Hallo,
ich wende mich nun an das Forum, da ich in nicht mehr ganz so ferner Zukunft vor der Berufswahl stehe. Bisher habe ich die Landwirtschaft für mich entdeckt, da ich mich gerade für die Kombination aus Natur/Biologie und Technik interessiere. Ich bin auch bei einigen Landwirten öfters mal auf dem Hof anzutreffen wo ich Helfe und hier und da zur Hand gehe (Jetzt aber bitte keine Antworen wie "Junge, Landwirtschaft ist nicht nur Treckerfahren").
erste Frage:
Wenn ich den Berufsweg des Landwirts einschlage (mache z. Zt. Realschule), also Fachoberschule im Bereich Agrar und eine anschließende Ausbildung, evtl. Studium usw, Habe ich dann eine reale Chance als Landwirt zu arbeiten bzw einen eigenen Betrieb zu gründen? Ein Landwirt den ich kenne hat mir gesagt, wenn ich als Landwirt in einem Betrieb eingestellt werde, würde ich "ewig Hilfsarbeiter bleiben". Was meint ihr? Hat man als Quereinsteiger eine reelle Chance?
Außerdem habe ich mich auch schon mal nach anderen "Bereichen" umgesehen. Zum Beispiel den Beruf des Gärtners. Hierzu habe ich eine Infoveranstalltung in einer Gärtnerei besucht. Was mich aber ehrlich gesagt gestört hat war die Tatsache, das der Beruf des Gärtners, auf kurz oder lang auf einen "Schreibtischjob" hinausläuft, da immer mehr technisiert wird und für die Arbeiten wie Umtopfen oder Unkraut hacken Hilfsarbeiter "verwendet" werden. Der Gärtner als solches sitzt am Schreibtisch und berechnet z. B. Düngerationen oder Pflanzenschutzmaßnahmen oder er weist die Arbeiter an. Hier wären wir auch schon beim zweiten Punkt, denn das (einen Bürojob) will ich auf keinen Fall. Am Schreibtisch meinen Arbeitstag zu verbringen kommt für mich nicht in Frage, da würde ich eingehen. Einen gewissen Anteil an Verwaltungsaufgaben hat man wohl in jedem Job, damit komme ich wohl auch klar, aber ich will so nicht mein gesammtes berufliches Leben verbringen. Ich denke ihr versteht was ich damit sagen will.
Auf der Infoveranstalltung zum Beruf der Gärtners habe ich auch die Richtung Garten und Landschaftsbau genauer kennen gelernt. Das fand ich eig. ganz interessant, da in diesem Berufsbild das handwerkliche noch etwas mehr verlangt wird als in einem „günen“ Beruf. Allerdings hat mir der Veranstallter des ganzen hier etwas den Wind aus den Segeln genommen, denn GaLa-Bau geht schon stark in die Richtung Baugewerbe, was zwar recht gute Löhne mit sich bringt, aber dann eben wenig oder kaum noch wirklich was mit Plfanzen und Gartenbau, im weiteren Sinne Landwirtschaft zu tun hat…
Die nächste Möglichkeit wäre für mich gewesen, in den Bereich der Landtechnik zu gehen. Mit mittlerer Reife könnte man hier gut in den Bereich Vertrieb. Bei diesem Beruf habe ich dann natürlich wiederum nur mit der Technik für die Landwirtschaft zu tun, weniger mit ihr selbst.
Lange Rede kurzer Sinn: Wenn ich im Bereich Landwirtschaft tätig sein will, habe ich eine Chance direkt als Landwirt einen Betrieb zu „gründen“? Welche Möglichkeiten gibt es noch direkt in der Landwirtschaft?
Was haltet ihr von den Berufen wie Gärtner, GaLa-Bauer oder etwas im Landtechnikvertrieb?
