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der Burger aus der Petrischale

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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47 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon ExLW » Sa Jan 28, 2017 13:34

Rohana hat geschrieben:Geht doch hin und zieh 5 Schweine liebevoll in perfekter Umgebung auf (natürlich allen Richtlinien entsprechend), wirst schon sehen ob die nicht auch mal krank werden. Und wie und wo du die loswirst - und was hinterher davon übrigbleibt für deine Arbeit. Die jetzige Situation ist das Ergebnis einer langen Entwicklung und hat ihre Gründe. Ob man das gut oder schlecht findet, ist ne ganz andere Sache, und wohin das führt, nochmal eine andere.


yep.
Worum es mir geht, dass "die Bauern" (also deren Verbände vor allem), ihre Totalopposition aufgeben und endlich Kritikfähigkeit zeigen angesichts des Protestes gegen die Haltungsformen der "Mitgeschöpfe" (blödes Wort, aber Gesetz). Neu ist: der Protest ist jetzt auch an der Theke angekommen, was jahrelang dementiert worden war und immer noch keiner öffentlich diskutiert. "Unsere Deutsche Landwirtschaft... Qualität .... zu vernünftigen Preisen ...blablabla..." Ich kann es nicht mehr hören.

Nach den Protesten gegen die Versenkung der Brent Spar Ölplattform einfach im Meer hatte Shell irgendwann keine Kraft mehr, und mußte nachgeben. Sie haben dann versucht ihr ramponiertes Image wiederherzustellen mit sauteuren Anzeigenkampagne weltweit: "Wir haben verstanden". Es ist an der Zeit, dass das auch die Bauern sagen.

Die Realität nach 50 Jahren Intensivierung und Optimierung mit dem alles domierenden einzigen Ziel, billiger als die Konkurrenz zu produzieren, hat zu Erzeugnissen geführt, für die Verbraucher logischerweise nur noch Schleuderpreise zu zahlen brauchen.... Die Erzeugnisse aus Schwein haben kik-Niveau, im Preis durchgereicht nach unten, während, wie LUV so schön dargestellt hat, die Preise für interessante Ware haussieren. Argentinien leifert den Fleisch-Mercedes, und wir liefern China-Schrott. Hähnchen-Karkassen in Blöcken tiefgefroren nach Westafrika, pfui deibel.

Und da fragst Du nach Umsatzrendite oder Entlohnung der Arbeit? Das kann ja gar nicht sein.
Je länger dieser Wahnsinn der Überproduktion für die unterste Schublade anhält, desto mehr wird die Konzentration in der Tierproduktion weitergehen, bis am Ende alles "in einer Hand" ist... wie bei den Käufern ja schon geschehen, dem LEH.
Schöne Zukunftsaussichten, oder?
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » Sa Jan 28, 2017 18:55

Es werden hier ständig gesellschaftliche Forderungen, die emotional und ethisch-moralisch begründet sind mit einer Preisfindung verbunden werden, die ja ausschließlich begründet sind durch den Willen des LEH, um Umsatz zu generieren. Dem LEH ist egal, was sie erhalten, so lange die Kasse klingelt, insofern unterscheiden sich die Forderungen nach Tierwohlattributen nicht von den ehemaligen "weniger Fett- Produkten" und den daraus resultierenden mageren Schweinen. Heute wird den Bauern vorgeworfen, sich dem Diktat des LEH unterworfen zu haben und diese Schweine gezüchtet zu haben.
Hinzu kommt, dass das Essverhalten sich grundlegend ändert, weg von Rind und Schwein hin zu schnellen mageren, angeblich gesünderen Geflügelprodukten. Diese Mode ist dem gesellschaftlichen Wandel (mehr Single- Haushalte, Essen außer Haus, Essen auf die Kralle immer und überall) geschuldet und der LEH nimmt diese Forderungen auf, nicht aus Altruismus, sondern weil sie Geld verdienen wollen. Wenn man sich anschaut, dass die Bauern eigentlich lediglich nach Recht und Gesetz (Haltungsverordnungen) produzieren müssten, dann fragt man sich, wie es passieren kann, dass Gesetze nicht mehr gelten und dafür frei formulierte Haltungsmethoden vom LEH gefordert werden kann.

