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bio betrieb hat ampferprobleme.

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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78 Beiträge • Seite 4 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon Biohias » Fr Dez 10, 2010 21:02

Biohias hat geschrieben:
Heggo hat geschrieben:was mich mal interessieren würde, wie baut ihr "bioheinis" Mais an? bzw. wie groß wird bei euch der Mais wenn maximal 60-80 N im Boden sind und der Acker voll ist mit unkraut?

gruss


Warum sind nur 60-80 N drin ???
bei viehlosen betrieben sind durch leguminosen durchaus 120 drin und bei anderen wie meinem nachbar 150-180 8)
außerdem eigent sich der mais durchaus sehr gut dazu fruchtfolgeunkräuter zu bekämpfen.
mein nachbar fährt mit meiner 8 reihigen rollhacke und einem GHA rein bis die reihen schließen, ohne jegliche schäden.
wer heuer biokörnermais hatte kann sich freuen. bei dem preis kann man so ziemlich alles andere vergessen.
aber egal hier gibt's einfach viele die das potenzial vom biolandbau noch unterschätzen :(


ich hab geschrieben bei anderen, also viehbetrieben.
außerdem ist der nmin doch mit sicherheit höher als 20-40kg.
40 N von am guten Klee kannt hinkommen.
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon holgi63 » Fr Dez 10, 2010 21:04

Hallo benny,

lass Dich durch so was nicht aus der Reserve locken:

Heggo hat geschrieben:
Warum sind nur 60-80 N drin ???


weis nicht, ich dachte so ca. 40 N vom Klee und 20-40 durch die Pflugfurche?!

wie bekommt man denn 150-180 N in den Boden ohne Wirtschafts. oder Mineraldünger??


oder so was:
H.B. hat geschrieben:.....
Das Wichtigste aber ist eine ordentliche Bewirtschaftung, welche auch ein Bio zustande bringen kann.


Das Eingeständnis totaler Unkenntnis von Sachverhalten oder die gebetsmühlenartige Wiederholung von markigen Sätzen ist nicht unbedingt ein "Indikator" für tatsächlich sich dahinter verbergende Kenntnis der Materie...

Wenn Du möchtest, schreibe die Leute, von denen Du meinst, dass sie Dir weiterhelfen können, per PN an, bevor dieser Thread nur noch von solchen Profis heimgesucht wird...

FG
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon Heggo » Fr Dez 10, 2010 21:15

Biohias hat geschrieben:
Biohias hat geschrieben:
Heggo hat geschrieben:was mich mal interessieren würde, wie baut ihr "bioheinis" Mais an? bzw. wie groß wird bei euch der Mais wenn maximal 60-80 N im Boden sind und der Acker voll ist mit unkraut?

gruss


Warum sind nur 60-80 N drin ???
bei viehlosen betrieben sind durch leguminosen durchaus 120 drin und bei anderen wie meinem nachbar 150-180 8)
außerdem eigent sich der mais durchaus sehr gut dazu fruchtfolgeunkräuter zu bekämpfen.
mein nachbar fährt mit meiner 8 reihigen rollhacke und einem GHA rein bis die reihen schließen, ohne jegliche schäden.
wer heuer biokörnermais hatte kann sich freuen. bei dem preis kann man so ziemlich alles andere vergessen.
aber egal hier gibt's einfach viele die das potenzial vom biolandbau noch unterschätzen :(


ich hab geschrieben bei anderen, also viehbetrieben.
außerdem ist der nmin doch mit sicherheit höher als 20-40kg.
40 N von am guten Klee kannt hinkommen.


ok bei Viehbetrieb kommt das hin, wir düngen 180N auch nur mit Gärrest, kein Mineraldünger
der Nmin wird mit Sicherheit höher liegen aber ob auch alles freigesetzt wird?
ich hab halt schon gelesen das bei einer Pflugfurche 20-40 N freigesetzt werden
wenn vorher ein "guter" klee auf dem acker stand dann kommen 60-80 N doch hin wenn sonst nicht gedüngt wird?....vielleicht später beim striegeln noch was..

