisch setzen und zu einem Ergebnis kommen!
maexchen
 
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Beitragvon maexchen » Mo Jan 05, 2009 10:00

Du bist doch auch noch da, also Arsch huch un Zing ussenander! :wink:
maexchen
 
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Beitragvon hans g » Mo Jan 05, 2009 10:22

schimmel hat geschrieben:Na dann diskutiert mal schön, wundert euch aber nicht wie sich die Farbe ins bräunliche wandelt.... :?

Reini

das ist jetzt aber sowas von daneben--nicht mal mehr dummschwätzig :roll:
hans g
 
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Beitragvon Cairon » Mo Jan 05, 2009 13:20

Ich habe den Eindruck, dass einige Schreiber denken ich wüsste nicht sehr viel über die zeit des 3. Reiches und hätte daher meine Frage gestellt, das möchte ich richtig stellen. Wie ich schon vorher geschrieben habe, war ich bereits in Bergen-Belsen, in meiner Bundeswehrzeit. Ich habe dort auch mit einigen älteren Leuten gesprochen, einer meinte wir sollten mit unseren Panzern aufpassen, dass wir das Pflaster nicht aufreißen, da lägen 2 m KZ-Asche drunter. Ob das nun ernst gemeint war oder ob da Altlasten an Gesinnung durchkamen kann ich nicht beurteilen. Mein Großvater hat sich als jüngster Soldat aus unserem Ort freiwillig zur Wehrmacht gemeldet, er erzählt sehr viel aus dieser Zeit. Er war zwar nur LKW-Fahrer und daher selten im direkten Fronteinsatz, aber die Geschichten wenn er Verletzte unter Beschuss aus einem Kessel holen musste oder ähnliches sind teilweise schon recht hart. Mein Großvater hat sein ganzes Leben lang Tagebuch geführt, seine Notizen aus dem Krieg und der Gefangenschaft hat er aufgearbeitet und drucken lassen. Ich habe seine Tagebücher gelesen und kann darin eine deutliche Entwicklung ablesen. Bis Anfang 1943 war noch alles toll und es ging mit wehenden Flaggen voran. Alles sehr ausgeschmückt und gesinnungsgetreu formuliert. Dann schlägt die Stimmung um, der Schreibstiel wir telegrammartig und kurz. Kurz vor Kriegsende schreibt er: "In einem kleinen Dorf, Heini Himmler gesehen." Anfang des Krieges wäre das für ihn noch ein Großereignis gewesen und er hätte ihn bestimmt nicht mit Heini tituliert. Natürlich hat die Propaganda des 3. Reiches eine Menge Leute begeistert und damals hatten die Menschen ja auch nicht die Möglichkeiten wie wir heute. Informationen waren damals wesentlich schwerer zu haben wie heute, vor allem da ja auch die Presse gleichgeschaltet war. Viele Leute haben lange gebraucht um das alles zu durchschauen. Was die Judenverfolgung angeht, so sagt mein Großvater, er hätte da gar nicht viel von mitbekommen, da er im Krieg war. Er hat in seinem Tagebuch nur geschrieben: "Lange Kolonnen von Zuchthäuslern gesehen, wo mögen die alle her kommen." Er sagt er habe erst nach der Gefangenschaft begriffen, dass es sich dabei um Juden auf dem Todesmarsch handelte. Wenn man nicht direkt mit dem Thema konfrontiert war, konnte man sich doch wohl auch kaum vorstellen, dass Menschen zu so etwas fähig waren.
Mit der Geschichte des 3. Reiches habe ich mich auch in der Schule ausgiebig beschäftigt, sowohl im regulären Unterricht wie auch in Wahlpflichtfächern. Allerdings ist es leider oft so, das man sich nur mit den Ereignissen beschäftigt und zu wenig mit den Ursachen. Im Unterricht wird oft nur der Ablauf des Krieges geschildert, warum sich ein General so und nicht anders entschieden hat bleibt dabei oft auf der Strecke. Wahrscheinlich hätte ich meine Frage auch anders Stellen können: "Wie sind Menschen in der Lage anderen Menschen so etwas anzutun? Ich kann mir so etwas in meiner heutigen Situation einfach nicht zusammen reimen. Damit will ich nicht sagen, dass ich unter anderen Bedingungen nicht mit marschiert wäre. Aber wahrscheinlich kann man solche Gräueltaten gar nicht logisch erfassen und die Motivation muss man wohl aus der Geschichte und mit den damaligen Gegebenheiten begründen. Es wird wohl nie eindeutig zu klären sein, was zur Shoa führte, da es einfach zu viele Faktoren sind die damals zusammen kamen und die Täter entweder tot sind oder das Thema verdrängt haben. Mit Tätern meine ich nicht den kleinen Lanzer, sondern die höhere Führung.
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Beitragvon Brock » Mo Jan 05, 2009 14:58

