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Bauland reinvestieren?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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55 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon DWEWT » So Jun 23, 2019 9:00

Wenn man der Gemeinde nicht nachweisen kann, dass sie arglistig getäuscht hat, ist alles legal. Ob das moralisch okay ist, ist eine andere Sache. Die Gemeinde hat nur nur "zum Wohle der Gemeinschaft" gehandelt.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon Cowboy82 » So Jun 23, 2019 9:26

Mich interessiert es aus dem Grund, weil einen Acker haben, der an den Acker, der erschossen wird, angrenzt. Die Gemeinde wird in 5- 10 Jahren auf uns auch zukommen wegen Verkauf.
1. Ist es nicht üblich, das für Wohnbauland mehr bezahlt wird wie Industriebauland?

2.Für den Preis will ich das Feld auf keinen Fall verkaufen. Kann ich mich auch weigern zu verkaufen?
Wie ist das rechtlich, kann ich enteignet werden?
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon bauer hans » So Jun 23, 2019 9:33

die gemeinde hatte den acker gekauft und fertig.
meine tante hatte damals unserer gemeinde einen brief geschrieben: "ich will auch soviel geld wie die nachbarin haben!"
allerdings erst,nachdem der notarvertrag schon abgeschlossen war,genutzt hatte es nix.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon CarpeDiem » So Jun 23, 2019 9:35

Cowboy82 hat geschrieben:Kann ich mich auch weigern zu verkaufen?
Wie ist das rechtlich, kann ich enteignet werden?


Selbstverständlich kannst du dich weigern. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Totalverweigerung am allerschlechtesten ist, da die Gemeinde dann die richtigen Keulen herausholen kann. Am besten ist wohl so eine Einhaltung, im Prinzip ja aber......! Du musst auch herausfinden wer denn tatsächlich die Baulanderschliessung betreibt, ist es tatsächlich die Gemeinde, oder steckt ein Bauträger dahinter, was oft der Fall ist. Enteignungen scheuen nach meinen Erfahrungen alle Baulastträger wie der Teufel das Weihwasser. Nichtsdestotrotz sind sie ein beliebtes Mittel der Drohung.

Wenn es tatsächlich die Gemeinde ist, dann kenne ich das Verfahren so, dass diese alle Grundstücke aufkauft von Leuten die verkaufen wollen. Dann erfolgt die Aufstellung des Bebauungsplanes und die Einleitung eines Umlegungsverfahrens. Hast du dann dein Grundstück noch, bekommst du im Umlegungsverfahren Bauplätze zugeteilt und natürlich einen satten Erschliessungskostenvorschuss der dann zu berappen ist.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon DWEWT » So Jun 23, 2019 12:41

Cowboy82 hat geschrieben:
2.Für den Preis will ich das Feld auf keinen Fall verkaufen. Kann ich mich auch weigern zu verkaufen?
Wie ist das rechtlich, kann ich enteignet werden?


Was sagt denn der Flächennutzungsplan? Liegt deine Fläche schon im geänderten Bereich oder ist noch gar kein geänderter Flächennutzungsplan erstellt. Wenn du schon bei der Bebauung der Fläche deines Nachbarn negative Auswirkungen auf deine Bewirtschaftung befürchtest, solltest du Bedenken äußern. Sie müssen allerdings wirklich berechtigt sein! Falls deine Fläche schon von dem geänderten Flächennutzungsplan erfasst ist und die Gemeinde evtl. schon Kaufabsichten geäußert hat, spielt der Schnäppchenpreis, den die Gemeinde für die Nachbarfläche gezahlt hat, keine große Rolle. Hier können andere Vergleichspreise herangezogen werden; auch für den Fall einer Enteignung. Wie c.d. schon geschrieben hat, nie grundsätzlich "Nein" sagen. Evtl. gibt es ja eine Tauschfläche und einen interessanten Tauschkurs?!
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon Cowboy82 » So Jun 23, 2019 13:38

