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Erntehelfer, wie läuft das ab?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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33 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon 240236 » Mo Jun 08, 2026 21:16

Ich verstehe ja auch nicht, warum man da einen weiteren Thread eröffnen mu0te. Kann man diese beiden nicht zusammenführen.

Normalerweise werden die Anforderungen (Arbeitstiefe usw.) bekanntgegeben. Einweisung in die Maschine, Sicherheitsbelehrung und dann kannst, oder sollst du die Anforderungen erfüllen.
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Sturmwind42 » Di Jun 09, 2026 7:20

Ich entschuldige mich für meinen etwas emotionalen aber durchaus wohl oft wahren Vorpost .
Man weiss ja nie "wer" schreibt , deshalb fände ich es angebracht die Situation (Alter, Erfahrung , Ausbildungsstand ) des Fragestellers, bei solchen Anfangsfragen mit zu beleuchten .
Es ist ja klar, das niemand als gelernter LW geboren wird , sondern erst dazu ausgebildet wird .
Und ja ich hab mehrfach erlebt das ein ausgebildeter LW nicht in der Lage ist einen Pflug oder eine Sämaschine einzustellen , oder gar einen Acker ohne Navi gerade zu durchstechen .

In deinem Fall finde ich es wichtig , deinem evtl künftigen Vorgesetzten einen realistischen und ehrlichen Stand deiner jetzigen Kenntnisse vorzutragen . Übertreibungen führen nur zu falschen Vorstellungen und letztendlich zu Enttäuschungen beim AG .
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Schwabenjung26 » Di Jun 09, 2026 7:24

Sturmwind42 hat geschrieben: oder gar einen Acker ohne Navi gerade zu durchstechen


Kann ich auch nicht. :oops: Zumindest nicht schnurgerade.
Ich hab aber auch viele Äcker wo ich das andere Ende gar nicht sehen kann :(
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Falke » Di Jun 09, 2026 7:41

Themen zusammengeführt

Der TE ist 20. ---> post2238382.html#p2238382
Als Neuling im Forum kann man solche Antworten auf Fragen aber auch paar mal wiederholen oder eben per Link darauf verweisen ...


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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Sturmwind42 » Di Jun 09, 2026 8:06

Schwabenjung26 hat geschrieben:Kann ich auch nicht. :oops: Zumindest nicht schnurgerade.
Ich hab aber auch viele Äcker wo ich das andere Ende gar nicht sehen kann :(
Naja , heute mit Navi kein Thema mehr, schade finde ich das ! Vor dem Navi konnte man schon an der Geradheit des Ackerns , säens oder was auch immer erkennen mit wem man es grob zu tun hat/te . Gibt Leute die im Lohn arbeiten und aus einer geraden Grenze eine Kurvenbahn erzeugen , wie Seiseuch :) .
Viele dieser haben erzählt das das an Aufwand und Ertrag nichts ändern würde - heute sagt man ohne Navi hast du "irrsinnige " Mehrausgaben . Und dann gibt es welche die Konturfahren ( samt Navi ) und diese mit über den ganzen Acker schleifen .
Jeder wie er möchte, für mich ist geradausfahren ein MUSS . Wenn man das andere Ende nicht sieht, gibt es einen Fluchtstab .
Ich möchte jetzt nicht sagen das ich es mit 15 schon konnte , aber mein erster "Lehrherr" hat mir damals schon die Grundlagen gegeben und vor allem das Verständnis und die Empfindlichkeit dafür geweckt, es mir praktisch gezeigt und mich das auch machen lassen ( Danke an meinen lieben Papa im Himmel ) ! In all den Jahren wurde es immer weiter verfeinert und wir befreundeten LW hatten gar einen innerlichen "Wettstreit" - wer fährt am geradesten ? Das war eine schöne Zeit !
Fragt man heute einen Lehrling oder jüngeren Bauern : Das hat man mir nie gezeigt ! ( dann wohl auch keinen Wert darauf gelegt )
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Schwabenjung26 » Di Jun 09, 2026 13:04

Mir hats auch keiner gezeigt, mittlerweile gehts dann schon einigermaßen.
Aber so schön gerade wie mit GPS gehts halt doch nie - und da kann ich jetzt bei kurvigen Stücken ne schöne Gerade anlegen und dann anhand Dieser arbeiten.
Es nutzt auch der Fluchtstab nichts wenn die Äcker um ne Kurve gehen und vorne breiter wie hinten und in der Mitte am Breitesten sind.
Naja es ist nicht überall gleich.
BtT:

Zuhören
Darüber nachdenken
Nachfragen, falls nicht verstanden, oder Gründe nicht erkennbar
Im Vorfeld dort nochmals nachfragen was Man denn mitbringen würde, signalisiert dem gegenüber schon eine Bereitschaft
Grubberbesipiel: Auch wenn er dir nicht sagt wie ers denn gern hätte, schlag vor dass er nach einer halben Stund vorbeiguckt
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon langer711 » Di Jun 09, 2026 13:44

Beim Anschlussfahren sollte man das wohl halbwegs hinkriegen, ne gerade Bahn zu schaffen.
Anfänger neigen dazu, Zuviel zu lenken.
Je langsamer die Geschwindigkeit, desto kurviger das Ergebnis.
Überlappung ist ebenso Übungssache…

Aber ein Stück durchteilen um die erste Gerade leicht schräg durch das Feld zu ziehen?

Zuerst wird das Gerät eingestellt.
Wenn das fertig ist, kann man eine komplette Bahn lang durchs Feld ziehen, ohne einmal sich umzudrehen.
Man sucht sich einen markanten Punkt am Horizont und fährt konzentriert drauf zu.
Hochsitz, Windkraftanlage, Verkehrschild, Funkmast, Baum… irgendwas.
Es geht darum, das man leicht schräg den Acker durchteilt, auf den exakten Winkel kommt es nicht an.

Den markanten Punkt darf man nicht aus den Augen verlieren und muss einfach nur drauf zu fahren.
Ergebnis:
Eine gerade Linie/Bahn im Feld
Links und rechts davon dann Anschlussfahren bis an die Feldgrenze.
Kann doch nicht so schwer sein…
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Zugpendel » Di Jun 09, 2026 15:07

Möchte bei meiner Liste noch einen Punkt ergänzen:
- Wenn dir jemand eine Frage stellt: Gib eine vernünftige Antwort.

Also - du bist 20 Jahre alt und ihr bewirtschaftet daheim 70ha. Danke, Falke.
Ein Lenksystem sollte dir somit geläufig sein und Arbeitstiefeneinstellung für Stoppelsturz & Co auch.

Erneut:
Wie viel Fläche bewirtschaftet der Betrieb im Osten? Welche Kulturen stehen am Acker?
In welchem Zeitraum bist du dort / welche Tätigkeiten wirst du übernehmen?


Wir befinden uns im Jahr 2026.
Wenn die Karren dort kein Lenksystem haben, würde ich mir die Betriebsauswahl nochmal gründlich überlegen...

T5060 hat geschrieben:.. du bekommst gesagt: Grubbern zur Gerstensaat, 30 ha, um 18 Uhr musst fertig sein


jaaaaa...oder: "Stoppelsturz...200ha...bis morgen" :mrgreen:
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Sturmwind42 » Di Jun 09, 2026 16:52

Zugpendel hat geschrieben:Wenn die Karren dort kein Lenksystem haben, würde ich mir die Betriebsauswahl nochmal gründlich überlegen...
@ Zugpendel nur zur Klarstellung : Ich bin nicht gegen ein Lenksystem ab einer gewissen Größe ! Aber ich finde , genau wie der junge Metaller seine Stücke mit der Hand feilen muss , so sollte auch jeder angehende LW mal ohne RTK gefahren sein und das auch können .
Es kan mal kaputt sein , vielleicht gibt es im Kriegsfall kein Signal mehr oder ähnliches . Ebensolches gilt für eine herkömmliche Sämaschine abdrehen, eine Spritze auslitern oder ähnliches . Das Verständnis und die Grundlagen dies zu verstehen kommt nur daher und nicht von Knöpfle drücken .
Das ist nur meine Meinung .

Ich hab keines, obwohl der Hauptschlepper dafür vorbereitet ist . Komme sehr gut ohne zurecht !
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Lenkfix » Di Jun 09, 2026 18:18

Zugpendel hat geschrieben:Wenn die Karren dort kein Lenksystem haben, würde ich mir die Betriebsauswahl nochmal gründlich überlegen...

Ein pfiffiger Fahrer nimmt dies zu seinem wirtschaftlichen Vorteil, ohne Lenksystem geht der Std.-Preis hoch wenn der Fahrer den Part auch noch übernehmen muss, ohne kann jeder Billigstfahrer den Job machen.
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon langer711 » Di Jun 09, 2026 19:05

Sehe ich ebenso
Ohne Lenksystem kann den Schlepper ziemlich jeder fahren.
Mit Lenksystem und Vorgewendemanagment muss man sich schon gut mit der Technik auskennen.
Aber es entlastet den Fahrer natürlich spürbar und holt auch noch n paar Prozent Leistung aus der Maschine heraus.
Beispiel Grubbern
Entweder es wird nen halben Meter überlappt, oder es wird gestrippelt.
Beides ist nicht gewollt

Mit Vorgewendemanagement kann das Wenden optimiert werden, was die Effizienz steigert.

Das sich die Technik auf einem Großbetrieb eher rechnet, als auf dem 10ha Nebenerwerbsbetrieb, ist natürlich klar.
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Sturmwind42 » Di Jun 09, 2026 20:01

Ich bin verwirrt , der Lenkfix schreibt in beiden Fällen "ohne " Lenksystem .
langer711 hat geschrieben:Ohne Lenksystem kann den Schlepper ziemlich jeder fahren.
Meinst du auf der Strasse oder was ? Wir sind im Acker und da kann den eben nicht jeder fahren. Eben darum weil der Fahrer vielleicht nicht korrekt Anschluss fahren kann oder wie auch immer .
Also ich würde den schlechteren Fahrer auf den Schlepper mit dem Lenksystem setzen , natürlich muss er die Technik mit dem System beherrschen . Aber dem wird schon mal das lenken abgenommen .

Zum Stundenpreis , ich finde das jemand der noch was lernen möchte , der sich noch unsicher ist , der noch Hilfe benötigt , nicht nach einem mords hohen Lohn schreien soll ! Da steht erstmal alles andere im Vordergrund ! so jedenfalls meine Meinung .
Es kann doch nicht sein, das sich z B jemand als ausgebildeter LW bewirbt und dann muss der Chef dem noch die Maschine einstellen , oder erklären wie man fährt .
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon langholzbauer » Di Jun 09, 2026 20:17

Ihr verzettelt euch in Detailfragen.
Mich interessiert viel mehr, wie man an so eine Stelle kommt, ohne sich vorher beim potentiellen AG über die erstgenannten Fragen zu informieren.
Was soll der Betrieb mit jemandem anfangen, der nur Mulde und Güllezubringer fahren kann.
Ordentliche Einweisung in Fahrzeug, Maschine und Arbeitsort bei Arbeitsantritt ist natürlich Pflicht und ohne eine solche sollte der TE auch nicht losfahren!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Zugpendel » Di Jun 09, 2026 20:24

@Sturmwind42: Alles gut. Du kennst deinen Betrieb am besten...ich urteile hier nicht aus der Ferne.
Ich kann auch nur von meinen Einsätzen berichten (~500 bis 5.000ha).
Und ja, da kommen auch Situationen vor, dass Klimaanlage und Lenksystem gleichzeitig ausfallen...aber wenn ich händisch keine halbwegs gerade Linie auf den Acker ziehen und Anschluss fahren kann, sollte ich auch keinen Führerschein für das Fahrzeug haben...
Ab welcher Fläche würdest du einem Ackerbaubetrieb ein Lenksystem empfehlen?

Ich bin auch von 2x "ohne" beim Beitrag von Lenkfix verwirrt.

Die besten/teuersten/erfahrensten Leute auf die große, moderne Technik. Die muss mit voller Leistung und möglichst durchgehend im Bearbeitungsfenster laufen.
Ich setz doch keinen Deppen auf ein ~500.000€-Technikgespann. Ich glaub, es hackt.
Ein großer Trecker (>500PS) haut bei der Grundbodenbearbeitung zwischen 80 und 110 Liter die Stunde durch...da kann der Pilot ruhig ein paar € die Stunde mehr bekommen, wenn er das System richtig eingestellt bekommt.

@langholzbauer:
Die Betriebe suchen händeringend nach Ernte-Personal. Da tauscht man sich nach der Kontaktaufnahme bzgl. Ausbildung und Erfahrung aus und dann gehts los.
Es gibt zwei Wege: Ordentliche Einweisung vom Chef, Mitarbeiter, etc. oder man liest die Betriebsanleitung von Trecker und Anbaugerät.
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Re: Erntehelfer, wie läuft das ab?

Beitragvon Sturmwind42 » Di Jun 09, 2026 20:49

Zugpendel hat geschrieben:Ab welcher Fläche würdest du einem Ackerbaubetrieb ein Lenksystem empfehlen?
Das kann ich so nicht sagen, jeder hat andere Schwerpunkte und Vorlieben . Ab wann es sich rechnet hängt wohl vom System ab und natürlich von den "ist" Bedingungen !

Da gibt es ja Angaben von 5-10 % Überlappung, das hab ich im Leben nicht !!! Bei dem der das hat , da rechnets sich sicher früher.
Und dann ist es ja so , das sicher so mancher als den Luxus ansieht den er haben muss .
Zugegeben , ich schiele auch auf die RTK -Felder und denk mir so gut kannst du ( also ich ) niemals werden, niemals ! Aber ich mag halt auch diese Herausforderung den Acker selbst bestellt zu haben und dabei ( in erster Linie vor mir ) eine bestmögliche Arbeit abzuliefern und nicht der Computer. Es gibt auch Kollegen die sagen " Dafür bist du bekannt " ....
Es gibt so vieles was man mit seinem übrigen Geld machen kann , ein Lenksystem sehe ich auf meiner Liste eher weiter hinten . Aber ja , ein Betrieb mit dreistelligen Hektars , der soll ( nein muss ) das haben, das ist vollkommen richtig .
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