Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 9:17

Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
39 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
  • Mit Zitat antworten

Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon JonnySchorsch » Fr Dez 30, 2011 16:07

Hallo,
ich wende mich nun an das Forum, da ich in nicht mehr ganz so ferner Zukunft vor der Berufswahl stehe. Bisher habe ich die Landwirtschaft für mich entdeckt, da ich mich gerade für die Kombination aus Natur/Biologie und Technik interessiere. Ich bin auch bei einigen Landwirten öfters mal auf dem Hof anzutreffen wo ich Helfe und hier und da zur Hand gehe (Jetzt aber bitte keine Antworen wie "Junge, Landwirtschaft ist nicht nur Treckerfahren").
erste Frage:
Wenn ich den Berufsweg des Landwirts einschlage (mache z. Zt. Realschule), also Fachoberschule im Bereich Agrar und eine anschließende Ausbildung, evtl. Studium usw, Habe ich dann eine reale Chance als Landwirt zu arbeiten bzw einen eigenen Betrieb zu gründen? Ein Landwirt den ich kenne hat mir gesagt, wenn ich als Landwirt in einem Betrieb eingestellt werde, würde ich "ewig Hilfsarbeiter bleiben". Was meint ihr? Hat man als Quereinsteiger eine reelle Chance?
Außerdem habe ich mich auch schon mal nach anderen "Bereichen" umgesehen. Zum Beispiel den Beruf des Gärtners. Hierzu habe ich eine Infoveranstalltung in einer Gärtnerei besucht. Was mich aber ehrlich gesagt gestört hat war die Tatsache, das der Beruf des Gärtners, auf kurz oder lang auf einen "Schreibtischjob" hinausläuft, da immer mehr technisiert wird und für die Arbeiten wie Umtopfen oder Unkraut hacken Hilfsarbeiter "verwendet" werden. Der Gärtner als solches sitzt am Schreibtisch und berechnet z. B. Düngerationen oder Pflanzenschutzmaßnahmen oder er weist die Arbeiter an. Hier wären wir auch schon beim zweiten Punkt, denn das (einen Bürojob) will ich auf keinen Fall. Am Schreibtisch meinen Arbeitstag zu verbringen kommt für mich nicht in Frage, da würde ich eingehen. Einen gewissen Anteil an Verwaltungsaufgaben hat man wohl in jedem Job, damit komme ich wohl auch klar, aber ich will so nicht mein gesammtes berufliches Leben verbringen. Ich denke ihr versteht was ich damit sagen will.
Auf der Infoveranstalltung zum Beruf der Gärtners habe ich auch die Richtung Garten und Landschaftsbau genauer kennen gelernt. Das fand ich eig. ganz interessant, da in diesem Berufsbild das handwerkliche noch etwas mehr verlangt wird als in einem „günen“ Beruf. Allerdings hat mir der Veranstallter des ganzen hier etwas den Wind aus den Segeln genommen, denn GaLa-Bau geht schon stark in die Richtung Baugewerbe, was zwar recht gute Löhne mit sich bringt, aber dann eben wenig oder kaum noch wirklich was mit Plfanzen und Gartenbau, im weiteren Sinne Landwirtschaft zu tun hat…
Die nächste Möglichkeit wäre für mich gewesen, in den Bereich der Landtechnik zu gehen. Mit mittlerer Reife könnte man hier gut in den Bereich Vertrieb. Bei diesem Beruf habe ich dann natürlich wiederum nur mit der Technik für die Landwirtschaft zu tun, weniger mit ihr selbst.
Lange Rede kurzer Sinn: Wenn ich im Bereich Landwirtschaft tätig sein will, habe ich eine Chance direkt als Landwirt einen Betrieb zu „gründen“? Welche Möglichkeiten gibt es noch direkt in der Landwirtschaft?
Was haltet ihr von den Berufen wie Gärtner, GaLa-Bauer oder etwas im Landtechnikvertrieb?
mfG JonnySchorsch
.......................
"Die Landwirtschaft ernährt die Welt, viel mehr aber noch Fendt, die BayWa und Monsanto."
(Zitat meines Berufsschullehrers)
Benutzeravatar
JonnySchorsch
 
Beiträge: 2114
Registriert: Sa Dez 25, 2010 12:39
Wohnort: Ein schönes Dorf in Bayern
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon forenkobold » Fr Dez 30, 2011 16:21

Einheiraten oder Erbpacht..
in beiden Fällen bist Knecht des Seniors bis er stirbt :twisted: :twisted:
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
forenkobold
 
