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Einstieg Sojaanbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Einstieg Sojaanbau

Beitragvon Hage123 » Mi Jan 16, 2019 13:10

Hallo zusammen.
spiele schon längeren mit dem Gedanken Soja anzubauen.
Raum NRW (Westmünsterland) Sand bis sandiger Lehm.
Hatte schon auf 100m² ein Versuch der ziemlich gut aussah.
Abnehmer ist vorhanden ( 39€/dt) Rohware. -
Müsste ja mit mind. 3 ha starten (sonst werden Lücken zu groß durch Hasen/Vogelfraß)
Wie seht ihr das Risko?
Bei 290€ Saatgut/ha
eine Herbizdbehandlung
Zu erwartener Ertrag von 30dt müsste der DB doch ziemlich wie Winterweizen liegen oder sehe ich das zu blauäugig?
danke schonmal
Hage123
 
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon BE68 » Mi Jan 16, 2019 19:17

Ich mache keine soja, Weil ich rübe mache. Aber es wird zimlich in meine gegend angebaut.
Wir haben eine fabrik für mennlischenährung.
Die sorte sind speziel.
Ertrag ohne wasser 3-4 t
Ertrag mit beregnung 4-5t.
Saatgut muss mit bacterien angemacht sein.
Talk dazu ist die lösung das es gut durch den driller geht.
In den steinen ist einen einzelsähgerät besser .
Sand oder lehm geht eine getreidesähgerät.
Die tiefe muss guht sein. 2-3cm.
Ich sage, wie rüben.
Ich sähe mit dem maestro auf 45 cm , 650tk/ha, 8 km/s.
Umkraut: Mercantor+Centium
Wenn du das Buch deines Lebens schreibst, muss du allein die Schribe heben.
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon Homer S » Fr Jan 18, 2019 10:02

Ich hatte mich im Herbst auch mal mit Soja auseinandergesetzt und das Ergebnis war das ich doch lieber BG Mais anbauen werde.

Meine ersten groben Rechnungen gingen auch in deine Richtung aber nach rücksprachen mit Anbauern und dem Landhandel war die Ernüchterung groß. Meine größten Irrtümer waren der Ertrag, der ist in guten Jahren bei 30-35dt aber die Regel sind max. 25-30dt und die Druschkosten. Ein eigener MD ist vorhandenen aber mit unseren Tisch bleiben viele Hülsen unter der Schneidwerk und sind Verlust (laut Aussage vieler Anbauer). Ein LU hier hat mittlerweile ein Flexschneidwerk mit dem er wirklich auf dem Boden dreschen kann aber lässt sich das auch bezahlen. Auch die Saatgutlogistik ist anspruchsvoller als bei Getreide, Mais usw. heißt, das Saatgut soll direkt nach dem Impfen ausgebracht werden.
Ich will den Sojaanbau nicht schlecht reden aber einen DB wie Weizen halte ich für nicht realistisch.
Wie gesagt, ich mache Mais, Saatzeitpunkt ist flexibler, PSM Einsatz auch, Ernte geht mich nix an und Gülle bekomme ich kostenlos zurück und ausgebracht.
Da fällt meine Entscheidung nicht schwer.
Homer S
 
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon bauer hans » Fr Jan 18, 2019 10:16

Hage123 hat geschrieben:Abnehmer ist vorhanden ( 39€/dt) Rohware. -
Müsste ja mit mind. 3 ha starten (sonst werden Lücken zu groß durch Hasen/Vogelfraß)
Bei 290€ Saatgut/ha
eine Herbizdbehandlung
Zu erwartener Ertrag von 30dt

mir hatte ein berater der genossenschaft in warendorf-beckum ähnliche auskünfte gegeben.
die ernte kann auch im oktober sein,wofür ich hier keinen MD finde.
ich baue so.gerste/erbsengemenge an und verfüttere an mastschweine,ersetze damit sojaschrot.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon AEgro » Fr Jan 18, 2019 11:49

Hallo,
ich wage/plane in 2019 einen Versuch mit Sojaanbau.
Allerdings in BW, Rand zum Weinbauklima.
Vorgesehen 1 Schlag 4,7 ha, lehmiger Ton, warme Lage.
Meine Gründe :
- will mehr Sommerung in der Fruchtfolge ( vorbeugen AFU-Resistenz ).
- in 2018 + 19 kein Rapsanbau ( div. Gründe ).
- kenne die Problematik DB ( Erlöß, Kosten, Alternativen wären Braugerste od. Kö.mais ).
-Kö-mais will ich in der Fruchtfolge nicht weiter ausdehnen wg. Düngerkosten u. Wildschweinproblematik.
-kann Anbau mit vorhandener Mechanisierung durchführen.
- will " Neues " probieren, um am " Ball " zu bleiben.
Zu Entschluss zum Sojaanbau kam ich nach einem Gespräch mit meinem LU. der rd. 100 ha im Maintal und Bauland drischt.
Einen Versuch will ich wagen, trotz Risiko finanziellen Risikos und dann weiter Entscheiden obs passt.
Der DB ist beim derzeitigen Preis u. Ertragsniveau nicht berauschend, das ist mir bewusst.
Aber auch die Fruchtfolgewirkung auf Dauer, die Stickstoffeinsparung und die Ernteentzerrung spielen in meinen Überlegungen eine Rolle.
Rein theoretisch, auch unter dem Gesichtspunkt, daß Gen-frei-Soja eigentlich einen immer größeren Marktanteil hat, sollte Sojaanbau
in Süddeutschland ein Chance sein.
Theoretisch- denn wenns wirtschaftlich nicht passt, hilft das alles nicht.
Was für meinen Betrieb gar nicht passieren darf, daß ich durch den Sojaanbau Unkrautprobleme duch unzureichende Bekämpfung bekomme.
Das gilt vor allem, falls ich Soja in die Rübenfruchtfolge integrieren wollte.
Das Spektrum zugelassener Herbizide ist ja rel. eng begrenzt.
Wenn ich weiter geplant habe ( Sorte, Herbizide etc. ) kann ich gern weiter Berichten.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon Marian » Fr Jan 18, 2019 12:59

@bauerhans

Kurzer Off topic.
Hast du schonmal was zum Erbsengemenge berichtet?
Ich kenn das nur aus Zeiten im Osten auf dem Bio Betrieb von bekannten, dass war dementsprechend ertraglich nicht so prickelnd... Würde vielleicht auch was für mich für die Bullenration sein. In WAF ist unser Zweitbetrieb, dass ließe sich vom Boden her ja dann wohl vergleichen. Vielleicht einen extra Thread dazu eröffnen?

Danke.


Zum Thema Soja.
Geliebäugelt hatte ich auch damit. Ein Betrieb in der Nachbarschaft hat dankenswerter Weise die Probe aufs Exempel übernommen. Die Erträge liegen auf unserem Sand im Mittel doch eher bei 20dt.
Trotzdem das der Altenteiler und seine Frau mit viel Hingabe geschüffelt haben wie die großen war verunkrautung immer das größte Problem. Ohne Flexschneidwerk bleiben locker 50% Schoten am Feld. Die Fläche so einzuebnen das der drusch dann problemlos von statten geht kostete auch immer Zeit und Diesel. Ich für meinen Teil habe es erst gar nicht versucht, andere Kulturen sind hier exorbitant Anbausicherer. Der Kollege hat nach nun etwa 4-5 Jahren auch das Handtuch geworfen.

Grüße
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon wastl90 » Fr Jan 18, 2019 14:52

Wir haben jährlich ca. 10 - 15 ha Soja auf dem Betrieb. Größtenteils geht das alles zu einen örtlichen Verarbeiter, ein kleiner Teil (ca. 1ha) benötige ich für Kleinstmengen in 0,5kg Packungen für den LEH.

Probleme mit Schlaggrößen hatten wir eigentlich noch nie. Meine kleinste Fläche hatte dieses Jahr 1ha. Merkliche Schäden wegen Hasen oder anderen Wildtieren gab es nicht obwohl bei uns der Druck in der Gegend doch relativ hoch ist. Soja kann das warme Wetter recht gut ab, möchte jedoch auch sein Wasser, besonders zur Kornbildung. Erträge in den letzten 5 Jahren lagen im Schnitt bei 42 dt, schlechtester Ertrag dieses Jahr bei 34dt und vor zwei Jahren waren wir auf einem Schlag sogar bei 62dt! Bei normalen Bedingungen liegen die Eträge jedoch recht nahe an den 42dt (ca. +/- 3dt schwankungen).

Flexschneidwerk ist hier in der Gegend kein Problem. Der LU nimmt dafür 5€/ha mehr als bei normalen Getreidedrusch. Einen Unterschied zwischen normalen und flexiblen Schneidwerk merkt man jedoch sehr deutlich. Teilweise, je nach Jahr, sitzen die Körner sehr tief.

Ansonsten ist Soja eine recht unproblematische Frucht. Säen, Walzen, Vorauflaufherbezid und dann Ernten. Das Saatgut wird in der Regel so spät wie möglich "gebeizt".
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon Frankenbauer » Fr Jan 18, 2019 21:08

Marian Pradler hat geschrieben:@bauerhans

Kurzer Off topic.
Hast du schonmal was zum Erbsengemenge berichtet?
Ich kenn das nur aus Zeiten im Osten auf dem Bio Betrieb von bekannten, dass war dementsprechend ertraglich nicht so prickelnd... Würde vielleicht auch was für mich für die Bullenration sein. In WAF ist unser Zweitbetrieb, dass ließe sich vom Boden her ja dann wohl vergleichen. Vielleicht einen extra Thread dazu eröffnen?

Danke.


Zum Thema Soja.
Geliebäugelt hatte ich auch damit. Ein Betrieb in der Nachbarschaft hat dankenswerter Weise die Probe aufs Exempel übernommen. Die Erträge liegen auf unserem Sand im Mittel doch eher bei 20dt.
Trotzdem das der Altenteiler und seine Frau mit viel Hingabe geschüffelt haben wie die großen war verunkrautung immer das größte Problem. Ohne Flexschneidwerk bleiben locker 50% Schoten am Feld. Die Fläche so einzuebnen das der drusch dann problemlos von statten geht kostete auch immer Zeit und Diesel. Ich für meinen Teil habe es erst gar nicht versucht, andere Kulturen sind hier exorbitant Anbausicherer. Der Kollege hat nach nun etwa 4-5 Jahren auch das Handtuch geworfen.

Grüße


Die Geschichte mit dem Erbsengemenge interessiert mich auch, zum einen der Anbau, zum anderen auch die Verfütterung, deshalb erlaube ich mir dazu einen eigenen Thread zu erstellen.

Gruß

Werner
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon AEgro » Fr Jan 18, 2019 21:13

Hallo wastl,
Wo liegt dein Betrieb ?
Und lass uns mal ein bischen an deiner Anbaustrategie teilhaben.
-Boden, Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Sorten, Pflanzenschutz, Düngung, Druschzeitpunkt, Nachfolgefrucht etc.
Bin für Praktikerhinweise dankbar.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon BE68 » Fr Jan 18, 2019 21:40

@AEgro: achtung keine soja bevor oder nach rüben.
Problem mit rhizocton .
Wenn du das Buch deines Lebens schreibst, muss du allein die Schribe heben.
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon AEgro » Fr Jan 18, 2019 22:19

Danke BE68.
Mir ist bewusst, daß Soja und Rüben ebenso wie Mais Rhizoktonia Wirtspflanzen sind.
Bislang hab ich keine Rhizoktoniaprobleme in den Rüben.
Trotz teilweise 25 % Könermais in der Rübenfruchtfolge, ( Rüben ebenfalls 25 % ).
Wie schätzt du das Risiko ein bzw. wie weit sollten Rüben und Soja in der Fruchtfolge auseinander sein, ohne daß es gefährlich wird ?
Ebenso Raps und Soja in der anderen Fruchtfolge ?
Soja sollte ja ohnehin nur max. alle 5 bis 6 Jahr auf dem Acker stehen, wie alle Könerleguminosen. Auch wegen der Gefahr anderer Pilzinfektionen.
Ich muss anmerken, ich hab keine Bregnungsmöglichkeit im Betrieb.
Die Rübenflächeni im Betrieb sind rel. leichte Löß-Lößlemböden teilweise mit tonigen Lehmplatten.
Die Nichtrübenflächen, um die es mir haupsächlich geht, sind mehr oder weniger flächgründige Lehm bis Tonböden ( 15 bis 25 cm ) auf Muschelkalk.
Habe 650 bis 800 l / m² Niederschlag, sehr unterschiedlich gestreut die letzten 20 Jahre. ( 2018 warens ca. 700 l, davon aber 200 l an zwei Gewittern im Juni ).
Gruß AEgro
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon BE68 » Sa Jan 19, 2019 0:04

Soja und maïs machen ungefähr das selbe wenn es trocken ist.
Wir haben rhizoctonia Weil wir viel maïs machen ( vor 10 Jahren monokultur bei meinen Nachbarn).
Ich habe 4 maïs , 1 rübe. Den rest stielgelegt. ( ~ 75% , 20%, 5%)
Andere machen Maïs , soja , Maïs , Rüben, Maïs , Maïs,...
Andere machen 2 soja in 2 Jahren Weil sie das zweite jahr weniger bacterien brauchen. Aber dann ist ein risiko mit schleroten.
Wenige Getreide Weil juni im Rheintahl sehr warm ist. Dann auch wenig raps.
Ich habe 7,8-8,2 pH Boden. Maïs nach rüben wird blau ( P mangel Weil weniger mychoriz nach rüben). Mit DAP ist es nicht besser. Aber mit 50L APP ( = 14-48-00 flüssig) in die reihe ist es viel besser.
Soja hasst umkraut wie winde und melde.
Wir beregnen ca 200-300 l wasser im jahr zwischen anfangs juni une ende August.
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon BE68 » Sa Jan 19, 2019 0:13

Ich sähe pro jahr 100-120 ha soja mit dem Horsch maestro 12-45 . 650TK / ha. Als LU.
2018, habe ich für 2 biobauer gesäht. Sie wolten hacken.
Gute lehmiger Boden ohne beregnung: 25 und 32 dt/ ha . Sind sehr zufriden.
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon wastl90 » Sa Jan 19, 2019 10:29

AEgro hat geschrieben:Hallo wastl,
Wo liegt dein Betrieb ?
Und lass uns mal ein bischen an deiner Anbaustrategie teilhaben.
-Boden, Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Sorten, Pflanzenschutz, Düngung, Druschzeitpunkt, Nachfolgefrucht etc.
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Gruß AEgro

Naja ist eigentlich kein Hexenwerk

Boden:

Wir haben hier eigentlich hauptsächlich sandigen Lehm mit 60-85 BP, teilweise Hangflächen aber nichts extrems. Soja wird jedoch auch bis in die Münchner Schotterebene mit nur 45BP mit sandigen Lehm aber extremen Steinbesatz angebaut. Einzig moosiger Boden tut nicht gut, anscheinend liefert der nach der Bearbeitung im Frühjahr so viel Stickstoff nach, dass die Bohnen zwar extrem Wachsen aber durch den N - Überschuss sehr lange werden und relativ wenig Schoten ansetzen.

Bodenbearbeitung:

Wegen der Unkrautproblematik, gerade speziell auf meinen Betrieb mit vielen Sonderkulturen, werden bei uns die Flächen ca. 2 Wochen vor Saat mit einer einfachen Egge abgeschleppt. Ansonsten wird mit einer Kreiselegge und pneumatischen Drille kombiniert bestellt. Bearbeitungstiefe nicht viel mehr als 5 cm bei der Kreiselegge!

Fruchtfolge:

I.d.R. nach Mais, Anbaupause von 6 Jahren sollte man einhalten. Fruchtfolge ist schwierig zu beschreiben. Wir haben am Betrieb je nach Jahr bis zu 12 verschiedene Dinge auf unseren Felder. Dort muss man immer ein wenig variieren. Hauptfrüchte sind jedoch Mais, Weizen, Soja und Kartoffeln, dazu kommt dann noch Senf (für Lebensmittel), Melonen, Kürbis, Buchweizen, Gerste und Hafer für Speißezwecke, Hirse, Sonnenblumen etc. (Umfang dieser Früchte jedoch teilweise nur 0,5 ha bis 5 ha auf insgesamt 85ha!)

Pflanzenschutz:

Mit den gängigen Vorauflaufmitteln für Soja. Artist + Centium i.d.R.

Düngung:

Gar nichts - wir haben eine hohe Versorgung von P und K durch Hühnerkot am Betrieb. N-Düngung hat in Soja nichts zu Suchen, unterdrückt nur die Bildung von Knöllchenbakterien!


Durschzeitpunkt:

I.d.R. Anfang bis mitte September, hier sind man jedoch sehr stark die Unterschiede der Sorten. Dieses Jahr konnte man auf den Nachbarflächen ein Spannweite von 4 Wochen erkennen. Ich würde an deiner Stelle eine frühe Sorte wie Merlin testen und bei Erfolg in den nächsten Jahren und bei Erfolg auf spätere Sorten zurück greifen. Durch die Merlin hast du schon mal einen guten Anhaltspunkt was Ertrag und Durschzeitpunkt angeht. In den letzten Jahren wird Soja vermehrt in der Gegend angebaut, größere Lohnunternehmer schaffen sich vermehrt Flexschneidwerke an, das ist hier in der Gegend um München und zwischen München und Augsburg kein Problem mehr.

Nachfolgefrucht:

I.d.R. kommt nach Soja bei uns relativ früher Weizen. Je nach Unkrautdruck einmal mit der Scheibenegge drüber oder alternativ mit dem Grubber sehr flach. Strukturschäden hatten wir hier erst einmal durch den Mähdrescher, dann mussten wir eben etwas tiefer Grubbern. Ansonsten könnte man nach der Bodenbearbeitung gleich mit der Drillmaschine ohne Kreiselegge rein, so fein wird das!
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Re: Einstieg Sojaanbau

Beitragvon AEgro » Sa Jan 19, 2019 18:09

Danke wastl
Aus deinen Informationen les ich heraus, daß dein Standort zw. Augsburg u, München ist ?
Beim Erntezeitpunkt hab ich ungenau ausgedrückt.
Ich meinte eigentlichbei welchen Wassergehalt werden die Bohnen gedroschen ?
Gibts Probleme mit Schottenplatzen und damit zusätzliche Verluste.
Wir haben ja jetzt 2 Extrenjahre hinter uns.
Feucht u. kühl in 2017 und Hitze u. Trockenheit in 2018.
Ich schätze 2017 musste man froh sein, man hat die Bohnen überhaupt einigermaßen vom Acker gebracht,
während 2018 die Druschfeuchte nund Reife der Bohnen wahrscheinlich kein Problem war und damit auch spätreifendere Sorten möglich gewesen wären.
Dehalb meine Frage.
Gruß AEgro
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