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Das normale Jahr

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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32 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Wini » Fr Mai 31, 2013 18:55

Ich halte mich an die althergebrachten Bauernregeln.
Diese oft mündlich überlieferten Erfahrungswerte der vergangenen Generationen
stellen so manche Wetter-App und 5-Tage-WetterVorhersage ins Abseits.
Sie berichten von Wetter-Singularitäten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen:

Heute ist übrigens ein solcher, wichtiger Lostag, Petronella, 31.9.:

An Petronella Regen, wird sich das Getreide legen. :?

Und für den gestrigen Fronleichnamstag:
Wenn's am Herrgottstage regnet, ist der Sommer nicht gesegnet.

Letzte Nacht hatten wir hier 25 Liter/m²

Also, macht schon mal das Raupenfahrwerk klar und kauft Euch mal neue Gummistiefel.
Zuletzt geändert von Wini am So Jun 02, 2013 20:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Frankenbauer » Fr Mai 31, 2013 22:20

Wini hat geschrieben:Ich halte mich an die althergebrachten Bauernregeln.
Diese oft mündlich überlieferten Erfahrungswerte der vergangenen Generationen
stellen so manche Wetter-App und 5-Tage-WetterVorhersage ins Abseits.
Sie berichten von Wetter-Sigularitäten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen:

Heute ist übrigens ein solcher, wichtiger Lostag, Petronella, 31.9.:

An Petronella Regen, wird sich das Getreide legen. :?
Stimmt definitiv nicht, die Gerste ging schon eine Woche vorher in die Knie. 20l in 10min schafft die beste Gerste nicht!
Und für den gestrigen Fronleichnamstag:
Wenn's am Herrgottstage regnet, ist der Sommer nicht gesegnet.

Letze Nacht hatten wir hier 25 Liter/m²

Also, macht schon mal das Raupenfahrwerk klar und kauft Euch mal neue Gummistiefel.


Sei nur froh, dass Du nicht direkt am Mee wohnst, sonst hättest Du schon nasse Füße, bei uns ist schon Land unter.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon julius » Sa Jun 01, 2013 11:00

Für euch in Franken und auch im Norden von Baden Württemberg ist das Wetter dieses Jahr doch kein großes Problem im Vergleich zu den vorigen Jahren ?
Wenn man bedenkt das euch die letzten Jahre immer das Getreide vertrocknet ist, sind das dieses Jahr doch herrliche Aussichten und es dürfte was Getreide angeht bei euch Spitzenerträge im Vergleich zu den Vorjahren geben. Vorausgesetzt es wurde Wachstumsregler und ausreichend Fungizid eingesetzt wenn man mal einen Tag reinfahren konnte.

Ausgenommen sind Erdbeer und Gemüsebauern. Da wird es natürlich Ernteausfälle geben.

Wir hatten jetzt die letzten 30 Stunden ca 60 Liter Regen und es sollen laut Warndienst bis Sonntag nochmal 40 -80 Liter dazukommen. Die Gersten stehen bisher noch erstaunlich gut, nur ein Wintergerstenschlag liegt, aber bei diesem Landwirt ist das fast jedes Jahr Standart.
Silage ist fast alles abgeräumt und bei Mais sehe ich bei uns bisher trotz zuviel Wasser ebenfalls keine Probleme. Herbizid wurde schon angewendet und er sieht bis heute verhältnismäßig nicht so schlecht aus. Wichtig war das kein Frost den Mais geschädigt hat. Zum Glück hab ich dieses Jahr einen frühen 220er FAO genommen, bei einem 250er, 260er könnte es sonst bei uns auf ca 600 m mit der Abreife dieses Jahr Probleme geben. Denn diesen Rückstand kann er im Vergleich zu den anderen Jahren nicht mehr aufholen.
Zuletzt geändert von julius am Sa Jun 01, 2013 11:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Jun 01, 2013 11:35

