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Bitte um fachliche Einordnung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Mad » Fr Jan 17, 2014 21:05

Wini hat geschrieben:Sät dicker, dann wird Euch der Boden zwischen Eurem lückig stehendem Raps und Weizen im Winter auch nicht davongeblasen. :-)


Ich klinke mich hier jetzt aus. Der Profi hat übernommen.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Mad » Fr Jan 17, 2014 21:28

Mensch hat geschrieben:Ironiemodus?


Ja. Gegen Wini kann hier niemand argumentieren. Seine Äußerungen sind immer sachlich und korrekt.

Wini hat geschrieben:Also ich pflüge das Stroh alljährlich unter, damit sich die Regenwürmer das Reinziehen sparen können. :-)


Was soll man dazu noch sagen?

Oder dazu:

Wini hat geschrieben:Ein Abbau von Humus ist mir noch nicht aufgefallen.


Wini braucht keine Humusuntersuchungen. Er erkennt es mit seinem geschulten Auge.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon JohnDeere3040 » Fr Jan 17, 2014 21:42

Es gab noch nix anderes 8) Nen Flatterverdeck von Fritzmeier oder so war damals Luxus.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Todde » Fr Jan 17, 2014 21:44

Wini hat geschrieben:Die Aussage, daß Bodenerhaltung und Humusaufabu nur ohne Pflugeinsatz möglich ist, ist schlichtweg falsch.

Da hast Du recht! Pflügen kostet je cm rund 1Tonne Humus, wenn Du 30 Tonnen düngst und 25cm pflügst bist Du im grünen Bereich.
Also kein Problem zu pflügen.

Ein Abbau von Humus ist mir noch nicht aufgefallen.

Das ist ein schleichender Prozess und auf Sandböden so gut wie nicht erkennbar mit dem Auge.
Nach nur 10 Jahren ohne Pflug beurteilt die LUFA meinen Boden nicht mehr als Sand sondern hS humusen Sand.
Scheint sich also was getan zu haben, Humuswerte habe ich leider keine, weder von früher noch von heute.


Vielmehr tragen die untergepflügten Ernterückstände zum Bodenaufbau bei.

Vergammeln ist nicht gleich Humusaufbau.
Man kann mit unterpflügen organischer Masse Humus aufbauen, aber sicher nicht wenn man Stroh einpflügt.

Genausogut könnte ich über den unabdingbaren Glyphosateinsatz bei Minimalbodenbearbeitung schimpfen.

Warum? Ein sicheres ungefährliches Werkzeug für die Landwirtschaft. Würdest du Phosphordünger ebenso beschimpfen?
Landfristige pfluglose Betriebe senken den Einsatz sogar wieder, dann kommt die komplette Bodenbedeckung, da machen die Pflanzen die Bekämpfung der Unkräuter, des Ausfallgetreides, Dinge die man im Bioanbau auch sehen kann.


Wer trägt denn hier zur Vermehrung von Disteln und Trespen bei ? Bioanbau und Minimalbodenbearbeitung !

Disteln wachsen ohne Pflug ebenso, der Pflug bringt dir nicht mal 50% Bekämpfungserfolg.
Trespenprobleme hast Du und die liegen eher in dem, wie man mit dem Ackerrand umgeht. Halben Meter mal "abspritzen" oder umpflügen, dann kommt die Trespe.

Und die Angst vor der Winderosion ! Wir sind doch hier nicht in den 30er beim Dust-Blow in den Grassteppen der USA.

In Ostdeutschland gabs Tote wegen Winderosion.
Sand ist schwer, Humus ist leicht.

Sät dicker, dann wird Euch der Boden zwischen Eurem lückig stehendem Raps und Weizen im Winter auch nicht davongeblasen. :-)

Hast Du doch gepostet, zu dicke Bestände bringen keinen Ertrag.
Dünn säen, dick Ernten!
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Mad » Fr Jan 17, 2014 22:31

tyr hat geschrieben:Ja nee, is klar. Es wird jetzt seit rd 500Jahren gepflügt, wir dürften gar kein Humus mehr haben...
Erst mit Erfindung des Pfluges stiegen die Erträge...


Bevor du sowas sagst, solltest du dir nochmal vor Augen führen, wie die Fruchtfolgen damals aussahen, denn Mineraldünger gibt es noch keine 500 Jahre. Was heißt, dass jeder Schlag zu der Zeit seine "Portion" organischen Dünger erhielt. Und das regelmäßig.

Die Erträge stiegen nur wegen des Unkrautmanagements.

Aber was hat sich seit dem Pferd getan? Was fährt da heute über die Felder und vor allem wie tief wird zu damals gepflügt? Ich denke nicht, dass die Tiere vor dem Pflug, diesen auf 20cm Tiefe durch den Boden reißen konnten. Das glich doch eher einem Schälen.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Todde » Fr Jan 17, 2014 23:20

tyr hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Da hast Du recht! Pflügen kostet je cm rund 1Tonne Humus, wenn Du 30 Tonnen düngst und 25cm pflügst bist Du im grünen Bereich.
Also kein Problem zu pflügen.

Ja nee, is klar. Es wird jetzt seit rd 500Jahren gepflügt, wir dürften gar kein Humus mehr haben...
Erst mit Erfindung des Pfluges stiegen die Erträge...

