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"Dem Acker geht es besser" TAZ

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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43 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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"Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Sortable » Mi Sep 05, 2012 11:20

Na wer sagt es denn, die Überschrift ist aus der TAZ geklaut :)
http://taz.de/Wie-gesund-ist-Biokost/!101016/

Nicht viel neues für uns, die beschriebene Stanford-Studie passt den Redakteuren der TAZ
nicht so recht ins Bild. Daher kommt am Ende Felix Prinz zu Löwenstein, dem Vorstandsvorsitzender des Bunds Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, im Schlussabsatz zum Wort,:
Dass Bio besser ist, zeige schon die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Tatsächlich findet man auf Ökoflächen mehr Vögel, Gewürm und sonstiges Getier. Zumindest der Acker ist deutlich gesünder.


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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon xyxy » Mi Sep 05, 2012 11:24

Wenn dann der Bioacker noch auf dem afrikanischen Kontinent liegt und dort permanent bewässert wird, tut das dem Gewürm dort natürlich gut :roll:
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon H.B. » Mi Sep 05, 2012 11:28

Das Bild mit dem Kommentar darunter ist ja bezeichnend für deren Fachkompetenz.
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Sortable » Mi Sep 05, 2012 11:32

H.B. hat geschrieben:Das Bild mit dem Kommentar darunter ist ja bezeichnend für deren Fachkompetenz.


Und Wieso?

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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon forenkobold » Mi Sep 05, 2012 11:43

Wie von der TAZ nicht anders zu erwarten, hat sie mit dem Aufmacherbild den Vogel abgeschossen (wir erinnern uns gerne an das Bild eins Güllefasses im Zusammenhang mit einem Artikel gegen Pflanzenschutz vor einiger Zeit).
Die Bildunterschrift:

Ob bio oder nicht, das können wir von hier oben nicht erkennen


Ich kann sehr wohl erkennen, dass es sich um einen konventionellen Acker handelt. Bios haben sehr selten Fahrgassen. Ich kann zudem erkennen, dass in der linken Fahrgasse offensichtlich keine Ährenbehandlung gemacht wurde, was an der Verfärbung durch sekundär infizierende Schwärzepilze (Guten Appetit) deutlich erkennbar ist.

**edit** ich war kurz afk während ich den Beitrag schrieb. Hat sich mit HB überschnitten, der völlig unabhängig von mir das Gleiche feststellte.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Sortable » Mi Sep 05, 2012 12:22

forenkobold hat geschrieben:Wie von der TAZ nicht anders zu erwarten, hat sie mit dem Aufmacherbild den Vogel abgeschossen (wir erinnern uns gerne an das Bild eins Güllefasses im Zusammenhang mit einem Artikel gegen Pflanzenschutz vor einiger Zeit).
Die Bildunterschrift:

Ob bio oder nicht, das können wir von hier oben nicht erkennen


Ich kann sehr wohl erkennen, dass es sich um einen konventionellen Acker handelt. Bios haben sehr selten Fahrgassen. Ich kann zudem erkennen, dass in der linken Fahrgasse offensichtlich keine Ährenbehandlung gemacht wurde, was an der Verfärbung durch sekundär infizierende Schwärzepilze (Guten Appetit) deutlich erkennbar ist.

**edit** ich war kurz afk während ich den Beitrag schrieb. Hat sich mit HB überschnitten, der völlig unabhängig von mir das Gleiche feststellte.


Eben selten, Pflanzenstärkungsmittel gibt es eben auch, im übrigen handelt es sich bei der TAZ um keine Fachzeitschrift, sondern um
eine der wenigen lesenswerten Tageszeitungen im Netz.

Im Übrigen bin ich ja selbst konventioneller Landwirt, aber den Ökos so oben herab zu begegnen halte ich für wenig hilfreich.

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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Nordhesse » Mi Sep 05, 2012 12:24

War auch am Montag in der ARD sehr schön mit den Bio- Frühkartoffeln aus Ägypten.
Verbraucher nimmt Packung: " Ja, sind ja schon mal Bio, das ist ja schon mal prima"
Es ist dem Verbraucher nicht mehr bewusst, wann es welche Lebensmittel in D. gibt- und wann sie aus dem Ausland kommen.

