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Fendt Werbung

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon Freakshow » Do Mär 22, 2018 19:27

Mir will halt nicht in Kopf was da generell (auch bei anderen Herstellern) schief läuft und besonders bei Fendt versteh ich es überhaupt nicht. In den Neunzigern waren die über jeden Zweifel erhaben. Ein guter Bekannter (Fendt-Fan), der mir hier und da aushilft hat kürzlich im Kurzurlaub in Österreich einen Typen mit einem Favorit 824 bei der Feldarbeit angehauen und über den Schlepper ausgefragt: 22000 Stunden, erster Motor, erstes Getriebe, bei sowas kriegt man doch Pipi in den Augen. Da wusste man noch wozu man den Haufen Kohlen für diesen Traum von einem Schlepper hingelegt hat. Heutzutage legt man auch noch einen Haufen für einen Fendt auf den Tisch, aber der Teil von dem Haufen, der den Fendt früher zu einer einmaligen Maschine gemacht hat geht jetzt für Werbung, Designbüros und irgendwelche Verkaufsförderungstypen drauf die einem die Bude einrennen und morgends mehr Zeit beim schminken verbringen als ich im Stall. Hätte Fendt da weiter gemacht wo sie aufgehört haben und sich AGCO vom Leib gehalten, wo könnten die heute stehn?

Aber schlauere Leute als ich haben ausgerechnet, dass das so wohl besser ist... die Frage ist nur für wen.

Früher hats keine Marktschreier gebraucht, da war ein Fendt ein Fendt -BASTA-, das war Werbung genug.

Ich will nicht sagen, dass Fendt schlecht wären, ich persönlich hab bei dem ganzen Brimborium den die Veranstalten nur das Gefühl gehörig verarscht zu werden. Und dass das Marketing offensichtlich nicht einmal weiß worüber sie da philosophieren ist nur die Spitze des Eisbergs.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon Hans Söllner » Do Mär 22, 2018 19:47

Vario_TA hat geschrieben:Was gibt's zu den 37kw noch zu sagen? Ist halt ganz praktisch, um den Preis zu drücken. Oder gibt es jemanden, der lieber noch eine zusätzliche Generation 200er für 10.000€ mehr gehabt hätte?


Wir schweifen wieder stark vom Thema ab, aber ist jetzt auch egal. Also die 10.000€ Plus ist eine gewaltige Übertreibung. Der aktuelle Vario 200 erfüllt die Euro 3b Norm lediglich mit einem simplen DOC. Allerdings ist beim Vario 200 der Platz so beengt, dass man der einzige Hersteller ist, der seinen DOC außen am Auspuff positionieren muss weil unter der Haube kein Platz ist. Auf den ersten Blick meint man, das sei ein SCR Kat, ist aber keiner. Da ist bei Euro 4 eine große Überarbeitung nötig, wenn man jetzt schon bei Euro 3b solche Platzprobleme hat. Scheinbar hatte Fendt eher Probleme die Überarbeitung zeitnah zu schaffen und konnte so genügend Zeit schinden. Waren ja über 2-Jahre mit dem Nennleistungstrick. Bei den gleichstarken SDF Modellen hat die Umstellung auf die 3b Norm etwa 1000€ Mehrpreis gekostet (DOC + neu entwickelter Motor). Werden daher bei Fendt kaum 10.000€ sein oder :wink:
....wobei man sich bei Fendt nie sicher sein kann in Sachen willkürlicher Preisanhebung....
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

https://www.youtube.com/@KanalPaterPio
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon Vario_TA » Do Mär 22, 2018 20:27

