Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • Druckansicht
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Sa Nov 29, 2025 16:05

Brandstiftung im Kindergarten

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
Antwort erstellen
39 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
  • Mit Zitat antworten

Brandstiftung im Kindergarten

Beitragvon Cairon » Do Okt 30, 2008 13:04

Wir haben hier im Dorf ein Problem mit Vandalismus. Jugendlich treffen sich an den Wochenenden oft am Kindergarten um dort gemeinsam "Party" zu machen. Wenn man Montag der Kindergartenbetrieb wieder anfangen soll ist der gesamte Spielplatzbereich voll mit Glasscherben und Zigarettenkippen. Die Sandkiste wird auch schon mal als Toilette genutzt. Leider haben wir bisher noch keine wirksam Maßnahme zum Schutz der Einrichtung gefunden. Ein Anwohner der sich den Jugendlichen gestellt hat, lag danach 3 Wochen mit einem Kiefer-Trümerbruch im Krankenhaus und der Schläger ist mit ein paar Sozialstunden davon gekommen. Das ist ja schon alles schlimm genug, aber was am letzten Wochenende passiert ist schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. Am Samstag gegen 0.00 Uhr wurde die Feuerwehr zum Kindergarten gerufen. Ein etwa 4m*4m großes Spielhaus brannte. Wie sich später heraus stellte war es Brandstiftung. Weiter Untersuchungen zeigten, das die Täter auch versucht hatten andere Einrichtungen in Brand zusetzen. Ein hölzernes Klettergerüst hatten sie stellenweise mit Zeitungspapier umwickelt und dieses dann angezündet. Gleiches versuchten sie mit dem Holzzaun und weiteren Spielgeräten. Auf Grund der Witterung brannten die meisten Dinge nicht. Für das Spielhaus haben sie extra Feuerholz heran geschafft und es dann im Haus angezündet. Da das Haus von innen natürlich trocken war brannte es bald lichterloh. Die Polizei hat die Sache zwar untersucht, aber ich rechne nicht damit das die Untersuchungen wirklich etwas zu Tage fördern werden. Glücklicherweise stand der Wind günstig und die Umgebung war relativ feucht, sonst wäre wahrscheinlich der erst vor ein paar Jahren neu errichtete Kindergarten komplett abgebrannt. Etwa 50 Kindergarten- und Krippenkinder hätten ohne Betreuungsmöglichkeit dagestanden und der Schaden hätte mehrer 100.000 € betragen. So beläuft er sich zum Glück "nur" auf ca. 5000 €. Das hat in meinen Augen nichts mehr mit einen dummen Jungenstreich zu tun und das war auch nicht fahrlässig. Wie kommen Jugendliche auf solche Ideen. Und da denkt man immer in unserem kleinen 2000 Seelen-Dorf auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung. Für mich ist es das gleiche wie wenn man einem Kleinkind seine Bauklötze klaut und sie in brand setzt.
Unser Sohn besucht die Krippengruppe, daher geht mit die Sache natürlich besonders an die Nieren und als Ratsmitglied frage ich mich natürlich wie man so etwas in Zukunft verhindern kann. Jugendfreizeitstätte und Jugendprojekte fruchten bei den betroffenen Jugendlichen leider nicht, mit solchen Angeboten sind sie kaum zu erreichen.
Nun zu meiner Frage, habt ihr in euren Wohnorten ähnliche Probleme und wenn ja was wird dagegen getan?
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » Do Okt 30, 2008 13:08

Welche Alternativen haben die Jugendlichen denn?

Hier gibts sowas fast nur da, wo die Jugendclubs geschlossen worden sind, und nach und nach auch die letzten Altbauten und Ruinen verschwinden, in denen solche Treffs und Feten sonst stattgefunden haben. Irgendwann bleibt dann kein Platz mehr über außer Bushaltestellen, Spielplätzen oder Müllcontainer-Standplätzen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon euro » Do Okt 30, 2008 13:13

Eine bisher noch erlaubte Abwehrmassnahme ist ein Ultraschallgerät das in Frequenzen sendet die nur Kids hören können.
http://www.swiss-mosquito.ch/index.html
Sowas bräuchten wir eigentlich auch zur TN-Abwehr im Chat. :mrgreen:
Zuletzt geändert von euro am Do Okt 30, 2008 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
euro
 
