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Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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46 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Bitte um Euer Fach- Know How (Blühflächen)

Beitragvon Visi2098 » Mi Dez 06, 2017 17:22

Hallo allerseits, ich möchte gern verstehen was es für Landwirte bedeutet Ackerland für Blühfläche „aufzugeben“.

Wie hoch sind Kosten und Mehraufwand bzw. was genau ist der Verlust ?
Wie hoch ist der Gewinn daraus wenn die Fläche 1 Jahr „nicht bewirtschaftet“ unter der Blühfläche liegt,
bzw. reicht die Gründüngung daraus um Kosten für die Düngung im Folgejahr zu sparen ? Wenn ja welche Blühflächen bevorzugt ihr?

Was denkt ihr sind die Hauptgründe das nicht jeder Landwirt Blühflächen mit anbaut?
Was wäre – wirklich ernsthaft – für Euch eine Motivation jährliche Blühflächen/streifen anzubauen, wer müsste Euch was genau dafür geben ?

Ich hoffe das waren nicht zu viele Fragen auf einmal, ich danke Euch schon vorab für´s Teilen Eures Fachwissens.
Zuletzt geändert von Falke am Mi Dez 06, 2017 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: nichtssagenden Thementitel präzisiert ...
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon xaver1 » Mi Dez 06, 2017 17:35

Hallo Gartenbesitzer,
bitte um eine fachliche Antwort.
Warum müsst ihr wöchentlich den Garten mähen, bei den Gehwegen mit Glyphosat die Moose, Unkräuter verGiften?
Warum macht Ihr nicht mehr Blühstreifen, warum ist alles eingezäunt, wieviel müsste Euch jemand geben, wenn Ihr ein Jahr eine Blühfläche anlegt? :wink:
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon tröntken » Mi Dez 06, 2017 18:32

Viel zu Kleinkariere Kontrollen dafür.
Unkraut in den Folgejahren
Keine Düngung erlaubt, und so meist ein nur wenig was ans blühen kommt.
Zudem teils langjährige Bindungen, die schwer sicherzustellen sind.
Dann gibt es noch nervige mindestens und maximal Größen.
Zudem steht man mindestens mit einem Bein im Knast, wenn man eine der ganzen Vorgaben nicht einhält. Ein CC Verstoß wird einem aber fast sicher sein

Habe das Programm 5 Jahre mitgemacht. Hab ordentlich ampfer usw.
Zudem waren viele Flächen für den Otto normal Bürger einfach nicht sichtbar und somit nicht vorhanden.
Wenn ich direkt an der Straße am mais ein paar Sonnenblumen reinstreu, dann werde ich darauf angesprochen. Auf die Blühflächen nicht...
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Visi2098 » Mi Dez 06, 2017 18:53

Vielen Dank Troentken, die Vorgaben und Kontrollen kommen von wem genau...? Sorry habe wirklich noch keine Ahnung, aber irgendwie die Hoffnung das es doch Lösungen geben muss die WIN-WIN für alle sind.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Manfred » Mi Dez 06, 2017 19:17

Beispiel hier in Nordbayern:
-Flächenprämie ca. 320 Euro / ha
-Programm B47 jährlich wechselnde Blühfläche 600 Euro / ha
Ausgleichszulage gibt es auf diese Fläche (Stilllegung für agrarökologische Maßnahmen) keine. Bioprämie etc. auch nicht.
Macht Einnahmen von 920 Euro / ha.
-Vorgeschriebenes Saatgut Blühmischung: 102 Euro / ha
-Saatgut für zum Bodenschutz notwendige Untersaat: 85 Euro / ha
(Die vorgeschriebene Blühmischung haben irgendwelche Fachidioten zusammengestellt, die nur auf den optischen Effekt, aber nicht auf den Bodenschutz geachtet haben. Bei genauerem Hinsehen findet sich unter dem äußeren Blütenschein nur nackter, verkrustetet Boden, wie in einem konventionellen Maisfeld, weil in der Mischung keine Komponenten enthalten sind, die für eine schnelle und gute Bodenbedeckung sorgen.)
-Kosten Bodenbearbeitung (Pflügen + Kreiselegge, inkl. Anfahrt): 200 Euro / ha
-Kosten Saat (Kreiselegge-Sämaschine-Kombi, inkl. Anfahrt): 107 Euro / ha
-Mulchen: 85 Euro / ha
-> Zwischensumme 341 Euro / ha
-Pachtkosten: 130 Euro / ha
-Betriebliche Gemeinkosten (Versicherungen, Beiträge, Bürokosten, Betriebs-PKW etc.): 250 Euro / ha
-> "Gewinn": -39 Euro / ha

