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Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Alles rund um das Borstenvieh.
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon cthu » Do Jan 22, 2026 14:25

Hallo liebes Forum,
ich habe wieder einen Wasserbescheid bekommen und muss wirklich sagen, das ist inzwischen Wahnsinn. Jetzt dachte ich, ich Bohr einen Brunnen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem Bohren eines Brunnens? Früher wurde hier kein Wasser gefunden, aber man kann ja theoretisch immer weiter in die Tiefe bohren, bis irgendwann Wasser kommt.
Außerdem würde mich interessieren, ob jemand Erfahrungen mit der Aufbereitung von Wasser wegen des Eisengehalts hat oder ob das in der Mast überhaupt nicht notwendig ist. Reicht es eventuell, eine Chloranlage einzubauen, damit die Leitungen sauber bleiben und sich nicht zusetzen?
Auch kostenmäßig wäre es interessant zu wissen, in welchem Bereich man sich ungefähr bewegt und was der jährliche Betrieb kostet.
Vielen Dank und viele Grüße
cthu
 
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Höffti » Do Jan 22, 2026 14:58

cthu hat geschrieben:Hallo liebes Forum,
ich habe wieder einen Wasserbescheid bekommen und muss wirklich sagen, das ist inzwischen Wahnsinn. Jetzt dachte ich, ich Bohr einen Brunnen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem Bohren eines Brunnens? Früher wurde hier kein Wasser gefunden, aber man kann ja theoretisch immer weiter in die Tiefe bohren, bis irgendwann Wasser kommt.
Außerdem würde mich interessieren, ob jemand Erfahrungen mit der Aufbereitung von Wasser wegen des Eisengehalts hat oder ob das in der Mast überhaupt nicht notwendig ist. Reicht es eventuell, eine Chloranlage einzubauen, damit die Leitungen sauber bleiben und sich nicht zusetzen?
Auch kostenmäßig wäre es interessant zu wissen, in welchem Bereich man sich ungefähr bewegt und was der jährliche Betrieb kostet.
Vielen Dank und viele Grüße



Was es aktuell kostet, einen Brunnen zu schlagen, kann ich nicht sagen. Für den laufenden Betrieb kommen wir für einen 70m-Brunnen mit 30 Cent pro m³ gut klar für Strom und ab und an eine Pumpe tauschen oder Wasseruntersuchungen usw.
Höffti
 
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon T5060 » Do Jan 22, 2026 15:06

Alles in allem musst mit Baukosten von 30.000 € rechnen
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Estomil » Do Jan 22, 2026 15:19

Ein Brunnen kostet etwa 100€ pro Meter. Das war zeitweise sehr günstig geworden. Ist stark abhängig davon wieviel die Firmen zu tun haben. Üblicherweise machen das die gleichen, die auch Erdwärme Sonden bohren.

Wer Eisen im Wasser hat braucht eine Aufbereitung. Der Geschmack versaut dir sonst die Zunahmen. Oker ist nicht ganz so schlimm. Aber auch da kommt man an einen Punkt wo man sowas braucht.

Bei 70m muss zudem die Pumpe wenigstens 10 besser 11 Bar liefern. Das sind dann schon Recht grosse. Unter 5m3 die stunde sollte man da auch nicht gehen. Alternativ eine zysterne. Kommt halt auch drauf an was da alles mit gemacht werden soll.
Wir haben vor zwei Jahren da noch investiert.

Zysterne, 10m3 Druckerhöhungspumpe mit fu, Druckbehälter, Leitungen um und legen in Edelstahl oder kunstoff. Hat etwa 20000€ gekostet. Je nachdem was man braucht kann das mit 30k also hinkommen.

Übrigens zahlt man in Niedersachsen auch 20cent pro qm an den Kreis bei eigenen Brunnen.

Da werden kleinere Brunnen oft unwirtschaftlich.

Wieviel Wasser brauchst du?
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Freakshow » Do Jan 22, 2026 16:22

Ab welchem Eisengehalt lohnt es sich über eine Anlage nachzudenken in der Mast?
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon cthu » Do Jan 22, 2026 17:05

Ich brauche an dem Standort etwa 5000 m3 wasser. Und der preis steigt dieses jahr von 1.04 auf 1.27
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Estomil » Do Jan 22, 2026 17:33

Ich glaube du bist so im gleichen Wasserverband wie ich.

