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Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon 1055 » Di Mai 01, 2012 16:36

Nabend an die Forengemeinde,

es ist wie jedes Jahr in Brandenburg, viel zu trocken, das Getreide brauch Wasser únd ich verfluche mittlerweile unsere Gegend :twisted:
Nun habe ich mir Gedanken gemacht wie man auf Sandböden besser Wasser speichert und bin auf folgende Seite gestoßen :http://www.naturbentonit.de/was-ist-naturbentonit/index.php
Ich kenne Bentonit nur aus meinem Haupterwerbsberuf (Tunnelbau/Rohrvortrieb) da benutzen wir Bentonit als Stützschicht um beim Vortrieb so wenig wie möglich Reibung zu haben beim Vortrieb des Tunnels.
Angemischt wird es in einem Zwangsmischer, und es bildet sich eine dicke Gel Suspension die sehr trag/stützfähig ist.
Auch ca Monate später ist diese Masse noch relativ feucht so das ich die Angaben auf der Internetseite durchaus teile.
Soweit ich weiss ist Bentonit auch als Dünger im Ökolandbau zugelassen , da es ein Naturprodukt ist.
Uns ist in Spanien mal ein Vorratsbecken mit ca 25m3 ausgelaufen, nach ca 2 Monaten waren wir durch Zufall nochmal in der Gegend und da ist mir aufgefallen, wie wuchsfreudig das Gras an dieser Stelle war, und das im Süden von Spanien.

Auf der HP steht ja das man es vor der Bodenbearbeitung ausbringen soll , und ich denke mit einem Gruber würde es sich gut durchmischen lassen.

Hat jemand von euch schon Erfahrung mit diesem Naturprodukt im Bereich Pflanzenbau?
„ Wer bewirkt, dass dort, wo bisher ein Halm wuchs, nun mehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für sein Volk getan als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann“ (Friedrich der Grosse)

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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon countryman » Mi Mai 02, 2012 17:48

ich erinnere mich im Studium (West, kurz nach der Wende) einen Film über Bentonitaufbringung in der DDR gesehen zu haben, für nennenswerte Erfolge wird scheinbar sehr viel Material benötigt. In Bewässerungsanlagen scheint das Geld besser angelegt...
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon 1055 » Mi Mai 02, 2012 18:51

Das gleiche hab ich heute auch gelesen.
Da lange keine Antwort kam auf diesen Fred hab ich mich selber nochmal bischen belesen.
Ein Richtwert an auszubringendem Granulat wäre 0,5kg/m2 auf sandigen Böden, das heisst bei sagen wir mal 15ha sinds 75to.
Die 75 Tonnen an sich gehen ja noch, nun hab ich mich mal nach dem Preis erkundigt und bin leider nur bei ebay fündig geworden.
Da kosten 25kg 24.95€ also das Kilo fast 1 Euro. Also wären es 75000 Euro :D nen Klax wie ich finde :lol:
Nagut, wäre ja zu schön gewesen um wahr zu sein.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Wave » Mi Mai 02, 2012 19:47

Wenn überhaupt musst du einen Produzenten finden,der dir das direkt verkauft,ansonsten ist alles zu teuer.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon zwiebe » Do Mai 03, 2012 5:51

(Futter)Bentonit gibt es gesackt zu 25 kg für 400 Euro/t brutto.
Mit dem Sattel gekippt denke ich um 1/3 des Preises.

Bei 1€/kg kannst Du gleich http://www.geohumus.com/ nehmen.
Im Blumentopf eine feine Sache.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon 1055 » Fr Mai 04, 2012 4:55

zwiebe hat geschrieben:(Futter)Bentonit gibt es gesackt zu 25 kg für 400 Euro/t brutto.
Mit dem Sattel gekippt denke ich um 1/3 des Preises.

Bei 1€/kg kannst Du gleich http://www.geohumus.com/ nehmen.
Im Blumentopf eine feine Sache.


Ich hab auf der I-netseite von Bentonit mal den Kontakt genutzt und wurde gestern doch glatt von einem freundlichen Herren zurückgerufen.
Er bot mir Edasil in Big Packs an, für 170€/to incl. Fracht bis an Feldrand aber exklusive MwSt.
Ausgebracht werden sollte das ganze aufs Saatbett und flach einarbeiten.
Angesetzt wären 2,5to/ha=425 € /ha in Verbindung mit Stalldung oder Gärreste.
Bei 15 ha die ich verbessern möchte, wären das stolze 6375,00€ .

Auf einer anderen Seite wo Edasil vertrieben wird, setzt man die Menge sogar auf 150g/m2 zurück, was es noch ein wenig günstiger macht.

http://www.schneckenprofi.de/edasil-agr ... zAodEBjc1w
Das wären dann 255€/ha.