Beiträge: 5927
Registriert: Mi Aug 08, 2007 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon JonnySchorsch » Fr Dez 30, 2011 16:45

forenkobold hat geschrieben:Einheiraten oder Erbpacht..
in beiden Fällen bist Knecht des Seniors bis er stirbt :twisted: :twisted:


Oder der Senior ist froh das ich es weiter machen will und das liebe Töchterlein nicht nur die Landwirtschaftsschule macht damit der alte Ruhe gibt und dann alles verpachtet.
Nein also mal im Ernst. Ich kann nicht den Berufsweg des Landwirts einschlagen und nur darauf hoffen das ich ein nettes Mädel mit 300 ha kennen lerne. Hinterher wirds nix und ich steh da wie der Ochs vorm Berg. Genau das meinte ich mit "reale Chance".
mfG JonnySchorsch
.......................
"Die Landwirtschaft ernährt die Welt, viel mehr aber noch Fendt, die BayWa und Monsanto."
(Zitat meines Berufsschullehrers)
Benutzeravatar
JonnySchorsch
 
Beiträge: 2114
Registriert: Sa Dez 25, 2010 12:39
Wohnort: Ein schönes Dorf in Bayern
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon frank1973 » Fr Dez 30, 2011 17:50

Wenn du als Landwirt einen Betrieb gründen willst und ganz von vorne anfangen musst und nicht einen Betrieb übernehmen kannst wirds schwer werden.Denke nur mal was ein vernünftiger Fuhrpark mit dem du was anfangen kannst kostet,wenn du das Geld alles von der Bank leihen musst kannst du nur für die Bank arbeiten.Beim Garten und Landschaftsbau siehts da schon etwas "billiger"aus.Ein Auto mit anhänger ein paar Schaufeln usw. und schon kannst du anfangen und mit der Zeit je nachdem wie dein Kundenstamm aussieht etwas vergrössern und mit entsprechendem Know how vielleicht auch etwas an Landwirtschaftlichen Lohnarbeiten machen.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
Benutzeravatar
frank1973
 
Beiträge: 2787
Registriert: Mi Dez 03, 2008 11:05
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon Cairon » Fr Dez 30, 2011 17:51

post419374.html?hilit=Generationskonflikt#p419374

landwirtschaft-warum-tuen-wir-uns-das-noch-an-t66846.html
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon Manfred » Fr Dez 30, 2011 18:07

Wenn du nicht einen reichen Erbonkel hast, der dich mit mehreren hunderttausend Euro Startkapital ausstattet, wirst du in den gängigen Betriebsformen, ob Milcherzeugung, Mast, Ackerbau oder Gärtnerei, kaum einen wirtschaftlich tragfähigen Fuß auf den Boden bekommen.
In Nischenbereichen (Landschaftspflege, Direktvermarktung) hast du auch als Gründer mit beschränkter Kapitalausstattung noch Chancen, wenn du Unternehmergene hast, kühl rechnest und fleißig arbeitest. Wichtig sind eine hohe Wertschöpfung und ein schneller Kapitalrückfluss (Beispiel: Bei einem Mastrind siehst du das erste Geld nach 1,5 Jahren, bei einem Direktvermarktungs-Hähnchen nach 12 Wochen). Wir haben ja einige erfolgreiche Quereinsteiger hier im Forum.

GaLa-Bau hat (bis auf wenige Ausnahmen) kaum was mit Landwirtschaft zu tun. Da bist du richtig aufgehoben, wenn die Pflasterarbeiten und Heckenschnitt glücklich machen. Landtechnikvertreib ist m. E. noch weiter weg. Da sitzt du mehr im Büro und/oder Auto als du mit der Praxis zu tun hast.

Welche Bereiche in der Landwirtschaft interessieren dich denn?
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 13547
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon Wave » Fr Dez 30, 2011 18:09

Pratika sind gute Möglichkeiten irgendwo später einzusteigen.Ich hab mal von jemanden gehört,dessen Eltern keine Landwirtschaft betrieben und doch ist er heute Betriebsleiter irgendwo um Leipzig auf einem relativ großen Betrieb.Man kann schon was schaffen,nur ich denke es gibt deutlich leichtere Wege.Bin auch gerade am Überlegen,was ich später mal machen möchte.Selbstständig solltest du auf keinen Fall werden->Cairons Links,es sei du heiratest dich ein,hat aber die Schwiegereltern Problematik.Mach Praktikum nächstes Jahr auf einem Betrieb und warte die Resonanz ab,da wirst du merken was los ist.Auf kleineren Betrieben (unter 500ha) gibt es bei Unterbelegung ne gute Chance rein zu kommen und dort ist alles sehr familiär/persönlich,was du auf Großbetrieben nicht so erleben wirst,jedoch ich nicht ausschließe.Außerdem gibts drumherum auch ne ganze Menge schöne Berufe die auch mit der LW zutun haben.
Auch kannte ich einen der Eingestiegen ist und viele Fehler gemacht hat(für andere Rüben gefahren usw.),was aus ihm geworden ist weis ich leider nicht.
Wave
 