@ holgi63

Das war ne ganz NORMALE Frage
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon Biohias » Fr Dez 10, 2010 21:33

also 60 ok aber 80 eher nicht.
beim striegeln bzw. hacken wird auch nochmal einiges an stickstoff mobilisiert je nach dem denk ich 5-15 kg.
und beim ackern denk ich sind 20-30 realistisch, die aber baldmöglichst organisch gebunden werden sollten.
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon holgi63 » Fr Dez 10, 2010 22:01

Hallo Heggo,

nix für ungut und bitte um Entschuldigung, falls ich Dich verletzt haben sollte, aber die Pauschalverurteilung als "Bioheinis" auf Äckern "voll mit Unkraut" war schon eine ordentliche Steilvorlage!
...und welche Stickstofmengen die verschiedenen Leguminosen liefern, sollte auch einem konventionellen Betriebsleiter bekannt sein.

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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon H.B. » Fr Dez 10, 2010 22:42

holgi63 hat geschrieben:
H.B. hat geschrieben:.....
Das Wichtigste aber ist eine ordentliche Bewirtschaftung, welche auch ein Bio zustande bringen kann.


Das Eingeständnis totaler Unkenntnis von Sachverhalten oder die gebetsmühlenartige Wiederholung von markigen Sätzen ist nicht unbedingt ein "Indikator" für tatsächlich sich dahinter verbergende Kenntnis der Materie...

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Danke nein, bis jetzt besteht kein Bedarf nach ner "Biohilfe".

Ich denke was in Grünland (worauf ich mich bezogen habe) eine "Ordentliche Bewirtschaftung" (Stichworte: Befahrbarkeit, Mähzeitpunkt, Düngung und Pflege) darstellt, muß niemandem hier erklärt werden, oder?

Das Ergebnis ist dann so eine Art "Indikator", oder nicht?
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon holgi63 » Sa Dez 11, 2010 8:51

H.B. hat geschrieben:...Ich denke was in Grünland (worauf ich mich bezogen habe) ...


Hallo H.B.

Der Thread hat inzwischen 4 Seiten. Auf Seite 3 ganz unten erwähnst Du erstmalig "Wiesen", vorher hast Du aber schon mehrfach mit der Keule Deiner "ordentlichen Bewirtschaftung" dreingeschlagen, ohne je zu erklären, was Du damit meinst!

benny's Thread dreht sich aber - für jeden lesbar - um Ackerland!

Dein erster Beitrag in diesem Thread enthält schon eine unterschwellige Beleidigung:

H.B. hat geschrieben:
benny hat geschrieben:hallo wir haben ca 1.5 ha bio acker aus schweren böden.
und haben ein großes ampferproblem> mit ampferausstechen ist hier nichts zu machen.
fruchtfolge ist eigentlich nicht so schlecht, also jedes jahr was anderes und zurzeit ist klee am acker wegen den stickstoff, weil wir haben keine tiere und deswegen auch keinen wirtschaftsdünger.
hat jemand erfahrungen mit "ampferregulierung am biobtrieb".
mfg


Ein paar Jahre sinnvolle Bewirtschaftung, und dann ist das Problem im Griff. Der Boden ist natürlich auch dann noch voller Samen und schnell wieder versaut. An deiner Stelle würd ich die Fläche künftig einfach vernünftig bewirtschaften. Wenn es dir selber nicht möglich ist, einfach an einen ordentlichen* Bauern verpachten


Diese Beleidigung verschärfst Du dann sogar noch mal, indem Du einen ganzen Berufsstand stigmatisierst:
H.B. hat geschrieben:Tja stulli, deshalb hab ich eine vernünftige Bewirtschaftung angeraten.

benny hat geschrieben:was ist für dich eine vernünftige bewirtschaftung?

**Das:
H.B. hat geschrieben: Wenn es dir selber nicht möglich ist, einfach an einen ordentlichen* Bauern verpachten

(* Indikator ist der Zustand seiner Flächen)

(**kein Bio)


Dann wirfst Du obendrein noch ein paar polemische Behauptungen in Deinen Beitragsmix, á la:

H.B. hat geschrieben:...Logisch, die (ÖKO-Berater) sind ja Teil der Ursache und verdienen den Namen "ÖKO" sowieso nicht, oder kennst du eine Art von Ökolandbau, [b]die in Sachen Umweltschutz des konv. Landbau das Wasser reichen kann?[/b]
[/quote]

und dann erwartest Du, dass man Dich ernst nimmt?