@ schimmel
Ich wollte mit meinem Beitrag eigentlich nichts verharmlosen was die deutschen gemacht haben, oder gar als "nicht so schlimm" hinstellen. Wir wissen glaube ich alle was für ein Verbrechen begangen wurde, auf was ich hinauswollte, die Russen waren die größeren Vebrecher und auf denen hackt nunmal keiner mehr rum, immer wenn die Rede vom 2.weltkrieg ist, ist der deutsche immer an allem schuld und die Siegermächte werden in den Himmel gelobt, was vielleicht im Fall der Amerikaner noch vertretbar sein mag, aber bei den Russen sind ganz andere Sachen gelaufen, nur davon wissen die wenigstens weils einfach verschwiegen wird....Das will ich damit sagen, wenn Geschichte aufrollen, dann nicht nur den deutschen Teil!
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Beitragvon bulldogfan » Mo Jan 05, 2009 22:56

was haben verbrechen von den einen mit verbrechen von den anderen zu tun? cairon hat nach einem spezifischen thema gefragt, also bleib dabei.
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Beitragvon Cairon » Mo Jan 05, 2009 23:38

Natürlich sind überall in der Welt verbrechen passiert und passieren immer noch. Man sollte sich meiner Meinung nach aber davor hüten Verbrechen miteinander zu vergleichen oder gar bewerten zu wollen welches Verbrechen schlimmer ist. Verbrechen gegeneinander aufrechnen zu wollen ist meiner Meinung nach Revancheismus und das ist im meinen sehr gefährlich und führt nur zu neuer Gewalt. Jedes Verbechen sollte für sich betrachtet und bewertet werden. denn wie schlimm ein Verbrechen ist hängt immer von der eigenen Situation ab. Wenn man auf die Verbrechen der anderen verweist ist das doch nur ein Ablenkungsversuch von der eigenen Schuld bzw. Verantwortung.
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Beitragvon Steppenwölfin » Di Jan 06, 2009 0:23

ICh finde nach wie vor gut, dass Cairon das Thema aufgeworfen hat. Denn nur, wenn wir die Ursachen so gut wie möglich zu verstehen versuchen, können wir eine Wiederholung der grausamen Geschichte verhindern. Trotzdem: Ganz verstehen wird wohl nie gehen. Zu spezifisch sind viele Hintergründe.

Was ich immer schwierig finde ist, den Schuldanteil von lieben Mitmenschen, also Großeltern, zu bewerten. Auch mein Großvater war im Krieg, hatte bis in die späten 70er Jahre schlimme Alpträume über das damals erlebte. Was Menschen im Krieg machen, ist sicher auch ein Teil Überlebenskampf. Inwiefern sie dabei Schuld auf sich laden, mit der sie leben müssen, können wir, die wir das nicht erlebt haben, nicht beurteilen. Wir haben es einfach, wir stecken nicht in der Situation.

Und auch mir geht es so: Wer weiß, wenn ich nicht diese, sondern eine andere Erziehung genossen hätte, wäre ich dann eine der Bösen gewesen? Sicher eine von denen, die aktiv weggeschaut hätten! Die Nachfragen und Erklärungen vermieden hätten. Die den einfacheren Weg gegangen wäre und sich gesagt hätte, zum Glück nicht ich. Dass Dachau beispielsweise grausam war, wusste auch die einfache Landbevölkerung, da war angst da. "Sei still, sonst kommst nach Dachau!" war wohl ein bekannter Ausdruck, wie meine Oma erzählt. Ob sie genauer Bescheid wusste? Ich weiß es nicht, sie spricht nicht darüber.

Wenn man allerdings die Widerstandskämpfer anschaut, dann merkt man doch, dass sie eher einer gebildeteren Schicht angehörten (es gibt auch Ausnahmen...). Daraus schließe ich, dass man mit Wissen und Bildung eher eine Propaganda durchschaut. Deshalb müssen wir an der Bildung, an der Herzensbildung der Kinder heute arbeiten, damit sie den Wert des Lebens richtig einschätzen und sensibel sind für Missbrauch und Missachtung der Menschenwürde. "Die Würde des Menschen ist unantastbar", wie dankbar müssten wir eigentlich für diesen Artikel im Grundgesetz sein! Wie wenig schätzen wir ihn manchmal! Wenn man diesen Artikel anschaut, dann verbietet er Krieg doch grundsätzlich. Oder?

Naja. Alles nicht einfach. Menschenwürde. Über dieses Wort kann man zu soviel anderem gelangen. Trotzdem:

Das dritte Reich ist geschehen. Ich glaube, wir Deutschen haben daraus eine besondere Aufgabe: Sensibel zu sein für Propaganda und genauer auf das Weltgeschehen zu achten.
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