Und nun das blanke Entsetzen: Ich habe jahrelang Bio gekauft, und es ist garnicht gesünder :regen:

Jeder, der einigermaßen klar im Kopf ist weiss das doch vorher- er bezahlt ja auch nicht mehr, weil Bio- gesünder ist, sondern weil diese naturnahere Wirtschaftsweise einfach teurer ist.
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Kyoho » Mi Sep 05, 2012 13:18

Gemeinhin wird gepredigt, dass durch intensive Landwirtschaft die kleinbäuerliche Landwitschaft in den Entwicklungs- und Schwellenländer kaputt gemacht wird. Bei Biokartoffeln ist es aber gerade umgekeht. Offenbar ist es kostengünstiger Biokartoffeln in Ägypten zu erzeugen, als hier vor Ort oder die Leute wollen einfach keine alten gelagerten Kartoffeln, wenn es neue aus Übersee gibt. Die Biokunden kaufen einfach falsch oder haben den falschen Geschmack oder die falsche Ethik. Da kann man als deutscher Biobauer sauer sein und grummeln, bleibt dann aber trotzdem auf seinen Altkartoffeln sitzen. Man kann eben nicht andere dafür verantwortlich machen, wenn man am Markt vorbei produziert.

http://taz.de/Kommentar-Bio-Lebensmittel/!101020/
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Nordhesse » Mi Sep 05, 2012 14:34

schimmel hat geschrieben:
Nordhesse hat geschrieben:Jeder, der einigermaßen klar im Kopf ist weiss das doch vorher- er bezahlt ja auch nicht mehr, weil Bio- gesünder ist, sondern weil diese naturnahere Wirtschaftsweise einfach teurer ist.


...und du produzierst also Naturfern? ....Herzlichen Glückwunsch!


Ich produziere Narurnah, andere näher- oder versuchen es zumindest. Ich hab doch keine Problem das zumindest einem Teil der Betriebe zuzugestehen. Warum die Nutzung des technischen Fortschritts in der Landwirtschaft kritisch gesehen wird weis ich auch nicht.
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Kyoho » Mi Sep 05, 2012 15:32

Nordhesse hat geschrieben:
Warum die Nutzung des technischen Fortschritts in der Landwirtschaft kritisch gesehen wird weis ich auch nicht.


Weil das nicht mehr die Landwirtschaft ist, die viele Mitfünfziger aus ihrer Kindheit kennen, die jüngeren kennen Landwirtschaft meist sowieso nur aus Bilderbücher ihrer Kindheit. Das macht manchen dann innerlich Angst und schürt Unsicherheit, das ist denen fremd. Daher wird ein moderner Technikeinsatz in der Landwirtschaft sehr kritisch beäugt.
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Manfred » Mi Sep 05, 2012 18:01

Ich kenne niemand, der etwas gegen moderne und große Landmaschinen hat.
Was die Leute kritisieren: Dein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und synthetischen Düngern, Überdüngung (siehe die flächigen Nitratprobleme im Nordwesten), beschissene Haltungsbedingungen für die Tiere, Bodenerosion (siehe die Schlammfrachten in den Gewässern bei Hochwasser), den starken Rückgang des Artenreichtums auf den Flächen usw.
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Kaninchen » Mi Sep 05, 2012 18:10

Da wird aber auch einfach nicht genug aufgeklärt, die Leute glauben den Dummfug, der ihnen immer wieder im Fernsehen berichtet wird.

Die Flächen um den Hof herum, auf dem ich wohne, werden seit einigen Jahren konservierend bearbeitet. Der LW ist mit seiner Bodenbeschaffenheit sehr zufrieden. Die Erträge sind gut bis sehr gut. Und unsere Artenvielfalt hat darunter auch nicht gelitten. 2 Imker haben hier ihre Bienen fliegen und es gibt kene Probleme damit.
Grüßle,
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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Sortable » Mi Sep 05, 2012 19:02

Ich will nochmal den Quote wiederholen, den von dem Prinzen zu Löwenstein:

Dass Bio besser ist, zeige schon die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Tatsächlich findet man auf Ökoflächen mehr Vögel, Gewürm und sonstiges Getier. Zumindest der Acker ist deutlich gesünder.


Also fruchtbar ist die Fläche eines konventionellen LW ebenfalls, bei der Biodiversität muss ich letztlich Recht geben, zB Lerchen finden
im heutigen Getreide einfach keinen Platz mehr zum Nisten, zu dichte Saat. Wenn ich allerdings sonstiges Getier lese muss ich
halt auch an Blattläuse und Getreidehähnchen oder Drahtwurm usw. denken, diese lassen sich mit Chemie nunmal besser bekämpfen.
Zum Thema Drahtwurm heißt es heute, seitens der Kammer, bauen Sie halt keinen Mais an wenn der vorkommt.