Beiträge: 196
Registriert: Fr Dez 30, 2011 17:56
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon westfale2030 » Fr Dez 30, 2011 18:54

Mach deine Realschule so gut wie irgend möglich zu Ende und beschäftige dich intensiv mit der Berufswahl . Wenn du dich z.B. für den Beruf des Landwirts entschieden hast würde ich zunächst eine Lehre machen mit abschließender Gesellenprüfung. Damit hast du dann soviel ich weiß die Fachoberschulreife und nach einem weiteren Jahr das Fachabitur. Damit kannst du dann an Fachhochschulen Landwirtschaft studieren und nach weiteren 3 Jahrenn den Bachelor machen. Mit diesem Abschluß hast du dann das Rüstzeug auch für höhere Aufgaben. Die Chancen einen Job zu bekommen sind dann bei entsprechenden Zeignissen gut bis sehr gut. Aber du mußt dich wie gesagt reinknien: von nix kommt nix.
Viele Betriebe, vor allem auch größere in Ostdeutschland suchen händeringend Nachfolger für Agrargenossenschaften.
Du kannst dich natürlich auch mit der Lehre zufrieden geben hast aber dann nicht die ganz großen Möglichkeiten. Hängst du die Meisterprüfung dran sieht es schon wieder anders aus.
Um selbst einen Betrieb zu gründen brauchst richtig viel Geld. Das wird nix. Einheiraten, na ja. Müßte schon ein großer Zufall sein.

Du mußt dir deiner Sache ganz sicher sein und auch keine romantischen Vorstellungen von dem Beruf haben. Hast du das geklärt handelst du wie oben beschrieben und heiratest später eine verbeamtete Lehrerin.

Alles Gute
westfale2030
 
Beiträge: 615
Registriert: Sa Nov 26, 2011 16:48
Wohnort: nördliches Südwestfalen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon JonnySchorsch » Fr Dez 30, 2011 19:07

Hallo,
danke schonmal für die Antworten.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Berufe wie Landtechnikvertrieb und GaLa-Bau wären Alternativen, falls ich im Bereich Landwirtschaft direkt auf keinen grünen Zweig stoße.

Das ich wohl kaum einen Betrieb aus dem Boden stampfen kann, habe ich mir eigentlich schon gedacht. Die Frage ist nur, ob ich wirklich eine Chance habe in einen Hof reinzukommen. Und das ohne Heirat, denn ich bin der Meinung das ich meine Existenzgrundlage nicht auf sowas aufbauen sollte. Wie auch immer, das mit der Heirat lassen wir erstmal, ist ja noch ein stück weg :wink:

@westfale2030:
Ok, das wäre dann so der Werdegang wenn ich die Richtung des Landwirts einschlage. Die Frage wäre dann nur, wie mein Berufsbild aussieht wenn ich Angestellter oder gar Leiter einer großen Agrargenossenschaft bin? Am Ende sitze ich wieder am Schreibtisch und darf den Schleppern draußen auf dem Hof zusehen...
Also romantische Vorstellungen von der Landwirtschaft hab ich hoffe ich nicht. Ich habe schon einige Tage auf Betrieben richtig mitgearbeitet, nicht nur Treckerfahren und Kälber streicheln :wink:
In den Osten will ich jetzt nicht unbedingt, ich wohne in Nordbayern. Ob ich mich noch so für die Landwirtschaft begeistere, wenn ich hunderte Kilometer von daheim weg in einem Büro sitze und einen Großbetrieb führe, ist die andere Frage...
mfG JonnySchorsch
.......................
"Die Landwirtschaft ernährt die Welt, viel mehr aber noch Fendt, die BayWa und Monsanto."
(Zitat meines Berufsschullehrers)
Benutzeravatar
JonnySchorsch
 
Beiträge: 2114
Registriert: Sa Dez 25, 2010 12:39
Wohnort: Ein schönes Dorf in Bayern
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon forenkobold » Fr Dez 30, 2011 20:07

Chancen bestehen nach entsprechender Ausbildung als Verwalter auf Staatsdomänen, Adelsgütern, Südzucker-Betrieben oder Ähnlichem. Topargrar Stellenmarkt ist umfangreich.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
forenkobold
 
Beiträge: 5927
Registriert: Mi Aug 08, 2007 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon Fassi » Fr Dez 30, 2011 20:39

Ja, der ist umfangreich. Da gibts nur drei Fragen:

1. Wie weit bsit Du bereit zu reisen?
2. Welche Fachrichtung?
3. Hoffentlich ist Dein Abschluß nicht zu hoch (denn bist zu teuer)?

