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Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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46 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon Josef83 » Mo Nov 20, 2017 15:29

Bei uns in Österreich wird in div. Fachmedien und politisch bereits über die nächste GAP Periode diskutiert. Hierbei vermisse ich aber eine Diskussion darüber, dass die Flächenprämien immer Stärker an den Grundeigentümer durchgereicht werden und somit das Ziel von "Ausgleichszahlungen" eindeutig verfehlt. Da der Pachtflächenanteil steigt greift das Argument div. Entscheidungsträger auch immer weniger, dass die Prämien zumindest für die Eigenflächen Einkommenswirksam sind. Sollten aktive Landwirte daher nicht stärker gegen Flächenprämien auftreten und die Politik in eine andere Richtung drängen.

Die GAP hat ja laut den römischen Verträgen von 1957 die Aufgaben:
eine flächendeckende Landwirtschaft
stabile Konsumentenpreise
ausreichendes Einkommen für den Erzeuger
usw.

Könnte man diese Aufgaben nicht auch anders umsetzen zb. anstelle der Flächenprämien wieder vermehrt Steuervorteile für aktive Landwirte um den Wettbewerbsnachteil in einer globalisierten Welt auszugleichen.

Ich freue mich auf eure Meinung
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon stamo » Mo Nov 20, 2017 16:23

Das ist ein guter Vorschlag, aber was sollen dann die tausende von Agraringenieuren in den Ämtern machen, wenn das so einfach wäre?

Die Flächenprämie kann man auf Ackerland (bis auf wenige extrem benachrichtige Gebiete) total abschaffen. Dafür braucht es auch keinerlei Ersatz, weil die Landwirtschaft effektiv genug ist.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon Fassi » Mo Nov 20, 2017 16:36

Die Frage ist halt, wo wird durch gereicht und bei wieviel Fläche insgesamt? Wenn ich zB unsere Gemarkung und die beiden benachbarten angegucke, dann sind die Pachtpreise kein wirkliches durchreichen, sondern max die Hälfte. Und aus dem benachbarten Thüringen hört man ähnliches. Andererseits kommen vermehrt Niedersachsen und bieten dann halt 400 bis 500€ Pacht (sprich häufig Verdopplung bis Verdreifachung der Preise), um die Flächen zu bekommen. Da ist es dann in meinen Augen selber Schuld.

Gruß
PS: Sitzen da bei Euch noch welche? Auf dem hiesigen Amt überwiegen die Berwaltungsfachangestellten um Längen.
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon CarpeDiem » Mo Nov 20, 2017 16:37

Steuervorteile bringen wenig, da die Gewinne eh mickrig sind. Wie man bei einem Ertragsniveau von Weizen mit ca. 75-80 dto und Preisen zwischen 14 und 15 €/dto so viel Geld verdienen kann um grosszügig auf die Flächenprämie zu verzichten, kann mir ja jemand vorrechnen.
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon stamo » Mo Nov 20, 2017 16:45

Überall, wo über 300 Euro Pacht gezahlt wird, ist die Flächenprämie abschaffbar. Das brauche ich nicht vorrechnen, das sieht jeder.
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon T5060 » Mo Nov 20, 2017 17:12

75 % der Prämie mit Krankenkasse, BG, Alterskasse und der Ökosteuer verrechnen und schon ist Ruhe
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon oberländer » Mo Nov 20, 2017 19:03

Wenn dieses Thema bei uns in den Obmänner Versammlungen des Bauernverbandes diskutiert
wird heißt es von unser Kr.O-mann und Ex MdB das keiner gezwungen ist die Ausgleichszahlungen
an die Verpächter weiter zu geben , also kein Handlungsbedarf !!!! ( wo ist der Kotz Smily ).
Abschaffen das ganze Zeug.
Amtsbuden räumen für Flüchtlinge und Obdachlose.
T5060 hat zu 100 % recht.
Alle die unter 50 sind dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen
Verwaltung und Beamtentum sind Kropf und Blinddarm einer Volkswirtschaft
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon Nuffield » Mo Nov 20, 2017 21:42

CarpeDiem hat geschrieben:Wie man bei einem Ertragsniveau von Weizen mit ca. 75-80 dto und Preisen zwischen 14 und 15 €/dto so viel Geld verdienen kann um grosszügig auf die Flächenprämie zu verzichten, kann mir ja jemand vorrechnen.


Das wird Dir niemand vorrechnen können. Diejenigen, die am lautesten nach Abschaffung der Prämie schreien, wirtschaften entweder (noch) nicht selber oder haben ausreichend außerlandwirtschaftliche Einkünfte. Einen ausreichenden Gewinn erzielt man bei den von Dir oben genannten Zahlen ohne Prämie niemals. Das ist schlicht unmöglich.
"Jesus war ein Moslem das weiß jeder. Wenn er keiner war dann erklär mir bitte mal warum er einen Vollbart hatte? Und das er 5 mal am Tag gebetet hat. Zu wem hat er wohl gebetet?" Kommentar eines Moslem bei Youtube
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon egnaz » Mo Nov 20, 2017 22:22