Es ist ja eben nicht so, dass die Mehrheit diese ethisch -moralischen Forderungen wirklich miträgt, sie wird suggeriert und so wird sie einfach über den LEH zwangseingeführt. Und dann wird gesagt, die Verbände stellten sich den Forderungen entgegen. Das sehe ich komplett anders, ich sehe die Gefahr, dass man sich wie schon so häufig geschehen, einfach einem Trend unterwirft, der die gleichen Folgen haben wird, wie die früheren.
Es hat immer Verbesserungen in der Haltungsumwelt und Fortschritt bei der Gesundheit der Nutztiere gegeben. Sonst wäre diese Form der Produktion gar nicht möglich gewesen.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon Ferengi » Sa Jan 28, 2017 20:58

Hauptmann hat geschrieben:Also wenn man so die einen oder anderen Artikel darüber liest, könnte man meinen in ein paar Jahren (was sicher sehr optimistisch sein sollte) gäbe es nix anderes mehr:
https://www.youtube.com/watch?v=VjEBDFuSoRw

Ich sehe einfach den Trend, vor 20 Jahren gab es hierzulande einige tausend Vegetarier, jetzt sind es Millionen...


Sagt wer?
Ein paar Spinnerte die sich wichtig machen wollen, und so tun als wären sie die breite Masse der Bevölkerung?

Naja, meinetwegen können die Leute Klosteine lutschen!
Ist esse aber nur noch Fleisch aus dem eigenen Stall.
Ferengi
 
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon ExLW » So Jan 29, 2017 8:44

LUV hat geschrieben:Es werden hier ständig gesellschaftliche Forderungen, die emotional und ethisch-moralisch begründet sind mit einer Preisfindung verbunden werden, die ja ausschließlich begründet sind durch den Willen des LEH, um Umsatz zu generieren. Dem LEH ist egal, was sie erhalten, so lange die Kasse klingelt, insofern unterscheiden sich die Forderungen nach Tierwohlattributen nicht von den ehemaligen "weniger Fett- Produkten" und den daraus resultierenden mageren Schweinen. Heute wird den Bauern vorgeworfen, sich dem Diktat des LEH unterworfen zu haben und diese Schweine gezüchtet zu haben.
Hinzu kommt, dass das Essverhalten sich grundlegend ändert, weg von Rind und Schwein hin zu schnellen mageren, angeblich gesünderen Geflügelprodukten. Diese Mode ist dem gesellschaftlichen Wandel (mehr Single- Haushalte, Essen außer Haus, Essen auf die Kralle immer und überall) geschuldet und der LEH nimmt diese Forderungen auf, nicht aus Altruismus, sondern weil sie Geld verdienen wollen.

100 % einverstanden.

LUV hat geschrieben:Wenn man sich anschaut, dass die Bauern eigentlich lediglich nach Recht und Gesetz (Haltungsverordnungen) produzieren müssten, dann fragt man sich, wie es passieren kann, dass Gesetze nicht mehr gelten und dafür frei formulierte Haltungsmethoden vom LEH gefordert werden kann.

Es ist ja eben nicht so, dass die Mehrheit diese ethisch -moralischen Forderungen wirklich miträgt, sie wird suggeriert und so wird sie einfach über den LEH zwangseingeführt. Und dann wird gesagt, die Verbände stellten sich den Forderungen entgegen.