Beiträge: 7434
Registriert: Di Okt 24, 2006 9:15
Wohnort: europe
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon HerrAigner » Do Okt 30, 2008 13:14

Selber schuld, wenn man den Jugendlichen keine Alternative gibt. Die dürfen ruhig noch was mehr kaputtmachen, bis die Trottel von der Gemeinde aufwachen. Mit dem Strafrecht zu kommen, wäre wohl kontraproduktiv.
HerrAigner
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Hauke schidt » Do Okt 30, 2008 14:29

Hallo Cairon,

die Frage der alterniativen "Treffmöglichkeiten" wurde ja schon gestellt. Und Du hast schon geschrieben, das die vorgeschlagenen Treffpunkte nicht angenommen werden.

Soweit ich jetzt gelesen habe, kannst Du durch ein Amt selber aktiv mit in der "Dorfgestalltung" eingreifen.

Est mal möchte ich Dir zu bedenken geben, das die Kindergartenkinder die zukünftige Jugend darstellt.

Vieleicht setzt Ihr euch mal mit den Bedürfnissen von Jugendlichen (Pubertät) auseinander? Zu deren Bedürfnissen gehört Abendteuer, Auflehnung gehen die Erwachsenenwelt, Ausprobieren von Gruppendynamik etc.

Das ist schon ein sch.... Alter, so mit Pickel, erste Liebe und viel schlimmer, der erster Liebeskummer, sich Erwachsen fühlen und dennoch von den Eltern abhängig sein, Stimmungsschwankungen, Neugierde, vielleicht das erste Erleben, das zu Hause doch nicht alles so Ok ist, und und und.

Das "Rumgammeln" scheint zu einen natürlichen Entwicklungsprozess zu gehören und wurde schon in vielen Kulturen beschrieben. Leider hat sowas in unserer Gesellschaft wenig Platz.

Ich denke, häufig wird Jugendarbeit unter falschen Vorraussetzungen angeboten. Was die Jungs und Mädchen brauchen, ist ein Platz, der wirklich ihr Platz ist, wo sie für sich probieren können ohne immer den strengen Augen der Erwachsenenwelt ausgesetzt zu sein. Gibt es ne alte Scheune, Stall oder sowas? Irgend ein Platz wo sie frei sind für sich, alles selbst gestallten können und die Erwachsenen nur im gewissen Abstand einen Einblick haben (was ich als den wichtigsten Faktor halte). Denk mal zurück, wir haben auch genug Mist gemacht in unserer Jugend, hatten aber wohl noch genug Platz dazu.

Wir haben hier auch ein JZ, welches aber nie angenomen wurde, weil die Regeln von einen Jugendsozialarbeiter mit Rücksprache der Gemeinde gesetzt wurden. Früher habe ich da einige Jugendkonzerte veranstaltet (Anlage gestellt und weil ich mich als Tonmischer verkauft habe, konnte ich so nebenbei auf die Kids aufpassen). Wenn man alles ein bischen locker gesehen hat, wars ne schöne Sache.

Leider stösst man auf viele Probleme, so gab es ein generelles Alkoholverbot. Was bleib den Kids über als heimlich und damit ausserhalb meiner Sichtweise zu trinken (hätten wir auch wohl gemacht). Ich bin zwar kein Freund vom Alkohol aber den Umgang mit Alkohol muss ein Jugendlicher auch erst lernen oder man darf sich nicht wundern wenn sie später damit nicht umgehen können. Ich habe es aber darmals dennoch ganz gut gelösst.

Heute haben wir einen Tischlermeister als Jugendsozialarbeiter, der hat im JZ erst mal ein Boxring aufgestellt und geht da auch selber rein. Die Kids haben so ne vernünftige Möglichkeit, sich mit Erwachsenen zu reiben und der Sozialarbeiter tritt eher als Schiedsrichter auf, und nicht als "Überinstanz". Die Kids haben den angenommen und der Laden ist voll.

Zu dem prügelnden Jugendlichen möchte ich Dir noch was sagen: Als Erwachsener kennt man eigentlich seine Kraft und kann sie steuern. Ich denke aber, der Junge hat sich wirklich erschrocken, zu was er alles fähig ist. Wie oft haben wir darmals unsere Fähigkeiten unter/überschätzt? Irgendwer muss den Jungen jetzt mal an die Hand nehmen und zeigen, wie man die ganze Sache neben den Sozialstunden wieder ausbadet, sowas lernt man nicht im Alleingang.