@freakshow
Ich gebe dir ein Stück weit Recht... die "guten alten Zeiten" waren tatsächlich gut.
Ich würde aber trotzdem so weit gehen zu behaupten, dass die heutigen Maschinen auch locker die Lebensdauer ihrer Vorgänger erreichen können. Oftmals werden aber zb durch erhöhte Ölwechselinterwalle oder ähnliches die laufenden Kosten gesenkt, dafür geht öfter mal was kaputt. Und wenn man sich ansieht, wie die Arbeitsleistung eines heutigen 200PS Schleppern mit stufenlosem Getriebe gegenüber einem 20-30 Jahre alten ist (gerade im Transport), dann wundert eine geringere Lebensdauer auch nicht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit im Transport hat sich doch mindestens um 50% erhöht, das geht nunmal ans Material, wenn man da immer alles rausholt, was geht. Ich bin davon überzeugt, dass man mit richtig dimensionierten Fahrzeugen, technisch halbwegs begabten Fahrern und ein wenig mehr Rücksicht anstatt der Devise "Schlepper gehört dem Chef, bezahle ich eh nicht" locker wieder laufleistungen wie vor 30 Jahren erreichen kann. Auf sowas wie "extra großes Ölwechselinterwall von 600h beim motoröl" würde ich nicht viel geben. Ein JD 8530 hat da 250h und das läuft... ob es da wohl eine Korrelation gibt?
Ich denke, dass die ganzen wechselintervalle usw für moderne Schlepper wesentlich knapper bemessen sind als vor 30 Jahren. Also ich würde nicht unbedingt nach Betriebsanleitung Öl wechseln, früher schadet jedenfalls nicht. Nur in den hochglanzzeitschriften sehen 100h längeres Ölwechselinterwall halt ganz gut aus. Auf solche Angaben würde auch ich nicht viel geben. Solange man keine Nachteile hat, würde ich nicht an der Wartung sparen. Wer gut schmiert, der gut fährt. Nur den Herstellern ist es natürlich lieber, wenn man weniger schmiert, dadurch lässt sich halt Geld verdienen.

@Hans
Klar, die 10.000 wären natürlich übertrieben... sollte auch nur eine Anspielung auf die "kreative" Preisgestaltung bei Fendt sein :D :mrgreen:
Wobei ich tatsächlich glaube, dass das einiges gespart hat. Diese paar Jahre mit der "speziellen Anpassung" zögern halt die Entwicklung hinaus und so kann die Entwicklung auf andere Projekte gelenkt werden. Ich denke, man wollte auf diese wesentlich mit indischen Mitteln die Entwicklung/Konstruktion gleichmäßiger auslasten. Die Kapazitäten sind halt begrenzt, auch Ingenieure bei Fendt können nicht hexen. Und eine übereilte Entwicklung hat noch die gut getan. Ob es tatsächlich so oder so ähnlich war, kann im natürlich nicht sagen, wäre aber in meinen Augen eine logische Erklärung.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon Spessartbauer » Fr Mär 23, 2018 7:24

Mal zurück zum ursprünglichen Thema:
Dumme Werbung machen viel Hersteller - beim Krone Pressenvideo eiern auch Ballen aus der Kammer, mit denen ich keine Werbung machen würde.
Dass die Mannschaft bei Fendt - als Teil eine US-Konzerns - aber weder Ahnung vom Produkt hat noch englisch kann, ist schon haarstraäubend. So machen Sie bei der Rundballenpresse Werbung mit dem Constant Pressure System - um dann auf deutsch zu erklären, dass mit steigender Ballengröße der Druck ansteigt. Ich hatte da noch was gefunden, was auch Schmarrn war - habs grad vergessen (auf der Rückseite der Profi kommen solche Highlights monatlich).
Andere Hersteller sind auch nicht besser - Deutz-Fahr-Homepage ist ein Graus - die wollen anscheinend keine Maschinen verkaufen (ich fahr trotzdem einen...).
Problem ist wie fast überall: Da sitzen junge studierte Leute in den Kreativabteilungen, die ein Lastenheft über ein Produkt abarbeiten, von bzw. zu dem sie weder Ahnung haben noch irgendein Interesse. Heute Schlepper, morgen Küchenmaschine, übermorgen Klopapier.
Und das zweite Problem: Diese Kreativ-Schmieden kriegen für ihren Unsinn hohe Summen in den Allerwertesten gesteckt, die dann am eigentlichen Produkt fehlen: Da könnte man auch bessere Hydraulikanschlüsse anbauen oder etwas hochwertiger ausfrühren - aber da wird an 3 € gespart. Um das zu errechnen beschäftigt man lieber eine Handvoll Wirtschaftsingenieure (die auch viel Geld kosten). Wenn die Werbungskosten pro Traktor runtergebrochen würden, sind die 3 € gar nichts.
Aber so ist das halt - es gibt nur noch wenige Entwickler mit Herzblut, bei denen eine Hochglanzbroschüre weniger zählt als Fakten und Leistung.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon f.mannecke » Fr Mär 23, 2018 8:23

Morgen.

Ich sehe das beinahe ganau so wie Freakshow.
Da sind früher eben auch mehr Entscheidungen von pers. Haftenden dabei gewesen.
Das beginnt schon in der Personalpolitik eines Unternehmens.
Früher arbeiteten bei Fendt fast nur Landwirtssöhne. Das war gewollt.

Design war zwar nicht unwichtig, stand aber nicht im Vordergrund.
Da gab es für das Geld echten Mehrwert.

Heute ist das gar nix mehr für mich. Allein schon, da es nur Variable gibt.

Früher, und da schließt sich der Kreis, hatte ich stets den Eindruck, war das ein Schlepper der auf Bedürfnisse zugeschnitten war und aus einem Guss.

Heute baut man irgendetwas tolles (heute so und morgen so) und suggeriert Bedürfnisse oder muss diese Bedürfnisse (mit viel blabla) dem Kunden einreden.

Meine Bedürfnisse wären:

Dauerhaltbarkeit/Robustheit/Narrensicher.
Die Möglichkeit selbst Hand anzulegen (Beim Schlepper :lol: ).
Vielseitigkeit.
ein gewisses Maß an Komfort.
Ersatzteilsicherheit für 30 Jahre
Akzepabler Preis, welcher auch von Landwirten bezahlt werden kann und zu erwirtschaften ist.

Und da muss keiner kommen und mir erzählen, was ich noch angeblich für Bedürfnisse habe.

3 und 4 kann Fendt bieten. Der Rest ist irgendwie auf der Strecke geblieben.

Man hat als Hersteller den guten Drat zur Kundschaft abgeschnitten.
Jeder der da arbeitet, müsste erstmal wenigstens ein Jahr auf einen Betrieb. Mit entsprechender Bezahlung natürlich. Und nicht mit einem Industriegehalt.

Ich denke das würde vielen mal die Augen öffnen.

Gruß
f.mannecke
 
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon hälle » Fr Mär 23, 2018 8:56

Vario_TA hat geschrieben:@ Auf sowas wie "extra großes Ölwechselinterwall von 600h beim motoröl" würde ich nicht viel geben. Ein JD 8530 hat da 250h und das läuft ?


Naja, ich würd da schon was drauf geben. Wir reden hier nicht von einem Hobbytraktor für den ambitionierten Holzer. Diese Schlepper müssen laufen. Da kann es dann schon ein Grund sein den Schlepper zu nehmen, der nicht 3 mal im Jahr nen Tag stehen bleiben muss, sondern bei dem es reicht einmal im Winter in Ruhe Service zu machen.

JD ist Ami, und Amis haben da ein etwas anderes Verhältnis zum Öl und zum Service. Da wird die letzte Brühe reingekippt und dafür regelmässig.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon wastl90 » Fr Mär 23, 2018 9:00

[quote="Vario_TA"][/quote]
Möchte keinen Krieg ausbrechen lassen, selbst aber bemängelst du eher Unwahrheiten bei anderen Herstellern. Ich bin übrigens kein Fanboy irgend einer Marke, wir haben von keinem Hersteller zwei Stück auf dem Hof.

Wichtig ist das die Dinger funktionieren, einigermaßen Komfort, guten Spritverbrauch haben und zuverlässig sind. Ob jetzt das dann ein Fendt, Case, Deutz, New Holland oder Kubota ist spielt keine Rolle. Jeder Hersteller hat auch mal eine Serie die Qualitativ nicht passt, bzw. die Ansprüche zum Schlepper nicht passen, dann kann man auch gerne mal den Hersteller wechseln.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon wastl90 » Fr Mär 23, 2018 9:05

Das ist doch nicht nur bei Schleppern so, was waren die Highlights beim Standard KFZ in den letzten Jahren? Änderungen im Design, hier ein Touch Display, da noch ein anderer Knopf, so tun als würde der Motor die neuen Auflagen erfüllen und sonst eigentlich nicht mehr viel. Das gleiche gilt doch auch beim Schlepper. Richtige Highlights sind doch eigentlich nicht mehr zu verzeichnen. Mir ist ehrlich gesagt ein Knopf und Poti lieber als ein Touchdisplay das ich bei voller Fahrt im Acker nicht mehr richtig treffe.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon Vario_TA » Fr Mär 23, 2018 10:23

hälle hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:@ Auf sowas wie "extra großes Ölwechselinterwall von 600h beim motoröl" würde ich nicht viel geben. Ein JD 8530 hat da 250h und das läuft ?


