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Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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46 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Visi2098 » Do Dez 07, 2017 8:51

Manfred hat geschrieben:@Visi:
Lass dich von den Hysterie-Kampagnen der Geldsammel-Vereine nicht allzu kirre machen.
Von den Blühflächen profitiert eh nur eine relativ kleine Gruppe gering spezialisierter Insekten, die idR in keiner Weise von Aussterben bedroht sind.
Nächstes Jahr treiben sie die nächste Sau durch die Dörfer. Hauptsache sie ist kampagnenfähig und bringt ordentlich Geld, dass man dann in der eigenen Verwaltung und für die angeschlossenen Werbeagenturen verbraten kann. Im wirklichen Naturschutz kommt davon kaum was an.

Wenn du Freude an den Blüten hast, und daran, die entsprechenden Fluginsekten zu beobachten, dann fang in deinem Garten mit entsprechender Begrünung an.
Und wenn du mehr machen willst, such dir evtl. einen Bauern, der eh schon Blühflächen fürs Greening oder aus eigener Begeisterung macht, und schau, ob du das evtl. mit ihm zusammen etwas ausbauen kannst. z.B. indem du die Mehrkosten für eine etwas höherwertige Saatgutmischung übernimmst.
Wenn du selbst Flächen pachten willst, such evtl. nach kleinen Restflächen, die die Bauern oft mit pachten müssen um die größeren Flächen des Eigentümers zu erhalten, deren Bewirtschaftung sich aber kaum rentiert. Evtl. findest du auch so einen Bauern, mit dem du auf so einer Restfläche zusammen etwas machen kannst, ohne gleich selbst pachten zu müssen.
Viele Bauern möchten sich halt nicht auch noch mit sowas herumschlagen, wenn sie eh schon mehr als genug Arbeit um die Ohren haben. Aber wenn du mehrere fragst, findest du evtl. einen, der selbst Interesse hat.

Viele Imker sahnen halt gerne den Honig anderer Leute Arbeit ab, statt sich selbst die Finger mit Feldbau schmutzig zu machen. Gibt aber auch welche, die selbst Bienenfutterflächen anlegen.
Auch Jäger sind oft an Wildäckern und Blühflächen interessiert.

Bei der Auswahl der Mischung kommt es halt darauf an, was du erreichen willst und auf die Standortvoraussetzungen. Bei Firmen wie Saaten Zeller oder Wildackershop.de usw. findest du eine reichhaltige Auswahl an Mischungen für verschiedene Zwecke.

... Ja ich mache mir gerne selbst die Haende schmutzig und die Idee mit den Restflaechen ist genial ! Damit kann ich echt mal die Bauern der Region besuchen, einfach klingeln und fragen. Weil ich den Luxus habe das ich es als Hobby machen kann ich dafür natürlich auch Geld ausgeben.Danke Dir Manfred, cooler Tip mit der Restflaeche, wusste nicht das es diese gibt und es hilft ja auch einen Bauern Zeit zu sparen wenn sich jemand anderes mit kümmert und es hilft hoffentlich den Bienen,Hummeln und Co..... In meinem Garten hat es schon einen Unterschied gemacht, um ersten Jahr manchmal eine Holzbiene, mittlerweile 5 die jeden Morgen und Abend kommen, erkenne sie schon am ganz besonderen Summen :-) Danke nochmals an alle ! Wünsche Euch eine gute Saison
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Manfred » Do Dez 07, 2017 13:15

Gerade über topagrar rein gekommen:

"wie so oft im Leben gibt es gute und schlechte Nachrichten. Die gute: Die Durchwachsene Silphie soll ab dem Jahr 2018 greeningfähig sein. Das hat der Agrarausschuss des EU-Parlaments beschlossen. Zwar steht noch die Zustimmung des Parlaments aus. Die dürfte aber nur noch reine Formsache sein. Die schlechte Nachricht: Wildpflanzenmischungen oder andere ökologisch wertvolle Kulturen sind nicht auf der Positivliste."