5000qm ist schonmal ne ordentliche Menge wo man überlegen kann.

Die Frage ist da wo und wie tief ist Wasser zu finden und welche Qualität hat das. Ich würde grundsätzlich meinen Tiere nichts anderes anbieten als das was ich selbst trinken wollte. Sprich Trinkwasserqualität.

Mit 20 Cent Wasserentnahmegebühr und 30 cent für Strom hast du aber schon gewisse Fixkosten.
Plus Anschaffung und Wartung wird das aber zehn Jahre dauern können bis man das Geld wieder drin hat.

Empfehlen würde ich immer einen kleinen Brunnen mit kleiner Pumpe und zysterne die erweiterbar ist.
Zb 5000l.
Dafür muss man aber Platz haben.
Dafür kann dann aber auch der waschroboter in Zukunft zusammen mit einem Hochdruckreiniger laufen.

Sprich wenn man da investieren will sollte man gut überlegen was macht weil das 20-30 Jahre funktionieren soll.

In in der Nähe in Ankum gibt es mit agrar Wasser Hygiene Frank von der Haar einen Spezialisten für Wasseraufbereitung, pumpen etc. Brunnen bohren machen die zwar nicht aber alles was Stallwasser anbelangt. Da würde ich vielleicht Mal anrufen.
Estomil
 
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon egnaz » Do Jan 22, 2026 19:52

Das sagt unser Landkreis zur Wasserentnahme:
Entnahme von Wasser aus dem Untergrund (Grundwasser) bzw. aus einem oberirdischen Gewässer

Wasserentnahmen jeglicher Art von mehr als 10 m³/Tag (z. B. Kühl- oder Brauchwasser für gewerbliche oder industrielle Zwecke) oder in Wasserschutzgebieten bedürfen einer wasserrechtlichen Erlaubnis nach den §§ 8 u. 10 Wasserhaushaltsgesetz (WHG), in Fällen besonderer Bedeutung für den Unternehmer auch einer gehobenen Erlaubnis nach § 15 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Ausnahmen: Eine Erlaubnis ist nicht erforderlich bei Wasserentnahmen für den eigenen Haushalt, für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebes oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck oder in geringen Mengen für den Gartenbau.

Ich zahle daher für unser Brunnenwasser nichts.
Zum Glück gibt es hier gutes Wasser schon in 4m Tiefe. Da hat ein Bekannter ein Loch gespült, wo wir dann einen Filter reingesteckt haben. Im Keller steht dann eine Kreiselpumpe. Das ganze hat keine 1000€ gekostet.
Das kann man natürlich nicht verallgemeinern.
Gruß Eckhard
egnaz
 
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Hyde » Do Jan 22, 2026 20:15

Moin,

wir haben letztes Jahr auf dem Hof einen neuen Brunnen mit 34 m Tiefe bohren lassen. Mit 1000 l Pufferspeicher und 5000 l/h Tauchpumpe sind wir bei knapp 14.000 € netto gelandet.

Zusätzlich habe ich seit mehreren Jahren einen 17 cbm Pufferspeicher mit Kreiselpumpe, aus dem ich die Spritze oder die Fütterung extern befüllen kann. Super Sache


Gruß
Hyde
 
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon 714er » Fr Jan 23, 2026 7:33

Beinuns ist das Wasser auf etwa 12 m Tiefe, darunter ist eine Mergelschicht.
Zu Hause haben wur Stall und Haus eine Aufebreitung mit zwei Brunnen. In einen wird mit Sauerstoff aufbereitetes Wasser zurückgepumpt, der andere fördert. Stromkosten dafür sind bei etwa 12 Cent je m³. Dafür mussten Brunnen mit Unterwasserpumpen gesetzt werden. Das ganze läuft Wartungsfrei.
Um zu schauen wo Wasser ist haben wir mit dem sauberen Güllefass mit einem Rohr vor dem Schlauch gespühlt und geschaut was für ein Boden in der Tiefe ist. Eisenhaltiges Wasser kann man in dem gespühlten Loch einfach fördern, Schlauch raus Filter rein und fertig.
Damit lief früher die kompmette Hofversorgung. Auf dem Pachtbetrieb nutzen wir das braune Wasser für die Fütterung, Tränken werden mit aufbereitetem gespeist, das gibt nur Probleme mit eisenhaltigem Wasser.
Die Leistungen sind nicht schlechter, aber unsere Schweine haben etwas Probleme mit Gelenkmykoplsamen, das war dort immer dtäker ausgeprägt. Jetzt geben wir immer Schübe mit Calcium Phosphor, damit ist das dort auch kein Problem mehr.
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Damme » Fr Jan 23, 2026 16:10