Sei mir nicht böse, jetzt will ich auch nicht beleidigend zurückschlagen, Dich schon gar nicht in der Person angreifen, aber Deine bisherige "Argumentation" in diesem Thread ist doch in Wirklichkeit nur Polemik der untersten Schublade und erreicht nicht einmal Stammtischniveau! Dein Angriff auf die Berufsgruppe des ÖKO-Beraters oder den Bio-Landwirt ist primitive Hetze und eines Forums, dass sich um Fachfragen dreht, nicht würdig!

Musste das sein? Warum?

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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon H.B. » Sa Dez 11, 2010 9:01

Holger,


lass dich nicht veralbern....
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon TLH » Sa Dez 11, 2010 9:03

mal eine ganz andere Überlegung:
die Not zur Tugend machen? als Biobetrieb noch dazu:

"Sorten: über 200 Ampfersorten bekannt. zum Beispiel: Sauerampfer (großblättrig), Gartenampfer, Wiesenampfer (sehr kräftig), grüner römischer Ampfer (kleine herzförmige Blätter), "Blonde von Lyon" (große Blätter, sehr in Frankreich beliebt)
Geschmack: säuerlich und kräftiger mit zunehmender Größe der Blätter
Verwendung: nur frische grüne Blätter für Salate, Suppen, Saucen, Eier- und Fischgerichte
Aussehen: dunkelgrüne Blätter mit rötlichen Stilen und rotblühenden Rispen, wird je Sorte zwischen 30 und 150 cm hoch
Herkunft: Europa und Asien
Wirkung: appetitanregend, blutreinigend, als Tee aufgegossen gut für die Leber - Indianerheilmittel"
aus: http://www.unspokenwords.de/food/lexiko ... aeuter.htm
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon xyxy » Sa Dez 11, 2010 9:20

Für den Anfangserfolg ist ein Totalherbizid super, aber hat eben keine Dauerwirkung. Bleibt also, das Zeugs erstmal kurzhalten und
dem Ampfer Licht und Nährstoffe entziehen, Zwischenfrüchte, Ackerfutterbau und sorgfältige Bodenbearbeitung (Egge beim trockenen Verhältnissen nicht schlecht) bzw Grünlandwirtschaft (Lückige Bestände z.b. Grünland mit Gülle zudecken, tiefer Schnitt aber auch zu extensive Bewirtschaft, lange Nachweide ohne Düngung und ohne Schröpfschnitt vermeiden).
Dem Ampfer ist es aber völlig egal, ob Bio oder nicht, wenn man ihn lässt fühlt der sich überall pudelwohl.
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon JORA » Sa Dez 11, 2010 9:48

Hallo Benny,

ich hatte mal eine Wiese in Pacht mit fast Ampfer Reinkultur. Der Verpächter ( ein Biomensch) hatte mir verboten die Fläche zu Spritzen, worauf ich dann die Pachtfläche zurückgegeben habe. Der neue Pächter (ein Pferdewirt) wollte die Fläche in darauffolgeneden Jahr etwas später mähen.
Der Ampfer stand da schon Brusthoch. Bereits nach 5m hat sein Mähwerk sich verabschiedet. So blieb die Fläche stehen bis zu Herbst.

Damit die Leute den Ampfer sich nicht als Christbäume holen (grins), hat der Verpächter die Fläche 2 Tage bevor der 1. Schnee fiel, abmähen und abfahren lassen.

Im darauffolgenden Frühjahr glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Als ich im März die Fläche sah, waren nur noch Kahlstellen da und dazwischen etwas Gras. Der Ampfer war zu 100% weg. Die Kahlstellen haben sich selbst mit Gras geschlossen und der Ampfer war dauerhaft weg. Das war vor ca. 15 Jahren. Mittlerweile kommen wieder einzelne Ampferpflanzen.