Soviel zum Thema, es werden mehr Blühflächen gewünscht...
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Ice » Do Dez 07, 2017 15:42

Also ich mache immer so ca. 1,5-2 ha Blühstreifen.
Bei mir ist dies Betriebsbedingt.
Ich säe jedes Jahr die Mischungen neu, auch wenn ich die Blühstreifen 1-3 Jahre an der gleichen Stelle habe.
Ab dem 2. Jahr gibt es immer Probleme mit Unkraut. Wenn ich jedes Jahr neu und dick genug ansäe gibt es eigentlich keine Probleme mit Unkraut.
Ich gebe das als Greening an, lasse mir das aber nicht bezahlen, dadurch kann ich das Saatgut freier wählen.

Wie gesagt erfüllen die Blühstreifen bei mir andere Zwecke.
Aus finanziellen Gründen würde ich dies nicht machen (zu kompliziert etc.)
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Ferengi » Do Dez 07, 2017 15:48

Schöne Blühflächen gibts mit Kleemischungen.
Die kann man dann auch, wenn man Vieh hat, sinnvoll nutzen.

Aber ob die da anerkannt werden....
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Family Guy » Do Dez 07, 2017 22:00

Blühstreifen sind ein zweischneidiges Schwert, auf schwachen Standorten können höhere DB als mit Getreide erwirtschaftet werden, das Angebot der Blühpflanzen hat meiner Meinung schon einen positiven Einfluß auf die Insektenwelt und ganz besonders wenn die Pflanzendecke bis zum Frühjahr erhalten bleibt. Eine super Nutzung von schwachen Standorten.
Der Nachteil sind die Vorortkontrollen der geförderten Flächen und der Grundsatz, das nicht die Maßnahme sondern das Ergebnis Förderungsziel ist. Eine Betriebskontrolle ist immer von Nachteil, jeder muss es für sich entscheiden, ob er das will.
Es gab mal eine Maßnahme -mehrjährige Blüstreifen-, die Teilnehmer haben alles erfüllt, mussten aber zu 99% das Geld im 3., 4. und 5. Jahr komplett zurückzahlen, weil es kaum einen Standort gibt, der ohne Bearbeitung Blühpflanzen konkurenzstärker sein lässt als Gras. Sprich die Kontrolle hat keine Blüten vorgefunden, also keine Zahlung.
Der einzig richtige Weg sind einjährige Blühstreifen, Glyphosateinsatz wie es im Programm erlaubt ist, danach die Saat und hoffen, dass alles so schön bunt wird.

https://www.ml.niedersachsen.de/themen/ ... 22369.html
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Ice » Do Dez 07, 2017 23:25

In NRW darf eine Blühfläche nicht größer als 0,25 ha sein bzw nur soviel wird vergütet. Hab mehrere kleine Flächen mit 0,5 ha wo ich sowas eigentlich machen könnte...

Niedersachsen ist da mit max 2 ha viel flexibler so wie ich das auf den ersten Blick sehen kann.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Family Guy » Fr Dez 08, 2017 12:43

So eine Größenbegrenzung ist ja aus Sicht des Naturschutzes und der Landwirtschaft völliger Blödsinn. In den Ministerien wird was fachlich Unsinniges ausgebrütet und der Naturschutz eher gehindert als gefördert.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Wini » Mo Dez 11, 2017 19:23

Also ich bin begeisterter Blühflächen-Anbauer geworden.
Würde gerne noch mehr als die 3 Hektar pro Betrieb in Bayern anlegen.

Für eine einmalige Ansaat in einem 5-Jahres-Förderzeitraum sieht die eingangs präsentierte Kosten/Nutzen-Rechnung nämlich ganz anders aus.
Für mich als Nebenerwerbslandwirt zählt in erster Linie die eingesparte Arbeitszeit und Arbeitsmittel.
4 Jahre lang keine Bodenbearbeitung, kein Dünger, keine Spritzmittel.
5 Jahre lang erfreut sich die Öffentlichkeit an den von Ihr bereitgestellten Steuergeldern zur Förderung der Landwirtschaft.
Wild und Insekten sind dankbar für solche Flächen.
Schau Dir doch mal meinen Blühflächen-Thread an.
Die dort gezeigten Insekten sind für einen Großteil der Glyphosat-hantierenden Großflächenagrarier bereits unbekannt.