Die Wasserbehörde ermäßigt auf Antrag die Gebühr nach Nummer 2.3 oder 3.5 der Anlage 2 für eine Wasserentnahme zur Herstellung eines Erzeugnisses um drei Viertel, wenn bei der Herstellung alle zumutbaren Maßnahmen zur Wassereinsparung getroffen worden sind. 2Die Gebühr nach Nummer 3.5 der Anlage 2 darf nur ermäßigt werden, wenn die Verwendung von Wasser aus oberirdischen Gewässern unzumutbar ist.

Hallo in Niedersachsen gibt es ja die Wasserentnahmegebühr . Die Wasserbehörde ermäßigt auf Antrag die Gebühr. Man muss dies Begründen und einen Antrag stellen . Hat dies jemand schon mal gemacht ? Und wie wurde dies begründet ?
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Estomil » Fr Jan 23, 2026 18:32

Das wird abgelehnt. Denn zumutbar wäre zb Regenwasser zum stallwaschen zu nutzen. Das könnte man natürlich mal gerichtlich durchziehen und ich vermute da würde man auch mit durchkommen.

Aber ganz nebenbei wollen die dann auch genaue Tierzahlen wissen etc.
Da macht man sich also nackig.
Also besser unter dem Radar bleiben....
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon Ackersau » Sa Jan 24, 2026 9:01

Brunnen wurde auf 60 m gebohrt und dann bis 40 m ausgebaut. Fa. Stuckmann aus Westfalen. 18m Ton, dann 2 m Gesteinsschicht, und danach dann 40m weisser Sand. Wasser hatten wir ab 25m Wir haben den Brunnen ganz langsam "angefahren" Immer mal etwas laufen lassen. Der Prozess ging über Monate, hat sich aber anscheinend bezahlt gemacht. Liefert seit 20 Jahren seine 10 m³ am Tag. Wasserbehörede kommt alle 2-3 Jahre und kontrolliert den Zähler ob ich nicht zu viel entnehme. Ansonsten kontrollieren sie den Brunnenschacht, ob der ordentlich verbaut und nicht zu leicht zugänglich ist ( Ich liege im Wasserschutzgebiet) Die Qualität des Wassers wird regelmäßig per Laboruntersuchung überprüft. Hab in den 20 Jahren jetzt insgesamt 3 mal die Pumpe draußen gehabt. 2 mal repariert, ein mal neu. Ich habe auch einen 3000 l Behälter im Vorraum stehen, der über einen Schwimmer vollläuft, fürs Waschen.
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon wastl90 » Sa Jan 24, 2026 11:02

Bei uns in Bayern, zumindest in meinem Wasserverband, ist das ganze nicht so einfach. Hier haben wir Anschlusszwang. Außnahmen gibt es nur, wenn die Versorgung ansonsten unzumutbar wäre (lange Leitungsstrecken oder "unüberwindbare" Hindernisse wie Autobahn etc.)
Wenn also schon Wasser am Stall liegt, dann würdest du bei uns keine Ausnahmegenehmigung erhalten.
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Re: Brunnen bohren Trinkwasser für Maststall

Beitragvon wilhelm66 » Sa Jan 24, 2026 12:43

Wir haben seit 2004 einen eigenen Brunnen.
Die Genehmigung war kein Problem.
Bei der Gemeinde brauchten wir eine "Befreiung vom Nutzungszwang" (habe mich hoffentlich richtig ausgedrückt)
Die Wasserbehörde legten grössten Wert auf einen Fachgerecht ausgeführten Brunnenkopf das ein Eintrag von Oberfächenwasser ins Grundwasser ausgeschlossen ist.
Das grösste Problem war nur das wir erst bei fast 100 meter tiefe auf Wasser gestossen sind was zu Investitionskosten von ca 25000 € geführt hat.
Dafür haben wir jetzt Wasser genug. auch in trockenen Jahren konnten wir immer bis zu 30m² am Tag ohne Probleme entnehmen
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