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Bio-Anbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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37 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Bio-Anbau

Beitragvon Efelia » Do Okt 10, 2013 9:11

Hallo,

seit Monaten brodelt es in mir, heute morgen ging die Diskusion mit einem Kollegen wieder los...

Ich bin ein Verfechter der biologischen Landwirtschaft. Wir selbst betreiben Landwirtschaft nur im Nebenerwerb und nur für den Eigengebrauch (zur Grünfutter-/Heuproduktion unserer Pferde), dies nicht biologisch, alle 2 bis 3 Jahre werden die Wiesen gedüngt.
Ich versuche aber meine Familie mit Bio zu ernähren, mein Hausgarten ist rein biologisch. Alles andere kaufe ich möglichst in Bio- Qualität ein.

In unserer Region ist der Bio-Anbau in Landwirtschaftsbetrieben auf dem Vormarsch, bis auf eine Ausnahme wird hier rein Bio angebaut. Ein Vertreter dieser Bio-Bauern vermarktet seine Produkte zum Teil direkt in eigener Gastronomie und bewirbt diese auch damit. Eines seiner Äcker liegt genau vor meinem Wohnzimmerfenster, so dass ich schockiert beobachten konnte, wie er seine Bio-Hirse mit einem Landwirtschaftgerät besprühte wie es für Pflanzenschutzmittel verwendet wird. Was genau versprüht wurde, kann ich natürlich nicht sagen, Wasser war es mit Sicherheit nicht, dafür war die Menge zu gering. Mein Kollege, Verpächter an diesen Landwirtschaftsbetrieb und Freund des Betreibers, behauptet nun, Hirse, Dinkel, Raps und Mais dürfen auch bei Bio mit Wachstumsbeschleunigern usw. besprüht werden, die Vorschriften würden das zulassen.

Ist dies wirklich so? Meines Erachtens nach darf bei Bio selbst nur sehr eingeschränkt gedüngt werden (Bio-Gülle beispielsweise) und das auch nur bei bestimmten Labeln. Meine ehemaligen Schwiegereltern haben einen Biohof, den ich übernehmen sollte und in den ich schon einen gewissen Einblick hatte, deshalb wundere ich mich jetzt doch schon sehr.
Wie sehen andere die Sache?

Viele Grüße aus dem Spreewald!
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon speeder » Do Okt 10, 2013 9:19

Hallo,

ich war selbst bis diesen Herbst Bio-Betrieb, von meinem Vater übernommen (insg. 20 Jahre Bio)... Frisch umgestellt.

Auch im Bio Anbau gibt es mehrere zugelassene Mittel, die mit der Feldspritze ausgebracht werden. Beispielsweise Kupfer, oder homöopathische Wuchsstoffe (bei Demeter-Betrieben).
Die allermeisten machen dies jedoch nicht, aus genau dem Grund wie du ihn schilderst:

Es ist weder Verbrauchern noch Kollegen zu erklären, warum man als Bio mit der Spritze unterwegs ist...
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon forenkobold » Do Okt 10, 2013 9:29

Der Bioobstbauer im Nachbarort ist ca alle 3 Tage mit der Spritze unterwegs. In den Gassen zwischen den Bäumen hat er schon bleibende Fahrrinnen, weil er mit seinen nur 3 Tage lang wirksamen Kontaktmitteln wirklich bei jedem Wetter rein muß.

Eine Region mit lauter Biolandwirten??
Wo soll denn das sein?
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Manfred » Do Okt 10, 2013 10:00

@Efelia:
Es gibt eine ganz Reihe von Pflanzenschutzmitteln, die für den ökologischen Landbau zugelassen sind.
Siehe diese Liste
http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/psm_oekoliste-DE.pdf?__blob=publicationFile

Schwefel, Kupfer, Seife, Rapsöl, pflanzliche- und bakterielle Gifte etc.
Kannst ja die Liste mal durchsehen und selber entscheiden, was davon du bedenklich findest.


Außerdem gibt es die Demeter-Präparate, die teilweise auch mit Pflanzenschutzspritzen ausgebracht werden.
http://www.forschungsring.de/arbeitsbereiche/praeparate/kurzbeschreibung-der-biologisch-dynamischen-praeparate.html
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Schwabenjung26 » Do Okt 10, 2013 10:09

@ Bauer Harms: Gülle von biologisch gehaltenen Rindern/Schweinen
Älbler, zwecks Überblick
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Mad » Do Okt 10, 2013 10:20

Bauer Harms hat geschrieben:Was issn BIO - Gülle?


Gülle, die nicht künstlich erzeugt wurde. :mrgreen:
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Harald » Do Okt 10, 2013 10:58

Efelia hat geschrieben:Meines Erachtens nach darf bei Bio selbst nur sehr eingeschränkt gedüngt werden (Bio-Gülle beispielsweise) und das auch nur bei bestimmten Labeln.

Auch "Konventionelle Gülle" ist bei EU-Bio zulässig.
Bei den strengeren Bio-Labeln ist "Konventionelle Gülle" wohl in der Tat pöhse. Aber ansonsten nehmen auch diese Label fast jeden Mist, um an den notwendigen NPK zu kommen.

Aus der Bioland-Eigenwerbung:
Konventioneller Wirtschaftsdüngerzukauf
Bioland: Konventioneller Wirtschaftsdüngerzukauf ist nur in Form von Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Pferdemist möglich. Konventionelle Gülle, Jauche und Geflügelmist aus flächengebundener Tierhaltung sind als Dünger nicht zugelassen.
Bio nach EU-Verordnung: Konventionelle Gülle, Jauche und Geflügelmist aus flächengebundener Tierhaltung sind als Dünger zugelassen.

Selbst Demeter erlaubt "konventionellen Mist", aber natürlich nur mit dem üblichen Steinerschen Hokuspokus:
Demeter: Mist auch konventionell (außer Hühnermist), möglichst schon am Entstehungsort präpariert.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Efelia » Do Okt 10, 2013 11:49

Eine Region mit lauter Biolandwirten??
Wo soll denn das sein?

Der Spreewald ist für seine Bio-Landwirtschaft bekannt. Bis auf die berühmten Spreewald-Gurken, die ich ohne Handschuhe lieber nicht anfassen würde, ist hier wirklich fast alles bzw. überwiegend Bio! Und lange nicht alle Böden hier sind minderwertig, im Gegenteil sind sehr viele Ecken hier wirklich fruchtbar und mit guten Bodenzahlen!

Ich finds trotzdem gruselig wenn der Bio-Landwirt mit seiner Spritze übers Feld fährt. In meinem Garten kommt nichts mal abgesehen von Brenneseljauche zum Einsatz, was wächst, wächst, und was nicht, eben nicht. Das meiste wächst :mrgreen:
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Beitragvon SHierling » Do Okt 10, 2013 12:37

Efelia: das ist aber keine biologische Einstellung. Schadorganismen wie Pilze (und deren Gifte) zB gehören zur natürlichen Selektion, nicht nur für Pflanzen, sondern im Anschluß auch für Menschen. Wer GESUNDE Lebensmittel produzieren will, sollte auch dafür sorgen, daß keine natürlichen (!) Gifte drin sind! Die Natur ist mit ihrem "was wächst, ist gut, wenn nicht, ist auch gut" nicht auf Pflanzen beschränkt, die sorgt - wenn man nichts dagegen tut - auch immer dafür, daß genügend Menschen aussterben.

Ehrlich, ich verstehe nicht, wie man "gegen Pflanzenschutz" sein kann. Bei Tierschutz ist ja auch jeder dafür.
/edit: und ja, selbstverständlich muß man auch Pflanzen korrekt ernähren = düngen, alles andere ist Raubbau und Ausbeutung.
Zuletzt geändert von SHierling am Do Okt 10, 2013 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon forenkobold » Do Okt 10, 2013 12:49

Selbst in Dahme-Spreewald-- dem Landkreis mit bundesweit höchster "Bio"-dichte ist der Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche unter einem Drittel.
Dass es nur EINEN "Nichtbio" gibt, scheint mir eine sehr selektive Wahrnehmung.
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Efelia » Do Okt 10, 2013 13:06

@forenkobold: Ich kann da nur von "meiner Ecke" sprich meiner unmittelbaren Umgebung in einem Umkreis von ca. 10 km reden, und da ist wirklich nur einer Nicht-Bio. Die meisten fahren hier voll auf der Bio-Schiene, was ich am Stroh merke: Meine Pferde freuen sich sehr über das Unkraut darin.

@SHierling: Ich wollte hier jetzt keine Diskusion über meine Art zu Gärtnern lostreten... Ich gifte nicht, und basta! Würde ich das tun, könnte ich auch im Supermarkt kaufen. Befallene und kranke Pflanzen werden entfernt, bisher ist auch noch keiner an meinen Kartoffeln, Erdbeeren, Bohnen oder Erbsen gestorben!
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Harald » Do Okt 10, 2013 13:15

Das TAZ-Fundstück passt grad so schön zum Thread - von wegen Ökoregion und so: Treibhausgase in Österreich („Ökoregion Kaindorf“): Kohl fürs Klima
Ein einzigartiger CO2-Deal: Bauern in Österreich binden Treibhausgase und werden dafür von Firmen bezahlt. Diese werben dann mit Klimaneutralität.
...
Neben Kohl [laut Kontext: Chinakohl] produzieren sie auch Erdbeeren, Karotten und Cocktailtomaten, die die „Spar“-Handelskette in ihren 1.500 Filialen in ganz Österreich als „Humusgemüse“ verkauft. „Die Kunden reißen uns die Produkte aus den Händen“, freut sich „Spar“-Chef Gerhard Drexler.
...
Ein Bauer könne durch Humusaufbau das Äquivalent von 50 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr binden, erklärt Mitinitiator Gerald Dunst, dessen Kompostbetrieb „Sonnenerde“ mit dem österreichischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde.
...
Der Verein Ökoregion Kaindorf bezahlt Landwirten ein Erfolgshonorar von 30 Euro pro Tonne nachweislich gebundenes CO2

Komisch - nach diesem Merkblatt ist Chinakohl ein stärkerer Humuszehrer als Silomais...

Am besten ist aber das:
Die Böden brauchen weder Dünger noch Pestizide, weil die Bodenfruchtbarkeit den Schädlingsbefall hemmt, und im Gegensatz zu früher können sie Starkregen vollständig aufsaugen und speichern.
Kompost ist also kein Dünger...

:lol: :lol: :lol:
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon forenkobold » Do Okt 10, 2013 13:26

Volksverdummung funktioniert.....

Ist wie mit den Elektoautos.

Brauchen kein Sprit.......

Der Verein Ökoregion Kaindorf bezahlt Landwirten ein Erfolgshonorar von 30 Euro pro Tonne nachweislich gebundenes CO2, um deren Mehrkosten auszugleichen


Na da gibts nur EINS: Körnermais in Monokultur. Her mit der Knete!!!
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon SHierling » Do Okt 10, 2013 14:07

Efelia hat geschrieben:@SHierling: Ich wollte hier jetzt keine Diskusion über meine Art zu Gärtnern lostreten... Ich gifte nicht, und basta! Würde ich das tun, könnte ich auch im Supermarkt kaufen. Befallene und kranke Pflanzen werden entfernt, bisher ist auch noch keiner an meinen Kartoffeln, Erdbeeren, Bohnen oder Erbsen gestorben!


Was soll das denn heißen? DU willst über ANDERER Leute Art zu arbeiten diskutieren (sonst hättest Du diesen Thread ja nicht eröffnet), aber Deine Ansichten stehen nicht zur Diskussion? Das ist dann aber schon ziemlich lächerlich, oder? Das ist hier ein Forum, und kein Platz, an dem jeder ungefragt und unkommentiert seinen bambi-biologischen und naturzerstörerischen Unfug ablassen kann.

Und wenn Du "befallene Pflanzen entfernst", dann tust Du nichts weiter als die Schädlinge anderswo hinzutragen. Das vergrößert Deinen Raubbau und verschlechtert die Qualität Deiner Umgebung. Mit nachhaltigem und gesundem Anbau hat es nichts zu tun. Und die Tatsache, das an Deinen Lebensmitteln gerade eben noch keiner gestorben ist, soll ja wohl keine Reklame sein, oder? Hast Du die Inhaltsstoffe denn überhaupt schon mal untersuchen lassen lassen ?
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Re: Bio-Anbau

Beitragvon Ferengi » Do Okt 10, 2013 21:20

Man kann den PSM Einsatz zweifelsohne verringern, aber ganz wird man NIE drauf verzichten können!
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