Der kurze Satz, dass der Acker deutlich gesünder sei, nunja was soll das überhaupt bedeuten?

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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Sortable » Mi Sep 05, 2012 19:34

Jupp1303 hat geschrieben:Die Biodiversität hängt weniger von der Bewirtschaftungsweise ab, als von der topographischen Lage und dem Umfeld. Es Siedlungsfolger und Siedlungsflüchtende Fauna, wie auch Störungen durch Raubtiere wie katzen oder Hunde sich negativ auf Population auswirken. Auch ist entscheidend, ob sich im Umfeld ein Feuchtbiotop o.ä. befindet. Gerade Maisäcker bieten z.B. Rebhühnern eine hervorragende Deckung, die ein Biogetreideschlag nicht haben kann.


Maisäcker bieten vor allem Wildschweinen gute Deckung, aber Rebhühner :? , Maisäcker bieten ein hervorragendes Jagdrevier für Füchse.

Katzen und Hunde sind latürnich extrem schädlich auch ohne dass diese Tiere Wildtiere reißen, zB durch Störung der Brutphase.

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Re: "Dem Acker geht es besser" TAZ

Beitragvon Manfred » Mi Sep 05, 2012 19:56

@Jupp: Klar ist, mehr unterschiedliche Strukturen es auf einer Fläche gibt, desto mehr verschieden Arten können sich ansiedeln. Wenn ich 10 ha Weizenreinkultur habe, werde ich auf dem Schlag weniger Arten finden als auf einer gleichgroßen Fläche, die mit 10 verschiedenen Früchten bestellt wird, Heckenstreifen und Tümpel hat etc.
Aber dieser Strukturreichtum hat im ersten Ansatz nichts mit bio oder konventionell zu tun.
Wenn du aber einen 10 ha Weizenschlag konventionell mit einen 10 ha Weizenschlag bio vergleichst, wirst du im Bioschlag ungleich mehr Pflanzen-, Tier- und Pilzarten finden. Einfach weil kein Herbizid-, Insektizid- und Fungizideinsatz erfolgt.
Der Preis dafür ist natürlich, dass auf dem Bioschlag der Getreideertrag geringer und das Risiko von Schadpilzen etc. höher ist.

@Sortable: Ich vermute er meint damit, dass die Abläufe im Bioackerboden näher an den "natürlichen" Abläufen ohne menschliche Eingriffe sind. Auch die konventionellen Betriebe achten wieder mehr darauf, wegen der hohen Preise für Düngemittel. Aber als Biobauer bist du extrem darauf angewiesen, die Nährstoffe auf deiner Fläche zu erhalten und im Boden Pufferkapazitäten für die Nährstoffe zu schaffen. Jedes Gramm Stickstoff z.B. das ausgewaschen oder verdunstet wird, tut dir ungleich mehr weh als dem konventionellen Nachbarn, der einfach punktgenau mit Streuer üder Flüssigdüngerspritze drüber fahren und seine Pflanzen nach Bedarf füttern kann. Als Biobauer versuchst du die freiwerdenten Nährstoffe nach der Ernte mit schon vorher eingebrachten Untersaaten zu halten und über den Winter zu bringen und den Humusanteil im Boden mögl. hoch zu kriegen, weil Humus die Nährstoffe wie ein Schwamm aufsaugen, festhalten und wieder abgeben kann. Und wenn du Wirtschaftsdünger hast, dann bringst du denn halt 1 x auf der Fläche aus hoffst ihn so zu puffern, dass er den Pflanzen bedarfsgerecht zur Vefügung steht und in mehreren feindosierten Portionen wie der Nachbar mit dem Stickstoffstreuer. Wenn du den Job richtig machst, ist der Boden durchgehend bedeckt und voll mit Leben. Dann sehen die Schläge aus wie bei Friedrich Wenz oder Sepp Braun. Ein "natürliches" Ökosystem lässt freiwillig keinen Nährstoff los. Das versucht man im Bioanbau nachzubasteln.
Einen mittelprächtigen konventionellen Getreidebestand kriegt dank BayWa und Co. fast jeder hin. Wer einen guten Biogetreidebestand schafft, hat richtig was drauf. Im Mittel sind m.E. die Biobauern nicht schlechter oder besser als ihre konventionellen Kollegen. Aber bei den Bio-Ackerbauern schlägt jeder Fehler in der Bewirtschaftung ungleich stärker durch und wird im Bestand deutlich sichtbar.
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