Vom "Gewinn" wären dann noch die aufgewendete Arbeitszeit (Büroarbeit, Antragstellung, Feldkontrollen, sonstige Arbeiten am Feld (z.B. Gehölze am Feldrand zurückschneiden etc.) zu bestreiten.

Damit die Sache wirklich interessant wird, müsste man selbst in einer Niedrigpachtpreis-Region wie unserer noch ca. 500 Euro pro ha draufpacken, damit die Blühflächen wirtschaftlich konkurrieren könnten.
Außerdem sollte der Unsinn mit den vorgeschriebenen Saatgutmischungen beendet werden.
Viel sinnvoller wäre, dem Landwirt ein Budget von z.B. 250 Euro / ha zur Verfügung zu stellen, mit dem er selbst eine für das jeweilige Feld passende Mischung Zusammenstellung und gegen Abgabe von Belegkopien abrechnen kann.
Für Leute, die nicht selbst denken wollen oder sich den Verwaltungsaufwand sparen möchten, könnte man ja empfohlene Mischungen anbieten.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Welfenprinz » Mi Dez 06, 2017 19:56

Rechtfertigung der nicht unerheblichen Flächenzahlungen.


*hüstl*
Nicht unerhebliche Flächenzahlung ist,wenn elchtestversagt um die Ecke kommt und mir 1800€/ha Pachte bietet.

Die Blühflächenalmosen zur Förderung der Verunkrautung sind Verarschung..
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Ferengi » Mi Dez 06, 2017 20:16

Welfe: So isset.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Ferengi » Mi Dez 06, 2017 20:21

Marion99 hat geschrieben:Hast Du schon mal nachgedacht, wie lange ein Bäcker, ein Kfz-Mechaniker oder ein Busfahrer dafür arbeiten muß?

liebe Grüße Marion


Hast du schonmal drüber nachgedacht wie lange ein Bauer malochen muss um die Subventionen der KFZ-Branche zu erwirtschaften!? :roll: :roll:

Dein popultistisches Stimmungsmachen a la "Subventionsschmarotzer" kannst dir sparen! :roll: :roll:
Die Faktem sagen nämlich was ganz anderes:

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

Und in diesen Agrargeldern sind Gelder für Küstenschutz, Deichbau, etc. schon mit drin!
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Visi2098 » Mi Dez 06, 2017 20:37

Danke Manfred und Marion.... wären mehrjährige Blühflächen mit guter Bodendeckung dann nicht attraktiver wie Einjährige ?
Habt ihr Erfahrungen mit der durchwachsene Silphie unter Mais? Lohnt sich das ?

Wenn die Programme momentan attraktiv genug wären hätten wir vermutlich nicht das Problem das es zu wenige Blühflächen gibt.
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Ferengi » Mi Dez 06, 2017 20:42

Im Vergleich zu der heutigen Quasi-Enteignung ist sie eine Frechheit!
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Re: Bitte um Euer Fach- Know How

Beitragvon Lonar » Mi Dez 06, 2017 21:13

Marion99 hat geschrieben:Es stöt aber an die Grenzen, wenn der Anbau von Blühflächen nur durch Einsatz von hohen öffentlichen Mitteln "erkauft" werden muß

Wer die Musik bestellt muss die auch bezahlen! Steht ja jedem frei sich Land zu pachten und was damit zu machen.
Anscheinend sollen Blühflächen in Deutschland unter Wert "erkauft" werden. Da das nicht klappt soll der Bauer ein schlechtes Gewissen haben, weil er rechnen kann und ein Einkommen erzielen will :mrgreen:
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