Gesetz, Verordnung und Rechtsprechung setzen lediglich die Mindestnorm. "DIN 2080 für Tierhaltung".
Niemand kann es Mercedes verweigern, Schrauben auszuschreiben, deren Festigkeit 50 % über der DIN Norm liegen. Wenn Du einen Stall konstruierst, und der Käufer sagt, ich will die Schneelast 50 % über Vorschrift, dann sagst Du ja auch nicht: geht nicht.
Es gibt kein Gesetz, das es verbietet, besser als das Gesetz zu sein. Dafür gibts mehr Geld, manchmal tuts ein Schild am Hoftor.
Früher haben sich Agrarminister tatsächlich hingestellt, und vom LEH gefordert, nur die gesetzlichen Normen zu akzeptieren. Das tut mittlerweile keiner mehr.

LUV hat geschrieben: Das sehe ich komplett anders, ich sehe die Gefahr, dass man sich wie schon so häufig geschehen, einfach einem Trend unterwirft, der die gleichen Folgen haben wird, wie die früheren.
Es hat immer Verbesserungen in der Haltungsumwelt und Fortschritt bei der Gesundheit der Nutztiere gegeben. Sonst wäre diese Form der Produktion gar nicht möglich gewesen.

Trends sind die treibende Kraft der Marktwirtschaft.
Du hast doch das Beispiel selbst geschildert. Früher waren fette Schweine angesagt. Dann kam die Magerwelle, und die Bauern lieferten mager. Jetzt wird rotes Fleisch durch weisses ersetzt, die Bauern steigen um auf weiss.
Es gibt keinen Bestandsschutz für Produktionen. Siemens hat ja auch nicht gejammert, als seine Tastenhandys keiner mehr kaufen wollte. Sie haben die Produktion geräuschlos eingestellt. Sie hatten den neuen Trend verpennt.

LUV hat geschrieben:Es hat immer Verbesserungen in der Haltungsumwelt und Fortschritt bei der Gesundheit der Nutztiere gegeben. Sonst wäre diese Form der Produktion gar nicht möglich gewesen.

Wir hatten früher ein paar Schweine im ehemaligen Pferdfestall. Luft, Platz, Stroh, Grunzen, das ist meine Erinnerung. NIEMALS hat ein Schwein einen Tierarzt gesehen, auch das weiss ich genau. Es gab also seitdem Rückschritte bei der Gesundheit. Ökonomisch ist die Gleichung doch klar: solange die Tierarztkosten niedriger sind als die Kosten gesundheitsfördernder Haltungbedingen und passender Genetik erhält der Tierarzt den Vorzug. Entsprechend krank sind die Tiere. Wir Verbraucher essen vor allem zuvor oder sogar bei der Schlachtung noch kranke Tiere. Ich möchte aber gesunde Schlachttiere essen, und da wird es auch einen neuen Trend geben (müssen). Ich sehe schon das Super-Premium in der Theke: Garantiert ohne Arzneimittel produziert. Und dafür wird die Lende nicht 6,90 das Kilo kosten, sondern 26,90. Zu Recht!
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » So Jan 29, 2017 10:38

Ich sehe keinen Vorteil in der Gesundheit der Tiere aufgrund der Haltungsformen, wohl im Management. Dr. Sundrum hat doch schon vor Jahren nachweisen können, dass Bioschweine nicht gesünder sind, als konventionelle Schweine. In einigen Bereichen sind sie sogar kränker, Innereien mussten verworfen werden, weil die Leber von Egeln durchbohrt waren etc.
Natürlich wird die Verbreitung von Krankheiten unter einer großen Gruppe von Lebewesen zu vermehrten Krankheiten führen, das ist auch bei Menschen so. Dennoch leben Menschen in Großstädten zusammen und unterstützen ihre Gesundheit durch Medizin, ohne sie ginge es einfach nicht. Aber es scheint so zu sein, dass eben diese Menschen meinen, dass sie allein durch Fleischverzicht oder Bioschweine von der Geißel der Krankheit automatisch befreit würden. Deshalb müssen Tiere in kleinen Gruppen gehalten werden, damit die Angst der eigenen Arterhaltung beruhigt werden kann.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » So Jan 29, 2017 10:38

.....
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon Rohana » So Jan 29, 2017 10:45

ExLW hat geschrieben: Ich sehe schon das Super-Premium in der Theke: Garantiert ohne Arzneimittel produziert. Und dafür wird die Lende nicht 6,90 das Kilo kosten, sondern 26,90. Zu Recht!

