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Bäume selber züchten?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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34 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Bäume selber züchten?

Beitragvon CSW-LNF » Mo Dez 31, 2007 10:05

Hallo, liebe Fan - Gemeinde des Landtreff-Forums. :D

Wer von Euch hat schon mal versucht, Fichten, Kiefern, Tannen und oder Lärchen selber zu züchten? :?:

Welche positiven bzw negativen Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? :?: :shock:

Wie waren Euere Voraussetzungen zum nachzüchten oder was habt Ihr angewendet? :?:

Und wie lange sind euere Versuche schon her? Was hat davon noch überlebt? ( evtl Bilder? )

Danke für Euere Antworten.

Wünsche einen guten Rutsch und alles Gute weiterhin im neuen Jahr.

CSW-LNF Christian
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Beitragvon willems-energie » Mo Dez 31, 2007 11:35

Hallo,
ich habe genau wie Du vor, kleine Pflänzchen aus Samen zu ziehen. Bei ein paar Versuchskeimlingen von Eiche und Buche scheint das bei uns im Nutzgarten zu klappen. Ich will damit nach und nach unsere Fichten-"Monokulturen" etwas aufmischen. Diese muss ich jedoch mal erst richtig durchforsten und dann wollte ich mich auch mal bei unserem zuständigen Waldbauverein erkundigen, ob solche Maßnahmen auch gefördert werden.
LG
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Beitragvon W-und-F » Mo Dez 31, 2007 11:39

Ich habe auf einer meiner Wiesen (direkt am Waldrand) selbst eine kleine "Versuchsfläche" angelegt und Forstpflanzen selbst gezüchtet. Das Saatgut kam aus meinem Wald, hauptsächlich Bergahorn, Eiche und Fichte. Auch mit anderen Baumarten hab ich es versucht, ist aber nicht erwähnenswert.

Besonders zufrieden war und bin ich mit dem Bergahorn. Bei den Eichen gab es starke Probleme mit Mehltau.

Den Bergahorn habe ich auch gepflanzt, mit Qualität und Zuwachs bin ich zufrieden. Probeweise habe ich auch wieder 2 aus dem Boden geholt um die Wurzel(aus)bildung zu begutachten und auch hier bin ich sehr zufrieden.
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Beitragvon meyer wie mueller » Mo Dez 31, 2007 11:40

Hallo
das ist eigentlich keim Problem.
Du kannst im Wald z.B. von frisch geschlagenen Fichten die Zapfen (geschlossene Zapfen) abrupfen, trocknen und den Samen sammeln. Oder Du sammelst im Herbst Eicheln oder Bucheckern, Ahornsamen usw.
Dann sähst Du alles im Garten aus, Beschattung nicht vergessen, pikierst die Sämlinge, verpflanzt sie jedes Jahr oder machst Containerpflanzen in Pflanztöpfen.
Wenn Du Glück hast, hattest Du vom Samenbaum dann auch gutes Saatgut und siehst nach so 30 - 50 Jahren, ob das Saatgut schöne Erbanlagen hatte, so dass Deine Enkel dann auch mal Stammholz gewinnen können.
Wenn Du es schlau machen willst, dann kaufe Dir in einer Forstbaumschule vor Ort (Pflanzen aus Norddeutschland werden in einem rauhen Klima wie dem Schwarzwald oder dem Erzgebirge nichts Rechtes werden) z.B. 2-jährige Pflanzen, die aus gutem bewährten Saatgut gezüchtet wurden, päppelst Sie im Garten in Pflanztöpfen auf und pflanzt dann die starken Pflanzen nach weiteren 2 - 3 Jahren im Herbst aus (damit musst Du nicht so dicht pflanzen). Die älteren Pflanzen haben den Vorteil, dass sie durch Grass usw. nicht so stark im Wachstum unterdrückt werden.
Am Besten ist es allerdings, wenn Du schöne Containerpflanzen aus einer Forstbaumschule holst. Die kommen auch auf ungünstigen Standorten recht gut.
Die Meisten verwenden aber zum Aufforsten wurzelnackte Pflanzen in Bündeln. Die werden so eng gepflanzt, dass auch ein paar Ausfälle zu verschmerzen sind. Du musst nur regelmäßig die jungen Bäume ausdünnen und dann das Stangenholz am besten alle 5 Jahre durchforsten.

Übrigens: Meine Großeltern haben vor 50 Jahren auch mal Kiefern selbst gezogen. Das sind mittlerweile schöne, astige Bäume, die man hervorragend für Brennholz zusammenschneiden kann, für was anderes kann man sie allerdings nicht verwenden!

Resumee: Am Wichtigsten ist bestes Saatgut oder Pflanzgut, das aus der Region stammt.

