Deswegen verkaufe ich auch kein Holz aus dem Staatswald bis jetzt. Muss mich mal informieren wie das dann mit gewerblichen Holz aussieht. Aber Holz verkauf sehe ich momentan auch als nebensache an. Erstmal will ich was suchen um die Maschine einzusetzen. Mfg Martin
Ich glaub kaum dass Gemeinden mit dem "paar Euros" an Einnahmen für Brennholzselbstwerber reich werden wollen.
Die wollen die Lebensqualität innerhalb der Gemeinde steigern und dafür sorgen dass die Leute zufrieden sind, dass sie nicht in den Nachbarort abwandern.
@digges Der Förster unterliegt beim Verkauf von Brennholz den Vorgaben des Waldeigentümers und der freien Marktwirtschaft. Verbieten kann er dir den Verkauf nicht. Er braucht dir aber auch kein Holz zu verkaufen. Die Intension, die euer Förster hat ist mit dem "wenn ich mitkriege, wer Holz verkauft, der bekommt keines mehr von mir" ist eigentlich ganz klar. Der Förster will keine "Holzverkäufer" im Wald, die immer mehr und immer größere Mengen benötigen, sondern der Förster will, daß vor allem Brennholznutzer der Gemeinde dies zum Eigenverbrauch werben können und nicht das Holz später teuer bei "Brennholzprofis" kaufen müssen. Ist in meinen Augen eine lobenswerte Einstellung. Insbesondere vor dem Hintergrund, daß es in unserer Gegend nach meinem Kenntnisstand bereits die eine oder andere Försterei gibt, bei dem an Selbstwerber nichts mehr verkauft, sondern das Kronenholz mit aufgearbeitet und dann an Hackschnitzelverkäufer vergeben wird.
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
Zur Selbstwerberei in RLP: Die Gemeindewälder geben bei uns an die Ortsansässigen das Brennholz zu sehr günstigen Konditionen ab. Auf dem Selbstwerberschein steht zwar der Betrag den man bezahlt hat, aber nicht die MwSt. Nutzt dir also als gewerblicher Nutzer nix. Grundsätzlich kann aber jeder im Kommunalwald Brennholz erwerben, nur ist das für "Fremde" teurer. Und auch hier gilt, dass erst die eigenen Schäfchen bekommen und dann die Fremden den Rest. Kurzum die Auswärtigen bekommen schlechteres Holz zu höheren Preisen.
Zur eigentliche Frage Zertifizierung: - Bioöl ist albsolutes muss - bodendruck darf einen grenzwert nicht überschreiten. Musst du nachweisen, verhältnis Kettenfläche zu Zul. Gesamtgewicht. Ist aber bei deinem Terri wohl mehr als ok. - zur Erstzertifizierung musst du 6 Projekte vorlegen. 4 bereits abgeschlossene Massnahmen und 2 die aktuell laufen. Da kommen dann Prüfer und suchen nach Fehlern. - alle 1/2 Jahr musst du 3 Projekte angeben die bei bedarf kontrolliert werden können. - der Maschinenführer muss die nötige Qualifikation haben. (auch mehrjährige Berufserfahrung zählt) - Ölhavarie Set muss du mitführen. Die grösse des Unfallsets richtet sich nach der im Fahrzeug befindlichen Ölmenge. - sicheres betanken muss gewährleistet sein. (bei Kettenfahrzeugen eine mobile Tankanlage) - Feuerlöscher mit gültigem!!! Prüfzeichen - das Gerät muss dem Stand der Technik entsprechen. (hab selber noch nicht ganz verstanden was das soll) - natürlich wollen die für ihre Kontrollen auch ein paar Nuggets kassieren. - finden sie bei dir ne Motorsäge brauchst du das Komplettprogramm. PSA, Alkylatbenzin, Biohaftöl, geeichte Messwerkzeuge, geeignete Transportboxen, überfüllsichere Einlaufstutzen, - Gefahrgutlagerung in der Werkstatt unterliegt strengen Regeln - falls du Wartungen selber machst muss die Werkstatt den Regel der BG entsprechen.
Soviel zur Zertifizierung, dann will der Waldbesitzer noch sehen: - Mitgliedschaft bei der BG - gültige Gewerbeanmeldung - unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt - Betriebshaftpflicht mit Umweltklausel - sozialversicherungsnachweis für jeden Mitarbeiter
Bestimmt hab ich noch was vergessen, muss aber jetzt mal den Junior ins Bett bringen.
Gruss Lars
Wer zuletzt lacht, hat's nicht eher kapiert . . .
Fällt der Baum beim ersten Streich, war bestimmt der Baumstamm weich.
Ok........hört sich an wie wenn das für mich einfach zu aufwendig ist. Zu den projekten, wie soll ich denn Projekte haben wenn ich nicht in den wald darf. Verstehe ich nicht. Oder was verstehen die unter projekten? Mfg Martin
Stimmt schon, man muss es im grossen Stil betreiben dass sich eine Zertifizierung lohnt. Staatswald is auch von den Losgrössen der Ausschreibungen für ein Kleinbetrieb uninteressant.
Alternativ würd ich dir raten mal in deiner Nähe im Kommunal- und Körperschaftswald nachzufragen. Da ist die Anforderung nicht ganz so hoch. Versicherung, BG, Finanzamt und Co brauchst du da zwar auch ( untere Absatz im Post vorher) aber den Quatsch mit der Zertifizierung kannste dir da schonmal schenken. Teuer wirds aber auf jeden Fall bis du alle Papiere zusammen hast. Da musst du die Sache schon wirklich wollen, aber der eigene Chef zu sein lohnt sich allemal. Arbeit gibts in der Forstwirtschaft immer......
Viel Glück
Wer zuletzt lacht, hat's nicht eher kapiert . . .
Fällt der Baum beim ersten Streich, war bestimmt der Baumstamm weich.
zitat: das Gerät muss dem Stand der Technik entsprechen. (hab selber noch nicht ganz verstanden was das soll)
heisst bei uns, das du mit nem 20 jahre alten forwarder im bestand nix zu suchen hast.... (wenn du 2012 anmeldest sollte das gerät auch aus ungefähr dieser produktionslinie stammen + evtl vorgänger ) traurig aber wahr ...