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Einstreutechnik Tretmiststall

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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25 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon 260er » Do Dez 18, 2025 22:17

Zum Thema Staubbelastung und Saugfähigkeit gab es letztens eine zweiteilige Reportage von agropictures auf YouTube bei der Strohpellets mit der Krone Premos hergestellt werden. Spart auch Lagerplatz aber wird wahrscheinlich mehr Lohnunternehmerkosten verursachen.
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon 240236 » Do Dez 18, 2025 22:17

langholzbauer hat geschrieben:@240336
Sorry!
Ich schätze Dich fachlich.
Aber warum sollte ein gut durchlüfteter Rinderstall ohne Gesundheitsprobleme jemals " gewaschen" werden ?
Warum sollte in einem ( nahezu) Außenklimastall trocken eingeblasenes Streugut " überall kleben"?
Über die wenigen Tagen von Wetterumschwüngen kann man sich die Einstreuarbeit entsprechend der Wettervorhersage anpassen.

Weil ein Stall, der nie gewaschen wird auf einmal aussieht wie eine Räucherkammer. Ich streue alle Tage ein und richte mich nicht nach dem Wetterbericht. Wenn das Wetter nicht passt, läßt du dann deine Tiere im Dreck liegen?
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon 240236 » Do Dez 18, 2025 22:41

260er hat geschrieben:Zum Thema Staubbelastung und Saugfähigkeit gab es letztens eine zweiteilige Reportage von agropictures auf YouTube bei der Strohpellets mit der Krone Premos hergestellt werden. Spart auch Lagerplatz aber wird wahrscheinlich mehr Lohnunternehmerkosten verursachen.
Meinst du diese vom Waldinger? Dem seine Pellets sind super. Diese füttere ich sehr gerne bei meinen Sauen und Ferkeln. Sauen mögen die Heupellets lieber und Ferkel mögen die Strohpellets lieber. Ich habe bis jetzt auch Luzerne durch die Strohmühle gelassen und den Sauen als Rohfaser gefüttert. Möchte im nächsten Sommer von ihm mal zu Pellets verwandeln lassen, da mir die Sauen von dem Mehl zu viel verschwenden.



Kostenseite; Das mit den Strohpellets kommt schon teuer, da er mit pelletieren am Feld bereits stark ausgelastet ist und das Zeitfenster kurz ist. Jetzt muß man das Stroh erst pressen lassen, bergen und dann kommt er auf den Hof und pelletiert diese Großpacken. Man hat 2x Presskosten
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon Manfred » Do Dez 18, 2025 23:13

Die Premos Pellets kannte ich noch nicht.

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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon Fahrer412 » Fr Dez 19, 2025 8:49

Die Strohpellets sind in der Saugfähigkeit und Staubbelastung wahrscheinlich wirklich das beste was es gibt. Auch im Handling einfach zu gestalten. Aber ob es wirtschaftlich in einem Tretmiststall darstellbar ist wage ich stark zu bezweifeln. Laut Ebay liegen sie bei round about 30 bis 40 €/dt. Da müssen sie schon nochmal sehr sehr viel Stroh einsparen .
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon frafra » Fr Dez 19, 2025 9:43

mein favorit
wär ein alter miststreuer elektrisch,hängend auf einem schienensystem

hat hier in meiner region einer selber gebaut für milchkühe

man hört immer wieder das durch die einstreuautomatiken weniger stroh gebraucht wird wenn öfter und weniger eingestreut wird
es gibt immer was zu tun , jabajaja........
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon Marian » Fr Dez 19, 2025 10:12

Eigentlich wollte ich gar nichts schreiben, weil Fahrer von mir schon per WhatsApp "Beratung" hatte und auch eigentlich klar ist das er es als automatische Anlage möchte und sonst nichts.
Aber was ich weiß, was er von mir weiß, könnt ihr ja nicht riechen :lol:

Ich fass mich aber kurz.
Es gibt tolle Systeme und wenn man es hat ist es sicher super.
Ich kann mir nichts anderes vorstellen, als das die Strohmatic und ähnliche Systeme mit Auflösung, Mühle, Entstaubung und Rohrförderer mit Abwurf, die mit Abstand kostspieligste Variante ist. Damit ich nicht täglich trotzdem damit Arbeit habe, brauche ich den großen Vorratsbunker.
Wenn Geld keine Rolex spielt, kann man das machen.
Am besten mit Förderung, wenn's Förderung drauf gibt ist ja bei vielen Bauern schon egal was es kostet.

Ich hab eine gezogene Einstreumaschine von Schmihing VDW am alten Hinterradschlepper.
Vorher habe ich mit Hand von einer Bühne gestreut und im umgebauten Anbindestall mit Hoflader und Krokodil Schaufel übers Gitter. Das ging auch, aber schön ist es nicht.
Bei mir ist auch ein Neubau in der Mache.
Auch der wird mit der Maschine dann eingestreut.
Für mich ist es absolute Grundvoraussetzung, dass die Technik gut mit Rundballen zurecht kommt.
Wer in nassen Jahren schon grenzwertig Stroh irgendwie nach Hause gestohlen hat und dabei sowohl Rund- als auch Quaderballen gemacht hat, weiß einfach um den Vorteil davon wie viel Rundballen verzeihen und noch gutes Stroh geben, was im Quaderballen schon dann unterm lagern zu Müll wird.
Das schlimmste am Quader ist, wenn alles gepasst hat und es durch Gewitter logistisch nicht möglich ist die Ballen zu retten. Dann trinkst du mit Rundballen im strömenden Regen am Feld Zuhaus dein Erntebier.
Die mit den eckigen ballern durch die Welt. Stapeln, fahren und haben doch schon nur Schrott...
Ab einem gewissen Viehbestand auf Stroh kannst du nicht mehr nur top Zeitfenster mit viel Engagement und Menpower nutzen. Das ist einfach so.
Wer wirklich so viel Steine mit im Stroh hat, dass sie nicht im Steinfang der Maschine landen, sondern mit durch das Gebläse gehen... Der hat massiv zu tief gekreiselt, geschwadet und die Pickup auch nicht geschont...

Flypit an sich ist interessant.
Aber wenn ich den Ballen erstmal drin und ausgepackt habe, ist er auch im Augenzwinkern durch die Maschine geschossen. Aktuell muss der 733 vor der Maschine alle 2 Monate mit gut 50 Liter Diesel betankt werden. Gestreut wird in 3 bzw 4 Gebäuden.
Da kommt der casus knaxus.
Für einen Neubau alles interessant wenn's dabei bleibt. Wenn mehr als ein Stall bedient werden soll ist die mobile Maschine schon im Vorteil.
Staubbelastung?
Wenn der Staub im Stall bleibt fehlt es schon am funktionierenden Gebäude für Rinderhaltung eindeutig an Ventilation.
Einsperren zum einstreuen?!
Ich muss im umgebauten Anbindestall direkt hinters Gitter streuen. Das tue ich während die Tiere frei laufen.
Der ein oder andere stellt sich Breitlinks um eine Dusche zu nehmen, dass wars.

Dann bleibt noch der dreckige Stall.
Ja, sicher. In den Spinnenweben hängt schon mal Stroh. Das wird mittels Laubbläser gereinigt.
Waschen tue ich meine Ställe nur bevor mal neu gestrichen wird. Ansonsten ist das Quatsch.

Womit man leben muss, dass ist nicht zu leugnen, es gibt immer mal windiges Wetter das einem bei Offenfront den Tag vermiest. Da liegt dann schon mal auch Stroh wo es nicht hin soll.
Für ganz penibele Leute ist da wohl vorher eine Desensibilisierungs Kur im Landeskrankenhaus nötig :lol:
Ich bin klar pro Einstreumaschine.
Gebläse am Mischwagen kann ich nicht empfehlen.
Hydraulischer Antrieb ist einfach nicht so kraftvoll wie direkt per Zapfwelle und der MiWa mit Einstreugebläse ist wie der Kombi-Heuer... Ein Kompromiss.
Wenn Futterreste das einstreuen versauen gibt's ein Problem bei der Restentleerung des Wagens.
Dank Waage kann man auch gezielt die richtige Menge einfüllen wenn man will.
Es staubt aber durch das auflösen mit dem MiWa und dem schübeweisen Eintrag ins Gebläse mit "leer Phasen" zwischen dem Gutfluss Systembedingt deutlich mehr. Das ist etwas wenn man 2 mal die Woche den abkalbestall maschinell streuen will. Nichts für jeden Tag. Ist meine Meinung.

Also. Mein Fazit. Mir ist eine Anlage zum einstreuen die richtig Arbeitszeit spart ala Strohmatic zu kostspielig.
Ich meine das bewegt sich um 40-50k Minimum. Korrigiert mich gern.
Ich weiß nicht mit was für Preisen ihr bei so einem Neubau rechnet.
Aber ich würde die nächsten 20 Jahre nicht die 6 vors Komma stellen.
Ich sag's nur mal. Meiner Meinung nach muss sich alles was man in Tierhaltung investiert auch bei 4,50€ noch drehen. Oder aber, man muss bei 4,50€ noch aussteigen können :wink:


Ich fass mich aber kurz.


Hat ja super geklappt... :roll:
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon JDBochum » Fr Dez 19, 2025 10:59

MOin

Ich kann nicht eindeutig sagen, was besser ist oder ob es insgesamt gut ist. Auf dem Lehrbetrieb haben wir jedoch mit einem großen Lucas-Futtermischwagen Abeille +180 eingestreut, der eine eigene Achse und ein großes Ladevolumen hatte. Der Vorteil war, dass ein Traktor sowohl für Futter als auch für Stroh ohne Umbau zur Verfügung stand. Außerdem waren die Investitionskosten bei mehreren verteilten Ställen mit insgesamt acht Futtertischen auf dem Hof vergleichsweise gering, wodurch diese Lösung insgesamt am einfachsten war.

Ich fand das System praktisch: Zum einen verfügte der Mischwagen über ein Zapfwellengetriebe, zum anderen konnten problemlos zwei Rundballen mit 1,80 m Durchmesser von hinten geladen werden, was eine große Menge Einstreu ermöglichte. Eventuelle Futterreste im Wagen wurden beim Einstreuen mit durch das Stroh geblasen. Dadurch blieb das Blech sauber und rostete deutlich weniger. Insgesamt war die Technik einfach und funktional.

JD Bochum
Was der Bauer nicht Kennt frisst er nicht!
Wenn der Städter wüsste was er frisst
wäre er am liebsten Bauer :D
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon 240236 » Fr Dez 19, 2025 11:08

Matian: Sehe ich genau so wie du. Strohmatic finde ich auch zu teuer, deshalb streue ich von der Bühne aus ein. Muss jeder für sich entscheiden, was am besten passt. Dein Preis für Strohmatic (je nach Größe und Zahl der Abwürfe) kommt so in etwa hin, nach Auskunft meines Bekannten Ich wasche meinen Bullenstall auch nicht ständig, aber einmal jährlich macht es einfach Sinn und neue Farbe (bei mir Kalk) schadet auch nicht.
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Re: Einstreutechnik Tretmiststall

Beitragvon langholzbauer » Fr Dez 19, 2025 12:10

240236 hat geschrieben:...
Weil ein Stall, der nie gewaschen wird auf einmal aussieht wie eine Räucherkammer. Ich streue alle Tage ein und richte mich nicht nach dem Wetterbericht. Wenn das Wetter nicht passt, läßt du dann deine Tiere im Dreck liegen?

Im Wesentlichen hat es Marian schon erklärt.
Und wenn sich Wetter ankündigt, dass zu Tau an den Stallwänden und Ausrüstungen führt, kann ich auch die Tiefboxen vorher etwas großzügiger einstreuen, damit es auch mal einen Tag ohne Nachstreuen geht.
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