Naja, ich würd da schon was drauf geben. Wir reden hier nicht von einem Hobbytraktor für den ambitionierten Holzer. Diese Schlepper müssen laufen. Da kann es dann schon ein Grund sein den Schlepper zu nehmen, der nicht 3 mal im Jahr nen Tag stehen bleiben muss, sondern bei dem es reicht einmal im Winter in Ruhe Service zu machen.

JD ist Ami, und Amis haben da ein etwas anderes Verhältnis zum Öl und zum Service. Da wird die letzte Brühe reingekippt und dafür regelmässig.


Und was bringen dir diese drei eingesparten (planbaren!) Tage im Jahr, wenn stattdessen irgendwann der Schlepper ausfällt, wenn er wirklich gebraucht wird?
Die Ölwechselinterwalle in den Anleitungen haben nur wenig mit dem tatsächlichen Bedarf der Maschinen zu tun. Je größer der Hersteller die Intervalle angibt, desto mehr kann er damit werben und desto mehr verdient er an Defekten, die dadurch entstehen. Wenn man bei einem JD 8530 alle 600h einen Ölwechsel macht, dann wette ich, dass der auch nicht länger läuft als ein heutiger Motor, der mit 600h wechselinterwall beworben wird. In meinen Augen haben die großen Intervalle nur einen einzigen Vorteil: falls man gerade nicht früher zu einem Wechsel kommt, kann man ohne Konsequenzen bei irgendwelchen Gewährleistungen o.Ä. noch warten. Aber regelmäßig alle 600h einen Ölwechsel? Das kann nicht ewig halten. Ich bin zwar auch ein großer Freund des getrennten Ölhaushalts von Getriebe und Hydraulik, aber zb die angegebenen 2.000h wechselinterwall bei Fendt halte ich für zu viel. Meines Wissens hat auch kein anderes Getriebe ein so langes Ölwechselintervall.
Ist genau das gleiche wie bei Pkw: da wird auch regelmäßig über die ach so unzuverlässigen modernen Motoren geschimpft und nicht beachtet, dass die ganzen wechselintervalle usw sich in den letzten 20 Jahren locker verdoppelt haben. Ich bin davon überzeugt, dass das kein Zufall ist.

Aber wir kommen mal wieder sehr vom eigentlichen Thema ab...

Was die Werbung angeht: mir persönlich ist es lieber, wenn da zwar ahnungslose Leute sitzen, die vielleicht mal Einheiten durcheinanderwerfen oder eine nennleistung nicht von einer maximalleistung unterscheiden können als dass da gezielt mit grenzwertigen Informationen manipuliert wird.
Wenn man von einer "Zugkraft von 313kW" ließt, weiß jeder, was die aussagen wollen. Wenn man aber bei Case von einem vollmechanischen Stufenlosen Getriebe ließt kommt niemand auf die Idee, dass das eine stinknormale mechanoHYDRAULISCHE leistungsverzweigung ist.

Was mich daran insgesamt ein wenig stört ist, dass bei so einem verhältnismäßig kleinen Fehler wie jetzt bei Fendt sofort hier ein neuer Fred gestartet wird und die Kompetenz bei Fendt angezweifelt wird. John Deere hat derzeit für den 8r eine "Hubleistung von bis zu 12.125kg" im Prospekt stehen. Na und? Niemand macht deswegen einen Fred auf.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon f.mannecke » Fr Mär 23, 2018 10:42

Vario_TA hat geschrieben: Na und? Niemand macht deswegen einen Fred auf.


Es steht dir frei das zu tun.

Offenbar hast du selbst dies aber auch als nicht weiter wild befunden.

Gruß
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon bauer hans » Fr Mär 23, 2018 10:45

Vario_TA hat geschrieben:... Ein JD 8530 hat da 250h und das läuft...

JD schreibt 500h ölwechselintervall mit gutem(ihrem eigenen öl) und 250h mit freigegebenem öl.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon bauer hans » Fr Mär 23, 2018 10:55

f.mannecke hat geschrieben:Früher, und da schließt sich der Kreis, hatte ich stets den Eindruck, war das ein Schlepper der auf Bedürfnisse zugeschnitten war und aus einem Guss.

der Lu hatte damals den FENDT 4S,um 50-60ps, vorm BLEINROTH-rübenroder und schwärmte von der zugkraft.
das PEKO-verdeck war arschkalt.
unser MF 65 mit SIROCCO-bude war warm,stark,beweglich und erheblich preisgünstiger.
mit hitchanhänger zog der besonders gut.
Zuletzt geändert von bauer hans am Sa Mär 24, 2018 9:40, insgesamt 1-mal geändert.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon Homer S » Fr Mär 23, 2018 11:21

Gute Werbung ist die Kunst dem Kunden das zu verkaufen was er nicht will/wollte.

Als ich noch Lehrling war da wollte ein Kunde ein voll synchronisierts Getriebe. Mein Chef der auch Verkäufer war sagte dem Kunden das Getriebe ist "Standsynchronisiert"!!!
Traktor verkauft. Chef und Kunde Glücklich.
In der Werbung und beim Verkauf wird viel gelogen und getäuscht.

Mein Onkel kaufte vor 20 Jahren einen neuen Schwader mit "Ölbadgetriebe". Beim Einsatz quitschte die Kurvenbahn. Ab zum Händler und ihn als Lügner beschimpft. Der Händer hat aber nicht gelogen weil über der Kurvenbahn das Kegelradgetriebe ein Ölbad hatte. In dem Prospekt stand damals auch Ölbadgetriebe.
Wer ist Schuld??? Irreführende Werbung???
PS: Der Schwader läuft heute noch Problemlos.

Nur weil etwas nicht Richtig ist, ist es nicht Falsch.
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Re: Fendt Werbung

Beitragvon hälle » Fr Mär 23, 2018 11:25

@Vario_TA: Ich rede jetzt vom LKW/Bus Bereich weil ich da zuhause bin und weiss was ich sage, dies kann aber auch auf alle andern Branchen übertragen werden:

Vor 40 Jahren bei der 200er Serie von Setra war ein Ölwechselintervall von 10'000km vorgeschrieben. Die aktuellen 500er haben 120'000km Wechselinterwall. Nach deiner Logik müsste bei uns Motorwechsel auf dem Tagesprogramm stehen. Interessanterweise kennt man Büchsen machen kaum mehr in unserer Branche weil die Motoren einfach laufen. Wir haben einige 400er in unserer Kundschaft, die haben weit über 1mio km mit dem gleichen Motor.

Bei den Linienbussen das gleiche Spiel. In meiner Lehre wurde das Automatenöl bei 30'000km ersetzt. Und ich hab noch selbst Automaten revidiert weil es einfach normal war dass so alle 400'000 eine Lamelle oder ein Bremsband adieu sagt. Heute wird Getriebeöl auch erst bei 120'000km ersetzt und die meisten gehen mit 1 mio km in den Export mit dem ersten Getriebe.

Und jetzt erklär mal einem Kunden der für Flixbus fährt, spielt doch keine Rolle ob er Monatlich kommen fürn Ölwechsel oder oder ob einmal im Jahr reicht ;)

Ich mag deine technischen Ausführungen sehr, aber manchmal spürt man halt schon den fehlenden Praxisbezug :prost:

noch eine kleine Anmerkung zu deiner Aussage betreffend PKW:

Ist genau das gleiche wie bei Pkw: da wird auch regelmäßig über die ach so unzuverlässigen modernen Motoren geschimpft und nicht beachtet, dass die ganzen wechselintervalle usw sich in den letzten 20 Jahren locker verdoppelt haben. Ich bin davon überzeugt, dass das kein Zufall ist


1. "Will" der Kunde gar nicht mehr eine Laufleistung von 300'000km. Er least das Auto und nach 2 Jahren gibt's ein neues.
2. Stirbt heut kaum mehr ein Auto an Kolbenfressen oder verschlissenen Lagern. Wenn dann sind's andere Mängel, wie Elektronik, Rost, Unfall, Aufhängung oder einfach eine Häufung von Kleinigkeiten.
3. Ist heute ein Motorschaden meistens ein Totalschaden, weil schlicht und einfach der Mechaniker zu teuer ist und ein neues Auto zu günstig. Vor 20 Jahren hat sich keiner gekratzt wenn die Kolben klemmten, da war das halt so normal wie man heute den Partikelfilter ausbrennt.
4. hat sich auch die Literleistung enorm gesteigert. Der VW Käfer hatte aus 1.2l 25-36 PS, heute ist das 10fache üblich (und das sogar mit einer besseren Standzeit als der Käfer es hatte...

lg hälle
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