Grüsse
Hauke
Benutzeravatar
Hauke schidt
 
Beiträge: 1758
Registriert: Mo Nov 05, 2007 2:03
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon voro » Do Okt 30, 2008 17:52

SHierling hat geschrieben:Welche Alternativen haben die Jugendlichen denn?

Hier gibts sowas fast nur da, wo die Jugendclubs geschlossen worden sind, und nach und nach auch die letzten Altbauten und Ruinen verschwinden, in denen solche Treffs und Feten sonst stattgefunden haben. Irgendwann bleibt dann kein Platz mehr über außer Bushaltestellen, Spielplätzen oder Müllcontainer-Standplätzen.


Ach komm, die üblichen "Bushaltestellen-blockier-Assis" gibts doch überall, oder? Ich denke, es gab nie mehr Freizeitangebote für die Jugendlichen, hier sind überall Skater-Anlagen und ähnliches Entstanden - und eine "Jugendpflege"-Einrichtung gibts auch - also alles Angebote wo die ihre Zeit sinnvoll verwenden könnten und was an sich auch attraktiv ist.
All das gabs in unserer Jugend nicht - aber vielleicht gab es auch weniger Freizeit, in der man hätte Blödsinn machen können.

Blödsinn ham wir auch gemacht - klar - aber doch nix grobes ...
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
Benutzeravatar
voro
 
Beiträge: 4520
Registriert: Mo Aug 07, 2006 21:19
Wohnort: Niedersachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon voro » Do Okt 30, 2008 17:53

euro hat geschrieben:Eine bisher noch erlaubte Abwehrmassnahme ist ein Ultraschallgerät das in Frequenzen sendet die nur Kids hören können.
http://www.swiss-mosquito.ch/index.html
Sowas bräuchten wir eigentlich auch zur TN-Abwehr im Chat. :mrgreen:


Ich versuch das ja schon seit längerem durch posting bestimmter Musik-Links. Leider ist aber ja nicht jeder gezwungen, sich das anzuhören - sonst würd ich den Chat sicherlich etwas sauberer bekommen :)
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
Benutzeravatar
voro
 
Beiträge: 4520
Registriert: Mo Aug 07, 2006 21:19
Wohnort: Niedersachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » Do Okt 30, 2008 18:09

All das gabs in unserer Jugend nicht - aber vielleicht gab es auch weniger Freizeit, in der man hätte Blödsinn machen können.

Also wir hatten die "Konfirmanden-Disko" - gaaaaaanz toll. :roll: :cry:

Und ansonsten eine alte Hütte im Wald, wo man nur am Schornstein hoch reinklettern, und nur über's Dach wieder raus kam - mit einem Sprung an den nächsten Ast, der einen dann sachte bis zum Boden abfederte (weswegen der "Tarzan-Ast" hieß :) ). 100% Erwachsenensicher. Das war zum sich ausprobieren und pubertäre Spielchen machen (in Badeklamotten, damit einem ja keiner was wegguckte!) genau das richtige.

Leider haben die Erwachsenen!!!!! das Ding dann angesteckt und abgerissen, vor lauter Angst, daß unbeobachtete Halbstarke genau das tun, was unbeobachtete Halbstarke eben $irgendwo tun müssen: sich ausprobieren, heimlich rauchen und husten, bißchen zündeln und dann Panik kriegen, Flaschendrehen und Rumknutschen, und vor allem: GROSS rumtönen und kleine Brötchen backen ;)

Sowas kannst Du halt in den allerwenigsten Jugendzentren, und erst recht nicht in einem "anständigen" Dorf - da hat Hauke ausnahmsweise mal recht.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Steppenwölfin » Do Okt 30, 2008 18:46

oje.... Das Thema kenn ich. Bei uns sind die Jugendlichen echt harmlos und trotzdem gibts Leute, die sich über die beschweren.

