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Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 18:23

Bio vs Konvi

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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43 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon DWEWT » Di Jan 14, 2020 22:50

Manfred hat geschrieben: Dann kann man sich das sparen und richtet auch nicht die damit verbundenen Folgeschäden an, die dann wieder nach irgendwelcher Behandlung schreien würden.


Was wäre denn ein "Folgeschaden" des Striegelns?
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon strokes » Di Jan 14, 2020 23:15

In einer Reportage (oder wars auf YT?) sagte ein Biobauer, zum Thema Fruchtfolge: "Es sind die Jahre zwischen den (Haupt)Früchten, die das meiste Geld kosten". Damit meint er zB den Klee, der ihm ja keine Marktleistung bringt. Dafür wird dann bei seinen Kartoffeln "alles" gemacht, also zigmal gegrubbert usw. damit die ordentlich was werden. Beim Kartoffelkäfer siehts halt dann mau aus.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon DWEWT » Mi Jan 15, 2020 8:08

strokes hat geschrieben:In einer Reportage (oder wars auf YT?) sagte ein Biobauer, zum Thema Fruchtfolge: "Es sind die Jahre zwischen den (Haupt)Früchten, die das meiste Geld kosten". Damit meint er zB den Klee, der ihm ja keine Marktleistung bringt. Dafür wird dann bei seinen Kartoffeln "alles" gemacht, also zigmal gegrubbert usw. damit die ordentlich was werden. Beim Kartoffelkäfer siehts halt dann mau aus.


Das ist ein Luxusproblem der nicht Tiere halten wollenden Kollegen. Nur Ackerbau betreiben zu wollen, wird ökonomisch schnell grenzwertig. Kooperationen wären eine Lösung. Leider glauben viele Kollegen, ihr Stroh bzw. ihr Kleegras müsse in Gold aufgewogen werden. Dazu kommt noch, dass ich z.B. das Stroh von reinen Bio-Ackerbaubetrieben nur ausgesucht annehmen würde. Beikrautvermehrung muss nicht sein.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Qtreiber » Mi Jan 15, 2020 8:08

Dass die Medien voll auf "Öko" abfahren, ist ja bekannt. Dabei habe ich es leider noch nie erlebt, dass mal kritisch hinterfragt wird, was denn die Folge wäre, wenn bei flächendeckender Bio-Landwirtschaft mal 70% der Ernte (in diesem Fall Kartoffeln) ausfallen. Und solche Ernteausfälle werden in allen Reportagen über Bio-Landwirtschaft thematisiert und mehr oder weniger als etwas "Gutes" dargestellt, zeigt es doch, wie "nahe an der Natur" man ist. :roll:
https://programm.ard.de/TV/swrfernsehen ... 2512876286
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon strokes » Mi Jan 15, 2020 11:32

Ein Kollege (Kartoffelbetrieb) hat neben den konv. Anbau auch ca 20ha Biokartoffeln im Anbau. Er sagt, dass er die Biokartoffeln nur an den Mann bringt, da er selbst an vorderster Front in einer Erzeugergemeinschaft/Vermarktungsbetrieb o.ä. arbeitet. Und selbst da ist es schwierig, weil kein Verarbeitungsbetrieb den hohen Aufpreis zahlen will/kann. Biokartoffeln ab Hof ist ja ne feine Sache, aber in größerem Umfang bringt man die anscheinend nur schlecht weiter....
Gruß
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon bauer hans » Mi Jan 15, 2020 11:35

der eine bionachbar hatte so 0,5-1ha biokartoffeln und hatte im verkauf zu kämpfen.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon DWEWT » Mi Jan 15, 2020 11:50

strokes hat geschrieben:Ein Kollege (Kartoffelbetrieb) hat neben den konv. Anbau auch ca 20ha Biokartoffeln im Anbau. Er sagt, dass er die Biokartoffeln nur an den Mann bringt, da er selbst an vorderster Front in einer Erzeugergemeinschaft/Vermarktungsbetrieb o.ä. arbeitet. Und selbst da ist es schwierig, weil kein Verarbeitungsbetrieb den hohen Aufpreis zahlen will/kann. Biokartoffeln ab Hof ist ja ne feine Sache, aber in größerem Umfang bringt man die anscheinend nur schlecht weiter....
Gruß


In der Direktvermarktung als auch am Immobilienmarkt, gibt es nur drei entscheidende Größen: Lage, Lage, Lage! Und i.d.R. kann man dort wo man gut verkaufen kann nur schlecht produzieren.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Walker » Mi Jan 15, 2020 12:42

strokes hat geschrieben:Biokartoffeln ab Hof ist ja ne feine Sache, aber in größerem Umfang bringt man die anscheinend nur schlecht weiter....
Gruß