Also werde ich mir erstmal ausm Netz 2-3 Säcke a 25kg kaufen und werde es nach der Ernte auf einem kleinen Stück probieren.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Manfred » Fr Mai 04, 2012 12:24

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass solch geringe Aufwandmengen einen nennenswerten Effekt bringen?
Wenn ich über den Daumen annahme, dass Betonit etwa sein Eigengewicht an Wasser speichern kann (wilde Schätzung von mir, hab auf die Schnelle keine Zahlen gefunden), wären das 2,5 t Wasser pro ha oder 250 ml pro m2.
Bei längerer Trockenheit bringt das gar nichts? Wenn ich regelmäßig Niederschläge habe und jedes Mal gespeichert wird und das Getreide dann jeweils einen Tag länger Wasser hat schon eher.
Bin sehr gespannt auf einen Versuch.

Hab schon mal überlegt, ob man auf extremen Sandstandorten den Sand nicht vor Ort teilweise zermahlen könnte, um mehr Feinanteil und damit mehr speicherfähiges Porenvolumen zu erhalten. Wie so eine Traktoranbaumühle zum über den Acker ziehen aussehen könnte und welches Kosten/Leistungs-Verhältnis entstünde, müssten Fachleute klären.
Evtl. kannst du auch günstig und nährer dran (Transportkosten) an Steinmehl kommen und in größerer Menge einbringen. Müsste den gleichen Effekt haben wie Bentonit.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Ede75 » Fr Mai 04, 2012 12:58

Manfred hat geschrieben:Hab schon mal überlegt, ob man auf extremen Sandstandorten den Sand nicht vor Ort teilweise zermahlen könnte, um mehr Feinanteil und damit mehr speicherfähiges Porenvolumen zu erhalten.


Der zermahlene Sand wird sich ziemlich sicher nach unten wegspülen /wegarbeiten. Nimm ne Müslidose und klopf die auf den Tisch, das entmischt sich auch, grob oben, fein unten.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Ulikum » Fr Mai 04, 2012 13:05

Wie wäre es mal ganz einfach einen langfristigen ( 5 Jahre)Versuch mit Zwischenfrüchten unternehmen.
Wenn ich den Humusgehalt steigern könnte würde sich auch das Wasserhaltevermögen im Boden verbessern.
Weiter Möglichkeiten Organische Dünger Stallmist und Kompost.
Auch erreiche ich durch eine ganzjährige Bodenbedeckung eine geringere Wasserverdunstung, also auch mal über die Art der Bodenbearbeitung nachdenken.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Cairon » Fr Mai 04, 2012 13:35

Wir haben hier ca. 20 Punkte auf auf Geest, Gründüngung ist ein muss, wann immer es geht. Das Problem ist eben nur nach der Ernte zur Zwischenfrucht genug Wasser zu haben, damit auch was wächst. Ich habe auch schon überlegt die schwächsten Flächen kräftig mit Putenmist zu düngen, um da mehr organische Masse einzubringen.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Manfred » Fr Mai 04, 2012 15:51

Wenn der gemahlende Sand durchrieselt, tuen es Bentonit, Steinmehl und Kalkmergel auch. Ist ja alles nur fein gemahlenes Gestein, dass durch die Adhäsionskräfte des gebundenen Wassers zusammen gehalten wird.

Humus ist natürlich wertvoll, baut sich aber genau so schnell wieder ab, wie man ihn aufbauen kann, gerade bei fast reinem Sand.
Putenmist ergibt durch seinen hohen Stickstoffanteil m.E. nur gerningste Mengen stabilen Humus.
Wenn müsste man eher möglichst viel holziges Material einbringen. Laut Humusforschung bringt der Ligninanteil im Holz am ehesten langzeitstabile Humuskomplexe. Da hätte man dran denken müssen, als Hackschnitzel noch wertloser Abfall waren...
Joel Salatin hat auf seinem Land jahrelang Walnussschallen ausgebracht und damit einen beachtlichen Humusaufbau erreicht. Aber er saß mitten im Anbaugebiet halt an der Quelle.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Cairon » Fr Mai 04, 2012 15:58

Also müsste man sich Schreddergut in großen Mengen verschaffen und es aufbringen. Muss man dann aber den PH-Wert im Auge behalten, gerade bei Tannenholz.
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Biohias » Fr Mai 04, 2012 18:16

Und was ist mit dem C:N verhältniss :?:
dachte sowas mit holzigen Stoffen wäre da sehr negativ, ich mein kohlenstoff und lignin als stabilisierung für den Boden :?:
weiß nicht was ich davon halten soll :wink:
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Ulikum » Fr Mai 04, 2012 18:33

Biohias hat geschrieben:Und was ist mit dem C:N verhältniss :?:
dachte sowas mit holzigen Stoffen wäre da sehr negativ, ich mein kohlenstoff und lignin als stabilisierung für den Boden :?:
weiß nicht was ich davon halten soll :wink:

Schon mal an einen Waldboden gedacht ?
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Re: Bentonit als Wasserspeicher auf Sandböden

Beitragvon Biohias » Fr Mai 04, 2012 18:35

ja is schon klar, darum is der humusgehalt im wald auch so hoch oder :wink:
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