Vor 20 Jahren haben Jugendliche eine Hütte gegründet. Einen Bauwagen ausgebaut, Grillplatz dazu angelegt, haben sich auch echt gut benommen. Tolle Sache. So. Die wurden dann älter. Haben sich zurückgezogen und das Ding jüngeren, die sie persönlich kannten, überlassen, aber nicht, ohne noch einen Blick hin und wieder reinzuwerfen und gemeinsame Grillabende zu machen (noch heute haben die Jungs, inzwischen alle Väter von Kindergarten- und Grundschulkindern, jeden ersten Mittwoch im Monat den Bauwagen für sich...) und so ging das weiter, bis die heute 14-20jährigen drin sind. Ist so eine Art Erbe, auf die man aufpassen muss. Der Platz liegt ungestört, die "Gründerväter" sehen was läuft, wenn sie einmal im Monat vorbei kommen, werden von den heutigen Jugendlichen aktzeptiert, weil sie eben nicht die Eltern sind und gut ist.
Das läuft echt gut so, weil die Gründer sich zum allergrößten Teil raushalten und nur dann eingreifen, wenns echt schief läuft. Die Jungen wissen, dass sie eine Verantwortung haben, weils eben alles nur geliehen ist.
Und wir ganz alten, wir lassen sie einfach, beraten, wenn sie fragen, halten uns sonst raus.

Vor kurzem hatte unser Pfarrer keine Ministranten zum Gottesdienst, ein Teil der Hüttenjugend sind Exministranten. Einer der älteren Jungs ist mal eben zur Hütte gefahren und 4 von den ca 18jährigen sind spontan abends in den Gottesdienst und zum Ministrieren gekommen.
Bei der Ministrantenfreizeit haben die erwachsenen BEtreuer sind zur "Gestaltung" der Nachtwanderung engagiert, die haben eine supergruslige Sache aufgezogen, einfach genial.

Ich weiß, dass das selten ist, nicht die Regel, ein Glücksfall. Aber ich wollte euch ein bisschen Mut machen, wenn ihr eine Clique habt, die relativ zuverlässig ist, dann gebt denen Platz und Vertrauensvorschuss. Vielleicht entsteht daraus ein ähnlicher Generationenvertrag?

Ach ja, die Jugend ist schlecht, sagte vor tausend Jahren schon jemand....
Steppenwölfin
 
Beiträge: 269
Registriert: Mi Jun 04, 2008 21:26
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Cairon » Do Okt 30, 2008 19:00

