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Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Schock?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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51 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon Jonathan » Mo Apr 11, 2011 14:57

SHierling hat geschrieben:Mach mal einen Test: gib in der google.News-Suche "Schweinemast" ein.
Da findest Du nicht etwa die neuesten Erkenntnisse zur Fütterung und Haltung, zum Schweinemarkt oder zur Zucht - da findest Du erstmal Seitenweise Bürgerinitiativen, Klagen, Spenden für Klagen und andere "bauernfreundliche" Aktionen.


Das ist mir völlig klar. Und ich verstehe auch, dass ein Mäster gerne anderes über seine Arbeit lesen würde. Aber man kann doch aktuell genau so "380kV", "Windstrom" oder ähnliches bei Google eingeben und wird genau so viele Bürgerinitiativen finden, die dann sogar die Projekte für sich auch noch gut finden - nur eben nicht vor der eigenen Tür.

Bei der Schweinezucht möchte analog eben keiner beim XXL-Schnitzel essen von Grunzen oder Gülle-Geruch gestört werden. Davon kann man halten was man will - der Journalist wird in einem Feature als journalistische Gattung nichts sagen, was seine eigene Meinung betrifft, weil der Leser aus den (durchaus kontroversen) faktischen Schilderungen selbst schlau werden soll.

Die Aufregung über die Schweinemast ist ja, soweit ich das im Blick habe, besonders in Ost-/Norddeutschland wegen einiger Bestimmungen groß - aber hat sich das Thema nicht auch schon wieder etwas entspannt? Ich habe öfters gehört von Mästern aus dem Ausland, die nun doch nicht mehr nach Deutschland verlagern wollen - ohne da jetzt wirklich tieferes Wissen drüber zu haben.

Das Muster ist also doch immer gleich. Eine Hypothese für ein anderes Thema wäre demnach die Aufregung der Leute/Konsumenten über die Produktion von Waren, nach denen Sie verlangen und auf die sie nicht verzichten, obwohl sie allerlei Vorbehalte gegen alles mögliche entwickeln. Vielleicht ist es ja einfach normal, dass man als Produzent einer Ware oder Dienstleistung immer in der Kritik von irgendwem steht - und doch ist man als solcher immer auch derjenige, der für die Versorgung der anderen (denen, die im Zweifel meckern) die Verantwortung trägt. Das ist sicherlich interessant und ein Thema für sich - genau darum geht es mir aber im Moment ja nicht.

Ich kann euch nur versichern, dass ich mit Sicherheit kein Interesse daran habe, irgendwen für seine Haltung anzukreiden. Ich möchte nur Erfahrungen transportieren und das Ende der Geschichte kann dann durchaus sein, dass jeder, der aus der Stadt aufs Land zieht auch dort bleibt - weils da einfach schöner ist. Ich möchte das aber nicht vorwegnehmen, sondern das Schildern, was an verschiedenen Orten exemplarisch passiert.
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon Jonathan » Mo Apr 11, 2011 15:00

meyenburg1975 hat geschrieben:
Jonathan hat geschrieben:..., warum "Städter" das Land momentan wieder interessant finden und woran das liegt.

99% der Städter haben keine Ahnung, was "das Land" ausmacht...


Das ist das interessante an dem Thema. Ich will aber niemanden als blöd darstellen, der diesen Kontrast am eigenen Leib erfahren hat, sondern möchte eine Chance geben über das "warum" zu sprechen, weil das für viele Menschen interessant ist. Genauso gibt es aber auch Menschen, die aufs Land ziehen und dann mit guten Gründen nie wieder zurück in die Stadt gehen. Das Spektrum ist sicherlich größer als nur "doofe Städter haben keine Ahnung".
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon SHierling » Mo Apr 11, 2011 15:13

Das Muster ist also doch immer gleich. Eine Hypothese für ein anderes Thema wäre demnach die Aufregung der Leute/Konsumenten über die Produktion von Waren, nach denen Sie verlangen und auf die sie nicht verzichten, obwohl sie allerlei Vorbehalte gegen alles mögliche entwickeln.