@DWEWT
Das kann ich nicht genau sagen, weil die Gemeinde noch nicht auf mich zugekommen ist, und es bestimmt noch 5-10 Jahre dauern wird.
Ich bin ja nicht generell gegen Verkaufen, aber nicht um 20€!
Habe von jmd gehört, der im Dorf einen großen Obstgarten, der an sein Wohnhaus angrenzte, vor ein paar Jahren den Grund an die Gemeinde für 45€ verkauft hat!
Da kommt mir 20€ halt zu gering vor!
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon CarpeDiem » So Jun 23, 2019 15:23

Cowboy82 hat geschrieben:Habe von jmd gehört,

ich denke einmal ganz frei heraus, dass du nicht so viel "hören" solltest, sondern dich mit den (frei zugänglichen) Fakten beschäftigen sollst. Wie @DEWT schon geschrieben hat, den Fächennutzungsplan kannst du jederzeit einsehen. Auch gibt es eine amtliche Kaufpreissammlung die du dir im Netz ansehen kannst, da brauchst du noch nicht einmal auf ein Amt.

Auch kannst du über die (Kommunal-)politik vorfühlen, wie es denn mit Ersatzland aussieht bzw. ob man bereit ist für dich das kommunale Vorkaufsrecht auszuüben, etc. etc. Alles Dinge die du ganz leise und ohne viel Aufhebens in die Wege leiten kannst, um auf diesen Tag x vorbereitet zu sein.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon Cowboy82 » So Jun 23, 2019 18:14

Danke, die Tips werde ich befolgen, ist ja noch ne Weile hin!
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon T5060 » So Jun 23, 2019 18:33

CarpeDiem hat geschrieben:
Cowboy82 hat geschrieben:Habe von jmd gehört,

ich denke einmal ganz frei heraus, dass du nicht so viel "hören" solltest, sondern dich mit den (frei zugänglichen) Fakten beschäftigen sollst. Wie @DEWT schon geschrieben hat, den Fächennutzungsplan kannst du jederzeit einsehen. Auch gibt es eine amtliche Kaufpreissammlung die du dir im Netz ansehen kannst, da brauchst du noch nicht einmal auf ein Amt.

Auch kannst du über die (Kommunal-)politik vorfühlen, wie es denn mit Ersatzland aussieht bzw. ob man bereit ist für dich das kommunale Vorkaufsrecht auszuüben, etc. etc. Alles Dinge die du ganz leise und ohne viel Aufhebens in die Wege leiten kannst, um auf diesen Tag x vorbereitet zu sein.


Es gibt im Netz sogenannte "Bodenrichtwerte" oder "generalisierte Bodenrichtwerte", die mit allergrößter Vorsicht zu genießen sind, tlw. nicht öffentlich und nur gegen Cash.
Die Kaufpreissammlung ist garantiert nicht öffentlich und zu der bekommt auch nicht jeder Zugang. In BaWü wollte mir der Gutachterausschuß einer Gemeinde keinen Einblick gewähren,
das passierte erst als die Klage beim Verwaltungsgericht auf dem Tisch lag, dann hat die Gemeinde eingelenkt. Da waren Bodenrichtwerte und tatsächliche Kaufpreise dann sehr weit von einander entfernt.
Aktuell sind wohl Bodenrichtwerte und Kaufpreissammlung auch mehr alte Geschichte als Wirklichkeit.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon Cowboy82 » So Jun 23, 2019 20:29

T5060,

wenn es soweit ist, müssen wir uns wahrscheinlich nochmal unterhalten.

Wenn ein Verpächter auf uns zu kommt, und sein Feld verkaufen möchte, dann sagen beide einen Preis, entweder wird man sich einig oder eben nicht, da ist’s einfach. Man weiß ja als Bauer circa, was in der Umgebung gezahlt wird.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon marius » So Jun 23, 2019 22:09

Zurzeit ist im Gespräch im Sinne des Wohnungsbaus Grundstücke zu enteignen, zum festgelegten Preis.

Wie schon gesagt ist eine Enteignung zum Wohl der Allgemeinehit im GG bereits fest verankert.
Also zulässig zum Wohl der Allgemeinheit da Eigentum verpflichtet.
Also alles zutreffend.
Der einzige Streitpunkt womit der Enteignete vor Gericht ziehen könnte, ist der Verkaufspreis.
Aber selbst da hat er schlechte Karten
Und das Argument das bisher kaum Bauland enteignet wurde, in Ehren, aber das wird sich in Zukunft ändern kann ich euch versichern. Dazu muss kein Gesetz geändert werden.
Zurzeit laufen zum Thema "Wohnungsknappheit" einige politische Diskussionen hinter verschl. Türen.
Und die Politik steht für bezahlbares wohnen, Grundrecht.
Und da bei den Baukosten kein oder kaum Spielraum besteht, wird wieder mal der Grundstücksbesitzer, Landwirt als Inflationsbremse herhaltern müssen, wie bei Nahrungsmittel.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon Estomil » Mo Jun 24, 2019 9:28

Für Wohnraum wird es so schnell keine Enteignungen geben. Die Hürden da extrem gross, da anders als zb bei einer strasse die Lage nicht so entscheidend ist. Die Gemeinde muss also erstmal nachweisen, dass andere grundstuecke nicht zu bekommen sind. Und jeder hier weiss, dass ab einer gewissen Summe jeder schwach werden würde.

Die Gemeinde haben allerdings andere Mittel um den Leuten die unbebaute Fläche madig zu machen. Erschließungskosten oder alleine die Grundsteuer für ein erschlossenes Gebiet sich schon starke Argumente für einen Verkauf.

Wer das verhindern will muss sehr früh bei der Aufstellung des Bebauungsplans dagegen vor gehen.

Ich persönlich würde aus so einer Situation immer versuchen das Beste zu machen. Also ein angemessener Tauschkurs und fertig.

Ein Kollege hat vor 20jahren Mal 4ha Bauland gegen 16ha Acker getauscht. Ein paar Jahre später wurde dann ein Windpark auf der neuen Fläche errichtet und er bekommt eine sechststellige Pacht jedes Jahr.....

Besser kanns nicht laufen....
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon bauer hans » Mo Jun 24, 2019 9:42

hier gibts betriebe,die laufend bauland verkaufen,wieder in acker reinvestieren und noch den betrieb ausbauen.
das schlimmste ist dann,wenn die gemeinde plötzlich keine bauplätze mehr genehmigt,obwohl käufer da sind,erschliessung etc. gesichert ist. son betrieb kommt finanziell arg in bedrängnis.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon marius » Mi Jun 26, 2019 20:09

Estomil hat geschrieben:Für Wohnraum wird es so schnell keine Enteignungen geben. Die Hürden da extrem gross,


Seh ich komplett anders. Das ist per Gesetz, GG heute schon möglich und wurde in der Flüchtlingskrise 2015 z.b. in Hamburg bei leerstehendem Wohnraum bereits angewandt.

Und das in Berlin per Volksbegehren Wohnungsgesellschaften enteignet und verstaatlicht werden sollen ist doch auch jedem bekannt.

Das in Bayern geplante mehrjährige einfrieren einer Mieterhöhung ist im Prinzip ebenfalls eine Enteignung.
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Re: Bauland reinvestieren?

Beitragvon DWEWT » Do Jun 27, 2019 6:05

marius hat geschrieben:

Das in Bayern geplante mehrjährige einfrieren einer Mieterhöhung ist im Prinzip ebenfalls eine Enteignung.


Das Eigentumsrecht beinhaltet keine Renditesicherheit. Das wäre ja auch noch schöner.
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