Unsere Samtgemeinde versucht wirklich sehr viel für die Jugendlichen zu tun. In fast allen Mitgliedsgemeinden gibt es Jugendfreizeitstätten, natürlich ist in diesen Einrichtungen das Rauchen und das Trinken von Alkohol tabu. Im Nachbarort wurden auf einem alten Parkplatz Bänke und verschiedene Skaterrampen aufgestellt. Diese Einrichtung wurde auch recht gut angenommen, bis einige Jugendlichen anfingen dort Drogen (und damit meine ich nicht Alkohol und Nikotin) zu konsumieren. Ein großer Teil der Jugendlichen wollte mit diesen Konsumenten nichts zu tun haben und blieb daher fern. Schließlich wurden die Bänke und die Skaterbahnen von Randalieren in Stücke getreten und irreparabel Zerstört. Ein Täter konnte leider nicht ermittelt werden. Auf den örtlichen Dorffesten war es bis vor einigen Jahren üblich Freitags eine Zeltdisko für das jüngere Publikum zu veranstalten. Diese Veranstaltungen wurden von der Samtgemeinde nach einigen Alkoholexzessen unter 12-14jährigen hin bis zu Einlieferung ins Krankenhaus, Zerstörungen an Zäunen und Straßenbeleuchtungen in erheblichen Maße und schweren Schlägereien mit Verletzen untersagt. Um diese Diskos weiter veranstalten zu können hatten wir Wachpersonal gebraucht, das hätte Kosten von etwa 10.000 € pro Jahrmarkt verursacht. Dieses Geld haben unsere kleinen Gemeinden aber nicht, also aus die Disko. In allen Bereichen unserer Gemeindehaushalte ist gekürzt worden, nur im Bereich Jugendarbeit nicht. Die Samtgemeinde hat wirklich schon einiges Probiert, Treffpunkte, Streetworker usw. hat leider nicht wirklich etwas gebracht.
Es sind ja auch nicht alle Jugendlichen, meist sind es 3 bis 4 Leute die inzwischen schon länger bekannt sind, die andere aufstacheln und für Ärger sorgen. Oftmals sind es gerade Jugendliche aus den Nachbarort die einen Ort weiter fahren um Stunk zu machen. Einen großen Teil der Jugendliche erreichen die Gemeinde und die Vereine ja auch und die Jugendarbeit in unsere örtlichen Vereinen ist wirklich nicht schlecht, aber leider bleibt ein Teil der Jugendlichen unerreichbar, der dann für Schäden sorgt und die ganze Dorfjugend in Verruf bringt.
Ich weiß auch das Jugendliche Probleme haben, ich kann mich auch noch gut an meine Jugend erinnern. Wir haben uns immer an der Bushaltestelle
2 Orte weiter getroffen. Am Anfang gab es da auch Probleme, aber dann hat der Bürgermeister ein paar Eimer Farbe gestellt und wir haben die ganze Bushaltestelle neu in Farbe gebracht. Wir bekamen noch eine Sitzgelegenheit und einen 2. Mülleimer und dann gab es kaum noch Probleme. Wir hielten unsere Bushaltestelle sauber und wehe einer wagte es gegen die neu gestrichene Bushaltestelle zu Spucken........ Als wir dann langsam aus dem Alter heraus waren, war es auch mit der Bushaltestelle vorbei. Ein paar Sprayer haben sich darüber her gemacht, die Bank und die Mülleimer waren auch bald kaputt. Der Bürgermeister machte den neuen Gästen der Bushaltestelle das gleiche Angebot wie uns damals, die lehnten aber dankend ab bzw. erschienen nicht zu den Malerarbeiten. Natürlich haben wir auch mal Ärger gehabt weil wir zu laut waren, aber nichts was sich nicht durch eine Entschuldigung und das herunterdrehen der Musik hätte regeln lassen. Wir sind aber nie losgefahren und haben Spielplätze angezündet und wir haben auch mal ein Bier zuviel getrunken, aber wir haben uns nicht jedes Wochenende ins Delirium geschossen, wie
es heute doch einige Leute tun. Wir hätten gar nicht das Geld gehabt und soviel Alkohol zu kaufen. Wir hatten eine Flasche Korn und 2 Flaschen Cola, die wurden gemischt und dann haben wir uns die meist mit etwa 10 Leuten geteilt. Aber Alkoholvergiftungen und Krankenwagen hat es bei uns eigentlich nie gegeben.
Das die Kindergartenkinder die Jugend von morgen sind ist uns durchaus bewusst, was Kinderbetreuung und Krippenplätze angeht ist unsere Samtgemeinde hier in der Gegend führend.
Es geht mir wirklich nicht darum die Jugend schlecht zu machen, ich habe auch sehr gerne Jugendliche auf dem Hof die sich hier ein paar Euros verdienen. Aber Brandstiftung und schwere Sachbeschädigungen kann man doch nicht einfach so dulden und die Gemeinde (also wir alle) sollen für die Schäden zahlen. Nur weil man in der Pubertät ist kann man nicht meinen selbst die wichtigsten Grundregeln habe keine Bedeutung mehr.

@zaxis
Es ist doch wohl keine Rechtfertigung Dinge zu zerstören oder anzuzünden wenn mir das Engagement der Gemeinde nicht passt. ? Ich zünde ja auch nicht den Landtag an wenn mir deren Gesetze nicht passen. Und wenn es im Guten anscheinend nicht geht, bleibt doch nur die Justiz oder sollte man Deiner Meinung nach Verbrechen gar nicht mehr sühnen. Mich würde mal interessieren was die Brandstifter sagen würden, wenn man ihnen ihre fahrbaren Untersätze anzünden würde.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon voro » Do Okt 30, 2008 20:47

Cairon, bei euch müsste das doch schon "fast" Touristenzentrum sein - da dürfte doch eh einiges los sein, oder?

Wie weit ist Bremerhaven weg? Kommen die vielleicht auch von da?
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
Benutzeravatar
voro
 
Beiträge: 4520
Registriert: Mo Aug 07, 2006 21:19
Wohnort: Niedersachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Cairon » Do Okt 30, 2008 20:57

voro hat geschrieben:Cairon, bei euch müsste das doch schon "fast" Touristenzentrum sein - da dürfte doch eh einiges los sein, oder?

