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Entwicklung der Traktorengetriebe

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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47 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon jetztaberschlau » Mo Feb 26, 2018 11:33

O.K Frontlader sind inzwischen überall verbreitet ,jeder hat einen aber die Menge Güter die damit umgeschlagen wird nimmt ab .
Das kann sein .
Sucht man auf der Technikbörse Stoll Frontlader findet man auf dem Gebrauchtmarkt sehr viele .
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Lonar » Mo Feb 26, 2018 11:44

jetztaberschlau hat geschrieben:
Lonar hat geschrieben:Es geht Beim Trecker ja nicht nur ums Fahren. Du brauchst ja auch noch Zapfwelle Und Hydraulik ;-)


Wo ist das Problem ?
Ein Extra E-Motor für die Zapfwelle und für die Hydraulikpumpe auch ,da braucht es auch keine teure und aufwändige LS-Pumpe .
Weitere kleine Motoren für Druckluftanlage , Klimaanlage und Kühlung .

Die Ls Pumpe braucht man doch eh um bestehende Geräte zu Betreiben, oder sehe ich das falsch?
Ich hab von Weinbau soviel Ahnung wie ne Kuh vom Sonntag aber ich gehe mal davon aus das die Werkzeuge mittlerweile da auch über Load Sensing laufen. Berichtigt mich bitte wenn das Falsch ist.
Ausserdem wird der Schlepper durch eine Vielzahl an Elektromotoren schon einiges schwerer.
Es gab vor Jahren auch schon Konzepte bei denen man den Dieselmotor an einen Gererator gebaut hat und statt eines Getriebes E-Motoren an die Räder gebaut hat.
Hat sich wohl nicht Durchgesetzt. Woran das liegt kann ich dir nicht sagen.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon jetztaberschlau » Mo Feb 26, 2018 12:04

Ein moderner größerer Verbrennerstapler hat heutzutage auch eine LS Pumpe (Load Sensing )
Ein neuer Elektrostapler egal wie groß braucht das nicht ,der regelt das halt über die Drehzahl des Pumpenmotors ,je nachdem wieviel Öl benötigt wird .

In speziellen Anwendungen wie Weinbau oder ähnlichem könnte man bei einem echten Batterieschlepper evtl auch auf Ölmotorantrieb
bei den Anbaugeräten verzichten ,sondern dort gleich ein E Motor zum Antrieb verbauen und den Strom von der großen Schlepperbatterie holen .

Wer weiß vielleicht setzt sich auch "Power to Liquid" in naher Zukunft durch dann fahren die in hundert Jahren immer noch
Verbrennerschlepper ähnlich wie heute .
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Birlbauer » Mo Feb 26, 2018 12:50

Das E-Motor mit Vario-Getriebe nicht zu Ende gedacht ist, denke ich auch. Aber mit E-Motor wäre ja kein Vario-Getriebe mehr als Markenidentität im Schlepper drin.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon langer711 » Mo Feb 26, 2018 13:05

Ich bin selbst davon überzeugt, das der E-Antrieb per Akku sich die nächsten Jahre durchsetzen wird.
Bei Traktoren macht dies in meinen Augen deutlich weniger Sinn, weil es im alltäglichen Betrieb kaum zu der Situation kommt, das Bewegungsenergie beim Bremsen in den Akku zurück geschickt werden kann.

Allerdings könnte man beim Schlepper z.B. die E-Motoren direkt in den Rädern unterbringen.
Somit hätte man viel mehr Platz für die anderen Komponenten.
Wenn man sich einen modernen Schlepper heute mal anschaut, fehlt es an nichts, nur am Platz!

So hätte man obendrein noch den Vorteil, jedes Rad separat in der Drehzahl zu steuern.
Man hätte dann permanent Allrad und Diff Sperre eingelegt, also maximale Zugkraft - auch in den Kurven!
Ein riesiger Vorteil, wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt.

Einen Diesel-Elektrischen Antrieb am/im Schlepper halte ich demnach für vernünftig und gut machbar.

LS-Pumpe ist dann überflüssig, man kann den Motor für die Hydraulik direkt passend ansteuern.
Getriebe wäre auch nicht mehr nötig (ausser ein Endantrieb evtl.)
Anbaugeräte könnten irgendwann eigene Motoren haben. So spart man sich die Gelenkwelle und weitere Mechanik.
Hier muss sich dann "nur" auf einen für alle praktikablen Standard geeinigt werden.
Ein separater E-Motor an der Zapfwelle ist aber ebensogut denkbar.
Da braucht es auch kein Schalt-Getriebe mehr, die 540er oder 1000er Drehzahl kann elektrisch angesteuert werden.

Unterm Strich wird die Zukunft höchst interessant, soviel ist sicher.

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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Vario_TA » Mo Feb 26, 2018 13:21

jetztaberschlau hat geschrieben:Guten Morgen

Der kleine E- Fendt den es jetzt gibt finde ich sehr interessant .
Den könnte ich mir als Hof und Pflegeschlepper bei vielen Betrieben vorstellen .
Was ich da allerdings nicht kapier ist das der trotz E-Antrieb immer noch ein Vario Getriebe (Ölmotor)als Getriebe hat .
Das verschlechtert doch den Gesamtwirkungsgrad .



Natürlich verschlechtert ein zusätzliches Getriebe den Wirkungsgrad. Allerdings sind erstens die Produktionskosten auf diese Weise deutlich geringer, weil halt bis auf den Bereich unter der Haube alles gleich wie beim Schlepper mit Dieselmotor ist. Zum anderen kann ein deutlich kleinerer Elektromotor eingesetzt werden. Denn Elektromotoren können zwar bei Drehzahl Null ein Drehmoment erzeugen, allerdings ist dieses natürlich sehr begrenzt. Durch ein Getriebe kann die Leistung des Elektromotors wesentlich besser genutzt werden, das spart Kosten und Gewicht. Und ich denke doch, dass den meisten ein Fendt schon teuer genug ist, gerade in der Leistungsklasse.

Und um den Schlepper mit aktuellen Anbaugeräten kompatibel zu halten, sind sowieso entsprechende Antriebe wie zb Ölpumpen notwendig.

Ich sehe den e100 Vario eigentlich nur in geschlossenen Hallen im Vorteil... also Stall oder auch zb Reithallen oder ähnliches, wo die Abgase eine große Rolle spielen. Ansonsten sehe ich eher wenige Vorteile.

Bei den richtig großen Maschinen lohnt sich ein Elektromotor sowieso nicht, dafür ist Strom zu teuer im Vergleich zu Diesel.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon wastl90 » Mo Feb 26, 2018 13:46

Elektroantrieb beim Schlepper ist sicher ein Thema für sich und es wird auch noch eine ganze Zeit vergehen bis sich das auch wirklich am Markt durchsetzt, besonders bei den größeren Schleppern. Den Anfang werden eben die kleineren Baureihen machen. Gerade für solche Dinge wie Obst-, Weinbau, Hofschlepper, Stallschlepper etc. Ob es darüber wirklich nötig ist, soweit nicht gesetzlich Vorgeschrieben, Elektroschlepper einzusetzen wage ich zu bezweifeln. Das Thema ist auch schwer einzuschätzen, gerade weil es eben eine rasante Entwicklung im Bereich autonome Roboter in der Landwirtschaft gibt. Man braucht sich nur einmal die Transportlogistik in der Landwirtschaft genauer ansehen. Irrwitzige Gespanne mit viel zu viel Eigenwicht im Transport unterwegs nur um einen Häcksler zu bedienen der nicht in der Lage ist am Feldrand abzubunkern bzw. weil es noch keine brauchbare/wirtschaftliche Überladetechnik gibt.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Vario_TA » Mo Feb 26, 2018 14:53

@Langer

Elektrische Antriebe der Achsen ohne ein Getriebe wird es bei Traktoren auch in weiter Zukunft nicht geben. Die erzeugbaren Drehmomente sind einfach winzig, völlig ungeeignet für einen Traktor... also müssten die Elektromotoren riesig und auch sehr schwer sein... genau das, was man nicht gebrauchen kann.

Und mal als Beispiel: der aktuelle Spitzenreiter im DLG Powermix verbraucht über alle Bereiche im Durchschnitt nur 233g/kWh Diesel. Das entspricht einem Gesamtwirkungsgrad von knapp 37%.
Also selbst wenn ein Elektromotor inklusive achswirkungsgraden usw das doppelte schafft, ist der Diesel günstiger, weil Diesel mit einem Preis von rund 12ct/kWh extrem viel günstiger ist als Strom.

Zumal es deutlich einfacher ist, 1000kWh in Form von Diesel zu speichern anstatt 500kWh in einem Akku.

Selbst bei Pkw wirkt sich das so stark aus, dass die Elektroautos einige Dutzend Pfund (sorry, der musste sein :mrgreen: ) schwerer sind als vergleichbare verbrenner. Was meint ihr, wie das bei einem 10-30 mal so großen Kraftstoffvorrat aussieht? Allein um die Energie, die ein Dieselmotor aus 500 Liter Diesel gewinnen kann, in Akkus zu speichern, benötigt man derzeit (0,25kWh/kg) über 5to Akkus! Dagegen fällt ein Dieselmotor mit einigen hundert Kilo garnicht auf :lol:
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon broitbeil » Mo Feb 26, 2018 14:58

Genau.
Ein Verwandter von mir fährt einen Outlander Hybrid.
Aber der lädt den nicht an der Steckdose. Warum? Zu teuer.
Das Ding braucht mit Benzin auch nur 3l/100km. Und die kwH Diesel kostet 11Ct, der Strom 29Ct/kwh.
Seiner Aussage nach bringt das Laden an der Steckdose (vor allem in der kalten Jahreszeit) kostenmäßig nix.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon langer711 » Mo Feb 26, 2018 15:21

Vario_TA hat geschrieben:@Langer

Elektrische Antriebe der Achsen ohne ein Getriebe wird es bei Traktoren auch in weiter Zukunft nicht geben.
(...)


Ganz ohne Getriebe muss es ja auch nicht sein.
Nur ist kein Schaltgetriebe mehr nötig, das war der Gedanke dahinter.

Und zu Größe und Gewicht:
Bei Schleppern spielt das kaum eine Rolle, solange man noch Frontgewichte und/oder Radgewichte (ver-) kaufen kann.
Der Raum in den Felgen bietet sich aber an, um dort die Motoren direkt unter zu bringen.
So wäre zwischen den Hinterrädern, wo heute Differential, Schaltgetriebe und Allrad-Abgriff verbaut werden, wieder Platz für andere Komponenten.

Per Akku im Schlepper ? Nein, das ist noch lang nicht soweit und wird auch als Letztes kommen, wenn überhaupt.
Im Schlepper ist für mich nur der Diesel-elektrische Antrieb sinnvoll, wenn man schon den E-Motor haben will.
Kleinschlepper in Reithallen usw. mal ausgenommen.
Ein kleiner Akku zum Zwischenspeichern und Abrufen in kurzen Leistungsspitzen macht noch Sinn, das wars dann.

Aber lasst uns nicht die Diskussion abdriften lassen in "Pro/Contra Elektromobilität".

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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Fendt Farmer123 » Mo Feb 26, 2018 16:11

Also einzelne Radmotoren für jedes Rad sehe ich jetzt nicht gerade als großen Vorteil, beziehungsweise ist dies mit großen Nachteilen verbunden.
In meiner BA habe ich ein ähnliches Konzept, nur mit hydrostatischen Einzelradantrieb untersucht.
Man kann in den seltensten Fällen die volle installierte Leistung abrufen.
Ist die Antriebsleistung auf alle Räder gleich verteilt, so kann maximal, 25,% pro Rad übertragen werden.
Mit mechanischen Getriebe sind hier 100% möglich.

Weiterhin hatte ich in praktischen Versuchen erforscht wie sich die Zugkraft im Hang verändert, durch veränderten Schwerpunkt, zb durch Anbau Geräte, kann die Zugkraft noch mal deutlich absinken. Da dann oft die Aufstandskraft auf der Va sinkt und die Räder vorne durchdrehen und hinten nicht das Drehmoment ausreicht weiter vorwärts zu kommen.
Mit zentralen Antrieb würde das nicht passieren.
Gruß
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Vario_TA » Mo Feb 26, 2018 16:27

Genau meine Meinung @Fendt Farmer123

Ein Elektromotor mit simpler Übersetzung für ein hohes Raddrehmoment wird wohl nicht reichen.

Das Variogetriebe (von dem weiß ich es aus dem Kopf) ist so konzeptioniert, dass es ab einer Geschwindigkeit von 5kmh die volle Motorleistung übertragen kann... durch Allradantrieb und Differentialsperren sogar alles an ein Rad! Das kann man mit einem Elektromotor niemals erreichen.

Und wenn sowieso die erzeugte Leistung aus einem Dieselmotor kommen soll, dann ist der Wirkungsgrad auch nicht besser als mit normalem Getriebe.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon Freakshow » Mo Feb 26, 2018 16:52

Bei der jetzigen Akkutechnik ist es nicht möglich einen Standardschlepper ausreichend lange mit Energie zu versorgen. Beispiel: 300l Diesel entsprechen ca. 3000 kwh, bei 30% Wirkungsgrad des Antriebes sind das 1000 kwh. Hätte jetzt ein Schlepper einen solchen Akku würde er zum Laden an einem 30kw Hausanschluss über 30h benötigen. D.h. ein 170 PS Schlepper könnte ca. 15h arbeiten und hätte dann erstmal einen Tag Pause. Dann bräuchte man schon einen Tauschakku mit aller dazugehörigen Infrastruktur. Unbezahlbar. Höchstens vllt. man hat ne PV-Anlage nach Ablauf der Vergütung und weiß nicht wohin mit dem Strom. Aber dann muss auch erstmal passend die Sonne scheinen... Man könnte dann allerdings auch den Schlepper als Speicher nutzen - wenn man ihn gerade nicht braucht.
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Re: Entwicklung der Traktorengetriebe

Beitragvon NinjaFlo » Mo Feb 26, 2018 19:25

Total witzig ist wie man als LU da zig Traktoren, Häcksler usw. Nachts auf einmal Laden sollte.
Da würde es nur funktionieren mit Biogasanlage in direkter Nachbarschaft.
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