Ganz ehrlich, ich weiß auch nicht was sich die ganzen Bauern so unglaublich über dieses Jahr beschweren?! Da kann man nur kräftig mit dem Kopf schütteln. Ich würde sofort unterschreiben, wenn mir einer garantieren würde, dass jedes Frühjahr so verlaufen wird. Wer Weizen, Gerste und Raps anbaut, der sollte dankbar sein. Man darf sich da nicht von der typisch menschlichen Sehnsucht nach Sonne, Wärme und blauem Himmel blenden lassen. Der ertragslimitierende Faktor Nr. 1 ist nun mal das Wasser. Kühle Temperaturen und weniger Strahlungsintensität sind wesentlich unkritischer. So viel Wasser gab es jedenfalls lange nicht mehr und dann auch noch in so einer entscheidenden Zeit wie der gesamten Schossphase. Ich hab schon mal gesagt, dass das insbesondere bei Kompensations- und vor allem auch Korndichtetypen ideale Bedingungen sind um Höchsterträge zu realisieren. Natürlich könnte es etwas wärmer sein. Aber die genannten Gegebenheiten werden Ertragsanlagen ohne Ende gebracht haben. Grade auf den besseren Böden mit hoher nFk und bestem ku-Wert reicht das Wasser jetzt schon aus, um die Bestände bis zur Abreife zu versorgen. Das bedeutet, dass- wenn alles normal verläuft- man die Chance dazu hat, die gebildeten Anlagen auch durchbringen zu können. Das ist Luxus pur und absolut nicht nachvollziehbar wie man sich darüber beschweren kann. Mal ehrlich: Wann sahen Weizen, Gerste, Triticale und eigentlich auch Raps schon mal SO gut aus? Und das auch noch bei locker 30% weniger Stickstoff der gefallen ist.

Etwas mehr Sorgen machen mir Krankheiten und Lager. Das muss man in den Griff bekommen. Hohe Intensität wird dieses Jahr selbst auf schlechteren Standorten lohnen. Ein paar strahlungsintensivere, sonnig warme Tage wären jetzt trotzdem mal schön. Das würde die Entwicklung etwas beschleunigen und der Reduktionen weiter entgegen wirken.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Hans Söllner » Sa Jun 01, 2013 15:26

Deine Freude über die längst nichtmehr befahrbaren Felder in Ehren, nur es gibt eben neben Ackerbau auch Landwirte die Grünland zu bewirtschaften haben und die auf einen Energie- und Eiweißreichen und nicht zuletzt sauberen 1 Schnitt schon verzichten müssen. Was das Grünland an Energie nicht hergibt, muss in Form von Kraftfutter nachgefüttert werden.

In den Getreidefeldern muss man sich auch eher Gedanken machen, wieviel vom wertvollen Stickstoff inzwischen ausgewaschen wurde! Mal abgesehen von den gut gedüngten Maisfeldern die nicht vom Fleck wachsen. Der liebe Regen bewirkt bei derartigen Mengen nicht zuletzt auch Errosion- selbst bei beispielhafter Bearbeitung.

In Niederbayern konnte manch einer noch nichtmal Kartoffeln legen oder teilweise Mais säen, GPS Häckseln ect...
Das Wasser das jetzt zuviel kommt, wird irgendwann wieder fehlen wenns wirklich nötig wäre.
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

https://www.youtube.com/@KanalPaterPio
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Jun 01, 2013 16:17

Hans Söllner hat geschrieben:Deine Freude über die längst nichtmehr befahrbaren Felder in Ehren, nur es gibt eben neben Ackerbau auch Landwirte die Grünland zu bewirtschaften haben und die auf einen Energie- und Eiweißreichen und nicht zuletzt sauberen 1 Schnitt schon verzichten müssen. Was das Grünland an Energie nicht hergibt, muss in Form von Kraftfutter nachgefüttert werden.

In den Getreidefeldern muss man sich auch eher Gedanken machen, wieviel vom wertvollen Stickstoff inzwischen ausgewaschen wurde! Mal abgesehen von den gut gedüngten Maisfeldern die nicht vom Fleck wachsen. Der liebe Regen bewirkt bei derartigen Mengen nicht zuletzt auch Errosion- selbst bei beispielhafter Bearbeitung.

In Niederbayern konnte manch einer noch nichtmal Kartoffeln legen oder teilweise Mais säen, GPS Häckseln ect...
Das Wasser das jetzt zuviel kommt, wird irgendwann wieder fehlen wenns wirklich nötig wäre.



Deswegen habe ich auch bewusst immer von Raps, Weizen, Gerste, Triticale... gesprochen. Diese Kulturen sind fertig. Hier und da muss man noch einmal mit der Spritze durch, was kein Problem ist, und das war's. Mir ist auch klar, dass Landwirte, die Silage zu machen haben, schwitzen. Selbst hier ist noch kein 1. Schnitt gemacht, was normalerweise um die Monatswende April/Mai erfolgt. Mais habe ich selbst ein paar Hektar. Der sieht zwar zur Zeit nicht wirklich rosig aus und hingt hinterher, aber wenn es denn bald mal sonnig und warm wird, holt er das schnell auf. War schon öfter so.
Des einen Freude ist des anderen Leid.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Welfenprinz » Sa Jun 01, 2013 16:29

N-Auswaschung dürfte in Kulturen deren Wurzelwerk 1 - 1,5 tief reicht und jetzt oder in kurzer Zeit in der Kornfüllungsphase sind wohl kein Problem sein. Bei Mais und Rüben ist die Frage , ob sie es schaffen der Verlagerung "hinterher" zu wachsen. Bei gepflanzten Gemüsekulturen ist der N natürlich weg, da hilft dann nur noch nachdüngen.

nobby, die Temperatur wird zumindest dem Mais ein Problem werden, vielleicht auch den Rüben.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Jun 01, 2013 16:37

Welfenprinz hat geschrieben:N-Auswaschung dürfte in Kulturen deren Wurzelwerk 1 - 1,5 tief reicht und jetzt oder in kurzer Zeit in der Kornfüllungsphase sind wohl kein Problem sein. Bei Mais und Rüben ist die Frage , ob sie es schaffen der Verlagerung "hinterher" zu wachsen. Bei gepflanzten Gemüsekulturen ist der N natürlich weg, da hilft dann nur noch nachdüngen.

nobby, die Temperatur wird zumindest dem Mais ein Problem werden, vielleicht auch den Rüben.



Wir werden sehen. Erfahrungsgemäß macht der Mais hier im Juni, Juli groooße Sätze. Ich schreib den noch nicht ab. Rüben hab ich selbst leider keine, aber bei den Kollegen stehen sie bisher unbeeindruckt von dem Kühlen sehr ordentlich. Weizen und Raps haben bisher sehr stark profitiert.
Für mich als viehlosen Ackerbauer mit konventionellen Marktfruchtkulturen ist das Jahr bisher äußerst positiv zu bewerten. :klee:
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon stefan91 » Sa Jun 01, 2013 16:41

Hans Söllner hat geschrieben:In Niederbayern konnte manch einer noch nichtmal Kartoffeln legen oder teilweise Mais säen, GPS Häckseln ect...



Was heißt in Niederbayern... :D

Oberfranken! Hier direkt bei mir haben auch sehr viele Betriebe noch nix säen können.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Franzis1 » Sa Jun 01, 2013 16:58

Wir konnten bei uns alle arbeiten erledigen weil sich immer ein kleines Fenster geöffnet hat,zur Maissaat hat es dann doch nicht wie vorhergesagt geregnet sondern erst 4 Tage später,zur Düngung für Mais und Getreide hat es auch immermal trockene Fasen gegeben, zum 1.Schnitt hats auch gereicht sogar an 2 Terminen weil es auch einiges später als vorhergesagt geregnet hat musste Mann eben etwas mutig sein.Hier steht das Wasser auf den Feldern nur in senken,sollte man die kleineren mal mit Humus auffüllen,der Mais an Hanglagen steht noch es fließen kleine rinnsaale ab.Ich denke der Mais holt noch sehr viel auf ,warten wir ab,die Rechnung wird nach der Ernte gemacht kann,nartürlich je nach Standort sehr unterschiedlich ausfallen, der Bach hat noch ein bisschen Platz aber der wird wohl nicht ganz ausreichen.
Letztes Jahr wars zu trocken und trotzdem Spitzenerträge bei uns.

LG Franz
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Welfenprinz » Sa Jun 01, 2013 17:05

NobbyNobbs hat geschrieben:. Rüben hab ich selbst leider keine, aber bei den Kollegen stehen sie bisher unbeeindruckt von dem Kühlen sehr ordentlich.:


Wichtig ist ja die Länge der Wetterperiode, denke ich. Also meine Aussage müsste man dahingehend einschränken "problematisch wird es, wenn es noch 2(?) , 3 Wochen so bleibt.

Von Mais hab ich nciht wirklich Schimmer. Vor 10 , 12 Jahren hat mein Freund gesagt " wenn im Juni die Temperatur fehlt (Mais wird gelb) holt der das nicht mehr auf".
Auf den letzten DLG-Feldtagen hab ich das von einem Pioneervertreter so gehört, dass es inzwischen Sorten gibt, die das sehr wohl kompensieren können.
Stimmt das so ungefähr?
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Tatra813 » So Jun 02, 2013 7:30

hier viele Info's
http://www.nordhorn-wetter.com
sogar mit Jahresrückblick bis 2007
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Crazy Horse » So Jun 02, 2013 10:47

julius hat geschrieben:Für euch in Franken und auch im Norden von Baden Württemberg ist das Wetter dieses Jahr doch kein großes Problem im Vergleich zu den vorigen Jahren ?
Wenn man bedenkt das euch die letzten Jahre immer das Getreide vertrocknet ist, sind das dieses Jahr doch herrliche Aussichten und es dürfte was Getreide angeht bei euch Spitzenerträge im Vergleich zu den Vorjahren geben. Vorausgesetzt es wurde Wachstumsregler und ausreichend Fungizid eingesetzt wenn man mal einen Tag reinfahren konnte.



Ich komm ja aus dem Norden Baden-Württembergs, und die letzten beiden Jahren hatten wir tatsächlich stark mit Trockenheit, Auswinterung und Fusarium zu kämpfen. Was das angeht, können wir uns dieses Jahr wirklich glücklich schätzen.
Aber:

- Dieses Jahr muss man ungleich mehr für Betriebsmittel ausgeben. In den Jahren zuvor hat es oftmals ausgereicht, 2l Amistar Opti oder 1,6l Credo aufs Fahnenblatt zu spritzen und der Drops war gelutscht. Dieses Jahr darf man alles 2x, vielleicht sogar 3x behandeln und muss dabei auf eine gute Kurativleistung achten. Da sind schnell mal 100€/ha zusätzlich weg.

- Während man dieses Jahr aufgrund der guten N-Mineralisation mit der Schossergabe etwas sparsamer umgehen konnte, musste man bei der Abschlussgabe wieder etwas mehr Stickstoff vorhalten als die Jahre zuvor. Dort wo die Abschlussgabe zu gering ausgefallen ist und wo zu wenig Schwefel gedüngt wurde, bleichen die Bestände derzeit ganz schön aus. Dass das schwache RP-Werte nachsichzieht, brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Nee, Einsparpotenziale im Bereich der Düngung sehe ich nicht (im Gegenteil).

- Die Bestände stehen gar nicht so dick da, wie es nach außen hin den Anschein hat. Bei der Wintergerste rechne ich bestenfalls mit einem Durchschnittsertrag. Dieses Jahr gab es nämlich sehr viele Pflanzenausfälle durch Schneeschimmel und Spätfröste. Zweizeilige Gersten können ausgedünnte Bestände nicht mehr ausreichend kompensieren. Die mehrzeiligen stehen was besser da.

- Auch beim Weizen zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. Die Spätsaaten Ende Oktober (mit Vorfrucht Körnermais) konnten zwar etwas aufholen, bleiben in ihrer Entwicklung aber doch deutlich hinter den Frühsaaten zurück. Ich weiß jetzt nicht, was für eine Sorte mein Nachbar gesät hat, aber das ist ein richtig schluffiger, weidelgrasähnlicher Bestand mit nem sehr dünnen Halm. Da würde ich die nächsten Tage unbedingt noch mal mit ner Mischung aus Moddus und Camposan durch, um das Gewebe zu festigen. Mein Tobak nebendran, den ich einen Monat früher gesät hab, sieht da schon etwas knackiger aus. Den hab ich in EC29/30 mit 1,2l CCC kurzgespritzt und der sitzt bombenfest. Nur auf einem Südhang (eigentlich ein recht flachgründiger Trockenstandort), wo die Vegetation generell ein paar Tage früher einsetzt, hätte ich vielleicht noch etwas Medax Top nachlegen sollen. Dort beginnt er auch schon mit dem Ährenschieben (EC 49/51). Sobald es abtrocknet braucht der seine 2. Fungizidbehandlung

- Sehr mastig präsentiert sich dieses Jahr die Triticale. Die wird wohl auch dieses Jahr mit am besten dreschen. Im Moment schiebt sie gerade die Ähre, wobei der Agostino vielleicht 1-2 Tage weiter ist als der Grenado.

- Die große Enttäuschung ist dieses Jahr die Sommergerste. Dort wo sie stärker mit Mehltau befallen war, hat sie sehr viele Triebe reduziert. Die Sommergerste reagiert aber auch recht empfindlich auf nassen, verdichteten Boden. Die 70-75dt/ha vom letzten Jahr sind dieses Jahr nicht drin. Dafür sind die Bestände einfach zu dünn.

- Der Raps steht eigentlich recht gut da und blüht so langsam ab (oder hat schon abgeblüht). Nur dort, wo etwas zuviel Wachstumsregler gefallen ist (oder WR + Effigo) oder wo der Rapsglanzkäfer nicht ausreichend bekämpft wurde, blüht er noch mal richtig nach.

- Der Mais sieht natürlich auch hier superscheiße aus nach dem vielen Regen und den kühlen Temperaturen der letzten 2 Wochen. Die Sojabohnen haben zwar etwas mehr Farbe und sind vielleicht etwas kälteresistenter als der Mais, aber auch die sehen derzeit nicht allzu prickelnd aus
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Re: Das normale Jahr

Beitragvon Tatra813 » So Jun 09, 2013 12:11

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Re: Das normale Jahr

Beitragvon julius » Mo Jun 10, 2013 9:41

Jetzt war es gerade mal 5 Tage trocken nach dem Dauerregen und nun haben wir seit gestern abend schon wieder 55 Liter/m² und es schüttet immer noch.
Bis heute abend sollen laut Unwetterwarnung nochmal bis zu 40-50l/m² dazukommen.

Wenn man den Regen nur auf andere Jahre verteilen könnte. :mrgreen:
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