Das erklärt die Wüsten der ehemals gepflügten Ökoflächen?
Es wird schon weit länger gepflügt.
Es gibt nicht nur einzelne Felder, die durch den Pflug nicht mehr zu bewirtschaften sind, es gibt Regionen, Länder, die das schon gemacht haben, wo der gute Germane noch sein Stück Fleisch im Wald erlegt hat und Beeren gesammelt.
Europa ist noch lange nicht so lange unter Pflug wie andere Länder den schon nicht mehr brauchen, weil eh nichts mehr wächst.

Und damals wurd nicht gepflügt! Es wurde geschält. Du kannst das Ur-pflügen eher mit Grubbern vergleichen als mit einem modernen Pflug.
Die Erträge stiegen, weil man Probleme mit der Saat und der Mobilisierung von Nährstoffen sonst nicht erreichte.
Die Saat in den Boden zu bekommen und die Nährstoffdynamik bekommt man heute mit neuer Technik, die nicht 10tausend Jahre alt ist in den Griff.


In vielen Gegenden, wie in meiner, ist der Pflug auch eine wichtige Drainagemaßnahme, vom Unkrautmanagement mal abgesehen.
Warum sind denn gerade die tiefwurzelnden Problemunkräuter wieder auf dem Vormarsch. Mit bloßer Chemie kommt man denen auf Dauer nicht bei....


Der Pflug ist sicher keine "Drainage".
Unkraut lässt sich mit vielem in Griff halten. Vielleicht reichen für vieles auch nur ein ordentlicher Aufwuchs eine Zwischenfrucht.
Auch wenn ich viel über "Öko" schimpfe, das ist ein Sache die man sich abschauen sollte. Senf erledigt Quecken und kann noch mehr phytosanitäre Dienst leisten, andere Zwischenfrüchte auch.
Tiefwurzelnde Unkräuter bekommst du niemals(!) mit dem Pflug weg.
Nimm Glyphosat oder
kauf dir lieber ein paar Gänse und ab und an mal eine ordentliche Senfzwischenfrucht verspricht mehr Erfolg.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Forchhammer » Sa Jan 18, 2014 0:02

Wie genau schädigt/verdrängt "Senf" Quecken?
G.O.A.T : Geballte Organisation Aufständischen Terrors (zu deutsch: Ziegen)

Fuck the EU
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Todde » Sa Jan 18, 2014 0:06

Forchhammer hat geschrieben:Wie genau schädigt/verdrängt "Senf" Quecken?

Unterdrückung.
Ob die Wurzelausscheidungen auch einen Beitrag leisten ist nicht ausreichend erforscht.
Neu ist das aber nicht, einfach mal bei den Bioländern erkundigen.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Todde » Sa Jan 18, 2014 9:14

tyr hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:
Forchhammer hat geschrieben:Wie genau schädigt/verdrängt "Senf" Quecken?

Unterdrückung.
Ob die Wurzelausscheidungen auch einen Beitrag leisten ist nicht ausreichend erforscht.
Neu ist das aber nicht, einfach mal bei den Bioländern erkundigen.

Auch andere Zwischenfrüchte unterdrücken Quecke, sie müssen nur schnell genug wachsen und den Boden gut abdecken.
Ich hab da mit Phacelia z.B. gute Erfahrungen gemacht....


Hatte ich auch irgendwo geschrieben.
In Deinem Link ist auch zu lesen, dass Tiefwurzler sehr gut wirken.

Ansonsten sehe ich das anders mit Quecke und Co, habe damit keine Probleme und kann es daher nicht bestätigen.
Und sehe Problemunkräuter beim Dreschen eher auf Pflugflächen, das Thema hatten wir auch schon mal hier irgendwo im Forum.
Wenn man die nicht beseitigt, dann hat man natürlich auch größere Probleme ohne Pflug als mit, nur der Pflug beseitigt die auch nicht komplett,
somit sind das nur kurzfristige Erfolge.
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Re: Bitte um fachliche Einordnung

Beitragvon Mad » Sa Jan 18, 2014 13:23

Mensch hat geschrieben:Ist es nicht auch so, das ein Pferd kleinflächige Trittsiegel hinterläst, wohingegen die Zugmachine vollflächig auf den Boden wirkt. Es dürfte einfacher sein für das Bodenleben, diese Trittsiegel "aufzubrechen", als die durchgehende Fahrbahn der Zugmaschine.


Heutzutage ist es möglich, mit angemessener Bereifung den Luftdruck so anzupassen, dass der Bodendruck eines Schleppers in etwa nur halb so groß ist wie der eines einzelnen Hufes eines Pferdes. Das geschieht zwar im Bereich der Fahrspur ganzflächig, dafür haben die Bodenlebewesen nur den halben Kraftaufwand. Bei den Abdrücken des Pferdes könnte ihnen die Lust vergehen, so dass sie sich in den lockereren Bereich daneben ziehen.
Dann gibt es ja noch die anderen Lockerungshilfen. Zum Beispiel der Bodenfrost. Der kann bis in einer gewissen Tiefe ebenso einiges auflockern und das sogar flächiger als die Lebewesen. Nur in einer Tiefe, die darüber hinaus geht, sind die Lebewesen ein essentieller Faktor. Deshalb sollten Verdichtungen nur oberflächig entstehen und nicht bis auf einen halben Meter Tiefe oder darüber hinaus.
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