@Cairon:
ich kann natürlich nur für unsere Region und meine Erfahrungen sprechen. Wir haben, wie schon mehrfach erwähnt eine überwiegende Grünland-Wirschaft, mit vielen extensiven Flächen. Zusätzlich gibt es Kulturlandschaftsprogramme, die einen späten Mahdzeitpunkt vorgeben. Also gute Bedingungen für JKK.
Leider hab ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten Bewirtschafter überhaupt nicht wissen wie JKK aussieht, geschweige denn, was dagegen zu tun ist. Leider sind das nicht nur die Hobby-Pferdehalter, sondern auch viele Vollerwerbs-Landwirte.
Der Betrieb, bei dem ich meine Pferde in Winterpension habe, hat eine Fläche, die solange ich denken kann als reine extensive Futterweide genutzt wird, die auch in diesem Programm läuft. Das heißt eine späte Mahd im Jahr und einmalige Düngung mit Festmist.
Tolle artenreiche Fläche, auf der aber natürlich auch JKK wächst.
Wir versuchen das mit Handarbeit zu bekämpfen, da Spritzen nicht erlaubt ist und die Fläche auch so ungünstig liegt, dass man das nicht unbeobachtet tun könnte.
Natürlich buddeln wir auch alles aus, was am Strassenrand steht. Leider mit mäßigem Erfolg.
Meiner Erfahrung nach ist es vielen Landwirten völlig egal.
Es wäre schön, wenn sich alle Landbewirtschafter des Problems bewußt wären und etwas dagegen unternehmen würden. Wir bei uns sind davon noch meilenweit entfernt.
Ich denke es sollte einfach mehr Aufklärung erfolgen und auch für Städte und Gemeinden die Pflicht bestehen das Zeug an Strassenrändern zu bekämpfen, sprich regelmäßig zu mähen. Zumindest da, wo es an Weiden und Wiesen grenzt.
