tyr hat geschrieben:
Er hat aber recht. Es waren in der gründerkrise und in der Weltwirtschaftskrise jedesmal die sogenannten "inovativen Zukunftsbetriebe" die auch schon damals regelmäßig gefeiert wurden, die zuerst den bach runtergingen. Ganz einfach, weil sie halt oft eine hohe Kreditbelastung hatten. In Amerika ist es sogar noch schöner zu betrachten, weil die Modernisierung dortwesendlich extremer war. Jedesmal wenn, aus welchen gründen auch immer, die Produktpreise (in der Weltwirtschaftskrise waren es die bösen Russen, die mit billigem Getreide auf dem Markt drängten und die amerikanischen Kalkulationslinien, und damit die Kredite ins wanken brachten) unerwartet fallen, was bei anhaltenen Überproduktionen irgendwann unausweichlich ist, waren es genau diese Betriebe, die als erstes in Schwierigkeiten gerieten und nach staatlicher Hilfe schrien.
Ein anderer Punkt ist, es spielt für die Versorgungssicherheit keine Rolle, wenn haufenweise "kleinbetriebe " über die Klinge springen, aber wenn drei vier 10.000 Hektarberiebe pleite gehen, bleibt dem Staat nichts weiter übrig, als einzugreifen, denn das ist kurzfristig nicht kompensierbar.....und schon haben wir den schönsten Sozialismus auf Kosten der anderen Marktteilnehmer... die damit uU in die Pleite getrieben werden, was ohen Eingriff nicht passiert wäre. So entstehen die schönsten wirtschaftlichen Depressionen, nur die Kapitalanleger sind fein raus.
Genau aus diesem Grund ist es eine Frechheit, dass ein Sozialdemokrat mit einem Handstreich die Bedenken des Kartellamtes hinwegfegt und die Arbeitsplätze als vorrangig beurteilt....hier hat dann ja die Politik, wie von dir gefordert, regelnd eingegriffen. Schade nur, dass die Wirkung und die Qualität dieser Regelungen eben nicht automatisch richtig oder nachhaltig sein müssen oder sind.