Wenn du genügend Fläche hast um dir das leisten zu können, würde ich dir das empfehlen und den Ampfer auswachsen lassen. Dieses ergebnis bekommst du mit der besten Pflanzenschutzmasnahmen nicht hin. Deine Nachbarn lachen nur im 1. Jahr über dich. Danach beneiden sie dich um diese Fläche. Ich würde allerdingd auf die Kahlstellen etwas Grassamen geben. Ich weiß auch nicht wie das im Acker funktioniert da dort der boden ja immer wieder umgebrochen wird.
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon benny » Sa Dez 11, 2010 10:08

JORA hat geschrieben:Hallo Benny,

ich hatte mal eine Wiese in Pacht mit fast Ampfer Reinkultur. Der Verpächter ( ein Biomensch) hatte mir verboten die Fläche zu Spritzen, worauf ich dann die Pachtfläche zurückgegeben habe. Der neue Pächter (ein Pferdewirt) wollte die Fläche in darauffolgeneden Jahr etwas später mähen.
Der Ampfer stand da schon Brusthoch. Bereits nach 5m hat sein Mähwerk sich verabschiedet. So blieb die Fläche stehen bis zu Herbst.

Damit die Leute den Ampfer sich nicht als Christbäume holen (grins), hat der Verpächter die Fläche 2 Tage bevor der 1. Schnee fiel, abmähen und abfahren lassen.

Im darauffolgenden Frühjahr glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Als ich im März die Fläche sah, waren nur noch Kahlstellen da und dazwischen etwas Gras. Der Ampfer war zu 100% weg. Die Kahlstellen haben sich selbst mit Gras geschlossen und der Ampfer war dauerhaft weg. Das war vor ca. 15 Jahren. Mittlerweile kommen wieder einzelne Ampferpflanzen.

Wenn du genügend Fläche hast um dir das leisten zu können, würde ich dir das empfehlen und den Ampfer auswachsen lassen. Dieses ergebnis bekommst du mit der besten Pflanzenschutzmasnahmen nicht hin. Deine Nachbarn lachen nur im 1. Jahr über dich. Danach beneiden sie dich um diese Fläche. Ich würde allerdingd auf die Kahlstellen etwas Grassamen geben. Ich weiß auch nicht wie das im Acker funktioniert da dort der boden ja immer wieder umgebrochen wird.




danke für deine antwort. und alle nicht bios die ur blöde meinungen hier machen sollen das lieber lassen und in einen anderen tread über die bios schimpfen wenn es ihenen dann besser geht.

also wurde die fläche nur einmal gemäht, und das kurz vor dem schnee.
und was ist abfahren?

mfg
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon holgi63 » Sa Dez 11, 2010 12:37

Hallo benny,

riskiere mal nächstes Frühjahr eine etwas spätere Aussat Deiner Kultur und beginne frühestmöglich - allerdings bei schwerem Boden auf trockener Krume - mit der Bodenbearbeitung.
Den ersten Schritt machst Du, wenn Du einen vollflächig schneidenden Grubber hast (Flügelschar oder Gänsefuß mit ausreichend engem Strichabstand) mit diesem Gerät. Hast Du keinen, dann mit dem Schälpflug oder dem ganz normalen Pflug mit geringer Arbeitstiefe. Dann (eben weil es schwerer Boden ist) etwas abtrocknen lassen (geht im Frühjahr schnell) und anschließend mit der Egge oder Spatenrollegge zügig flott drüber, das trennt Pflanze und Erde. Danach noch zwei Wochen Trockenheit, immer wieder mit der Egge drin "rühren" und ein Großteil der Ampferpflanzen sollte weg sein.

Bei nur 1,5ha kannst Du Dir sogar die Mühe machen, mit der Schubkarre drüberzurollen und die dicken "Rüben" von Hand abzusammeln. Das dauert mit der Freundin zusammen 1/2 Tag und Du hast das Schlimmste geschafft. Danach die Wunschkultur und möglichst Untersaat dazu. Im Herbst kriegst Du die noch auflaufenden einjährigen Pflanzen dann mit ganz normaler Bearbeitung.