Ich ärgere mich zB, dass ich den Spaß studiert hab. Meine Fachrichtung ist Tierproduktion, berufliche Wege die mir offen stehen sind: Klinkenputzer bei Futtermittelkonzernen, ständige Elternteilzeitvertetung Deutschlandweit (also alle 1 bis 2 Jahre neuen Job suchen und umziehen) oder tief im Osten im Büro Betriebs/Bereichleiter. KWS nimmt zB schickt einem mit dem Abschluß nur Absagen. Wenn man aber nicht aus der Heimat weg will, wie ich (ehe jetzt wer meckert, ich habs schon gemacht und es ist einfach nicht meins) und nicht aus Bayern (wobei auch die mittlerweile beim Staatsdienst abspecken) oder dem Güllegürtel stammt, dann bleibt noch ein Weg: überqualifizierter Produktionshelfer/ Taxifahrer. Nee, so rosig wie das immer geschildert wird, ist der Arbeitsmarkt da schon lange nicht mehr (ich hab bei Bewerbung Nr. 200 aufgehört zu zählen; hat schon nen Grund warum 90% meiner Kommilitonen nun doch auf Vaters Hof arbeiten). Die Zeit nochmal 10 Jahre nach hinten, und ne Uni würde ich nicht mehr von innen sehen und Landwirtschaft bliebe nur der Nebenerwerb/Hobby.

Und eigener Hof mag gehen. Ist aber je nach Vorlieben und örtlicher Situation ein harter Weg. Ob man den geht, sollte man vorher gut abwägen. Aber mal eben aus Spaß wird das nichts.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
Benutzeravatar
Fassi
 
Beiträge: 7993
Registriert: Mi Feb 13, 2008 0:35
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon µelektron » Sa Dez 31, 2011 9:54

So traurig es ist, mit eigenem Betrieb ist auch schluss mit Trekkerfahren das ganze Jahr ...
da sitzt Du zwangsläufig 1/3 der Zeit im Büro.
Bis der Fiskus, Brüssel und die hiesigen Speichellecker und Statistiker ihre Zahlen beisammen haben die Du ihnen liefern darfst,
mit der Ermahnung auch ja richtige Angaben zu machen weil die geprüft werden könnten und dann Strafen drohen,
vergeht einem so manches mal der Spaß am Beruf.

Was die Überqualifikation angeht so bleibt Dir ja der Weg des "Downgrade" ... machste über ... ich glaub schulfremdenprüfung heißt das ... den Meister dazu und bewirbst Dich mit diesem Titel :wink:
... ich mag keine Gäste die erst die Tür eintreten und dann nicht merken wenn die Party vorbei ist.
Benutzeravatar
µelektron
 
Beiträge: 1522
Registriert: Di Okt 18, 2011 19:14
Wohnort: Südpfalz
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon westfale2030 » Sa Dez 31, 2011 13:44

JonnySchorsch hat geschrieben:. Die Frage wäre dann nur, wie mein Berufsbild aussieht wenn ich Angestellter oder gar Leiter einer großen Agrargenossenschaft bin? Am Ende sitze ich wieder am Schreibtisch und darf den Schleppern draußen auf dem Hof zusehen...
Also romantische Vorstellungen von der Landwirtschaft hab ich hoffe ich nicht. Ich habe schon einige Tage auf Betrieben richtig mitgearbeitet, nicht nur Treckerfahren und Kälber streicheln :wink:
In den Osten will ich jetzt nicht unbedingt, ich wohne in Nordbayern. Ob ich mich noch so für die Landwirtschaft begeistere, wenn ich hunderte Kilometer von daheim weg in einem Büro sitze und einen Großbetrieb führe, ist die andere Frage...


