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Bio vs Konvi

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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43 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Bio vs Konvi

Beitragvon GeDe » Di Jan 14, 2020 5:23

Ich habe interessehalber eine Frage:
Mal angenommen,ein Betrieb mit 100ha Ackerbau stellt auf Bio um.
Wieviel Mehrkosten entstehen für Diesel,bzw. wieviel Stunden muss mehr gefahren werden (striegeln,hacken,...)?
GeDe
 
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon SHierling » Di Jan 14, 2020 7:42

Welche Fruchtfolge?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Cptn Care » Di Jan 14, 2020 8:41

Hängt ja immer von verschiedenen Faktoren ab, aber die LfL liefert z.B. gute Anhaltspunkte und Richtwerte. Einfach im Rechner beispielsweise Öko WW und konventioneller WW auswählen und oben beim Betrachtungszeitraum auf ein Jahr umstellen, ggf. die Schlaggröße anpassen und schon kann man die Kosten und Aufwendungen gegenrechnen. Deckt sich evtl. nicht komplett mit der Realität, aber bildet n guten Ansatz.

https://www.stmelf.bayern.de/idb/default.html
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon bauer hans » Di Jan 14, 2020 9:25

im ndr sagten biobauern,sie sparen spritzmittel und dünger ein, würden höchstens zweimal striegeln,was sehr kostengünstig wäre,hätten geringere erträge,aber höhere preise und bekämen mehr zuschüsse.
in der fruchtfolge waren getreide,kleegras,kartoffeln,leguminosen
rinder oder schweine hielten sie wegen des grünlands und zu verwertung der getreide/kartoffelreste und leguminosen.
unterm strich wärs besser als vorher.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Manfred » Di Jan 14, 2020 10:32

Bio und Striegeln passt nicht zusammen. Das kann allenfalls eine Notlösung sein, falls mal was schief läuft.
Das ist ja für den Boden noch schädlicher als Glyphosat.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Qtreiber » Di Jan 14, 2020 11:36

Manfred hat geschrieben:Bio und Striegeln passt nicht zusammen.

Und ich dachte, das wäre das Mittel der 1. Wahl zur Unkrautbekämpfung im Bio-Anbau. :shock:
Qtreiber
 
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Cptn Care » Di Jan 14, 2020 11:37

Qtreiber hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Bio und Striegeln passt nicht zusammen.

Und ich dachte, das wäre das Mittel der 1. Wahl zur Unkrautbekämpfung im Bio-Anbau. :shock:

Dachte die 1. Wahl ist Kupfer. :lol:
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Walker » Di Jan 14, 2020 11:40

GeDe hat geschrieben:Ich habe interessehalber eine Frage:
Mal angenommen,ein Betrieb mit 100ha Ackerbau stellt auf Bio um.
Wieviel Mehrkosten entstehen für Diesel,bzw. wieviel Stunden muss mehr gefahren werden (striegeln,hacken,...)?

Ich würde einfach davon ausgehen, dass du die Fläche 2-3 mal öfter befahren musst.
Nur als grober Richtwert…
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Qtreiber » Di Jan 14, 2020 11:44

Cptn Care hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Bio und Striegeln passt nicht zusammen.

Und ich dachte, das wäre das Mittel der 1. Wahl zur Unkrautbekämpfung im Bio-Anbau. :shock:

Dachte die 1. Wahl ist Kupfer. :lol:


Aber wohl nicht zur Unkrautbekämpfung. :wink:
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon bauer hans » Di Jan 14, 2020 12:12

Qtreiber hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Bio und Striegeln passt nicht zusammen.

Und ich dachte, das wäre das Mittel der 1. Wahl zur Unkrautbekämpfung im Bio-Anbau. :shock:

biobauern pflügen früh und dann wird mehrfach bei trockenheit die federzinkenkombination flach eingesetzt.
gibts einen nassen herbst,wird nochmal flach geschält.
das hat mir eine ökolandwirtin berichtet,die frisch die uni kassel (witzenhausen) abgeschlossen hatte.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Manfred » Di Jan 14, 2020 13:06

Wirklich erschreckend, was aus "Bio" geworden ist, seit sich der Staat der Sache angenommen hat. :regen:

Deshalb verwende ich den Betriff nicht mehr gerne. Er ist verbraucht.
Mit den ursprünglichen Biogedanken, eines naturnahmen, regenerativen Wirtschaftens, hat vieles, was heute unter Bio läuft, nicht mal mehr ansatzweise etwas zu tun.
Da wirtschaften viele konventionelle Betriebe längst deutlich näher an der ursprünglichen Bio-Idee als mancher bio-zertifizierte Betrieb. Deshalb haben auch die entsprechenden Schubladen ihren Sinn verloren, außer evtl. für die Förderung und die Verbrauchertäuschung.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon GeDe » Di Jan 14, 2020 15:44

Ich habe bewusst keine Betriebsstruktur oder Fruchtfolge genannt,da es mich im Gesammten interessiert.
Man könnte auch sagen:
Ackerbau 50ha,konventionell,Raps-WW-SG-HA-WG braucht für Dünger,Psm,Diesel den Betrag "X".
Ackerbau 50ha,biologisch wirtschaftend,WW-SG-HA-WG-Afu(mehrj.) braucht für Scheinsaatbettbereitung,hacken,striegeln,Diesel den Betrag "Y".
Die Differenz zwischen "X" und "Y" wäre mal interessant.
Den Ertrag noch nichtmal berücksichtigt.
Ich dachte,vielleicht gibt es im Forum einen Betrieb der in den letzten Jahren umgestellt und die Zahlen etwa parat hat.
Ohne Name,egal wer,egal wo,egal welche Größe -nur die Differenzsumme.
Der Steuerberater macht das doch immer so schön und führt alle Ausgaben und Einnahmen sauber auf...
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Manfred » Di Jan 14, 2020 18:21

Das kann dir keiner sagen, weil es in beiden Bereichen die volle Bandbreite gibt.
Die kannst von No-Till Ackerbau mit gutem Zwischenfruchtmanagement auf "Bio" mit X-facher Bodenbearbeitung + mechanischer "Beikrautreglierung" umstellen und umgekehrt.

Ziel sollten in beiden Bereichen sein, den Ackerbau in 2-3 Überfahrten mit der Direktsaatmaschine der dem Interseeder jährlich zu erledigen + Ernte(n) natürlich.
Alles andere ist, außer bei Sonderkulturen, suboptimal und verbesserungswürdig.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon DWEWT » Di Jan 14, 2020 22:11

Manfred hat geschrieben:Bio und Striegeln passt nicht zusammen.


Alte Gärtnerweisheit: 1x hacken/striegeln ersetzt 2x wässern. Dazu kommt, aufgrund der gebrochenen Krume, zusätzlich Sauerstoff in den Boden. Dadurch wird die Umsetzung im Boden gefördert, was zur besseren Nährstoffversorgung der Pflanzen führt. Quelle: "Allgemeiner Pflanzenbau", Prof. Kord Bäumer, Dir. Institut für Pflanzenbau Uni Göttingen.
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Re: Bio vs Konvi

Beitragvon Manfred » Di Jan 14, 2020 22:44

DWEWT hat geschrieben:Alte Gärtnerweisheit: 1x hacken/striegeln ersetzt 2x wässern. Dazu kommt, aufgrund der gebrochenen Krume, zusätzlich Sauerstoff in den Boden. Dadurch wird die Umsetzung im Boden gefördert, was zur besseren Nährstoffversorgung der Pflanzen führt. Quelle: "Allgemeiner Pflanzenbau", Prof. Kord Bäumer, Dir. Institut für Pflanzenbau Uni Göttingen.


Damit würde man die Symptome (Verkrustung, Verdunstung) eines Problems (nicht bedeckter Boden) behandeln, das man zuvor selbst geschaffen hat.
Also ist es besser, die Ursache zu beheben. Dann kann man sich das sparen und richtet auch nicht die damit verbundenen Folgeschäden an, die dann wieder nach irgendwelcher Behandlung schreien würden.
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