Wichtig ist, dann künftig zu verhindern, dass Ampferpflanzen mehrjährig wachsen können. Klee muss dicht genug stehen (obwohl - wie schon geschrieben, Klee oft die Ursache des Problems ist), alle anderen Kulturen erfordern eine - jetzt gebrauche ich mal den Begriff von H.B. - "ordentliche Bodenbearbeitung" jeden Herbst, in der Du einfach "dran bleibst", denn die Samen im Boden begleiten Dich wahrscheinlich Dein restliches Leben...
...bei schweren Böden bedeutet diese "ordentliche Bearbeitung", dass Du vor allem Strukturschäden verhinderst, denn diese schaffen dem robusten Ampfer einen Vorteil! Weiters immer darauf achten, dass Du die Bearbeitung so durchführst, dass sich das Unkraut von anhaftender Erde trennt. Dazu kann es erforderlich sein, auch mal einen Regen abzuwarten und danach weiter zu arbeiten.

Was nicht zu unterschätzen ist, ist Kalk! Damit verbesserst Du klebende Böden wesentlich! Die Bearbeitbarkeit auch unter schwierigen Witterungsbedingungen steigt signifikant!

In unserer Region hatten wir hier dieses Jahr erstmalig den EUM Vibromix, einen Grubber, der ein paar Features hat, die dem ÖKO-Betrieb entgegenkommen. Er schneidet beim ersten Schnitt vollflächig, durch Streichbleche am Stiel wendet er einen Großteil der aufgebrochenen Erde und der Nachläufer separiert die Erde ganz gut von den Pflanzenresten. Alles in allem vielversprechend - aber noch zu früh, um eine Aussage zum Ampfer machen zu können. ( http://www.eum-agrotec.de/ )

Also, dranbleiben!

FG
Holger
Zuletzt geändert von holgi63 am Sa Dez 11, 2010 14:01, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon JORA » Sa Dez 11, 2010 13:29

also wurde die Fläche nur einmal gemäht, und das kurz vor dem schnee.
und was ist abfahren?


Gemäht und das Gras zum Kompostierwerk gefahren.
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Re: bio betrieb hat ampferprobleme.

Beitragvon heico » So Dez 12, 2010 10:45

JORA hat geschrieben:Hallo Benny,

ich hatte mal eine Wiese in Pacht mit fast Ampfer Reinkultur. Der Verpächter ( ein Biomensch) hatte mir verboten die Fläche zu Spritzen, worauf ich dann die Pachtfläche zurückgegeben habe. Der neue Pächter (ein Pferdewirt) wollte die Fläche in darauffolgeneden Jahr etwas später mähen.
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Damit die Leute den Ampfer sich nicht als Christbäume holen (grins), hat der Verpächter die Fläche 2 Tage bevor der 1. Schnee fiel, abmähen und abfahren lassen.

Im darauffolgenden Frühjahr glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Als ich im März die Fläche sah, waren nur noch Kahlstellen da und dazwischen etwas Gras. Der Ampfer war zu 100% weg. Die Kahlstellen haben sich selbst mit Gras geschlossen und der Ampfer war dauerhaft weg. Das war vor ca. 15 Jahren. Mittlerweile kommen wieder einzelne Ampferpflanzen.

Wenn du genügend Fläche hast um dir das leisten zu können, würde ich dir das empfehlen und den Ampfer auswachsen lassen. Dieses ergebnis bekommst du mit der besten Pflanzenschutzmasnahmen nicht hin. Deine Nachbarn lachen nur im 1. Jahr über dich. Danach beneiden sie dich um diese Fläche. Ich würde allerdingd auf die Kahlstellen etwas Grassamen geben. Ich weiß auch nicht wie das im Acker funktioniert da dort der boden ja immer wieder umgebrochen wird.


Danke für den Beitrag!
Solche Beobachtungen bringen uns auf jeden Fall was.
Um mehr herauszufinden, brauchen wir Langzeitforschung. Aber dafür gibt es scheinbar keine Kohle.
Wenn über chemische Produkte geforscht wird, ist reichlich Geld da.

Bei den Disteln auf schweren Boden ist das Thema ähnlich.

Noch mal zum Ampfer:
Wir fahren den (gerodeten) Ampfer mit Samen dran tonnenweise zum Vorgewende und laden ihn dort ab.
Aus diesen Haufen mit Millionen von Samen keimt keine einzige Pflanze!!
Es bleibt ein Problem, mehrjährige Kulturpflanzen anzubauen und zu bereinigen.
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