Das Problem ist imho eben nicht "immer gleich". Auf nahezu jede andere Ware kann der Verbraucher nämlich durchaus verzichten - dann kauft er eben ein anderes Auto, oder gar keins, nimmt einen anderen Stromanbieter oder geht zu einem anderen Arzt. Liest ein anderes Buch, eine andere Zeitschrift, trägt andere Schuhe, wählt eine andere Partei - was auch immer.
Dabei kommt er aber nie mal auf die Idee, den Herstellern mit Klagen und Bürgerinitiativen vorschreiben zu wollen, WIE sie ihre Schuhe, Autos oder Zeitschriften herzustellen haben. Er geht auch nicht in Mediziner-Foren, um da dann lang und breit auszuführen, wie Mediziner eigentlich ihren Job zu machen hätten - nur bei Bauern meint inzwischen leider nahezu jeder, (oder zumindest mal ein erklecklich großer Anteil derer, die aufs Land ziehen), er wüßte selber, wie es besser geht.

Aber mach mal. Da die Landflucht boomt, wirst Du sicher ausreichend Probanden finden, und dann sprechen wir uns wieder, wenn Du mit Deiner Recherche fertig bist. ;-)
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Apr 11, 2011 15:42

Jonathan hat geschrieben:Das ist das interessante an dem Thema. Ich will aber niemanden als blöd darstellen, der diesen Kontrast am eigenen Leib erfahren hat, sondern möchte eine Chance geben über das "warum" zu sprechen, weil das für viele Menschen interessant ist. Genauso gibt es aber auch Menschen, die aufs Land ziehen und dann mit guten Gründen nie wieder zurück in die Stadt gehen. Das Spektrum ist sicherlich größer als nur "doofe Städter haben keine Ahnung".


Eine Nachforschung über die Ursachen schwindender Hofnachfolger wäre wesentlich interessanter.

Aber wahrscheinlich sind wir da auch selber Schuld...
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon Cairon » Mo Apr 11, 2011 17:14

Das Problem ist nur, dass viele von uns mit der Presse und anderen Medien schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich gebe Informationen nur noch an Journalisten die mir persönliche bekannt sind oder nachgewiesen vertrauenswürdig sind. Wenn mich aber jemand im Internet anpostet und will was für einen Artikel wissen, da gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an. Wer sagt uns denn, Du keiner von den Bauern-Bashern bist und hier nur den Wolf im Schafpelz gibst?
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon euro » Mo Apr 11, 2011 17:41

Kein Plan wie das in Germanien ist, aber Normalverdiener bis 5000 € den Monat, können sich hier nur noch auf dem hintersten Dorf oder im Ausland ein Eigenheim leisten.So enstehen "Unzufriedenenghettos" wo man sich darüber aufregt dass in direkter Nachbarschaft Leute wohnen die über ungleich mehr Eigenland verfügen und nicht den Rest des Lebens daran abzahlen müssen.
Diese Leute tendieren dann zu ner ausgeprägten Nimby-Mentalität und haben, nicht nur mit den "Alteingesessenen" sondern auch untereinander, Probleme.
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon automatix » Mo Apr 11, 2011 17:53

ab wann ist denn Land Land?
Reichts, wenn man außerhalb der Stadt ist oder muß das wirklich Pampa sein?

Bei uns gibts genug die zwar auf dem 'Land' wohnen, aber sonst eigentlich nach wie vor Städter sind - in der Stadt arbeiten, weggehen usw.

Ist halt so, wenn man die Großstadt quasi vor der Tür hat.
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon SHierling » Mo Apr 11, 2011 18:02

Jo, das ist ne gute Frage. Hier sind die meisten Städter Feriengäste, mit FeWo, oder Ferienhaus, und nur am WE mal da, und/oder in den Ferien. Wohnen will hier mangels Arbeit keiner. (nicht, daß es mich stören würde..)
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon Meini » Mo Apr 11, 2011 19:41

automatix hat geschrieben:ab wann ist denn Land Land?
Reichts, wenn man außerhalb der Stadt ist oder muß das wirklich Pampa sein?

Bei uns gibts genug die zwar auf dem 'Land' wohnen, aber sonst eigentlich nach wie vor Städter sind - in der Stadt arbeiten, weggehen usw.

Ist halt so, wenn man die Großstadt quasi vor der Tür hat.



Häuschen in zentraler Lage aber bitte ruhig :roll:
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon joschka » Mo Apr 11, 2011 21:04

Jonathan hat geschrieben:Liebe Leser,

ein ganzer Markt hat sich entwickelt, der dem geplagten Städter ein wenig Land für sein Geld verspricht. Magazine wie "Landleben" stehen Pate für eine neue Landromantik, die vielfach im Kontrast zur Realität steht.

Ich bin Journalist und suche für ein Feature in Textform Menschen, die, aus der Stadt gekommen, von den Realitäten auf dem Land überrumpelt wurden.

Ob Sie sich dabei mit dem neuen Leben gut arrangiert haben und es nun genießen - oder den Versuch abbrechen mussten und zurück in die Stadt gegangen sind - ich würde mich freuen, wenn Sie sich hier melden würden. Ein telefonisches Interview würde nicht lange dauern und kann durchaus auch ein nettes Gespräch ergeben - ich selbst kenne das Landleben als auch das Leben in der Stadt und habe dazu auch meinen Standpunkt.

Wenn Sie nicht selbst betroffen sind, aber Menschen kennen, die etwas dazu zu erzählen haben - ich würde mich über Nachricht freuen und nach Abschluss der Recherche das Feature hier auch vorstellen.

Herzlichen Dank
Jonathan

Ich kann nur jedem Städter ein dickes Fell empfehlen, wenn er aufs Land fährt. Da ist nicht mehr viel los vom heilen, gesundem, idyllischem Landleben. Das gehört längst der Vergangenheit an !!!
Sieht man bereits auf den ersten Blick an den großen Milchvieh.- und Mastfabriken oder Biogasanlagen die wie Betonklötze aus dem Boden schiessen und die Landschaft verunstalten. Das ist längst Industrie im großen Stil und hat rein nichts mit bäuerlicher Landwirtschaft zu tun. Ein Tierleben ist dort nicht viel mehr wert als eine lästige Fliege der mal eben mit der Fliegenklatsche eins übergebraten wird und abserviert wird wenn die keine Höchstleistungen mehr bringen. Meine Meinung und das ist die Realität wenns auch einigen hier nicht passt. :prost:

"doofe Städter haben keine Ahnung".

Das wird gerne als Alibi benutzt, wenn keine Argumente mehr vorhanden sind. :mrgreen:
joschka
 
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon SHierling » Mo Apr 11, 2011 21:13

Meini hat geschrieben:Häuschen in zentraler Lage aber bitte ruhig :roll:

Oder umgekehrt: Haus auf dem Land, aber ohne Landwirtschaft im Dorf.
q.e.d.
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon Frankenbauer » Mo Apr 11, 2011 23:14

@joschka

Andersrum wird aber auch ein Schuh draus, wo in den Städten findest Du heute noch einen Handwerker, der etwas selbst herstellt, geschweige denn etwas nur reparieren kann? Wo vor einigen Jahren noch LEBENSmittel wuchsen stehen heute Betonklötze in denen stumpfsinnige Menschmaschinen unnütze Wegwerfartikel herstellen. Deren eigene Reproduktion, so sie überhaupt noch stattfindet wird in Kinderverwahranstalten, die keimfreier sind als Krankenhäuser von meistens kinderlosen, überforderten Ersatzmuttis im Tanzen ihres Namens unterrichtet und verliert dort schon jeden Bezug zur Realität (Kevin, mach Dich nicht schmutzig, davon wird man krank!)
Jeder haut seinen Müll dorthin, wo er gerade geht und steht, ehemalige Prachtstraßen stinken heute schlimmer als jeder noch so muffige 50er- Jahre Stall aus der Landliebewerbung und wenn Du jemanden nur schräg anschaust lädt der sofort seinen angestauten Frust nonverbal bei Dir ab und allen Umstehenden ists egal, für Zivilcourage sind die gerade nicht zuständig.
Am Wochenende reist man dann aufs Land und ist enttäuscht, dass dort die Zeit auch nicht stehengeblieben ist, allerdings mit dem Unterschied, dass unser Haupt- oder auch Nebenberuf eben nicht nur stumpfsinniges Maschinengucken ist, sondern ,dass man davon ganz konkret leben kann. Allerdings auch mit dem Risiko, das wenn man nicht aufpasst, dass alles wächst und gesund bleibt man nach der Ernte Verluste generiert hat, die Menschmaschine macht Kurzarbeit von Steuergeldern und freut sich im folgenden Jahr über die nächste Lohnerhöhung.
Wer sichs überhaupt noch leisten kann fliegt wieder steuersubventioniert weit weg von den Massenmenschhaltungen in wieder neue Menschenställe, um sich dann nach der Heimkehr über die Veränderungen im Urlaubsland aufzuregen, weil dort die Zeit nicht stehen gebliebenn ist und der "Gemeine Ausländer" einen wieder abgezockt hat.
Unterm Jahr lässt man sich von der achten Wiederholung von "Bauer sucht Frau", "Hund, Katze, Maus" usw.,oder eben "Features" (man könnte auch Beitrag schreiben, hört sich aber nicht so gescheit an), die mit Realität so gut wie nichts zu tun haben berieseln und festigt dadurch sein Menschenbild vom "Dummen Bauern", der in Wirklichkeit den mit Abstand anspruchsvollsten und volkswirtschaftlich wichtigsten Job hat, nämlich durch die Bereitstellung von Treibstoff in Form von billigen aber einwandfreien Lebensmitteln den ganzen Prozess am Laufen zu halten.
Angenehm sind da dann diejenigen, die vorurteilsfrei und offen auf einen zugehen und sich erklären lassen, was man da gerade tut und warum. Mit denen unterhält man sich dann auch mal gerne, die verstehen aber auch, dass wenn ein Gewitter am Himmel hängt und die ersten Tropfen fallen man auch mal in Eile sein könnte.

Was mir aber seit dem Eingangsthread schon durch den Kopf geht ist die Frage, warum ein journalistisch ambitionierter Ersteller an den einfachsten deutschen Wörtern scheitert, zugegeben ich hab auch immer ein RS Programm im Hintergrund dank Rechtschreibreform, aber dafür langts auch ohne!

Gute Nacht

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon Ford8210 » Di Apr 12, 2011 5:28

Es ist für mich immer wieder erquickend, wenn sich jemand aus der Stadt in ein 300-Seelen-Dorf verirrt, sich dort niederlassen will und sich dann an der Kuh, dem Hundegebell, den fahrenden Traktoren (auch nachts, wenn´s sein muß) -und was sonst noch zum Landleben gehört- stört. Dann kommt noch hinzu, daß genau diese Leute sich tierisch aufregen, wenn in der Nachbarschaft mal eine Feier gemacht wird. Insbesondere im Sommer im Freien. Scheiß Ruhestörung! Muß mit Polizei unterbunden werden.
Genau diesen Leuten sollte man mal beibringen, daß sich in den Dörfern seit mehreren Jahrhunderten gewachsene Strukturen befinden und der "Zugereiste" such entweder integrieren muß oder wegbleiben soll. Es mag vielleicht schick und auch in Ordnung sein, als Bewohner eines Betonbunkers seinen Nachbarn anzuzeigen, weil er gerade den Grill auf seinem Balkon angeworfen hat und man selbst keinen hat. Aber auf dem Land ist das eben anders. Da wird keiner deswegen angezeigt. Auch nicht wegen lautem Feiern mitten in der Nacht. Diese eine Feier geht nämlich vorbei. Und wenn ich wirklich nicht schlafen kann, dann geh ich rüber, sag das dem Nachbarn und lasse ihm die Wahl, ob er den Geräuschpegel drastisch herunterschraubt oder mir ein Bier zum Mitfeiern gibt, weil ich nicht schlafen kann. Das ist aber etwas, was aus der Stadt "Zugereiste" nicht kapieren oder kapieren wollen.
Toll finde ich auch, daß sich Leute darüber aufregen, weil Schweine in Ställen gehalten werden. Ich für meine Person kann zwar nicht jede Art der Tierhaltung gut heißen (es gibt nun leider vereinzelt auch mal Bauern oder Landwirte, für die sind die Viecher eben nur mal Mittel zum Zweck und es fehlt an der nötigen Pflege), aber Fakt ist: Mein Schnitzel wächst nun mal nicht in der Theke von der freundlichen Fleischereiverkäuferin. Die Milch kommt nicht im Tetrapack aus dem Kühlschrank und ein Rumpsteak fällt auch nicht vom Himmel, sondern ist vielleicht gestern noch vor meiner Haustür auf der Weide gelaufen.
Als Fazit kann ich hier anführen: Wer sich auf´s Land begeben will, um dort zu wohnen, der sollte sich vorher über alle die Landwirtschaft betreffenden auf seine Person als Einwohner einwirkenden Geräusche, Gerüche und Ansichten sowie die dort vorzufindenden Gepflogenheiten gründlichst informieren, dies akzeptieren und sich auch in diese Dorfgemeinschaft integrieren wollen. WEr dies nicht will, soll dort bleiben, wo er her kommt. Dann haben wir wenigstens unsere Ruhe.

Leider ist es nicht möglich, Städter, die der Meinung sind, daß jetzt, da sie sich auf dem Land ein Häuschen gebaut haben, alle anderen nach deren Pfeife tanzen müssen und sich nicht integrieren wollen, abzuschieben. Deswegen ein Aufruf an den Gesetzgeber: Bitte mach, daß so eine Gesetz zum Abschieben von unwillkommenen, sich nicht integrierungswilligen Städtern schnellstmöglich verabschiedet wird. Vielen Dank im Voraus!
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon SHierling » Di Apr 12, 2011 8:40

Leider ist es nicht möglich, Städter, die der Meinung sind, daß jetzt, da sie sich auf dem Land ein Häuschen gebaut haben, alle anderen nach deren Pfeife tanzen müssen und sich nicht integrieren wollen, abzuschieben. Deswegen ein Aufruf an den Gesetzgeber: Bitte mach, daß so eine Gesetz zum Abschieben von unwillkommenen, sich nicht integrierungswilligen Städtern schnellstmöglich verabschiedet wird. Vielen Dank im Voraus!
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit bewerbe ich mich anstelle von Phine frage-zur-allgemeinen-kuhhaltung-t59861.html als Integrationsbeauftragte / Migrationsbeauftragte für die Ansiedlung von Städtern im ländlichen Raum.

Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zum Landwirt und an der Universität Kiel studiert, Schwerpunkt Tierzucht und -Haltung. Darüberhinaus habe ich mich einige Jahre im Bereich Politikwissenschaft, Philosophie und Soziologie weitergebildet (ebenfalls Uni Kiel) und bin dadurch und aufgrund jahrelangem Stadtlebens und -arbeitens mit den gängigen Problemen und Vorurteilen in Theorie und Praxis vertraut.

Ich beherrsche Englisch, PC- und Plattdeutsch in Wort und Schrift, habe Erfahrung im Bereich qualifizierte Recherche, im Erstellen und im Einsatz von Informationsmaterial jeder Art und besitze einen BAP-Schein (Berufs- und Arbeitspädagogik). Ich bin geduldig, verfüge über einen großen Schatz an Argumenten in jeder Hinsicht und kann, sollte es nötig sein, auch mit verbalen Baseballschlägern umgehen oder Leute mit dem Trecker / SUV überfahren.

Da ich außerdem über 50 bin, weiblich, und jahrelang arbeitslos war besteht die Möglichkeit, ggf eine in diesem Bereich zu schaffende Stelle auch über die ARGE fördern zu lassen (Erwachsenenbildung im ländlichen Raum).

Die Probleme, die sich durch mangelndes Wissen und mangelnde Integration aus den ständigen Auseinandersetzungen zwischen Landwirten und der von den Landwirten lebenden Bevölkerung ergeben, nehmen seit Jahren ständig zu, und sind durch ein steigendes Agressionspotential gekennzeichnet, selbst Brandstiftungen sind inzwischen Mittel der Wahl, also tun Sie sich, ihren Kindern und ihrem Kühlschrank einen Gefallen und stellen sie mich ein. :mrgreen:

mit freundlichen Grüßen
..."

:wink:
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Re: Aus der Stadt raus aufs Land: Und dann der Shock?

Beitragvon meyenburg1975 » Di Apr 12, 2011 9:24

Städter sollte man nur in Anbindehaltung aufs Land lassen :mrgreen:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 1011130109
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0411220352
Zuletzt geändert von meyenburg1975 am Di Apr 12, 2011 11:01, insgesamt 4-mal geändert.
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