Gruß
Zuletzt geändert von meyer wie mueller am Mo Dez 31, 2007 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon meyer wie mueller » Mo Dez 31, 2007 11:46

Ergänzung:

Eichen und Buchen werden bei uns meist nicht als Jungpflanzen ausgesetzt, sondern man verwendet Eicheln und Bucheckern, die man z. B. für Unterwuchs in einem stark ausgedünnten Altbestand (oft Kiefern, weil da die Beschattung des Jungwuchses nicht so problematisch ist) steckt.

Nach und nach wird dann der Altbestand geerntet und man bekommt irgendwann einen gut durchmischten und gestuften Bestand.

Gruß
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Meine ersten Versuche

Beitragvon CSW-LNF » Di Jan 01, 2008 21:34

Hallo. Hier mal ein paar Bilder von ersten Züchtungsversuchen von Fichten: 8)
Dateianhänge
0109224423.JPG
0109224402.JPG
0109224343.JPG
0109224317.JPG
0109224259.JPG
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Beitragvon meyer wie mueller » Do Jan 03, 2008 7:57

Hallo

noch eine Möglichkeit. Beim Holzeinschlag ein paar sehr schön gewachsene Bäume als Samenbäume stehen lassen. Und dann immer wieder Jungwuchspflege, damit die Bäumchen nicht vom Gras oder Brombeeren überwuchert werden und auch nur die Schönsten und Besten hochkommen.

Gruß
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Beitragvon traktorist2222 » Do Jan 03, 2008 9:54

Hallo,

das würde ich auch gerne mal probieren!!! Wann säht man die am besten aus? Und wie? Mit Erde bedecken?
Gruß
Martin


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Beitragvon meyer wie mueller » Do Jan 03, 2008 12:46

Hallo

das mit den Samenbäumen ist fast so etwas wie Naturverjüngung.
Im Endeffekt lässt man auf der Holzeinschlagfläche einen kleinen Teil der Bäume stehen, nämlich diejenigen, die man für vermehrungswürdig erachtet. Natürlich wird man bei uns nur dann einen Jungwuchs haben, wenn die ganze Fläche eingezäunt wird. Auch Robinien kommen sehr gut.
Besonders gut geht das bei Fichte und Kiefer, auch mit Eichen und Buchen funktioniert das ganz gut.
Ich würde einige gute Containerpflanzen aussetzen, z.B. Douglasien, Lärchen, vielleicht ein paar Hemlocktannen (Tsuga canadensis), Abies grandis und wenn die Bodenverhältniss passen ein paar Tannen. Zudem Eicheln und Bucheckern stecken und ein paar Ahorn druntermischen.
Der Rest wird durch die Samenbäume erledigt. Das dauert im Gegensatz zum Pflanzen einige Jahre länger, da ja erst mal ein Jahr mit hoher Samenproduktion kommen muss und weiterhin die Sämlinge erst mal heranwachsen müssen.

Die Arbeit ist im Endeffekt nicht geringer, als wie wenn man alles neu anpflanzt, vor allem, da intensive Jungwuchspflege betrieben werden muss. Manchmal stehen die Fichtchen so dicht wie Korn und da muss man sehr stark ausdünnen, damit sie sich nicht gegenseitig am Wachstung behindern.

Die sicherste Methode ist immer noch das Anpflanzen mit3-jährigen wurelnackten Pflanzen oder bei ungünstigen Bodenverhältnissen mit Containerpflanzen. Das hast Du die Sicherheit, dass das kommt, was Du willst und hast gegenüber der Naturverjüngung einen Wachstumsvorteil.

Aber es ist immer gut, wenn man bei der Waldpflege der Naturverjüngung eine Chance gibt. Damit kann man einen stabilen, gestuften Wald erreichen.

Zum Aussähen:
Eicheln und Bucheckern stecken, knapp unter die Erde, so tief wie sie auch ein Eichelhäher versteck;, Ahornsamen leicht mit Erde bedecken und Nacktsamer wie Fichten und Kiefern in Reihen wie Petersilie aussähen. Und immer gut mit Matten beschatten (Achtung Sonnenbrand), gießen, bei feuchtem Wetter aufdecken und dann im ersten Herbst vereinzeln. Am besten, man schaut sich das mal in einer Forstbaumschule an.
Auch alte Waldarbeiter kennen sich damit gut aus. Fast jedes Forstrevier hatte bis in die 60er Jahre noch einen Pflanzgarten. Damit hatte man dann Pflanzen, die schon von Anfang an an den Standort gewohnt waren.

Gruß
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Beitragvon CSW-LNF » Do Jan 03, 2008 20:57

traktorist2222 hat geschrieben:Hallo,

das würde ich auch gerne mal probieren!!! Wann säht man die am besten aus? Und wie? Mit Erde bedecken?


Ich hab die Samen in einem Eimer mit Erde gesät, leicht mit Erde bedeckt( ca 5mm ) und dann schön gegossen. :idea: Dann hab ich den Eimer mit einer durchsichtigen Folie verschlossen und unter einen Haselnußstrauch gestellt. ( wegen a bissl Schatten ) :idea: Dann nach etwa 3 - 4 Wochen mal nachgeschaut und da sah man schon die ersten Sprößlinge aufgehen. :D Dann hab ich nach etwa weiteren 3 Wochen die Folie runter und die Bäume offen stehen lassen. Und regelmäßig gegossen, aber nicht übertreiben. ( Löcher im Boden des Eimers lassen das überschüssige Wasser raus ) :idea: :!:
Und das Resultat auf meinen Bildern ist etz ca20 Monate alt. Hab des im Mai gesät und hat doch ganz gut geklappt. :D :shock:
Hab da halt im Prinzip nach der Treibhaus - Methode gearbeitet. :idea: :arrow:
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Beitragvon mondmann » Mo Apr 14, 2008 13:34

Hallo,

ich habe auch vor eine private Versuchsfläche zur Aufforstung mittels sähen anzulegen (vor allem Eichen, Buchen, Ahorn). Kann mir da von Euch einer seine Erfahrung zu folgenden Fragen weitergeben? Zu welcher Jahreszeit sammelt man die Samen und wann pflanzt man sie am besten. Kann man die Samen lagern und ist das von Baumart zu Baumart verschieden?

Grüsse

Mathias
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Re: Bäume selber züchten?

Beitragvon CJ » So Jul 26, 2009 15:55

Ich zieh mir selber pflanzen für den Wald. So neben der normalen Pflanzerei.
Aber ich zieh mir da immer etwas was nicht so in meinem wald vorkommt. Wie z.B. Ahorn, Kirsche, Robinie, Esche. Und nächstes jahr vll. auch Speierling und Eibe.


Und was ist eigentlich mit größeren pflanzen. so um die 1,5 m ? Ich hab da noch ein paar ahorn stehen. Ist es da im herbst oder im frühling besser zum umpflanzen?
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Re: Bäume selber züchten?

Beitragvon MF 2440 » Mi Jul 29, 2009 10:36

Hier hab ich mal ein Bild von meinen Lärchen, die habe ich letzten Frühjahr auf einem Waldweg ausgerissen, da waren sie noch ca. 5cm klein, und hätten sowieso auf dem Weg keine überlebenschance gehabt, da habe ich sie zu Hause im Garten eingesetzt, die Mutter war zwar nicht so begeistert aber die hat sich schon daran gewöhnt. Jetzt 1,5 Jahre später sind sie ungefähr 30cm hoch, darum werde ich sie nächstes Jahr im Wald einsetzen.
Es sind ungefähr 50 Stück
Dateianhänge
PICT0001.JPG
(325.04 KiB) Noch nie heruntergeladen
Mit freundlichen Grüßen aus dem Bayerischen Wald
Andi
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Re: Bäume selber züchten?

Beitragvon Forstjunior » Mi Jul 29, 2009 20:26

hab da auch ne Sache. Habe heute beim Kontrollgang entdeckt, dass heuer extrem viele Bäumchen als Naturverjüngung aufgegangen sind. U.a. Kiefern..die sind geschätzt ca. 15-20 cm hoch. Ist es besser wenn ich diese im Herbst ausgrabe und in Töpfe setze, da ich vermute, dass diese aufgrund ihres sehr dünnen Stammes im Winter durch den nassen Schnee einfach umgedrückt werden und dann kaputt sind?

Hat jemand von Euch nen Rat..
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Re: Bäume selber züchten?

Beitragvon Robiwahn » Mi Jul 29, 2009 21:25

N'abend

Willst du die Kiefern an anderer Stelle haben oder dort, wo sie jetzt stehen?

Wenn du sie dort haben willst, wo sie jetzt sind, dann lass sie, wie und wo sie sind. Die Natur kümmert sich schon und die kleinen festigen ihr Stämmchen auch noch bis zum Winter. Was den Winter nicht überlebt ist halt natürliche Auslese.
Wenn du sie ausgräbst, eintopfst und wieder aussetzt hast du mdst. 2x Störungen (Wurzelabrisse, evtl. Vertrocknen der Feinwurzeln), die zu Wuchsstörungen führen können. Eine gute Naturverjüngung ist durch kein Pflanzmaterial ersetzbar.
Es sei denn, du brauchst die Pflanzen woanders. Dann würde ich das Umpflanzen aber direkt im Frühjahr an die entsprechende Stelle machen, nicht erst den Topf zwischendurch.

Gruß, Robert
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