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Anwaltliche Freundschaftsdienste

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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30 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon forenkobold » Mo Jan 21, 2013 14:44

Oder wie aus 200€ Schaden 500€ werden können.
Ausgangs letzte Sommers richtete ein Kollege bei mir ca 200€ Flurschaden an. Die Sach- und Spurenlage war eindeutig. Aus Gründen, die ich hier nicht nennen kann, war ein direktes Zugehen auf den Schadensverursacher nicht möglich. Nun.. für was kennt man nen Rechtsanwalt. Dem befreundeten Rechtsanwalt die Sachlage geschildert und der hat sich gleich angeboten, einen Brief aufzusetzen. Den Streitwert auf 400€ raufgesetzt (erstens braucht man Verhandlungsbasis und zweitens hatte ich ja auch Aufwand zur Beweissicherung wie Fotos, Spurenvermessung, Zeugen hinzuholen). Der Anwalt hat dann den Kollegen mit den Tatsachen konfrontiert. Zahlen oder Anzeige! Der gesunde Menschenverstand hat gesagt: Der zahlt oder versucht zumindest, runterzuhandeln. Stattdessen hat er dem Anwalt einen Brief geschrieben: "Ich habe mit der Sache nichts zu tun".
Wir haben dann das weitere Vorgehen abgesprochen. Die Indizien waren ganz klar auf meiner Seite. Meine Zweifel am Sinn einer Anzeige wurden mit der ganz deutlichen klaren Aussage zerstreut:
Wenn ein Rechtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige aufgibt, kann die garnicht abgelehnt werden sondern MUSS verfolgt werden. Dies hat mich dann zum Ok bewogen.
Nach einigen langen Wochen kam dann Post vom Oberstaatsanwalt. Eben DOCH abgelehnt. Es läge kein öffentliches Interesse vor und er empfiehlt eine Zivilklage. Ich habe dann den Rückzieher gemacht. Auch aus dem Grund, dass eine quasi verbindliche (aber leider nur mündliche) Zusage des Rechtsanwalts nicht zutraf und ich deshalb auch das Vertrauen in einen guten Ausgang der Sache verloren hatte. Und gedacht, da ganze wäre mit einem Freundschaftsfuffi erledigt. Aber für Anwälte gibts scheinbar keine Freundschaftsdienste.
Resultat: Rechnung über knapp 290€ bei einem Streitwert von 400€. Viel Geld für 3 mails und zwei Briefe. Zu zahlen innerhalb einer Woche.
Ich mach da garnicht lang rum und verbuch es als Lehrgeld. Und wenn einer der hier mitlesenden daraus lernt, so hat es sich gelohnt.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Bodenseefarmer » Mo Jan 21, 2013 14:52

Man lernt: Bei kleinen Forderungen einfach stur stellen, dann kommt man fast immer davon und den Schaden hat der Gläubiger :klug: :klug: :klug: :regen:
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon floppsi311lsa » Mo Jan 21, 2013 17:11

Moin

@ Forenkobold:

Hm also ich kenne da die "Bundesrechtsanwaltordnung", die einem Anwalt vorschreibt, wie er Was abzurechnen hat.
Glaubst du allen Ernstes, dass offizielle Tätigkeiten eines Anwalts, z.B. Anzeige an die Staatsanwaltschaft und das parrallel laufende Zivilverfahren "schwarz" abgerechnet werden kann?

Selbst eine telefonische Auskunft oder Beratung kostet Geld oder verschenkst Du deine Produkte?

Wenn Du beim Bäcker Brötchen kaufst, will der auch Geld haben.


Gruß
Florian

PS: 290€uros ist doch noch harmlos...
Zuletzt geändert von floppsi311lsa am Mo Jan 21, 2013 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Jan 21, 2013 17:16

PS: 290€uros ist doch noch harmlos...


Jo, finde ich auch, meine letzte Anwaltsrechnung war die ~40fache Summe :regen: ....
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Schwarzwälder Fuchs » Mo Jan 21, 2013 17:19

Djup-i-sverige hat geschrieben:
PS: 290€uros ist doch noch harmlos...


Jo, finde ich auch, meine letzte Anwaltsrechnung war die ~40fache Summe :regen: ....



...ja,ja, so ne Scheidung ist nicht preiswert! :D
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Kyoho » Mo Jan 21, 2013 17:27

Bei so Dingen holt man einen amtlich vereidigten ehrenamtlichen Gutachter, der kennt sich aus, denn er kommt aus der Branche. Er weiß, ob und wie viel man dafür einfordern kann oder ob man es besser sein lässt. Die Kosten halten sich im Rahmen und weil Berufskollgen sind, weiß er auch um was es geht, er stößt den Schadensverursacher nicht vor den Kopf sondern es geht auch um Anstand und Ehrgefühl, den Schaden zu begleichen. Das ist bei einem Anwalt nicht immer der Fall, der will was für sich rausholen. Gutachterlisten haben die Verbände oder Landwirtschaftskammern. Manche sind spezialisiert z. B. auf Weinbau oder Sonderkulturen.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon forenkobold » Mo Jan 21, 2013 17:34

floppsi311lsa hat geschrieben:Moin

@ Forenkobold:

Hm also ich kenne da die "Bundesrechtsanwaltordnung", die einem Anwalt vorschreibt, wie er Was abzurechnen hat.
Glaubst du allen Ernstes, dass offizielle Tätigkeiten eines Anwalts, z.B. Anzeige an die Staatsanwaltschaft und das parrallel laufende Zivilverfahren "schwarz" abgerechnet werden kann?