Als Angestellter wirst du hauptsächlich auf dem Trecker sitzen und z.B. im Frühjahr wochenlang den Pflanzenschutz erledigen. Da hast du keine Schreibtischarbeit ist aber dann irgendwann auch nur noch Routine. In leitender Funktion wirst du schon den größten Teil deiner Arbeitszeit im Büro verbringen aber auch die Feldbestände kontrollieren und dergleichen mehr. Ich kenne da z.B. den Chef einer großen Agrar Gmbh, der es sich im Herbst nicht nehmen läßt mit dem Quadtrac von Case tagelang das Maissilo zu planieren und festzufahren. Die Zeit nimmt er sich einfach. Wenn du aus Nordbayern stammst ist es bis nach Thüringen oder Sachsen auch nicht so weit.
Ein gewisses Maß an Flexibilität solltest du schon haben und deinen beruflichen Werdegang nicht nur auf den eigenen Landkreis beschränken.
Ein anderer Bekannter hat dieses Jahr seinen Bachelor gemacht und sich bei mehreren Landtechnikfirmen, wie JohnDeere und Köckerling, beworben. Nach den Bewerbungsgesprächen hat er den Job bei JohnDeere bekommen und arbeitet nun in der Entwicklung in Kaiserslautern.
Möglichkeiten gibt es also.
westfale2030
 
Beiträge: 615
Registriert: Sa Nov 26, 2011 16:48
Wohnort: nördliches Südwestfalen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon JonnySchorsch » Sa Feb 11, 2012 18:26

Hallo,
ich würde das Thema gerne noch etwas fortführen da sich auch einiges Neues ergeben hat. Gestern war ich bei einer Infoveranstalltung zum Thema Berufsausbildung Landwirt und konnte mich auch dannach noch mit einem für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiter des Landwirtschaftsamtes unterhalten.
Zuerst mal: Die Ausbildung zum Landwirt hört sich wie ich finde recht vielversprechend an und man hat auch nach der eigentlichen Ausbildung noch viele Möglichkeiten weiter zu machen. Auch besteht die Möglichkeit sich nach der Ausbildung weiter zu qualifizieren und über die FOS ein Fachabitur zu machen und zu Studieren.
Nach dem Vortrag habe ich dann mal gefragt, wie es mit Möglichkeiten nach der Ausbildung aussieht wenn man keinen eigenen Betrieb hat. Die allgemeine Antwort war recht positiv, Leute in der Landwirtschaft würden immer gesucht und das Stellenangebot wäre in der Regel größer als die Nachfrage. Daraufhin habe ich (wie auch hier eingangs) erwähnt, das ich einen Schreibtischjob/eine verwaltende Tätigkeit eigentlich nicht/auf keinen Fall will. Ab da wurde das Gespräch dann interessant, denn der Mann vom Landwirtschaftsamt sowie ein Landwirt aus dem Nachbarlandkreis der dazugekommen war kamen beide recht schnell auf Lohnunternehmen zu sprechen. Ein Beispiel war ein Lohnunternehmen das ich selbst auch kenne und das beispielsweise zum Maishäckseln nur Fachleute einsetzt. Ein 400€-Jobbler könnte einen Häcksler wohl auch bedienen, allerdings hat eine gelernte Arbeitskraft ein ganz anderes Fachwissen und kann durch schonende Fahrweise z. B. Bodenverdichtungen minimieren. Ich solle also auf die Ausbildung zum Landwirt später noch den Landmaschinenmechaniker aufsatteln und schon würde ich von jedem LU mit Handkuss genommen werden. Das hört sich ja erstmal ganz gut an. Ich frage mich dann nur, ob ich zwei vollständige Berufsausbildungen machen soll, um letzten Endes bei einem LU als Schlepperfahrer zu landen. Was meint ihr?
Auch hörte man von vielen Referenten zwischen den Zeilen durch, das es mit dem Lohn allgemein nicht besonders gut aussieht, auch mit hoher Qualifikation. Könnt ihr das bestätigen? Ist es wirklich sooo schlecht? Ich würde auch gerne mal ein paar Zahlen hören...
mfG JonnySchorsch
.......................
"Die Landwirtschaft ernährt die Welt, viel mehr aber noch Fendt, die BayWa und Monsanto."
(Zitat meines Berufsschullehrers)
Benutzeravatar
JonnySchorsch
 
Beiträge: 2114
Registriert: Sa Dez 25, 2010 12:39
Wohnort: Ein schönes Dorf in Bayern
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Berufliche Zukunft im Bereich Landwirtschaft (?)

Beitragvon JonnySchorsch » Mo Feb 13, 2012 16:55

Ich finde es offen gesagt etwas schade das in diesem Thema so wenig läuft, geht es doch um die Zukunft der Landwirtschaft in reinster Form :(
mfG JonnySchorsch
.......................
"Die Landwirtschaft ernährt die Welt, viel mehr aber noch Fendt, die BayWa und Monsanto."
(Zitat meines Berufsschullehrers)
Benutzeravatar
JonnySchorsch
 
Beiträge: 2114
Registriert: Sa Dez 25, 2010 12:39
Wohnort: Ein schönes Dorf in Bayern
  • Website
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
39 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: AF85, Bing [Bot], Fahrer412, Geisi, Google [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki