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Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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44 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon automatix » Fr Nov 09, 2012 18:28

JueLue hat geschrieben:... wenn der Weizenpreis wieder auf unter naja, sagen wir mal 17€ fällt, sind die Anlagen wieder hoch rentabel.

Kommt ja auch drauf an, ob man das Substrat überwiegend kauft, dann spürt man den Weizenpreis sofort, oder ob man es komplett selber produziert, dann fehlt einem "nur" der entgangene DB vom Acker.

In der Summe das gleiche, in der Liquidität ein riesen Unterschied.

Ich denke, es ist wie in fast allen Betriebszweigen der LW. Die besten 25% verdienen recht gut, die mittleren 50% kommen zurecht, und die schlechtesten 25% verzehren ihr Kapital. Wenn man natürlich in einem Betriebszweig, in den man 1Mio. investiert hat zu den schlechtesten 25% gehört, ist das (geliehene) Kapital schnell verzehrt.

JueLue


ich denke, ein großes Problem der Biogasanlagen werden die festgelegten Einnahmen sein, während die Kosten immer mehr steigen.
Wenn man überlegt, was große Anlagen allein schon an Diesel verblasen, bis die ihre 1000 ha Mais im Silo haben, dann kann sich wohl jeder vorstellen, was da 20 ct mehr Dieselpreis allein schon ausrichten.
Lohnunternehmer werden sich auch nicht billiger, Maschinen sowieso nicht und wenn die Anlagen mal 10 Jahre alt sind....

aber bisher haben die Biogasler ja gut gejammert, war ja in der letzten Hochpreisphase auch so - die haben mal kurz gejammert und schon wurden Güllebonus und was weiß ich alles eingeführt um die Anlagen zu retten....
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon JueLue » Fr Nov 09, 2012 19:02

automatix hat geschrieben:...
ich denke, ein großes Problem der Biogasanlagen werden die festgelegten Einnahmen sein, während die Kosten immer mehr steigen.
Wenn man überlegt, was große Anlagen allein schon an Diesel verblasen, bis die ihre 1000 ha Mais im Silo haben, dann kann sich wohl jeder vorstellen, was da 20 ct mehr Dieselpreis allein schon ausrichten.
Lohnunternehmer werden sich auch nicht billiger, Maschinen sowieso nicht und wenn die Anlagen mal 10 Jahre alt sind....

aber bisher haben die Biogasler ja gut gejammert, war ja in der letzten Hochpreisphase auch so - die haben mal kurz gejammert und schon wurden Güllebonus und was weiß ich alles eingeführt um die Anlagen zu retten....



Naja, Dieselpreis ist schon wichtig, aber wird manchmal auch überbewertet. Ich glaube, wir brauchen für die ganze Kette mit abfahren und festwalzen so 70l/ha.

Macht in der Summe bei 60t je ha also ca. 1,4€/t Siliergut aus. Bei 20Cent Dieselpreis-Erhöhung also ca. 23Cent je t Siliergut.

Da sind die Preisschwankungen für den Mais schon eine andere Liga.

Die festen Einspeisevergütungen sind natürlich Fluch oder Segen, je nachdem wie sich die Kosten für Substrate entwickeln. Die aktuellen Vergütungen sind ja unter dem Eindruck der ersten Hochpreisphase in Bereichen von 20€/dt Weizen entstanden und auf diese Größenordung abgestimmt. Fällt der Weizenpreis darunter, geht es eigentlich. Ist er dauerhaft darüber, passt es nicht mehr.

Ist halt bei allen staatlichen Eingriffen so: entweder unter- oder überfördert.

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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon Nordhesse » Fr Nov 09, 2012 19:13

Zum Diesel: Bei uns hat der Häcksler 39 l / ha gebraucht. Abfahrt, Substrat Rückfracht, da kommt schon etwas zusammen. Was aber auch zu Buche schlägt, sind die steigenden Strompreise. Positiv könnten sich andersrum natürlich auch die Wärmepreise bemerkbar machen, je nachdem, was für ein Konzept, und was für eine Vertrag.

Meine Erfahrung bei den BGAs ist folgende: Am Anfang erst mal unheimlicher Liquiditätsschub in den Betrieben, danach kommt es aber darauf an, ob die Technik auch hält was sie verspricht, in Bezug auf Leistung und Haltbarkeit. Hier steht eine Anlage, die an Sich wohl sehr´gut läuft- nur die 2 Feststoffdosierer waren nach 1,5 Jahren auszutauschen. Hersteller schon vorher insolvent- ca. 250000 € als Wertberichtigung in die Bilanz einzustellen. :regen:
Im Endeffekt wird es sein wie überall: 1/3 verdient gutes Geld, 1/3 so lala und 1/3 verdient keins
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon rägemoli » Fr Nov 09, 2012 20:52

forenkobold hat geschrieben:ja, ist es.

Und wenn es einen der amokpachtenden Biogaser trifft, so ist das auch keine Träne wert.

Die pachten nicht nur amok ,die fahren auch amok auf der Strasse rum :mrgreen:
Ich denk bei den erneuerbaren Energien ist die Endlösung schon in Sichtweite .
Biogas wird es allerdings sicher nicht werden .
Wind und Sonne :idea: wirds wohl werden .Kurzfristig ists jetzt halt mal ein bischen teuer ,langfristig ist Wind und sonne aber nicht wirklich teuer .
Erste Anlagen laufen ja schon die aus Windstrom Erdgas machen ,über Elektrolyse bei 60 % Wirkungsgrad .
Erdgas kann auch relativ einfach Kraftfahrzeuge antreiben .
Wo seht Ihr eigendlich da noch ein Problem ?
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon rägemoli » Fr Nov 09, 2012 21:02

Bis auf ein paar reststoffverwertende Anlagen war Biogas bis in 20 oder 30 Jahren ein Modegag aus Beginn des 21 Jahrhunderts.
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon xyxy » Fr Nov 09, 2012 21:38

Jupp, du solltest lieber nochmal die Radmuttern nachziehen!
http://www.ig-milch.at/PDF/2012/EMB-Auf ... .11.12.pdf
Fifty shades of green
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon rägemoli » Fr Nov 09, 2012 21:45

Jupp1303 hat geschrieben:Was juckt das euch eigentlich ?
Habt ihr eine BGA zu verlieren `?
Wenn nicht, kann es euch doch egal sein !

Oder kommt hier Schadenfreude durch ?

Ich glaube ich lieg gar nicht so schlecht mit meiner Einschätzung :wink:
Schadenfreude ?Nö
Mich ärgert nur das sich die Bevölkerung sich so empört und das es die Presse so breittritt ,wegen den paar Kröten höherer Stromkosten .
Ja ja" wasch mich aber mach mich nicht nass "...........
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon julius » Fr Nov 09, 2012 21:57

Ich hab vor 2 Jahren mal gelesen das Biogasanlagen die kürzeste Amortisationszeit haben sollen. Also kürzer als alle anderen Betriebszweige. Bereits nach 6-7 Jahren sollen die gesamten Investitionskosten bei Biogas wieder eingefahren sein. :shock:

Wie paßt das dann mit dem Artikel hier zusammen ? Welcher stimmt und welcher nicht ?
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon JueLue » Sa Nov 10, 2012 9:54

julius hat geschrieben:Ich hab vor 2 Jahren mal gelesen das Biogasanlagen die kürzeste Amortisationszeit haben sollen. Also kürzer als alle anderen Betriebszweige. Bereits nach 6-7 Jahren sollen die gesamten Investitionskosten bei Biogas wieder eingefahren sein. :shock:

Wie paßt das dann mit dem Artikel hier zusammen ? Welcher stimmt und welcher nicht ?



Ist doch kein Problem:
Die Getreidepreise fallen wieder auf 9€ für Roggen, schon rechnet sich das so.

Wer damals seine Finanzierung auf solche Zahlen aufgebaut hat, hat genauso solide geplant, wie jemand, der einen Maststall mit 10€ Weizenpreis und 1,8€ Mastschweine Preis kalkuliert.

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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon automatix » Sa Nov 10, 2012 13:00

rägemoli hat geschrieben:
forenkobold hat geschrieben:ja, ist es.

Und wenn es einen der amokpachtenden Biogaser trifft, so ist das auch keine Träne wert.

Die pachten nicht nur amok ,die fahren auch amok auf der Strasse rum :mrgreen:
Ich denk bei den erneuerbaren Energien ist die Endlösung schon in Sichtweite .
Biogas wird es allerdings sicher nicht werden .
Wind und Sonne :idea: wirds wohl werden .Kurzfristig ists jetzt halt mal ein bischen teuer ,langfristig ist Wind und sonne aber nicht wirklich teuer .
Erste Anlagen laufen ja schon die aus Windstrom Erdgas machen ,über Elektrolyse bei 60 % Wirkungsgrad .
Erdgas kann auch relativ einfach Kraftfahrzeuge antreiben .
Wo seht Ihr eigendlich da noch ein Problem ?


naja, langsam tauchen die ersten Anzeigen auf von Firmen, die Ackerflächen für PV ohne EEG pachten wollen, das wird noch richtig interessant werden....
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon rägemoli » Sa Nov 10, 2012 13:47

Da braucht man keine Ackerflächen verschwenden .Ein Grünlandsteilhang gen Süden geht noch besser .
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon 4:4 » So Nov 11, 2012 11:21

Jo, also ich sehe die Biogasanlagen in Gefahr, die keinen Mist, keine Gülle oder Jauche haben sondern nur Maissilo.
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon schweinefreund » So Nov 11, 2012 13:25

4:4 hat geschrieben:Jo, also ich sehe die Biogasanlagen in Gefahr, die keinen Mist, keine Gülle oder Jauche haben sondern nur Maissilo.

UND WARUM?
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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon JueLue » So Nov 11, 2012 13:41

Vielleicht sollte jeder, der hier seine Meinung kund tut mal kurz vermerken, ob er selber eine Anlage betreibt oder irgendwie anders an konkrete Zahlen kommt - oder seine Infos nur vom Bekannten eines Schwagers eine Betreibers am Stammtisch mitgeteilt bekommen hat. :?

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Re: Ein Drittel aller Biogasanlagen in Gefahr?!

Beitragvon Schrat » So Nov 11, 2012 13:49

JueLue hat geschrieben:Vielleicht sollte jeder, der hier seine Meinung kund tut mal kurz vermerken, ob er selber eine Anlage betreibt oder irgendwie anders an konkrete Zahlen kommt - oder seine Infos nur vom Bekannten eines Schwagers eine Betreibers am Stammtisch mitgeteilt bekommen hat. :?


Wahrscheinlich liegt es daran, dass hier jemand nur was absondert weil sonst nichts besseres mit sich anzufangen weiß. :wink:
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