Und an der Ladentheke verrotten. :roll:
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » So Jan 29, 2017 11:06

Genau Rohana, das ist es eben.
Der Unterschied ist der zwischen dem Verbraucher, der das unmoderne Handy nicht mehr haben möchte und damit einen Marktmechanismus auslöst, und dem paternalistischen Drang, Bauern weis zu machen, dass der Verbraucher ein anderes Produkt wolle, obwohl er eben dies nicht ausdrückt. Politik, NGOs, Medien, und Interessengruppen versuchen seit fast zehn Jahren über angebliches Fehlverhalten der Bauern ein Verbraucherverhalten abzuleiten. Wenn wirklich der Verbraucher mit seinem Handeln die Richtschnur sein soll, dann muss eben kein Wirrwarr von selbsternannten Labeln den Markt überschwemmen. Das ist allein ein wirtschaftliches Interesse der LEHs, sie kämpfen um Märkte und werden auch noch medial unterstützt. Die Bauern wissen nicht in welche Richtung sie gehen sollen. Langfristige Planungen sind gar nicht möglich, weil jeden Tag ein neues Heilsversprechen auftaucht und Wahrheiten verkündet werden.
Außerdem ist Schweinefleisch niemals ein Ökobiogesundprodukt, dass jemals einen positiven Stand haben wird. Das ist dem weißen Fleisch und dem Gemüse zugesprochen.
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon Labernich » So Jan 29, 2017 11:17

http://www.kika.de/schmatzo-der-koch-ki ... af6f7.html

Den Kleinen wird schon gezeigt wie es geht. Ich bezweifle allerdings das eine ca. 8jährige von selbst auf die Idee kommt Veganerin zu werden. Wird wohl gut in die Story gepasst haben.
Ich liebe die Grünen wie mein Bier 4,9% und kaltgestellt!
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon ExLW » So Jan 29, 2017 11:26

LUV hat geschrieben:Ich sehe keinen Vorteil in der Gesundheit der Tiere aufgrund der Haltungsformen, wohl im Management. Dr. Sundrum hat doch schon vor Jahren nachweisen können, dass Bioschweine nicht gesünder sind, als konventionelle Schweine. In einigen Bereichen sind sie sogar kränker, Innereien mussten verworfen werden, weil die Leber von Egeln durchbohrt waren etc.

Richtig. Bio ist nicht "besser". Meine erste These ist, Tiere die gesund sind, haben allein deshalb schon mehr Tierwohl auf ihrem Konto erreicht. Für mich ist Gesundheit ein zentraler Indikator, ob es den Tieren gut geht. Ich würde dafür mindestens 60 Punkte von 100 ansetzen. Ein 100 Tages altes Schwein, das nie krank war, also nie behandelt wurde... das ist doch perfekt, oder? Nicht ausgegebene Tierarztkosten kann die Rendite sein....

Das kann in jedem konventionellen Stall möglich sein. Tiere sind nicht automatisch gesünder, weil sie Ökofutter fressen, oder Auslauf haben. Insofern ist Dein Management Ansatz bestimmt mehr als die halbe Miete.

Ich habe 3 Ställe unterschiedlicher Güte und Alter gesehen, wahrscheinlich implizit das Können der Halter, kann ich aber nicht beurteilen. Ich habe das schon mal berichtet. Die lustigsten Schweine waren in einer Großbucht, alle sahen "gesund", auf jeden Fall aber sehr munter aus! Kein Blut, allerdings auch kein Schwanz. Nur: diesem Betriebsleiter traue ich es zu, dass er die nächsten geforderten Stufen auch erreichen kann, die anderen beiden eher nicht. Das einzige, was die im Überschuss hatten, war Gülle. Nicht Fläche, nicht Platz, nicht Zukunftsbewusstsein, dem einen die Frau wegggelaufen.
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon Manfred » So Jan 29, 2017 12:05