Schon in der jetzigen Förderperiode hätte man die Flächenprämie allmählich ausschleichen müssen. Bei einem Pachtanteil von über 50 % wird die Prämie spätestens bei Neuverpachtung weitergereicht. Die wirtschaftenden Betriebe rechnen die Prämie in ihre Kalkulation mit ein und bestimmen dadurch den möglichen Pachtpreis. Die EU hat mittlerweile auch einen großen Einfluss auf den Weltmarkt und dadurch ist es auch möglich den Wegfall der Prämie durch höhere Produktpreise auszugleichen.
Besonders paradox ist die Prämiensituation bei Grünland, welches nicht für die Milchproduktion genutzt werden kann. Mit Flächenprämie und Umweltprämie kann man hier mehr verdienen, als mit Weidetierhaltung, wenn man nur wüsste wohin man mit dem minderwertigen Futter soll.
Gruß Eckhard
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon T5060 » Mo Nov 20, 2017 22:27

egnaz hat geschrieben:Besonders paradox ist die Prämiensituation bei Grünland, welches nicht für die Milchproduktion genutzt werden kann. Mit Flächenprämie und Umweltprämie kann man hier mehr verdienen, als mit Weidetierhaltung, wenn man nur wüsste wohin man mit dem minderwertigen Futter soll.



Das geht aber nur solange, bis die vorhandenen Maschinen abgeranzt sind.
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon egnaz » Mo Nov 20, 2017 22:40

T5060 hat geschrieben:
egnaz hat geschrieben:Besonders paradox ist die Prämiensituation bei Grünland, welches nicht für die Milchproduktion genutzt werden kann. Mit Flächenprämie und Umweltprämie kann man hier mehr verdienen, als mit Weidetierhaltung, wenn man nur wüsste wohin man mit dem minderwertigen Futter soll.



Das geht aber nur solange, bis die vorhandenen Maschinen abgeranzt sind.

Das ist ja das paradoxe, dass man noch einen Dummen braucht, der sich um den Aufwuchs kümmert. Ich kenne Betriebe, die sich mit guten Ausreden auch noch um die jährliche Nutzung drücken.
Gruß Eckhard
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon Pegasus_o » Di Nov 21, 2017 1:02

Wenn es diese Drecksprämie nicht gäbe, würde ich in Weideland für meine Pferde schwimmen...für meinen Betriebsgewinn brauche ich keine Prämie.

Bevor es die gab, sind einem die Nachbarn nachgelaufen, ob man nicht die Hänge beweiden könnte oder Heu machen. Von Pacht war da keine Rede... Jetzt wird auf einmal die halbe Prämie als Pacht bezahlt für Flächen, die nicht befahrbar sind. Und wegen des Ökoquatsches kann ich mir direkt vor meiner Haustür noch eine Ampferzucht ansehen.

Erstaunlicherweise gibt es ein paar Landwirte, die Flächen ohne Prämie nehmen und trotzdem was verdienen. Scheint es also auch zu geben.

Gruß,
Pegasus
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon elchtestversagt » Di Nov 21, 2017 8:33

Weg mit den Flächenprämien, ganz schnell.
Warum gibt es denn keine Prämien auf Tierhaltung?
Wie gesagt, die grössten Gewinner der GAP sind die Verpächter, und weil die immerhin in Deutschland 60% ausmachen, wird es keine Abschaffung der Flächenprämien geben.
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon Ede75 » Di Nov 21, 2017 8:59

Nuffield hat geschrieben:
CarpeDiem hat geschrieben:Wie man bei einem Ertragsniveau von Weizen mit ca. 75-80 dto und Preisen zwischen 14 und 15 €/dto so viel Geld verdienen kann um grosszügig auf die Flächenprämie zu verzichten, kann mir ja jemand vorrechnen.


Das wird Dir niemand vorrechnen können. Diejenigen, die am lautesten nach Abschaffung der Prämie schreien, wirtschaften entweder (noch) nicht selber oder haben ausreichend außerlandwirtschaftliche Einkünfte. Einen ausreichenden Gewinn erzielt man bei den von Dir oben genannten Zahlen ohne Prämie niemals. Das ist schlicht unmöglich.



Hinzu kommt, daß die Fläche gleichzeitig entwertet wird. Was wird bei einigen die Bank wohl dazu sagen, wenn Fläche nur noch die Hälfte kostet? Was ist, wenn ihr aussteigen müßt, aus welchen Gründen auch immer, und es keine Pacht mehr gibt, weil geht ja nicht ohne Prämie? Darüber macht sich keiner einen Kopf. Klar, sind ja eh alles nur die Top Zukunftsbetriebe hier :roll: . Schaut mal 10, 15 Jahre zurück, und wer seitdem alles ausgestiegen ist. Das waren nicht alles nur Krauter....

Vorsicht Ironie:
Ich hab damals, als die Quote fallen sollte (wir erinnern uns, Quote war mal Eigentum), schon div. Betriebsleiter, die danach schrien, gefragt, ob dann, wenn die Quote weg ist, das nächste Argument ist, die Pacht muß weg, die ist zu teuer. Quasi Enteignung. Da wurde ich immer nur blöd angeguckt...
Viele denken halt nur bis zum eigenen Tellerrand.

Gruß
Ede
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Re: Flächenprämien Alimentierung von Grundeigentümern

Beitragvon allgaier81 » Di Nov 21, 2017 9:20

Warum gibt es denn keine Prämien auf Tierhaltung?


Das gab es doch alles...Bullenprämie, Mutterkuhprämie...
Gruß, allgaier
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