Das sollte jedem klar sein, der mit der Produktion von Lebensmitteln sein Geld verdient.
Aber viele Bauern sind auch konservative Sturköpfe. Kreatives Denken Fehlanzeige. Sie denken nur im dem Muster was sie kennen und für Wettbewerb reicht das oft nicht aus. Landwirte müssen heute mehr auf dem Kasten haben als nur Mais anbauen zu können.
War das jetzt hier O.T.? :oops:

bauer hans hat geschrieben:der eine bionachbar hatte so 0,5-1ha biokartoffeln und hatte im verkauf zu kämpfen.

Warum baut er sie dann an, wenn der Verkauf nicht klar ist? 1 ha ist die Größe für einen Wochenmarkt. Für einen Hofladen ist das schon zu viel. Und auf Großabnehmer hoffen und warten kann dann auch mal in die Hose gehen. Ich würde sagen selbst Schuld. :wink:
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon wastl90 » Mi Jan 15, 2020 16:19

Ich weiß nicht warum sich hier einige Gedanken über die Versorgung der Weltbevölkerung machen. Wir produzieren Lebensmittel, wir sollten das produzieren was auch gekauft wird. Das kann eben Bio sein (ca.10% vom Markt) oder eben Konventionell. Stellte euch mal vor Mercedes, Audi und BMW würden aus reiner Überzeugung Produkt XY nicht anbieten - die wären längst vom Markt verschwunden. Ist doch schön wenn es Leute gibt die Bio kaufen, ob das sinnvoll und so umweltverträglich ist wie viele meinen ist doch wieder eine ganz andere Sache! Interessiert mich aber ehrlich gesagt herzlich wenig. Der Kunde verlangt und der Kunde bekommt, aus die Diskussion!
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon bauer hans » Do Jan 16, 2020 7:03

Walker hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:der eine bionachbar hatte so 0,5-1ha biokartoffeln und hatte im verkauf zu kämpfen.

Warum baut er sie dann an, wenn der Verkauf nicht klar ist? 1 ha ist die Größe für einen Wochenmarkt. Für einen Hofladen ist das schon zu viel. Und auf Großabnehmer hoffen und warten kann dann auch mal in die Hose gehen. Ich würde sagen selbst Schuld. :wink:

den gibts dar nicht mehr,der hatte aufgehört,als ihm das geld ausging.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Paule1 » Sa Apr 11, 2020 15:06

Wenn das stimmt dann werde ich auch Bio Bauer :mrgreen:

Allerdings bekommen die Bio Bauern auch mehr Förderung vom Staat :idea:

Die Bio-Landwirte in Deutschland haben 2018/19 weniger verdient als im Vorjahr - aber immer noch mehr als ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Thünen-Testnetzwerks.


https://www.agrarheute.com/media/styles ... k=C9sokwhU

https://www.agrarheute.com/management/f ... ebe-567257
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon John Deere 6320Premium » So Apr 12, 2020 10:09

Manfred hat geschrieben:Das kann dir keiner sagen, weil es in beiden Bereichen die volle Bandbreite gibt.
Die kannst von No-Till Ackerbau mit gutem Zwischenfruchtmanagement auf "Bio" mit X-facher Bodenbearbeitung + mechanischer "Beikrautreglierung" umstellen und umgekehrt.

Ziel sollten in beiden Bereichen sein, den Ackerbau in 2-3 Überfahrten mit der Direktsaatmaschine der dem Interseeder jährlich zu erledigen + Ernte(n) natürlich.
Alles andere ist, außer bei Sonderkulturen, suboptimal und verbesserungswürdig.


Manche Direktsäer sind wirklich schlimmer als religiöse Pflüger

Wenn in ein paar Jahren Feldroboter zur Verfügung stehen die erschwinglich sind dann mag das vielleicht gehen. Bis dahin bedeutet das im Bioanbau so viel Handarbeit, das es Betriebswirtschaftlich uninteressant ist.

Bio Anbau bedeutet meiner Meinung nach ein wirtschaften ohne künstliche Dünger und Pflanzenschutzmittel
Das man dabei extensiver wirtschaftet nicht unbedingt.
Das was du beschreibst ist für mich Landschaftspflege
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Manfred » So Apr 12, 2020 10:41

John Deere 6320Premium hat geschrieben:Das was du beschreibst ist für mich Landschaftspflege


Für die Weiterbildung in Sachen "Landschaftspflege"
https://www.regenerative-landwirtschaft ... _Natur.pdf
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Zement » So Apr 12, 2020 12:09

Manfred hat geschrieben:
John Deere 6320Premium hat geschrieben:Das was du beschreibst ist für mich Landschaftspflege


Für die Weiterbildung in Sachen "Landschaftspflege"
https://www.regenerative-landwirtschaft ... _Natur.pdf

Ich finde den Abschlusssatz bemerkenswert und vollkommen richtig ; statt immer hau drauf mit dem Dünger oder Chemie , sollte die Landwirtschaft wieder mehr mit Einklang der Natur/Boden gehen . Wie genau die angewandte Technik sein sollte ; ist dem Boden geschuldet .
Wir werden lernen müssen, uns neu auszurichten.
Wir müssen Mutter Natur nachahmen.
Wir müssen die Details managen und beobachten.
Und wenn ihr von konventioneller Saat zur Direktsaat wechselt, werdet ihr mehr Zeit haben,
eure Felder zu besuchen. Geht nicht in den Coffee Shop oder in die Kneipe. Schnappt euch
die Schaufel und geht auf den Acker. Schaut euch an, wie sich euer Boden verändert.
Macht um Gottes Willen nicht diese 80 km/h Windschutzscheiben-Feldkontrollen. Damit
kommt ihr nicht weiter.
Wenn wir Mutter Natur imitieren, werden wir Geld verdienen. https://www.regenerative-landwirtschaft ... _Natur.pdf
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon John Deere 6320Premium » So Apr 12, 2020 18:52

Manfred hat geschrieben:
John Deere 6320Premium hat geschrieben:Das was du beschreibst ist für mich Landschaftspflege


Für die Weiterbildung in Sachen "Landschaftspflege"
https://www.regenerative-landwirtschaft ... _Natur.pdf


Manfred

Bei all diesen Leuten mit ihren Vorträgen wirst du nie darüber hören was für Nachteile ihre Systeme haben, das klingt für mich immer zu schön um wahr zu sein. Wenn ich sowas lese Versuche ich immer die getätigten Aussagen mit Erfahrungen die Ich gemacht habe zu vergleichen.

Ich möchte eine Stelle aus dem Vortrag jetzt mal als Beispiel nehmen

Am Tag zuvor hatten sie die Karotten gerodet. Das war am 27. November. Und hier säen sie
Weidelgras. Am 05. Dezember war ich wieder dort oben und das Feld war grün. Das
Weidelgras war ungefähr 2,5 cm hoch. Trotz der Fröste. Ich konnte nicht glauben, dass das
Weidelgras so gut gewachsen ist.


Dann schau ich auf das Klimadiagramm vom Eriesee und auf das von dem Standort auf dem Ich wirtschafte, Ich habe beide sogar mal übereinander gesetzt

Bild

Mit der Direktsaat kann man sicher viele Dinge positiv beeinflussen, nicht aber die Außentemperatur. Die dort getätigten Aussagen können also einfach nicht stimmen. Weidelgras ausgesät im November wird nichts werden, egal welche Sorte.
Auch der Grünroggen der 1m hoch war und dann mit der Messerwalze umgeworfen wird: Da kommt denn Soja rein, warum wird denn nicht angesprochen wie das Problem mit der verminderten Bodenerwärmung ausgeglichen wird. Die 1% Humuszuwachs durch die 2m hohe Sudangradmischung beziehen sich worauf 1cm ,10cm , oder den kompletten A-Horizont.

All diese Direktsaatgurus wollen auch immer was verkaufen, ihre Kompostteemischungen, Kurse oder halt andere Sachen. Nachteile gibts scheinbar nicht. Der eine propagiert die Fräse der nächste ist dagegen, Humusaufbau einmal mit Gülle der andere lehnt es ab wegen der falschen Form der Rotte. In dem Beiträgen zur Direktsaat wird ja gerne mal von Aha-Erlebnissen gesprochen, bei mir war das als beim Bodenkurs im grünen potenziertes Wasser diskutiert wurde.

Man kann das übernehmen was bei sich im Betrieb funktioniert und entsprechend anpassen, dazu gehört für mich ein ausgedehnter Zwischenfruchtanbau und wenn möglich reduzierte Bodenbearbeitung. Der Pflug hat trotzdem seine Berechtigung und wird unter Umständen benutzt.
Ich habe auch kein Interesse daran Direktsaatmais anzubauen unter die Zwischenfruchtdecke um dann unter Umständen Sorten nehmen zu müssen die von der Reifezahl für den Anbau nach Sommergerste geeignet sind.
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