Gruß
Wini
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Family Guy » Mo Dez 11, 2017 22:36

Wini hat geschrieben:Also ich bin begeisterter Blühflächen-Anbauer geworden.
Würde gerne noch mehr als die 3 Hektar pro Betrieb in Bayern anlegen.

Für eine einmalige Ansaat in einem 5-Jahres-Förderzeitraum sieht die eingangs präsentierte Kosten/Nutzen-Rechnung nämlich ganz anders aus.
Für mich als Nebenerwerbslandwirt zählt in erster Linie die eingesparte Arbeitszeit und Arbeitsmittel.
4 Jahre lang keine Bodenbearbeitung, kein Dünger, keine Spritzmittel.
5 Jahre lang erfreut sich die Öffentlichkeit an den von Ihr bereitgestellten Steuergeldern zur Förderung der Landwirtschaft.
Wild und Insekten sind dankbar für solche Flächen.
Schau Dir doch mal meinen Blühflächen-Thread an.
Die dort gezeigten Insekten sind für einen Großteil der Glyphosat-hantierenden Großflächenagrarier bereits unbekannt.

Gruß
Wini


Mag ja sein Wini, dass es bei dir so funktioniert, woanders entwickelt sich in 5 Jahren ohne Umbruch/ Neuansaat eine schöne dichte Grasvegetation ohne wirklichen Umweltnutzen. Und mit einer Grasvegetation erfüllt man den Förderzweck Blühstreifen eher weniger.

Die dort gezeigten Insekten sind für einen Großteil der Glyphosat-hantierenden Großflächenagrarier bereits unbekannt.
Mit Verlaub, das ist doch wirklich inhaltsleeres Gequatsche.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Family Guy » Mo Dez 11, 2017 22:41

Marion99 hat geschrieben:Die Steuergelder sind dabei auch gut angelegt und bringen der gesamten Branche Landwirtschaft ein gutes Image. Doch leider gibt es auch viele schwarze Schafe, die gegenüber der Öffentlichkeit genau das Gegenteil vermitteln.


Wieso wird man zum schwarzen Schaf?
Bitte Marion hilf mir auf die Sprünge, damit ich verstehe, was du uns damit sagen willst.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Ulikum » So Dez 17, 2017 9:57

Marion99 hat geschrieben:Die Steuergelder sind dabei auch gut angelegt und bringen der gesamten Branche Landwirtschaft ein gutes Image.


:mrgreen:

mir fällt zu dem Thema und Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit und Blühflächen nur folgendes ein.

spannt man sich vor den Karren anderer ist man meist nur der Esel.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Welfenprinz » So Dez 17, 2017 12:59

Wenn wenigstens klar wäre,in welche Richtung der Karren fahren soll........

Ich hab da die letzten Jahre soviel ernüchterndes und frustriertes von den Naturschutzleuten gehört(also den fachlichen,nicht den politischen).
Eigentlich kann man einfach nur die Finger davon lassen und ein paar Meisenknödelringe am Baum im Garten aufhängen. Dann hat man nix verkehrt gemacht.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Family Guy » So Dez 17, 2017 22:22

Welfenprinz hat geschrieben:Wenn wenigstens klar wäre,in welche Richtung der Karren fahren soll........

Eigentlich kann man einfach nur die Finger davon lassen und ein paar Meisenknödelringe am Baum im Garten aufhängen. Dann hat man nix verkehrt gemacht.


Niemand weiß, was in 5 Jahren ist und die niedersächsische Zahlung von 900,--€ für BS1.2 klingt ja schon sehr verlockend.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon vw25 » Di Jan 16, 2018 3:37

Ein Bauer hat mir nun auch den floh ins Ohr gesetzt ein teil meiner Flächen für 5 Jahre als blühfläche anzulegen. Ich besitze 18 ha. Die momentan verpachtet sind. BonderwertZahl liegt bescheiden bei 30 bis 35. Boden ist hauptsächlich Sandboden in Sachsen. Pachtzahlung liegt bei 150€ bis 200€ jährlich. Einen landwirtschaftlichen Betrieb besitze ich (noch) nicht. Kurz und knapp, könnt ihr mir dazu raten solche Flächen anzulegen?
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