Gesundheit ist ein sehr komplexes Thema. Ich halte es für kaum möglich, das sinnvoll abzugrenzen.
Ist z.B. ein in einer quasi sterilen Umgebung aufwachsendes Tier gesund, weil es auf keine Krankheitserreger trifft, oder ist es krank, weil ihm die Möglichkeit vorenthalten wird, sein Immunsystem zu entwickeln, wodurch der ganze Bestand extrem gefährdet ist, falls doch mal ein Erreger eindringt.
Und wie willst du die geistige Gesundheit definieren?

Versuch das mal an Menschen durchzudenken.
War es Quälerei, dass dein Kind mal eine Grippe, Husten oder die Windpocken hatte?
War es Quälerei, dass sich dein Kind beim Skifahren mal das Beim gebrochen hat?
War es Quälerei, dass sich mit anderen Kindern in die Haare gekriegt und sich mal geprügelt und ein paar blaue Flecke verpasst haben?
Wäre es Quälerei, wenn du mit deinem verhassten Nachbarn den Rest deines Lebens in einer 10 m2 Gummizelle sitzen müsstest?
Sind die paar Würmer, die du sehr wahrscheinlich in deinem Darm herumträgst Quälerei? Oder helfen die gar deinem Immunsystem?
Würdest du gerne dein ganzes Leben in einer Isolierstation verbringen, damit du ganz sicher nicht an Ebola oder Aids oder Hepatitis erkrankst?

Frei von physischer Krankheit oder Verletzungen ist zumindest für mich kein hinreichendes Kriterium für Gesundheit.
Und für geistige Gesundheit und Lebensqualität schon gleich gar nicht.
Das ist allenfalls wirtschaftliches Eigeninteresse des Landwirts, um Leistungseinbußen zu verhindern.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » So Jan 29, 2017 12:07

Essen bedeutet nicht mehr Nahrung zu sich zu nehmen, sondern eine Weltanschauung und einen Status abzubilden. Das ist Markenzeichen einer übersättigten selbstgerechten Gesellschaft.
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » So Jan 29, 2017 12:10

Manfred hat geschrieben:Das ist allenfalls wirtschaftliches Eigeninteresse des Landwirts, um Leistungseinbußen zu verhindern.


Und eben diese Leistung garantiert dem Halter die Existenz und dem Verbraucher ausreichend und gesunde Nahrungsmittel.
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon Einhorn64 » So Jan 29, 2017 12:31

ExLW hat geschrieben:Wir hatten früher ein paar Schweine im ehemaligen Pferdfestall. Luft, Platz, Stroh, Grunzen, das ist meine Erinnerung. NIEMALS hat ein Schwein einen Tierarzt gesehen, auch das weiss ich genau. Es gab also seitdem Rückschritte bei der Gesundheit.

Könnte es sein, das sich seitdem die Anforderungen an Schlachttiere enorm gesteigert haben?
Vor 30 Jahren war eine Notschlachtung noch verkaufsfähig, heute landet sie in der Tonne.
Ein Schwein das sich nicht "macht", hatte ein verkürztes Leben und landete etwa eher in der Wurst-
die befindlichkeiten der Bauernfamilien und der Verbraucher waren damals auf einem bedeutend niedrigeren Level.

Also sind deine Vergleiche komplett daneben, und nichts malt schöner als Erinnerungen die lange zurück liegen...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: der Burger aus der Petrischale

Beitragvon LUV » So Jan 29, 2017 12:39

Einhorn64 hat geschrieben:
Also sind deine Vergleiche komplett daneben, und nichts malt schöner als Erinnerungen die lange zurück liegen...


So siehts aus! Diese Sichtweise prägt die gesamte Gesellschaft.....in der Welt von "damals" schwelgen, während man Siri fragt, wo der nächste Bioladen ist.
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