Wie weit ist Bremerhaven weg? Kommen die vielleicht auch von da?


Hier ist viel Tourismus und wir sind etwas 20 km von Bremerhaven weg. Die Jugendlichen mit denen die meisten Probleme auftreten stammen aus unserer Samtgemeinde bzw. aus der Nachbargemeinde.
Ich muss aber ganz klar sagen, dass es bisher keinen Beweis gibt das diese Jugendlichen das Feuer gelegt haben, sie hatten bisher aber reichlich Kontakt mit der Polizei, meist Schlägereien. Die Strafen haben aber meist nicht gewirkt, ich weiß auch nicht was im Rahmen der Gesetze möglich ist und inwieweit die Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Hauke schidt » Do Okt 30, 2008 22:18

Hallo Cairon,

leider, leider, dauert der Prozess, bis die Polizei, Jugendamt, etc reagieren, sehr lang.

Auf der einen Seite sind die besagten Kids bestimmt arme Schweine, die wohl zu Hause viel Mist erlebt haben, auf der anderen Seite ist das Verhalten, wie Du es beschrieben hast, kriminell und hat wohl nichts mehr mit "Bockmist bauen" zu tun.

Rechtlich ist folgendes möglich:

Anzeigen, Anzeigen und nochmals Anzeigen, wenn der Verdacht gerechtfertigt ist. Und dann hoffen, das die Verantwortlichen mit allen rechtlichen Möglichkeiten reagieren (Jugendhilfeprogramme, Jugendstrafrecht, psychiatrische Abklärung, etc).

Manchmal hilft auch die Presse, den Druck auf Jugendämter zu verstärken.

Moralisch gesehen seit Ihr die Erwachsenen. Für Euch heisst es hinsehen und reagieren und nicht wegsehen, was in meinen Augen heute zu viele Erwachsene machen.

Edit: Manche Städte machen in den sozialen Brennpunkten die Sporthallen auf. Überwiegend Fr. und Sa. von 19.00 bis 0.00.

Grüsse
Hauke
Benutzeravatar
Hauke schidt
 
Beiträge: 1758
Registriert: Mo Nov 05, 2007 2:03
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Honk81 » So Nov 02, 2008 14:56

zaxis hat geschrieben:Selber schuld, wenn man den Jugendlichen keine Alternative gibt. Die dürfen ruhig noch was mehr kaputtmachen, bis die Trottel von der Gemeinde aufwachen. Mit dem Strafrecht zu kommen, wäre wohl kontraproduktiv.


:shock:
Sach ma gehts noch? Sowas auch noch zu verteidigen. Bist du einer von den Kriminellen (denn nichts anderes ist das)? Fällt der Jugend von heute nix mehr ein außer Leuter verprügeln und Häuser in Brand stecken? Gibts eigentlich noch Eltern die ihre Kinder erziehen, zu Wesen die fähig sind in einer Gesellschaft mit anderen Individuen zu leben und diese zu respektieren? Assoziales Verhalten, kriminell. Linke Randallierer und mit Gewalt ändert man bestimmt keine 'Missstände' in Gemeinden. Wenns se was im Kopf hätten würden se aufhören andere für das eigene gefrustete dasein verantwortlich zu machen und selbst anpacken, konstruktiv und nicht randalierend. Solchen Assis würd ich auch die letzte Bushalte noch vor der Nase abreißen. Wenns nach mir geht gehören die alle in den Bau und mit Elektroschocktherapie behandelt, solange bis das bisschen Grütze da oben im Kopf komplett verraucht is und nur noch gesabbert wird oder bis da wieder n bisschen leben und Verstand reinkommt. :evil:
Honk81
 
Beiträge: 3045
Registriert: Mo Jan 09, 2006 17:49
Wohnort: Emsland
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » So Nov 02, 2008 15:03

Wie asozial, für jede Gemeinschaft völlig untauglich und völlig ungeeignet, überhaupt Kinder zu beurteilen muß man denn sein, wenn man sowas
"linke" Randalierer nennt?

Möchtest Du ein paar Quellen von Deinen Rechten Freunden, die nicht nur Bänke anzünden? :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
39 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3

Zurück zu Off Topic

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot], Loisachtaler, micrometer

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki