Mir will halt nicht in Kopf was da generell (auch bei anderen Herstellern) schief läuft und besonders bei Fendt versteh ich es überhaupt nicht. In den Neunzigern waren die über jeden Zweifel erhaben. Ein guter Bekannter (Fendt-Fan), der mir hier und da aushilft hat kürzlich im Kurzurlaub in Österreich einen Typen mit einem Favorit 824 bei der Feldarbeit angehauen und über den Schlepper ausgefragt: 22000 Stunden, erster Motor, erstes Getriebe, bei sowas kriegt man doch Pipi in den Augen. Da wusste man noch wozu man den Haufen Kohlen für diesen Traum von einem Schlepper hingelegt hat. Heutzutage legt man auch noch einen Haufen für einen Fendt auf den Tisch, aber der Teil von dem Haufen, der den Fendt früher zu einer einmaligen Maschine gemacht hat geht jetzt für Werbung, Designbüros und irgendwelche Verkaufsförderungstypen drauf die einem die Bude einrennen und morgends mehr Zeit beim schminken verbringen als ich im Stall. Hätte Fendt da weiter gemacht wo sie aufgehört haben und sich AGCO vom Leib gehalten, wo könnten die heute stehn?
Aber schlauere Leute als ich haben ausgerechnet, dass das so wohl besser ist... die Frage ist nur für wen.
Früher hats keine Marktschreier gebraucht, da war ein Fendt ein Fendt -BASTA-, das war Werbung genug.
Ich will nicht sagen, dass Fendt schlecht wären, ich persönlich hab bei dem ganzen Brimborium den die Veranstalten nur das Gefühl gehörig verarscht zu werden. Und dass das Marketing offensichtlich nicht einmal weiß worüber sie da philosophieren ist nur die Spitze des Eisbergs.

