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Erfolgsquoten Tieroperationen

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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31 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » So Mai 28, 2017 12:46

Hallo,

wie sind den bei euch die "Erfolgsquoten" bei Tieroperationen besonders bei Labmagen OP und Kaiserschnitt?

Ich hatte gestern eine rechtsseitige Labmagenoperation bei einer Milchkuh, 4 Wochen nach dem Abkalben. Normalerweise gehe ich solche schweren Operationen aus den Weg, aber das Tier hatte tags zuvor eine Euterentzündung welche behandelt wurde. Labmagen sah noch gut und frisch aus, Diagnose war eindeutig. Aber heute frisst die Kuh immer noch nicht....
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon Lonar » So Mai 28, 2017 13:41

Ich würde sagen das ne Labmagen Op fast zu neunzig Prozent glückt. Kommt natürlich auch auf die Seite an. Habt ihr vorsorglich auch nen Magneten eingegeben? Es könnte meiner Meinung nach auch ein Fremdkörper sein ;-)
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon xyxy » So Mai 28, 2017 14:37

ist aber zu bedenken, dass die Euterentzündung mit im Spiel ist und dann noch das Wetter :?
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon tröntken » So Mai 28, 2017 15:36

Bei labmagen und Kaiserschnitte würde ich 98% sagen.
Was soll dabei auch schief gehen....?!
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » So Mai 28, 2017 16:09

Wieviele Rinderoperationen hattest du die letzten 10 Jahre?
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon minna » So Mai 28, 2017 16:16

Es kommt wie bei allen OP´s auf den Tierarzt an.
Arbeitet er sauber, schnell und vor allem kundig werden solche, im Grunde alltägliche Sachen, immer gut abgehen.
Ist der Doc aber der Meinung eine Kuh steckt auch schlampige Arbeit weg, wird es immer schief gehen. Da helfen auch die größten Antibiotikagaben nichts.

Ich kenne beide Arbeitsweisen und habe schon größere Verluste gehabt.
Eine rechtsseitige Labmagenoperation finde ich immer problematischer als eine linke. Habt ihr der Kuh einen Knopf verpasst oder wurde richtig groß und blutig operiert?

Einen Käfigmagneten geben wir bei allen Verdauungssachen immer ein. Wir lassen öfter für uns privat schlachten und suchen dann den Magneten heraus. Erstaunlich, wie viel Metall sich dort sammelt.

Deiner Kuh gute Besserung. Zur Appetitanregung kann der TA ein Medikament geben, Fieber messen nicht vergessen.
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon meyenburg1975 » So Mai 28, 2017 18:53

Unsere OP-Rate liegt bei etwa einem Prozent im Jahr und die Erfolgsquote bei 95 %.

Wir hatten Himmelfahrt einen Sonderfall. Abends vorher Verdacht auf Kolik, deswegen Buscopan gespritzt. Nach einer Stunde keine Besserung, deswegen TA abgehört um rechten LM auszuschließen, was er auch getan hat. Zusätzliches Schmerzmittel und Besuch am nächsten Morgen vereinbart. Zustand von schmerzhaft nervös auf schmerzhaft leicht apathisch verschlechtert.
Also Kuh aufgemacht. Blinddarm vollgelaufen.Rausgeholt, aufgemacht und leer laufen lassen, danach wieder zugenäht. Ursache war aber eine Dünndarmverdrehung. Teilweise rausgeholt, wieder richtig getüddelt, Schnürstelle massiert um Durchblutung wieder in Gang zu bringen. Alles wieder rein und beim zu machen LM mit festgenäht.
Hat insgesamt 2,5 Stunden gedauert (geplanter Besuch in Zwischenahn hatte sich damit erledigt) und die Kuh war auch wirklich nicht gut drauf, aber ist jetzt wieder einigermaßen fit :klee:

Bei schwierigen Dingen, dazu gehört definitiv auch ein rechter LM, Traubenzuckerinfusionen morgens abends und Appetitanreger. Kurzfristige sehr gute Wirkung hat Mederantil, längere Wirkung haben zB Genabil oder auch ein Bolus zur Pansenanregung.
Und alles an verschiedenen hochwertigen Futtermitteln anbieten, was du auf dem Hof oder von mir aus auch bei Nachbarn hast.

Viel Glück damit.
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon meyenburg1975 » So Mai 28, 2017 18:56

Und die Euterentzündung in dem Zustand natürlich auch nicht vergessen, evtl. zusätzlich über Blut behandeln, Schmerzmittel und Fibersenker,falls notwendig.
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon meyenburg1975 » Di Mai 30, 2017 8:28

Wie ist es dir bislang mit der Kuh ergangen?
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon marius » Di Mai 30, 2017 10:13

Das Problem ist ja das eine Kuh heute im Schnitt nur noch 2 oder 3 Kälber bekommt.
Wen man jetzt den Zirkus mit hohen OP Kosten und Tierarzt durchzieht, hat man das Risiko das die Kuh nicht durchkommt und man auch noch den Schlachterlös verschenkt.

Auf der anderen Seite wenn die OP gelingt hat man pro Kuh im Schnitt vielleicht noch 1 Kalb mehr, bevor sie dann eh abgeht.
Ob sich also dieser Zirkus und die Kosten rechnen unterm Strich ?

Aus diesen Gründen hab ich auf Labmagen OP usw meist verzichtet und so eine Kuh gleich geschlachtet bevor sie abmagert und unter Antibiotika steht.
Es sei denn bei einer Kalbung. Kaiserschnitt muss halt dann sein, denn so eine Kuh ist nicht transportfähig zum Schlachter.

Bei verzwickten Fällen ist es auch besser man schlachtet so eine Kuh sofort. Oft kann der Tierarzt selber keine eindeutige Diagnose stellen und rollt 3 oder 4 mal an und setzt die Kuh unter Antibiotika. Mit etwas Pech kommt sie nicht mehr auf die Klauen und man kann sie wegen Antibiotika auch nicht mehr schlachten.

Die Medikamente und Behandlungen werden auch jedes Jahr teurer. Dershalb würde ich die Wirtschaftlichkeit einer OP in Zukunft in Frage stellen.
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon LUV » Di Mai 30, 2017 10:17

Bei Marius Denke erübrigen sich Tierärzte und damit ein ganzer Kostenblock! Marius, du bist der Knaller! :prost:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon marius » Di Mai 30, 2017 10:20

LUV hat geschrieben: erübrigen sich Tierärzte und damit ein ganzer Kostenblock!


Du meinst sonst gesellen sich zu den arbeitslosen Stallbau-Architekten auch noch arbeitslose Tierärzte ? :lol:
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon LUV » Di Mai 30, 2017 10:25

marius hat geschrieben:
LUV hat geschrieben: erübrigen sich Tierärzte und damit ein ganzer Kostenblock!


Du meinst sonst gesellen sich zu den arbeitslosen Stallbau-Architekten auch noch arbeitslose Tierärzte ? :lol:


Fachlich versierter Beitrag eines Kostenoptimierers und "Foren-Teilnehmer - Beleidigers" sowie Lügners.....Hochachtung vor so viel Intellekt!
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon tröntken » Di Mai 30, 2017 10:52

Ein linker labmagen ist schnell gemacht. Warum sollte man daran sparen?
Meist geht es den Tieren schnell wieder gut.
Und selbstverständlich werden die dann auch wieder tragend. Warum auch nicht?
Ich hasse ja so Leute, die die Tiere bei jeder Kleinigkeit schlachten lassen.
Kein Wunder das am Schlachthof nur noch lahmende Krücken ankommen, wenn die immer wegen sowas weg müssen.

Klar, auch hier muss Mal so eine Entscheidung getroffen werden. aber so lang da noch eine realistische Chance ist, wird auch alles versucht...
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Re: Erfolgsquoten Tieroperationen

Beitragvon meyenburg1975 » Di Mai 30, 2017 11:35

Ein linker LM ist in der Tat kein großes Problem. Sowohl die Diagnose als auch eine OP sind keine Herausforderung. Erfolgsaussichten 99,x Prozent. Ein rechter LM kann schon mehr Kummer bereiten und kann auch eher mal schief gehen.
Ein rechter LM ist aber meist auch so schmerzhaft, dass die Kuh nicht wirklich transportfähig ist. Wenn man dann Pech hat, liegt die später auf dem LKW fest. Das gehört sich definitiv nicht!
Wer so scheiße wirtschaftet, dass er auf die Euros vom Schlachterlös schwer erkrankten Kühe angewiesen ist, tut gut daran die Kühe wegzugeben. Ist besser für Mensch und Tier.

Würde mich aber immer noch interessieren, wie es Fleckis Kuh ergangen ist...
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