Selbst eine telefonische Auskunft oder Beratung kostet Geld oder verschenkst Du deine Produkte?

Wenn Du beim Bäcker Brötchen kaufst, will der auch Geld haben.


Gruß
Florian

PS: 290€uros ist doch noch harmlos...


Es geht hauptsächlich um die Tatsache, dass die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft nur erfogte, weil mir versichert wurde, die MÜSSE verfolgt werden.
Und ja.. ich verschenke allen meinen Freunden Produkte. Und ich opfere auch Zeit für sie. Ich zieh sie mit dem Schlepper "schwarz" aus dem Graben (was mit grüner Nummer ein Schwerverbrechen ist) oder fahr mal mit dem Autoanhänger Reisig auf den Häckselplatz. Und mach mir da nicht ins Hemd wegen Finanzamt.
Für 290 Euro fahr ich 2 Stunden mit nem 150000€-Drescher auf dem Feld rum und verblas dabei noch 50 Liter Diesel.
Zuletzt geändert von forenkobold am Mo Jan 21, 2013 17:49, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon forenkobold » Mo Jan 21, 2013 17:37

Ja, Kyoho.. deshalb habe ich den thread gestartet. Damit ANDERE in vergleichbaren Fällen klüger sind und aus meiner Dummheit lernen.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon country » Mo Jan 21, 2013 17:37

Im Grunde wurde sie ja auch verfolgt, Abgelehnt wurde sie ja nicht, sondern nur eingestellt wegen mangelndem Interesse.
Evtl Auslegungssache.
Aber :
Auch ich hab das schon mit Anwälten durch und das hat mehrere 100€ gekostet.
Hast du beim Anwalt etwas unterschrieben in Form eines Auftrages oder ähnlichem wo zb seine Verrechnungssätze draufstehen?
Zuletzt geändert von country am Mo Jan 21, 2013 17:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon forenkobold » Mo Jan 21, 2013 17:38

country hat geschrieben:Im Grunde wurde sie ja auch verfolgt, Abgelehnt wurde sie ja nicht, sondern nur eingestellt wegen mangelndem Interesse.
Evtl Auslegungssache.
Aber :
Auch ich hab das schon mit Anwälten durch und das hat mehrere 100€ gekostet.

Nene.. das wurde schon so versichert, dass sie NICHT abgelehnt werden darf.
Und nein.. ich habe garnichts unterschrieben.
Das einzig schriftliche ist der mailwechsel, in dem wir den Wortlaut abgestimmt haben.
Wil jetzt aber auch garnicht groß an meinem Fall rumnörgeln. Ich will nur andere warnen, nicht so blauäugig wie ich zu sein.
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Jan 21, 2013 17:59

...ja,ja, so ne Scheidung ist nicht preiswert! :D



Scheidung? Sagt man das nicht nur wenn man sich von seiner Frau trennt? :mrgreen: Wenn ja, nicht richtig (geraten)... :klug:
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Jan 21, 2013 19:54

Auch ich habe leider die Erfahrung machen müssen dass Anwälte und Steuerberater zwar Interessen vertreten, aber vor allem ihre eigenen. :klug:
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Nadi » Mo Jan 21, 2013 21:01

Dann hab ich wohl andere Freunde...
Ich kann meinen Kumpel, der Anwalt ist, zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen, bekomm immer Antworten, Ratschläge, Tipps, die auch noch immer richtig sind, auch mal n Brief, wenns sein muss.
Ich bring ab und an ein Apfelkuchen vorbei und alles passt...
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon Frau Emmy Müller » Fr Jan 25, 2013 8:08

Bingo das verstehe ich auch unter Freundschaftsdienst.

Es hört sich eher so an, dass der Rechtsverdreher es seeeeehr nötig hat, es soll ja solche geben,
die so grottenschlecht sind das sie keine Anstellung finden und deshalb Bekannte abzocken müssen.

Richtig mies solche Aktionen, man lernt draus, leider.
Frau Emmy Müller
 
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Re: Anwaltliche Freundschaftsdienste

Beitragvon basko » Fr Jan 25, 2013 8:55

...jede Leistung und ist sie noch so klein, hat ihren Preis. In welcher Höhe, das wird dem Anwalt vorgeschrieben. Er hat aber auch einen Spielraum und wie er den ausnutzt ist ihm überlassen.
Aber einen ganzen Berufsstand als Rechtsverdreher zu bezeichnen finde ich schon sehr an der Grenze der unteren Gürtellinie.
Das ganze gejammere von ZUVIEL oder TEUER oder auch UNWISSENHEIT geht einem dermaßen auf den Senkel wie ich es hier nicht einmal beschreiben kann. (Wenn ich keinen Löffel für die Suppe zu löffeln habe, muss ich eben Kartoffeln essen)
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